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Veröffentlicht am 15.11.2025

Ein Vermisstenfall, eine Kommissarin mit privaten Problemen und ein schönes Setting

Das erkaufte Glück
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Inhaltsangabe Verlag:
Lea Nielsen ist auf dem besten Weg, die jüngste Hauptkommissarin Niedersachsens zu werden, als sie sich für alle überraschend entschließt, Hannover und das LKA zu verlassen, um eine ...

Inhaltsangabe Verlag:
Lea Nielsen ist auf dem besten Weg, die jüngste Hauptkommissarin Niedersachsens zu werden, als sie sich für alle überraschend entschließt, Hannover und das LKA zu verlassen, um eine Stelle im ostfriesischen Wittmund anzunehmen. Kaum eingetroffen, wartet schon der erste Fall auf sie: Die 19-jährige Maya van Berg wurde von ihren Eltern als vermisst gemeldet. Die Mutter, eine erfolgreiche Life-Coachin, verhält sich bei der Befragung äußerst kühl, während sich der Vater sehr betroffen zeigt.
Leas Chef vermutet, dass die junge Frau freiwillig für ein paar Tage aus dem Elternhaus geflohen ist, lässt Lea aber ermitteln, da Mayas Mutter beste Kontakte zum Staatsanwalt pflegt. Während sich neue Spuren auftun und der Fall für Lea zu einer immer größeren Herausforderung wird, muss sie sich auch der Pflege ihres demenzkranken Vaters widmen – eines Mannes, der sie vor Jahren im Stich gelassen hat.

Meine Inhaltsangabe:
Lea Nielsen fängt in Wittmund eine neue Stelle an. Ihr erster Fall: eine Vermisstenanzeige. Maya, 19, ist verschwunden. Der Staatsanwalt ist mit der Familie bekannt, daher werden direkt Ermittlungen eingeleitet, obwohl die erste Annahme ist, dass Maya einfach weg von ihrer Mutter wollte, mit der sie sich nicht versteht. Als dann aber eine Lösegeldforderung kommt ist klar: da steckt mehr dahinter, also ein bloßer Familienstreit. Lea, die Beziehungsprobleme hat und sich zudem um ihren dementen Vater kümmert, zu dem sie eigentlich gar keine Verbindung hat, muss sich auch noch mit Kompetenzgerangel und männlichem Gockelgehabe herumschlagen. Wird sie sich beweisen und den Fall lösen?

Erster Satz: »Das Tor zum Hof des Polizeikommissariats öffnet sich, ich lege den ersten Gang ein und suche mir einen Platz zwischen den zahlreichen Fahrzeugen.«

Mein Eindruck:
Der Fall selbst ist recht spannend, weil es einige Wendungen gibt. Ich konnte also schön miträtseln und mir meine eigenen Schlüssel bilden. Das hat mir gut gefallen. Jedoch kam ich mit dem Schreibstil nicht wirklich zurecht. In der Ich-Form geschrieben (was mich eigentlich nie stört), fühlte es sich diesmal für mich an wie eine Aneinanderreihung von Begebenheiten. Es wurde viel erzählt, aber nichts gezeigt, so dass es für mich wie das Lesen eines Berichts war. Hinzu kommt, dass ich die Hauptfigur (Lea) schlicht nicht mag. Aber auch nicht nicht mag. Ich empfinde sie als völlig neutral. Und das finde ich bei einem Buch immer schade. Es kamen einfach keine Emotionen gleich welcher Art hoch, ich war nicht gefesselt, nicht involviert, sondern nur Beobachter. Teils war die Story dann auch ein bisschen verworren durch die vielen Namen, die teils voll ausgeschrieben, dann wieder nur der Vor- und dann wieder nur der Nachname, immer wechselweise. Wenn da dann so schon sehr viele Beteiligte gibt, verliert man da leicht den Überblick. Mir ging es zumindest so. Auch nahmen mir die privaten Probleme Leas zu viel Raum ein. Das Setting hingegen ist sehr schön und zum Wegträumen. Ostfriesland, Wittmund, Esens, Spiekeroog, Spanien. Fazit: ein an sich guter (= 3 Sterne) Krimi, der mich jedoch aus mehreren Gründen nicht überzeugen konnte. Auf die Fortsetzung habe ich eher wenig Lust. Wer emotional zurückgenommene Protagonisten mag, deren sehr sachliche Art sich offensichtlich im Schreibstil niederschlägt, der sollte hier zugreifen. Wer gern mehr selbst miterlebt als nur darüber zu lesen, der wird hier vielleicht nicht ganz so glücklich sein. Probiere es einfach mal aus.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Mythen, Sagen, Rätsel und Geheimnisse – Auftakt einer Kinder-Fantasyreihe

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Inhaltsangabe Verlag:
Nächtliche Raubgräber im Maisfeld, ein rätselhafter Schlüssel und ein Vermisster in den Schlossberghöhlen - in denen es obendrein spukt! Irida und ihre Freunde, die „Furchtlosen“, ...

Inhaltsangabe Verlag:
Nächtliche Raubgräber im Maisfeld, ein rätselhafter Schlüssel und ein Vermisster in den Schlossberghöhlen - in denen es obendrein spukt! Irida und ihre Freunde, die „Furchtlosen“, gehen dem seltsamen Fall im beschaulichen Städtchen Hohenburg nach. Die mysteriösen Ereignisse führen Irida auf die Spur einer geheimen Anderswelt - und von bösartigen Wesen, die als Menschen getarnt unter den Einwohnern leben. Woher kommen sie? Was haben sie vor? Ist das mystische Reich in Gefahr? Irida und ihre Freunde wissen bald nicht mehr, wem sie vertrauen können. Und dann gibt es da noch ein allgegenwärtiges Kaninchen…
Der Reihenauftakt in eine fantastische Welt voller Geheimnisse, magischer Wesen und Zauberkräfte.

Meine Inhaltsangabe:
Irida humpelt ein wenig und wenn sie aufgeregt ist, stottert sie. Eigenschaften, die ihr das Leben schwermachen. Selbst in ihrer eigenen Familie fühlt sie sich nicht angenommen. Daher ist sie überglücklich, dass sie in der Clique „Die Furchtlosen“ echte Freunde und Gleichgesinnte gefunden hat. Hier, unter den Nerds und Ausgestoßenen ihrer Schule, fühlt sie sich wohl. Als in den Schlossberghöhlen ihres Wohnortes Hohenburg an der deutsch-französischen Grenze, erneut ein Besucher verschwindet und zeitgleich Raubgräber einen offensichtlichen Schatz auf einem Feld am Ortsrand ausheben und sich danach ebenso in Luft auflösen, wollen die vier Kids diese geheimnisvollen Rätsel lösen. Ein Abenteuer beginnt, in dem Irida unglaubliche Wahrheiten enthüllt werden und der Glauben der Kinder auf eine harte Probe gestellt wird. Was ist nur los in ihrem Städtchen?

Erster Satz: »Wer hat das Kaninchen in die Küche gelassen?«

Mein Eindruck:
Dieses Buch ist eine echte Augenweide! Das zauberhafte Cover, der traumhafte Buchschnitt, einfach nur richtig schön! Kaum angefangen zu lesen, werde ich in eine rasante Fantasystory geworfen, lerne viele Charaktere kennen, springen zwischen mehreren Handlungssträngen hin und her und frage mich, wo das alles wohl hinführen wird. Sehr neugierig verfolge ich Kapitel um Kapitel die Story rund um Irida & Co., lese über die Kids und deren Probleme, bekomme hier und da einen seltsamen, rätselhaften Szenenwechsel vorgelegt und lande dann sogar bei Elfen in einer Welt wo auch immer. Die Figuren werden detailliert beschrieben, allerdings nur deren Optik, was auch nicht vor deren Fahrrädern halt macht. Für mich deutlich zu viel Input und mir wäre weniger Äußerlich- und Oberflächlichkeiten lieber gewesen. In die Tiefe geht leider nichts, was sicher auch dazu beigetragen hat, dass mir alle Kids bzw. alle Figuren seltsam distanziert erscheinen und einfach keine Nähe zwischen uns aufkommen will. Das änderte sich bis zum Schluss nicht und ich fühlte mich nicht wie mittendrin und voll dabei, sondern eher wie ein unbeteiligter Zuschauer einer Serie, die ganz nett ist, aber eher so nebenherläuft. Schreibstil, Idee, Setting und alles große Klasse, letztlich hat es mich aber einfach nicht berührt. Die Fortsetzung reizt mich tatsächlich daher eher nicht. Das ist nur mein persönliches Empfinden und ich könnte mir vorstellen, dass Kids ab 10 Jahren echte Freude an dem fantasievollen Abenteuer mit gleichaltrigen Protagonisten haben werden. Von mir gute 3/5 Sterne und die Empfehlung: lies es doch einfach selbst, vielleicht ist es ja genau Dein Ding!

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Unfall oder Mord? Das ist hier die Frage!

Cherringham - Die Leiche im See
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Inhaltsangabe Verlag:
Der Gemeinderat von Cherringham lädt Laurent Bourdain, Bürgermeister eines französischen Dorfs an der Bretagne-Küste, zu einem Galaempfang ein, um eine Partnerschaft zwischen beiden ...

Inhaltsangabe Verlag:
Der Gemeinderat von Cherringham lädt Laurent Bourdain, Bürgermeister eines französischen Dorfs an der Bretagne-Küste, zu einem Galaempfang ein, um eine Partnerschaft zwischen beiden Gemeinden zu besiegeln. Der Veranstaltungsort soll Lady Reptons Herrenhaus sein, das ihr Enkel in ein Tagungszentrum von Weltrang zu verwandeln hofft. Zu Ehren des französischen Würdenträgers wird ein prächtiges Dinner vorbereitet. Doch während der Abend dahingeht und der Wein fließt, verschwindet der Bürgermeister von der Feier, um bald darauf tot im nahen See gefunden zu werden. Ein Unfall, so scheint es - bis Jack und Sarah herausfinden, was wirklich mit dem Toten im See geschah ...

Meine Inhaltsangabe:
Cherringham und eine Gemeinde in Frankreich planen eine Städtepartnerschaft. Um die letzten Hürden dafür zu beseitigen, treffen sich der Gemeinderat Cherringhams mit den französischen Abgeordneten im Herrenhaus von Lady Repton, welches ihr Enkel zu einem Tageszentrum umfunktionieren möchte. Die Stimmung ist gelöst und alle sind zufrieden, doch dann verschwindet plötzlich der Bürgermeister des französischen Dorfes und wird am nächsten Tag tot im See aufgefunden. Scheinbar ein Unfall, er war betrunken und ist nachts mit dem Ruderboot zur kleinen Insel von Repton House rausgefahren und offensichtlich gekentert und mit dem Kopf auf den Ufersteinen aufgeschlagen. Doch dann findet die Polizei Spuren, die auf Mord deuten und nehmen Lady Reptons Enkel als Hauptverdächtigen fest. Die bittet Jack und Sarah, den wahren Mörder zu finden. Und so geht sie los: die Spurensuche im englisch-französischen Kuddelmuddel.

Erster Satz: »Sarah bog von der Hauptstraße zum hohen Tor von Repton Hall ein.«

Mein Eindruck:
Ich mag die Reihe, sie ist schön kurzweilig und sehr leicht und damit perfekt zum nebenbei hören. Auch jetzt macht Sprecherin Sabina Godec wieder einen großartigen Job und ich höre ihrer Stimme sehr gerne zu. Doch insgesamt hat mich diese Folge nicht so mitreißen können, ich fand sie eher langatmig und weniger interessant, wobei ich gar nicht wirklich sagen kann, woran das lag. Mir haben die Figuren diesmal einfach nicht so gefallen und auch den Fall selbst fand ich nicht so berauschend. Mir fehlt einfach das gewisse Etwas, das Fünkchen, dass aus einem Hörbuch ein Hörerlebnis macht. Es war nicht schlecht, aber halt auch nicht besonders erwähnenswert. Von mir daher 3/5 Sterne. Mein Cherringham-Ausflug ist mit dieser Folge erst mal beendet. Nicht, weil es mir nicht gefallen würde, sondern einfach, weil ich nur diese sieben Folgen zu Hause hatte. Sicherlich werde ich mir irgendwann weitere Folgen holen, doch erstmal habe ich noch massenhaft andere Hörbücher, die von mir gehört werden wollen.
Fazit zu Cherringham: wer CosyCrime mag und gerne kurze (zwischen 3 und 4 Stunden), unterhaltsame Hörbücher mit einem sympathischen, nicht romantisch verbandeltem Hobby-Ermittlerpaar hört, dem kann ich Cherringham ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Weniger das Leben einer Bäuerin, als die Biographie einer 4-fachen Mutter

Die Frau des Farmers
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Inhaltsangabe Verlag:
Vor der Morgendämmerung genießt Helen Rebanks die wenigen Minuten der Ruhe bei einer Tasse Tee, bevor ihr Mann und ihre vier Kinder im Haus herumwirbeln. Es gibt auch sechs Schäferhunde, ...

Inhaltsangabe Verlag:
Vor der Morgendämmerung genießt Helen Rebanks die wenigen Minuten der Ruhe bei einer Tasse Tee, bevor ihr Mann und ihre vier Kinder im Haus herumwirbeln. Es gibt auch sechs Schäferhunde, zwei Ponys, 20 Hühner, 50 Rinder und 500 Schafe zu versorgen. Helen Rebanks ist Bäuerin. In einzigartiger Weise erzählt »Die Frau des Farmers« vom Leben einer Frau auf einem modernen Bauernhof im malerischen Lake District Englands.
Als junges Mädchen träumte Helen Rebanks von einem Leben als Künstlerin. Auf keinen Fall wollte sie wie ihre Mutter und Großmutter das Leben einer Bäuerin führen. Sie verlässt die Familie, studiert Kunst, sucht eigene Wege – und doch kommt es anders: Heute sitzt sie auf ihrem eigenen Gehöft und betreibt mit ihrem Mann James Rebanks eine große Farm. Traditionell wird die Stellung der Bäuerin als Nebenrolle gesehen: immer da, aber doch im Hintergrund. Doch ohne die Frauen geht es nicht. Eingebettet in Erinnerungen erzählt Helen Rebanks von ihrem Leben an einem Tag: von der Entscheidung doch ein Landleben zu führen, der Organisation des Haushalts und der Familie, der Verwaltung eines modernen Hofes, von ihrer Liebe zum Kochen und zu den Tieren, der großen Verbundenheit zur Natur und von der Bedeutung und Herkunft unserer Nahrung. Authentisch und ergreifend ist dies die Geschichte eines verborgenen Lebens, das alles zusammenhält, und eine Hommage an alle Landfrauen.
Mit zahlreichen, wunderschön illustrierten Familienrezepten

Meine Inhaltsangabe:
In fünf Abschnitten unterteilt erzählt Helen Rebanks von ihrem Leben. Angefangen mit ihrer Kindheit, über die Jugend, Studium, das Kennenlernen ihres heutigen Mannes, die Geburt ihrer vier Kinder und ihr Mutterdasein. Zwischendurch gibt es viele Rezepte (54 an der Zahl) zum Kochen und Backen sowie am Ende folgende Listen:
- Haltbares für die Vorratskammer
- Haltbares für den Kühlschrank
- Für das Gefrierfach
- Gerichte, die uns kein schlechtes Gewissen machen sollten
- Kreative Ideen fürs Pausenbrot
- Einfache Studentenküche
- Lieblingskochbücher
- Nahrhafte Gerichte, die der Selbstfürsorge dienen
- Gerichte, wenn ich im Überlebensmodus bin

Erster Satz: »Der Hahn kräht.«

Mein Eindruck:
Ich habe aufgrund Titel und Klappentext etwas völlig anderes erwartet. Ich dachte, ich erfahre hier was vom Leben auf der Farm, der täglichen Arbeit mit den Tieren, auf den Feldern und was noch so dazu gehört. Stattdessen bekomme ich eine Autobiographie der Autorin, angefangen bei ihrer Kindheit bis zu ihrem Leben als 4-fache Mutter. Ich erfahre, welche Probleme in ihrer Herkunftsfamilie bestanden, wie sie ihren Mann kennengelernt und was sie in ihrer Studienzeit gemacht hat, wie sie mit finanziellen und Eheproblemen zu kämpfen hat, wie sie jedes einzelne ihrer vier Kinder zur Welt gebracht hat und wie sie ihren Alltag als verheiratete Frau und Mutter von vier Kindern erlebt, die ein bisschen auf der Farm mithilft (vor allem Verwaltungsaufgaben). Das ist mir absolut zu viel des persönlichen Lebens einer unbekannten Frau. Zudem beschreibt sie alles in einer Detailverliebtheit, die ihresgleichen sucht. Ich muss nichts darüber lesen, welche einzelnen Handgriffe (also wirklich jeden einzelnen!) sie unternimmt, wenn sie morgens aufsteht und anfängt, das Haus auf Vordermann und die Kids schulfertig zu machen. Von der Arbeit auf der Farm hingegen erfahre ich fast nichts. Zusammengefasst wird hier das Leben als Hausfrau, Mutter und Ehefrau thematisiert mit minikleinen Abstechern zu Themen wie gesunde Ernährung und regenerative Landwirtschaft. Wenn es nur nach dem geht, was ich erwartet habe, bin ich bei 2 Sternen. Löse ich mich von meinen Erwartungen und lese unvoreingenommen, dann lande ich bei 4 Sternen, weil der Schreibstil trotz aller Ausführlichkeit dennoch sehr gut zu lesen ist. Ich nehme die goldene Mitte und vergebe 3 Sterne. Die Rezepte sind toll, es gibt ein paar wenige s/w-Illustrationen, die sehr hübsch sind, die „hilfreichen Listen“ hinten im Buch hätte ich nicht gebraucht. Wer etwas über das Leben auf einer Farm in England erfahren möchte, sollte nicht zu diesem Buch greifen. Wer gerne detaillierte Beschreibungen eines eigentlich ganz normalen Lebens liest, liegt hier richtig.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Jack und Sarah knacken eine tödliche Nuss

Cherringham - Mord im Mondschein
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Inhaltsangabe Verlag:
Die Proben für das jährliche Cherringham Charity Christmas Konzert laufen auf Hochtouren. Doch plötzlich stirbt Kirsty Kimball, eine der Sängerinnen. Todesursache: eine allergische ...

Inhaltsangabe Verlag:
Die Proben für das jährliche Cherringham Charity Christmas Konzert laufen auf Hochtouren. Doch plötzlich stirbt Kirsty Kimball, eine der Sängerinnen. Todesursache: eine allergische Reaktion auf die selbstgebackenen Kekse des Chors. Jack, der für Kirsty als Sänger einspringt, glaubt nicht an einen Unfall. Gemeinsam mit Sarah beginnt er zu ermitteln. Schon bald müssen sie erkennen, dass sich hinter den freundlichen Gesichtern der Chormitglieder eine Welt aus Missgunst und Rivalität verbirgt.
»Cherringham - Landluft kann tödlich sein« ist eine digitale Romanserie in der Tradition des klassischen englischen Krimis.

Meine Inhaltsangabe:
Die junge Kirsty ist eines Nachts auf dem Heimweg von den Chorproben des Rotary Clubs Cherringham, als sie schwere Anzeichen einer allergischen Reaktion spürt. Kein Problem, sie kennt das ja und hat auch immer das Gegenmittel dabei. Doch offensichtlich ist der EpiPen defekt und für Kirsty kommt jede Hilfe zu spät. Der ehemalige US-Polizist Jack, der als Ersatz für das ausgeschiedene Chormitglied einspringt, findet die Todesumstände seltsam und beginnt daher mit Ermittlungen, unterstützt von Sarah, der einheimischen Hobby-Detektivin. Unter Verdacht stehen eigentlich alle aus dem Chor, denn einer von ihnen muss die Kekse gebacken haben, die Erdnüsse enthielten, obwohl alle wussten, dass dies für Kirsty das Todesurteil sein könnte. Wer also steckt hinter dem heimtückischen Mordanschlag, oder war es doch nur ein Unfall?

Erster Satz: »Kirsty Kimball fragte sich, ob die Mitgliedschaft im Rotary Club wirklich eine gute Idee gewesen war.«

Mein Eindruck:
Cherringham scheint ja ein mörderisches kleines Städtchen zu sein, wird hier doch im bereits 3. Todesfall ermittelt. Jack (älterer Ex-Cop aus den USA) und Sarah (junge alleinerziehende in Cherringham geborene Web-Designerin) sind ein ziemlich gutes Team. Sie verstehen sich nahezu ohne Worte und passen trotz ihres Altersunterschieds sehr gut zusammen, wobei es sich hier nicht um eine romantische Beziehung handelt. Gibt es hier Klischees? Oh ja. Ist es vorhersehbar? Das auch. Dennoch handelt es sich um kurzweiligen, unterhaltsamen Cosy Crime, der diese Bezeichnung verdient. Die Story selbst hat mich diesmal nicht wirklich vom Hocker gerissen, sie war für meinen Geschmack ein bisschen zu lahm und spannungsfrei. Daran konnte auch die Sprecherin nichts ändern, die einen guten Job macht und der ich gerne zugehört habe. Alles in allem leichte Kost, unterhaltsam und perfekt für zwischendurch, ohne großen Anspruch, aber das muss es ja auch nicht immer sein. Gute 3/5 Sterne.

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