Rechtsmedizin im Jahr 1886
Der DienstmädchenmörderInhalt: München, 1886. Der Pathologe und begeisterte Amateurdetektiv Hajo von Zündt obduziert mit Hilfe seiner jungen Assistentin Charlotte Brauchitsch eine Leiche – und stellt fest, dass die Frau ermordet ...
Inhalt: München, 1886. Der Pathologe und begeisterte Amateurdetektiv Hajo von Zündt obduziert mit Hilfe seiner jungen Assistentin Charlotte Brauchitsch eine Leiche – und stellt fest, dass die Frau ermordet wurde. Die Polizei hat mit dem Verlobten der Toten schnell einen Verdächtigen im Visier, doch Hajo glaubt nicht an dessen Schuld. Unter Einsatz neuester kriminologischer Methoden folgen er und Charlotte einer Spur, die tief in ein nahes Moor und in höchste adelige Kreise führt.
Mit "Der Dienstmädchenmörder" entführt Walter Christian Kärger seine Leser ins München des Jahres 1886 — ein Setting, das er atmosphärisch dicht und historisch überzeugend zeichnet. Die damalige Zeit wird nicht nur durch die detailreiche Schilderung der Umgebung und Verhältnisse, in der sich die Figuren bewegen, sondern auch durch spannende Fakten zur Rechtsmedizin und deren Weiterentwicklung durch die Hauptfigur Hajo von Zündt lebendig vermittelt.
Besonders gelungen fand ich die drei befreundeten bzw. miteinander verwandten Hauptfiguren, die sich deutlich voneinander abheben und die Geschichte tragen. Sie sind mir direkt ans Herz gewachsen und ich freue mich, dass es sich hierbei um einen Serienauftakt handelt. So werde ich die Figuren hoffentlich noch über längere Zeit begleiten können. Die Handlung selbst ist fesselnd und gut konstruiert, auch wenn sich der Showdown am Ende für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge zog und prägnanter hätte ausfallen dürfen.
Ich habe den Roman als Hörbuch, gelesen von Fynn Engelkes, gehört und fand die Umsetzung sehr angenehm.
Insgesamt hat mich "Der Dienstmädchenmörder" bestens unterhalten und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung, die am Ende bereits angedeutet wurde.