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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2025

Eine romantische, leichte Lektüre mit Happy-End-Garantie

Weihnachten in Applemore
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Tatsächlich hab ich dieses Buch gelesen ohne richtig im Kopf zu haben, dass es sich um eine Reihe handelt. Dementsprechend erschlagen war ich am Anfang von den ganzen Namen und Verbindungen, aber das wurde ...

Tatsächlich hab ich dieses Buch gelesen ohne richtig im Kopf zu haben, dass es sich um eine Reihe handelt. Dementsprechend erschlagen war ich am Anfang von den ganzen Namen und Verbindungen, aber das wurde mit der Zeit besser.

Die Handlung spielt in den schottischen Highlands, wo Hotelier Harry Robertson trotz der eigentlich, für die Nebensaison geplanten Renovierungen eine glamouröse Hochzeit für eine Influencerin vorbereiten soll. Unterstützt wird er dabei von seiner besten Freundin Polly, die schon lange heimlich Gefühle für ihn hegt.

Der Roman besticht durch seine stimmungsvolle Kulisse, die verschneiten Landschaften und die heimelige Atmosphäre, die perfekt in die Adventszeit passt. Das „Friends-to-Lovers“-Motiv gibt der Handlung ein wenig Spannung und emotionale Tiefe, auch wenn die Entwicklungen insgesamt vorhersehbar bleiben und einige Momente und Figuren leider sehr klischeehaft angelegt sind ( ich weiß das gehört ein bisschen auch dazu, aber ein wenig Neues würde glaub ich auch mal nicht schaden); die heimliche Liebe, die große, perfekte Hochzeit, die immer über alle Maßen hilfsbereite Freundin, der charmante Hotelier, die Influencerin, die ständig fordert ( auch wenn sie sich im Verlauf ja noch ein wenig bessert), etc.

Alles in allem aber ein klassischer Wohlfühlroman mit romantischem Setting, ein schönes Buch für die Vorweihnachtszeit. Wenn man bereit ist, Vorhersehbarkeit in Kauf zu nehmen und sich auf vertraute Tropen einzulassen, bekommt man eine warme Geschichte mit Herz und Charme

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Ein vielversprechender Auftakt einer neuen Krimireihe, der aber auch noch Ausbaupotential beinhaltet

Das erkaufte Glück
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Das erkaufte Glück ist der Auftakt einer neuen Krimireihe um Kommissarin Lea Nielsen. Nach ihrem Wechsel ins ostfriesische Wittmund muss sie sich nicht nur um ihren demenzkranken Vater kümmern, sondern ...

Das erkaufte Glück ist der Auftakt einer neuen Krimireihe um Kommissarin Lea Nielsen. Nach ihrem Wechsel ins ostfriesische Wittmund muss sie sich nicht nur um ihren demenzkranken Vater kümmern, sondern wird sofort in einen schwierigen Vermisstenfall verwickelt: Die 19-jährige Maya van Berg ist verschwunden, und die einflussreiche Mutter scheint mehr zu verbergen, als sie preisgibt.

Johannsen gelingt es, die Atmosphäre des norddeutschen Settings lebendig einzufangen und mit einem authentischen Gefühl für die Region zu verbinden. Besonders stark ist auch die Darstellung der Protagonistin, die zwischen beruflichen Herausforderungen und privaten Belastungen hin- und hergerissen ist und dadurch menschlich und nahbar wirkt. Der Kriminalfall entwickelt sich schrittweise, bleibt dabei spannend und eröffnet immer neue Verwicklungen.

Allerdings fällt auf, dass einige Elemente schon sehr klassische, bewährte Motive im Krimigenre sind. Es bleibt abzuwarten, wie stark Johannsen zukünftig vielleicht noch neue Akzente setzt, um sich von ähnlichen Krimis abzuheben. Außerdem muss ich auch sagen ( wobei das eine zutiefst persönliche Präferenz ist), dass für mich und wahrscheinlich auch für andere Leser, die schnelle Action und/oder sehr dichte Plots gewohnt sind, der langsame Aufbau und die Betonung der familiären und emotionalen Aspekte an manchen Stellen doch ein bisschen zu arg ausgeschmückt und damit teils leider auch etwas ablenkend sind.

Insgesamt aber ein gelungener Auftakt, wenn auch eher für Leser geeignet, die neben dem Kriminalfall auch noch viel über die persönliche Seite der Ermittelnden erfahren wollen.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Ein fesselndes Debüt, das polarisiert, aber definitiv im Gedächtnis bleibt.

How To Kill a Guy in Ten Ways
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„How to Kill a Guy in Ten Ways“ von Eve Kellman ist ein rasanter, schwarzhumoriger Thriller mit feministischer Schlagkraft. Im Zentrum steht Millie, die nach einem Übergriff auf ihre Schwester die Dating-Welt ...

„How to Kill a Guy in Ten Ways“ von Eve Kellman ist ein rasanter, schwarzhumoriger Thriller mit feministischer Schlagkraft. Im Zentrum steht Millie, die nach einem Übergriff auf ihre Schwester die Dating-Welt aufmischt – und dabei nicht davor zurückschreckt, selbst zur Rächerin zu werden. Was als Sicherheits-Hotline beginnt, entwickelt sich zu einem düsteren Spiel mit Moral und Gewalt.
Kellman gelingt es, ernste Themen wie sexualisierte Gewalt und weibliche Wut mit bissigem Witz zu verbinden. Die Protagonistin ist komplex, emotional aufgewühlt und erschreckend nachvollziehbar in ihrem Handeln.
Trotzdem muss ich leider sagen, dass mir einzelne Passagen teils etwas überladen oder stellenweise repetitiv vorkamen, gerade auch die oft wiederholten Beschreibungen körperlicher Erregung hab ich eher als störend empfunden.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Spannend, wenn auch leider teils etwas langatmig

Die unsichtbare Hand
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"Die unsichtbare Hand" von Julie Clark ist ein psychologischer Thriller, der auf zwei Zeitebenen spielt: Im Sommer 1975 erschüttert ein brutaler Doppelmord die Kleinstadt Ojai, während 2024 die Ghostwriterin ...

"Die unsichtbare Hand" von Julie Clark ist ein psychologischer Thriller, der auf zwei Zeitebenen spielt: Im Sommer 1975 erschüttert ein brutaler Doppelmord die Kleinstadt Ojai, während 2024 die Ghostwriterin Olivia Dumont versucht, das fast fünfzig Jahre alte Familiengeheimnis um den Mord an ihrer Tante und ihrem Onkel aufzuklären. Besonders im Fokus steht die komplexe Vater-Tochter-Beziehung und die Frage, ob Olivias Vater, der gefeierte Schriftsteller Vince Taylor, mehr weiß, als er zugibt.

Die Geschichte überzeugt mit einer gut konstruierten Handlung, vielschichtigen Charakteren und einer dichten Atmosphäre. Allerdings entwickelt sich die Handlung vor allem in der zweiten Hälfte recht langsam, und die Spannung leidet etwas unter den ausführlichen Rückblicken und Teenager-Dramen der Vergangenheit. Die finale Auflösung fällt weniger spektakulär aus als erwartet.

Insgesamt ist "Die unsichtbare Hand" ein vielschichtiges, aber stellenweise langatmiges Familiendrama, das vor allem Fans von psychologischen Thrillern und Familiengeheimnissen ansprechen dürfte.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Nett, wenn auch nicht ganz ausgeglichen im Detailgrad

Die Garnett Girls
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Die Garnett Girls" ist das Debüt der britischen Autorin Georgina Moore.

Der Roman erzählt die Geschichte von Margo Garnett und ihren drei Töchtern Rachel, Imogen und Sasha, die auf der Isle of Wight leben. ...

Die Garnett Girls" ist das Debüt der britischen Autorin Georgina Moore.

Der Roman erzählt die Geschichte von Margo Garnett und ihren drei Töchtern Rachel, Imogen und Sasha, die auf der Isle of Wight leben. Nach der Trennung von ihrem Ehemann Richard zieht sich Margo zurück und überlässt ihre Töchter weitgehend sich selbst. Jahre später kämpfen die erwachsenen Schwestern mit eigenen Herausforderungen: Rachel fühlt sich durch das verfallende Familienhaus gebunden, Imogen zweifelt an ihrer bevorstehenden Hochzeit, und Sasha trägt ein Geheimnis, das die Familie erschüttern könnte.

Moore zeichnet ein vielschichtiges Bild familiärer Beziehungen und beleuchtet die Komplexität zwischen Mutter und Töchtern sowie die Dynamik unter den Schwestern. Die Kulisse der Isle of Wight wird dabei atmosphärisch eingefangen und verleiht der Geschichte zusätzlichen Charme.

Die Figur der Margo sowie manche der Nebencharaktere empfinde ich an manchen Stellen als etwas überzeichnet. Auch die Charakterentwicklungen bleiben leider an einigen Stellen etwas unausgeglichen, dass alle Töchter irgendwie mit Probleme in der Liebe kämpfen müssen wird teils (für mich ) eher künstlich herbeigeführt, wobei die Probleme der jeweiligen Partner meist nur sehr blass bleiben.

Und auch wenn ich, zumindest wenn man dem Interview mit der Autorin Glaube schenken mag, nicht ganz der Zielgruppe ( Frauen um die 50 ) entspreche, fand ich den Roman durchaus ganz nett, wenn auch an manchen Stellen eben etwas überzeichnet und gleichzeitig aber auch an manchen Stellen etwas zu kurzgefasst.

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