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Veröffentlicht am 20.07.2025

Glück und Glas

Das Geheimnis von Murano
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Ich liebe den venezianischen Karneval, das italienische Essen, den Wein und ganz besonders Burano und Murano mit seinen ganzen, edlen Glasschätzen. Mein neuester Roman „Das Geheimnis von Murano“ von Jessica ...

Ich liebe den venezianischen Karneval, das italienische Essen, den Wein und ganz besonders Burano und Murano mit seinen ganzen, edlen Glasschätzen. Mein neuester Roman „Das Geheimnis von Murano“ von Jessica Amankona passt daher perfekt in mein Lesebeute-Schema. Den ersten Teil „Das Vermächtnis von Murano“ habe ich bereits begeistert gelesen. Nun folgt Band zwei. Das neue Buchcover passt, für meinen Geschmack, perfekt. Als Betrachter sieht man eine Szene aus der schönsten Laguna mit Blick auf Gondeln und Fährschiffen und Stadtansicht mit einer Kirche im Hintergrund. Der Titel ist in einer Art ovalen Schildform, ist im Hintergrund angeordnet und wird von Oliven-Zweigen begrenzt. Im Booklet des broschierten Taschenbuchs findet man einen hilfreichen Kartenausschnitt von Venedig und Murano. Als Leser kann man sich so die Gegebenheiten vor Ort besser vorstellen. Das Setting gefällt mir hervorragend. Die Rolle der Frau im historischen Italien wird fein von der Autorin dargestellt. Ich leide ordentlich mit Flavia mit…. Der flüssige, informative und trotzdem detailreiche Schreibstil der Autorin ist gut verständlich und lesbar. Die Murano-Saga zieht mich schnell wieder in den Bann. Ich mag die Insel besonders, da ich schon öfter selbst vor Ort war und sogar schon in dem beschriebenen Glasmuseum war. Und ich finde es spannend nun in Romanform historisch, fiktives Wissen um 1895 zur damaligen Glasbläser-Kunst zu erlangen. Das den Frauen Venedigs das Handwerk und der Besuch der Bibliothek untersagt war und meine Protagonistin Flavia Volpato offiziell „kein cristallo“ herstellen durfte, ist schon ein Hammer. Das muss man sich mal vorstellen und dass es dadurch in der Familie zu vielen Geheimnissen kommt, ebenfalls. Mir gefällt gut, dass auch andere mir bereits vertraute Charaktere wieder mit von der Partie sind. Zusätzlich taucht nun, neben einigen anderen, noch der englische Glaskenner John Pomeroy auf, der für Aufregung und Herzklopfen in Flavias Leben sorgt. Der Spannungsbogen ist gut dosiert und am Ende wird es romantisch und auch etwas traurig, dass verspreche ich euch. Aber zu viel verraten möchte ich selbstverständlich nicht, denn dieser Roman lohnt es, gelesen zu werden.
Buchrücken:
Die Glasbläserin, von der niemand wissen darf
Murano, 1895: Schon lange fertigt die schöne Flavia Volpato heimlich an Stelle ihres eher untalentierten Zwillingsbruders das cristallo der Familie an, auch wenn den Frauen Venedigs das Handwerk immer noch untersagt ist. Trotzdem muss sie machtlos mitansehen, wie der Vater schließlich mit dem Erzrivalen Dal Corso fusioniert. Obendrein bekommt sie einen Glaskenner, den adligen John Pomeroy, auf den Hals gehetzt, der im Auftrag von Sibilla Veridiani ihrem gut gehüteten Geheimnis auf der Spur ist. Sollte er die Wahrheit herausfinden, wäre ihre Teilnahme an der Biennale in Gefahr und damit das Schicksal ihrer ganzen Familie besiegelt. Doch Flavia und John kommen sich immer näher. Beherrscht die begabte Glasbläserin das Spiel mit dem Feuer, oder werden ihre Gefühle sie am Ende alles kosten?
Die Autorin:
Jessica Amankona wurde 1987 in Osnabrück geboren, und wuchs in einem Frauenhaushalt mit vier Schwestern und ihrer Mutter auf. An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster studierte sie spanische und französische Philologie.
Weitere Bücher:
Das Vermächtnis von Murano (Band 1)
Azurie 1: Tochter aus Mondlicht und Tränen
Fazit: ***** „Das Geheimnis von Murano“. Ist im Heyne Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat mit Epilog und Danksagung 480 Seiten wundervollen Lesespass, den ich euch wärmstens empfehle.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Zeitlose Schmuckstücke …

Cartier. Der Glanz von Gold
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Auf die Fortsetzung meines neuesten Romans „Cartier- Der Glanz von Gold“ von Sophie Villard habe ich bereits sehnsüchtig gewartet, da ich Teil 1 bereits begeistert gelesen habe. Endlich geht die Cartier-Saga ...

Auf die Fortsetzung meines neuesten Romans „Cartier- Der Glanz von Gold“ von Sophie Villard habe ich bereits sehnsüchtig gewartet, da ich Teil 1 bereits begeistert gelesen habe. Endlich geht die Cartier-Saga weiter und ich erfahre wie es meinen Romanfiguren weiter geht. Das Buchcover ist großartig und besticht auf den ersten Blick mit schlichter Eleganz und Raffinesse. Als Betrachter sieht man den gold-glitzernden „Buchtitel“, der auch haptisch fühlbar ist. Darunter ist ein Schaufenster mit Goldrahmen, in der Auslage sind Schmuckstücke dekoriert. Eine dem Betrachter abgewandte Frau, die elegant gekleidet ist, steht bewundernd vor dem Geschäft. Im Booklet des broschierten Taschenbuchs ist die Tageszeitung „Le Monde“ abgebildet. Die Titelschlagzeile: „Börsencrash an der Wall Street löst weltweit Panik aus!“ Das Buch startet mit zwei Zitaten, die für meinen Geschmack prima zur Thematik des Geschehens passen.

„Never copy, only create! –
Wir imitieren nicht, wir kreieren! Jacques Cartier

sowie

„Life is a lot like Jazz. It’s best when you improvise. –
Das Leben ist dem Jazz sehr ähnlich….
George Gershwin

Der Roman startet mit einem Prolog auf dem Ozeandampfer von New York, im März 1942. Die wichtigsten Protagonisten sind Jeanne Toussaint, Louis Cartier, Coco Chanel, Jacques Cartier, Pierre Cartier, Anne-Marie, Elma, Miss Winter sowie Nelly, um nur einige zu nennen. Der Plot spielt unter anderem in Paris, London und New York und ist in zwei Teile „Aufbruch in die Goldenen Zwanziger“ sowie „Ausklang der Goldenen Zwanziger- Hello Hollywood!“ gegliedert. Die einzelnen Kapitel ziert ein stilisierter Diamant, der sich an der Familien- und Firmengeschichte orientiert. Der Spannungsbogen ist gelungen und ich bin lesetechnisch wieder ruckzuck mitten im Geschehen, dass sich über einen langen Zeitraum erstreckt. Die Autorin schildert bildgewaltig die legendären Jazztage, die kleine, bewegende Liebesgeschichte, die dramatische Weltwirtschaftskriese, das Kriegsleid der zwei Weltkriege sowie die Schmuckherstellung vom Entwurf bis zum Verkauf. Im Nachwort erfahre ich unter anderem sogar etwas zum angeblich verfluchten blauen Hope-Diamant aus Band 1 oder den Trinity- Ring aus Band 2. Spannend - oder? Ich liebe solche Romane, denn da darf man als Leser am aufregenden Leben teilhaben und lernt nebenbei noch viel über die politischen, gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen oder weiteren historischen Ereignisse zur damaligen Zeit. Die Panther-Anstecknadel mit den runden Saphiren und den Smaragd Augen habe ich mir unterdessen sogar einmal angesehen, da mir die Beschreibung so zugesagt hat. Mir gefällt der Mix aus atmosphärisch fiktiven und realen Erlebnissen zur Familie Cartier sehr. Der Schreibstil von Sophie Villard sagt mir ebenfalls zu und ich bin Fan ihrer bisherigen Romane.


Buchrücken:

Paris, 1918: Die Welt atmet auf als der Krieg vorbei ist. Auch die Familie Cartier hofft, ihrem Unternehmen zu neuem Glanz zu verhelfen. Die Roaring Twenties und die aufstrebenden Hollywood-Stars bieten die perfekte Kulisse für die Juwelen aus dem Hause Cartier. Jeder von Rang und Namen möchte sich mit dem kostbaren Geschmeide schmücken. Für die aufstrebende Designerin Jeanne zählt jedoch nur eins: Sie ist endlich wieder mit Louis Cartier vereint. Doch nach allem, was die beiden gemeinsam durchlebt haben, droht ihr Glück nun zu zerbrechen …


Die Autorin:
Sophie Villard ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Die gelernte Journalistin und Politologin wohnt und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Dresden.

Weitere Bücher:
Madame Exupéry und die Sterne des Himmels
Mademoiselle Eiffel und der Turm der Liebe
Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück
Cartier - Der Traum von Diamanten

Fazit: ***** Der Roman „Cartier- Der Glanz von Gold“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 428 Seiten, die mich restlos begeistert und mein Interesse für Cartier-Schmuck und die Familiengeschichte dahinter gesteigert haben. Eine feine Lektüre, die ich daher gerne weiterempfehle.




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Veröffentlicht am 29.06.2025

Das Finale

Danzig
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… Stürmische Zeiten liegen hinter ihr- doch am Horizont wartet eine neue Zukunft… Endlich geht es weiter Mein neuester Roman „Danzig- Jahre der Freiheit“ von Hilke Sellnick ist das Finale der mitreißenden ...

… Stürmische Zeiten liegen hinter ihr- doch am Horizont wartet eine neue Zukunft… Endlich geht es weiter Mein neuester Roman „Danzig- Jahre der Freiheit“ von Hilke Sellnick ist das Finale der mitreißenden Familien-Saga. Das Cover ist passend und ansprechend gestaltet. Als Betrachter sieht man eine Backsteinhäuserfront an einem Teil des Danziger Hafens. Man sieht fahrende Dampfschiffe und vertäute Boote, über allem schwebt im Hintergrund im linken oberen Bildrand ein Porträt von Johanna. Sie ist etwas älter geworden. Der Titel „Danzig“ ist in Gold und haptisch aufgetragen. Der Untertitel „Jahre der Freiheit“ ist in einem gedeckten Aubergine Tone gehalten. Schlägt man den Paperback-Einband auf, kann man sich über einen Plan von 1860 freuen, der einem auch gleich einen prima Überblick über die geschilderten Orte gibt. Die große Familiensaga geht im August 1863 weiter. Als Leser darf man erfahren, wie es Johanna, Pawel, Theodor und den anderen weiter ergeht. Der Schreibstil der Autorin und die Wortwahl sind der Thematik des Romans angepasst und ich bin unterdessen ein Fan der Schriftstellerin. Der Fortgang der Geschichte wird durch Pawel, Luise, Johanna, Theodor, Ernst, Danuta und Auguste wiedergegeben, was ich sehr mag und abwechslungsreich finde. Die Szenen und Orte in Danzig und Umgebung sind bildhaft beschrieben und der Romaninhalt ist spannend. Ich komme lesetechnisch flott in die Geschichte rein. Die Charaktere sind älter geworden und auch gereift und werden wieder sehr lebendig von Hilke Sellnick beschrieben. Ich mag das was ich lese sehr und habe mich auf den Abschluss der Geschichte gefreut. Zum Glück werde ich nicht enttäuscht, denn am Ende wird zum Glück (fast) alles gut!

Lieber Pawel,
wenn du dieses Schreiben in Deiner Hand hältst, werde ich auf dem Weg nach Paris sein …. (S.297)

Auch dieses Mal springt mein Kopfkino an und zaubert mir einige der beschriebenen Szenen vor mein geistiges Auge. Die Spannungskurve ist dieses Mal fantastisch. Sie steigert sich von Seite zu Seite. Der Roman ist atmosphärisch und mitreißend. Aber auch der dramatische Skandal und das weitere Unglück werden gut zum Leser transportiert. Ich leide kräftig mit den Romanfiguren mit und drücke ihnen fest die Daumen, schnell wieder glücklich zu werden. Als Leser erfährt man ganz nebenbei, einiges über die Werft oder historische Fakten, die zu der Zeit relevant sind. Das Ende der Saga gefällt mir ausgesprochen gut. Mich fasziniert immer noch das „Rollenbild der Frau“ zur damaligen Zeit, und insbesondere immer noch die Romanfigur Johanna, die für den Fortbestand ihrer Werft und um ihre „geheime“ Liebe unermüdlich weitergekämpft hat.

Weitere Bücher:
Danzig. Tage des Aufbruchs
Danzig. Zeiten des Sturms
Tote kriegen keinen Sonnenbrand
Bergab geht’s tot am schnellsten

Fazit: ***** Der Roman „Danzig – Jahre der Freiheit“ von Hilke Sellnick ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 557 Seiten, die ein echtes Lese-Highlight sind und mir sehr gut gefallen haben.


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Veröffentlicht am 09.06.2025

Abschied

Little Germany - Der Duft der Neuen Welt
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Über Pfingsten habe ich die neue berührende Familiensaga „Little Germany – Der Duft der neuen Welt“ von Maria Nikolai begeistert „lesetechnisch verschlungen“. Und was soll ich sagen , mein Roman-Highlight ...

Über Pfingsten habe ich die neue berührende Familiensaga „Little Germany – Der Duft der neuen Welt“ von Maria Nikolai begeistert „lesetechnisch verschlungen“. Und was soll ich sagen , mein Roman-Highlight 2025! Dieses Buch besitzt alles, was für mich einen Lieblingsschmöker ausmacht. Dienstmädchen, Affären, ungewollte Schwangerschaften, Liebe, Leidenschaft, Freundschaft, Freiheitsdrang, Neuanfang und Selbstbestimmtheit. Zwei sympathische und durchaus unterschiedliche Haupt-Protagonistinnen: das „arme“ Dienstmädchen Lissi sowie die „reiche“ Julia von Varrell. Sie kommen aus verschiedenen Schichten/Ständen, müssen sich aber beide flott entscheiden, wie ihr bisheriges Leben weitergehen soll. Zwischen den Frauen entwickelt sich eine herzliche Freundschaft. Daneben gibt es noch ein paar weitere Romanfiguren, wie zum Beispiel Industriellenfamilie Wagner und deren „fiesen Sohn“ Isidor, Julias Ehemann Frederick von Varell, Schiffsarzt Tobias Frey, Lissis Baby Aurelia, Nonna Antonella, Giovanni und sein spanischer Freund Bernardo. Der Roman startet mit einem packenden Prolog, am 15. Juni 1904 (Little Germany, Manhattan, New York). Im Weiteren wird wortgewaltig der Neuanfang in „Little Germany“ mit all seinen Irrungen & Wirrungen sowie einem dramatischen Unglück, dass am Ende passiert, geschildert. Mega spannend und unter die Haut gehend, wird man so als Leser tief in die Geschichte hineingezogen. Der Plot spielt u.a. in Stuttgart, Hannover, Bremen, Bremerhaven, Ärmelkanal, Atlantischer Ozean, „Little Germany“, Manhattan, New York sowie „Little Italy“.

Buchrücken:
Zwei Frauen, zwei Welten. Zwei Leben am Scheideweg.

Das Cover ist wunderschön und macht durch seine geglückte Motivwahl den Eindruck als wäre es tatsächlich aus der damaligen Zeit. Als Betrachter sieht man in Sepia-Tönen und teilendsättigt ein Paar am rechten Bildrand, darunter ist die Skyline von New York mit Wolkenkratzern und der Freiheitsstatur zu sehen. Der Titel „Little Germany“ ist in Glanzgold-Druck und wirkt sehr edel. Im broschierten Buchumschlag ist ein Kartenausschnitt von New York City um 1900, So etwas mag ich immer besonders, da es einen zusätzlichen optischen Einblick in die Gegebenheiten zum Buch gibt.

Der Roman startet mit einem Lied-Text der steirischen Mundartdichterin Brigitte Hubmann.

Trage mich,
trage mich Wind,
trage mich übers Land.
Trage mich,
trage mich Wind,
übers Land, übers Meer.


Das passt doch fantastisch und beschreibt tiefgründig die Sehnsüchte und Ängste der „Ozean“ Überquerung und des Neuanfangs in Amerika.
Die Seiten fliegen beim Lesen nur so vor meinen Augen dahin, hochatmosphärisch, realistisch wirkende und bildhafte Beschreibungen machen das Buch, für mich, zum neuen Lieblingsbuch. Der Plot ist genial, der Spannungsbogen perfekt und die vielen Einschübe aus „fiktiv/historisch“ bilden für mich das i-Tüpfelchen.

Die Autorin:
Maria Nikolai liebt historische Stoffe und zarte Liebesgeschichten und war mir schon durch die Romane der Schokoladenvilla bekannt, die ich ebenfalls besitze.

Weitere Bücher:
„Die Schokoladenvilla“, „Die Schokoladenvilla. Goldene Jahre“, „Die Schokoladenvilla. Zeit des Schicksals“, „Töchter der Hoffnung. Die Bodensee-Saga“, „Töchter des Glücks. Die Bodensee-Saga“, „Töchter eines neuen Morgens. Die Bodensee-Saga“,
Fazit: ***** Der Roman „Little Germany – Der Duft der Neuen Welt“ von Maria Nikolai ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 636 Seiten und ist ganz fantastisch geschrieben. Hier wurde an alles gedacht, neben einem Personenverzeichnis, historischen Romanhintergründen, einem Glossar und einer Leseprobe zu einem anderen Buch der Autorin, gibt es zu meiner großen Freude „REZEPTE“, die auch im Roman verwendet wurden. Irgendwie muss ich die Wartezeit, bis zur Fortsetzung ja überbrücken, versteht ihr doch???? Die Tage ziehe ich mal zum Einkaufen los, um die „Klassische Schwäbische Laugenbrezel“ nach zu backen. Ich glaube, dass wird genial!

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Der perfekte Zufluchts-Ort

Die Frauen vom Rosenhag. Traum vom Neubeginn
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In ihrer neue Buch-Reihe »Die Frauen vom Rosenhag« entführt die Autorin Corina Bomann ihre Leserinnen und Leser ins historische Schweden, wo zwei mutige fiktive Protagonistinnen für ihre Freiheit und die ...

In ihrer neue Buch-Reihe »Die Frauen vom Rosenhag« entführt die Autorin Corina Bomann ihre Leserinnen und Leser ins historische Schweden, wo zwei mutige fiktive Protagonistinnen für ihre Freiheit und die Liebe kämpfen. Das Cover ist wunderschön. Als Betrachter sieht man am linken Bildrand eine junge Frau mit Flechtzopf, sie hat ihr Gesicht nach rechts gedreht. Im Hintergrund sieht man ein von Rosen umranktes „Wildhüterhaus“ und einen Weg mit Vegetation. Am rechten oberen Bildrand ist eine blühende und üppige Rosenranke zu sehen. Der Name der Autorin ist in leuchtendem zarten rot gedruckt. Der Romantitel „Die Frauen vom Rosenhag- Traum vom Neubeginn“ in weiss und haptisch sehr gut fühlbar. Im Innenteil des Buchumschlags ist ein aufgeklapptes Medaillion mit zwei Bildern zu sehen.
Das Buch startet in Karlskrona, 2. März 1907. Als Protagonisten lernt man Arbeiterfrau und Witwe Marlene, die unglücklich, verheiratete Liv, deren Mann Reeder Sten sowie Redakteur Oskar kennen, die den Plot auch aus ihrer Sicht beschreiben, was so nicht so dröge daherkommt. Sie kommen aus unterschiedlichen Schichten und Lebensbereichen, was das Buch, für mich, authentisch macht. Ich finde mich lesetechnisch schnell in die faszinierende Geschichte ein, da der Schreibstil von Corina Bomann sehr bildhaft und anschaulich ist. Der Spannungsaufbau ist durchgängig und der Roman punktet mit superguter Recherche zur Petroleum-Nachtischlampe, der Lampenfabrik Karlskrona sowie dem spannenden und aufregendem Leben von Frauen in vergangenen Zeiten, die hier mit „Marlene und Liv“ aufgegriffen werden. Mich schaudert es beim Lesen manchmal ganz schön, denn die Zeiten sind für Frauen damals keineswegs sicher oder gar einfach. Man stelle sich mal vor „kein Recht auf eigenen Besitz“ und immerzu auf das Wohlwollen vom Ehemann angewiesen zu sein. Ich leide, wie immer kräftig mit meinen Romanfiguren mit. Besonders berührt mich die „Gewalt in der Ehe“ und die „Machtlosigkeit“ die das bereitet. Aber auch der Freiheitsgeist der beiden so unterschiedlichen Frauen, dass „Wildhüterhaus“ zu einem Rückzugsort für Frauen zu machen, mag ich sehr. Ich finde die beiden sind ein „starkes Team“. Das die Geschichte mit vielen Geheimnissen, Gefahren und Widrigkeiten versehen ist, macht sie zu einem gut lesbaren Mix, für mich. Und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es meinen beiden Frauen weiterergeht. Bis dahin, lasst euch dieses Buch nicht entgehen!!!!

Buchrücken:
Sie kämpfen für ihre Freiheit. Und für die Liebe ...


Die Autorin:
Corina Bomanns schreibt historische Sagas die verzaubern und sie begeistert ihre Leserschaft mit mutigen Heldinnen, großen Gefühlen und bewegenden Schicksalen.

Weitere Bücher:
Die Farben der Schönheit, Die Frauen vom Löwenhof, Die Schwestern vom Waldfrieden, Die Schmetterlingsinsel, u.v.m.


Fazit: *****Der Roman „Die Frauen vom Rosenhag- Traum vom Neubeginn“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat mit Nachwort 586 Seiten, die mir supergut gefallen haben und mich „froh und dankbar machen“, als Frau in der heutigen Zeit zu leben.

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