Platzhalter für Profilbild

maggys_buecherwelt

Lesejury Star
offline

maggys_buecherwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit maggys_buecherwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

Magisch, dramatisch – und ein kleines bisschen zu schnell vorbei

Haunted Reign
0

Nachdem ich mit meinem Buchclub den ersten Band gelesen hatte, war klar, dass ich auch den zweiten lesen möchte – diesmal als Hörbuch.

Was das Worldbuilding betrifft, bleibt die Geschichte eher oberflächlich. ...

Nachdem ich mit meinem Buchclub den ersten Band gelesen hatte, war klar, dass ich auch den zweiten lesen möchte – diesmal als Hörbuch.

Was das Worldbuilding betrifft, bleibt die Geschichte eher oberflächlich. Das liegt vermutlich auch an der relativ kurzen Länge des Romans und daran, dass der Fokus klar auf der Liebesgeschichte und der Haupthandlung liegt. Dabei ist der mythologische Ansatz mit den Tuatha De Danann wirklich spannend – da hätte ich mir gern mehr Tiefe gewünscht!

Die Liebesgeschichte ist ein ziemliches Hin und Her, geprägt von Misstrauen und vergangenen Verletzungen. Dadurch wirkt sie eher wie eine typische Young-Adult-Romanze mit ordentlich Drama. Aber wenn sich die beiden Hauptfiguren dann endlich einmal zusammenraufen, sind sie ein wirklich starkes Team.

Insgesamt hat mir die Handlung sogar noch besser gefallen als im ersten Teil. Zoey hat eine starke Entwicklung durchgemacht – sie ist mutiger, selbstbewusster und kämpferischer geworden. Auch die Geschichte ist komplexer geworden, mit mehreren Handlungssträngen und mehr Spannung. Trotzdem hätte ich mir an manchen Stellen gern mehr Details gewünscht, insbesondere im Hinblick auf das Magiesystem und die Ausgestaltung der Welt.

Besonders gefallen hat mir der Plot rund um Zoeys schlechte Noten und das Turnier – das war spannend erzählt! Und ja, irgendwie haben mich die vielen ignoranten Erwachsenen ein bisschen an Harry Potter und der Orden des Phönix erinnert: Niemand will so recht sehen, dass sich da etwas Bedrohliches zusammenbraut.

Schön fand ich auch, dass man mehr über Dylan und seine Vergangenheit erfährt – das macht ihn als Figur greifbarer und sympathischer.

Am Ende hatte ich das Gefühl, dass alles etwas zu schnell ging. Natürlich ist die Geschichte abgeschlossen, aber für mich wirkte das Finale ein wenig überstürzt. Es hat sich angefühlt, als wäre plötzlich alles vorbei – ein paar Seiten mehr hätten der Geschichte gutgetan.

Trotzdem: Die Welt von Everfall Academy hat mir sehr gefallen, und ich wäre gern noch länger geblieben. Für mich ist es eine echte Wohlfühlgeschichte – perfekt für gemütliche Lesestunden mit Tee, Keksen und vielleicht einem kleinen Tränchen am Ende.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2025

motional, düster und persönlich – ein kraftvoller, aber etwas zu schnell gelöster 13. Fall für Zorn & Schröder

Zorn – Schwarze Tage
0

Seit ich den ersten Band rund um Zorn und Schröder geschenkt bekommen habe, bin ich großer Fan der Reihe. Deshalb war für mich sofort klar: Auch der 13. Teil musste direkt nach Erscheinen bei mir einziehen ...

Seit ich den ersten Band rund um Zorn und Schröder geschenkt bekommen habe, bin ich großer Fan der Reihe. Deshalb war für mich sofort klar: Auch der 13. Teil musste direkt nach Erscheinen bei mir einziehen – diesmal als Hörbuch.

Dieser Band ist besonders. Schon die ersten Kapitel waren emotional sehr fordernd – für Fans der Reihe ein schwerer Einstieg. Man kennt und liebt den grummeligen Zorn für seine fluchende, oft zynische Art – und nun ist da auf einmal nur noch Schmerz. Der wichtigste Mensch in seinem Leben ist tot. Auch Schröder kämpft mit der Trauer, aber er weiß: Es muss weitergehen. Und wer Schröder kennt, der weiß auch – er will Antworten, notfalls allein.

Gerade die stille, eigenwillige Art, wie Zorn und Schröder sich gegenseitig Halt geben, ging mir sehr ans Herz. Die beiden sind einfach ein eingespieltes Team – selbst wenn Worte fehlen.

Die Auflösung des Falles hingegen kam mir ein wenig zu schnell und flach daher. Da wäre mehr Tiefe schön gewesen. Besonders spannend fand ich dafür die parallelen Kapitel über die Familie Samadi aus Jordanien. Diese Einblicke waren für mich echte Highlights – nicht nur inhaltlich stark, sondern auch für die Auflösung entscheidend.

Mein Fazit: Dieser Band ist düsterer, persönlicher und emotionaler als viele der vorherigen. Aber genau das macht ihn auch besonders. Fans sollten die Vorgängerbände kennen, um die Wucht der Geschichte und die emotionale Tiefe wirklich zu verstehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2025

Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen

Couchsurfing in Saudi-Arabien
0

Ich habe bereits viele (vielleicht sogar alle – da bin ich mir nicht ganz sicher) Bücher von Stephan Orth gelesen. Tatsächlich habe ich sie meistens meiner Mama geschenkt – aber natürlich nur, nachdem ...

Ich habe bereits viele (vielleicht sogar alle – da bin ich mir nicht ganz sicher) Bücher von Stephan Orth gelesen. Tatsächlich habe ich sie meistens meiner Mama geschenkt – aber natürlich nur, nachdem ich selbst reingeschaut habe. Man muss ja wissen, was man verschenkt. 😉

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört – auch wenn Stephan Orth es dieses Mal nicht selbst eingesprochen hat, sondern Timo Kinzel –, fand ich das Hörerlebnis dennoch sehr angenehm und passend zum Ton des Buches. Gleichzeitig war ich froh, auch das physische Buch dabeizuhaben, denn darin sind Bilder enthalten, die ich mir auf keinen Fall entgehen lassen wollte. Sie ergänzen das Gelesene wunderbar und machen die Eindrücke aus Saudi-Arabien noch greifbarer.

Orths Schreibstil ist gewohnt unterhaltsam, zugänglich und oft mit einem Augenzwinkern versehen. Das Buch ist gut recherchiert, kurzweilig zu hören (oder zu lesen) und bietet einen spannenden Einblick in ein Land, das für die meisten von uns wohl eher auf der Nicht-so-bald-Reiseliste steht. Genau das macht den Reiz aus: Eine Horizonterweiterung von der heimischen Couch aus.

Wüste, Kamele, Shopping-Malls, Männergesellschaften, Datteln und Tee – auf den ersten Blick scheint das die grobe Zusammenfassung von Orths Saudi-Arabien-Reise zu sein. Doch hinter diesen scheinbar typischen Elementen verbirgt sich viel mehr. Als Couchsurfer war er bei Einheimischen zu Gast, was ihm außergewöhnlich persönliche Einblicke ermöglichte. Humorvoll, atmosphärisch und nicht zuletzt kritisch berichtet er von seinen Begegnungen, Erlebnissen und Beobachtungen in einem Land zwischen Wandel und Widerspruch.

Frauenstimmen kommen im Buch seltener vor – was allerdings viel über die Realität vor Ort sagt. Umso mehr schätze ich Orths sensiblen Blick und seine Fähigkeit, auch leisere Zwischentöne wahrzunehmen.

Für mich persönlich ist Saudi-Arabien kein Reiseziel – aber Couchsurfing in Saudi-Arabien war trotzdem (oder gerade deshalb) ein faszinierendes Lese- und Hörerlebnis. Informativ, überraschend und unterhaltsam.

Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2025

Unter freiem Himmel: Eine charmante Reise durch Großbritannien in Corona-Zeiten

Absolutely ausgesperrt
0

Heute, im Juli, teile ich nun endlich meine Meinung zu dem ersten Buch, das ich in diesem Jahr beendet habe. Man könnte sagen: „Was lange währt, wird endlich gut“ – doch das Buch hat es eigentlich nicht ...

Heute, im Juli, teile ich nun endlich meine Meinung zu dem ersten Buch, das ich in diesem Jahr beendet habe. Man könnte sagen: „Was lange währt, wird endlich gut“ – doch das Buch hat es eigentlich nicht verdient, dass es so lange warten musste. Denn ich erinnere mich natürlich nicht mehr an jedes Detail, und meine Rezension wäre vermutlich umfangreicher ausgefallen, hätte ich sie direkt nach dem Hören geschrieben.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört – gelesen vom Autor selbst – und fand das wirklich angenehm und sehr passend. Stephan Orth nimmt uns mit auf eine ganz besondere Reise durch Großbritannien, mitten in der Corona-Zeit – mit dem Ziel, während seines Aufenthalts kein einziges Mal einen Innenraum zu betreten. Das hat mich sofort neugierig gemacht. Ich selbst habe noch nie versucht, dauerhaft nur draußen zu leben, und es war faszinierend, zu erleben, vor welche Herausforderungen ihn das gestellt hat.

Gleichzeitig unterscheidet sich dieses Buch auch inhaltlich deutlich von Orths bisherigen Reisen, die meist in Länder führten, die man mit Unsicherheit oder Abenteuer verbindet. Großbritannien wirkt im Vergleich dazu fast harmlos – und gerade deshalb ist es spannend, was er dort entdeckt und wie viel Tiefe er in alltäglichen Begegnungen findet.

Ich selbst war noch nie im Vereinigten Königreich, kenne es bislang nur aus Romanen und Filmen – umso spannender war es, das Land einmal aus der Perspektive eines neugierigen, offenen und sehr ehrlichen Reisenden kennenzulernen.

Ein ungewöhnliches Reisebuch voller spannender Begegnungen, britischem Charme und überraschender Einblicke – unter freiem Himmel und mit viel Witz erzählt. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2025

Charmante Romantik mit neuen Facetten, aber nicht ganz so stark wie der Auftakt

Bridgerton - Anthony & Kate
0

Ich hatte bereits die Netflix-Adaption gesehen, daher wusste ich, worauf die Geschichte hinausläuft – und trotzdem war ich überrascht, wie viele Details im Buch ganz anders sind. Besonders die Herkunft ...

Ich hatte bereits die Netflix-Adaption gesehen, daher wusste ich, worauf die Geschichte hinausläuft – und trotzdem war ich überrascht, wie viele Details im Buch ganz anders sind. Besonders die Herkunft der Sheffields wurde in der Serie deutlich verändert, was ich persönlich spannend, aber auch etwas irritierend fand.

Kate fiel es mir nicht ganz leicht ins Herz zu schließen. Sie ist eine starke, selbstbewusste Frau, die fest davon überzeugt ist, immer im Recht zu sein – manchmal vielleicht ein bisschen zu überzeugt. In ihrer Rolle als große Schwester und Beschützerin wirkt sie fast schon stur, was es mir nicht ganz leicht gemacht hat, mit ihr mitzufühlen. Und auch Mary, ihre Mutter, kam mir in der Dynamik etwas zu kurz.

Anthony hingegen hat in diesem Band viel Tiefe bekommen. Sein Umgang mit dem frühen Verlust seines Vaters, seine inneren Kämpfe und seine Fassade als starker Viscount – all das hat ihn für mich viel greifbarer und menschlicher gemacht. Besonders schön war es zu sehen, wie Kate langsam Zugang zu seinem Herzen findet und er beginnt, sich zu öffnen.

Die Rückkehr nach London hat sich wieder wie ein kleines literarisches Zuhause angefühlt. Alte Bekannte wiederzutreffen und einen Ausflug aufs Land zu unternehmen, brachte angenehme Abwechslung in die Handlung. Insgesamt mochte ich die Geschichte wieder sehr, auch wenn sie für mich nicht ganz an Band 1 heranreicht.

Wer eine romantische Reise ins historische London unternehmen möchte, wird auch mit dem zweiten Band der Bridgerton-Reihe seine Freude haben – ein Wohlfühlbuch mit Charme, Drama und einem Hauch Skandal.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere