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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2023

Super für den Einstieg in das Fantasy/Witch-Genre!

A Curse Unbroken
4

Angesprochen hat mich das Buch als erstes vor allem durch das schöne Cover mit den Mondphasen. Das Buch ist der Auftakt zu einer Fantasy-Tetralogie und legt einen tollen Start hin.
Gefallen haben mir vor ...

Angesprochen hat mich das Buch als erstes vor allem durch das schöne Cover mit den Mondphasen. Das Buch ist der Auftakt zu einer Fantasy-Tetralogie und legt einen tollen Start hin.
Gefallen haben mir vor allem die vielen kleinen Details wie z.B. die unterschiedlichen Mondphasen der jeweiligen Kapitel oder die Tagebucheinträge.
Yvy Kazi hat einen fantastischen, metaphorischen und sehr humorvollen Schreibstil durch den man sich schnell in das Buch einfühlen kann und mit der Geschichte mitgerissen wird.
Die Protagonistin Gemma ist neugierig, klug, schlagfertig und humorvoll und somit ein tolles Gegenstück zu Darren der am Anfang er ruhiger und mysteriöser wirkt. Zusammen müssen die beiden einen Blutfluch brechen, um gewissermaßen die Menschheit zu retten. Dabei kommt etwas Liebe auch nicht zu kurz…
Das Buch hat auf jeden Fall einen tollen Spannungsbogen und man wird leicht in das Mystery/Witch Genre eingeführt. Auch ohne Vorkenntnisse kann man das Buch sehr gut verstehen und lernt sogar noch einige Dinge über die weiße und schwarze Magie kennen und vielleicht sogar lieben ;).
Ein paar Szenen waren mir persönlich etwas zu sehr in die Länge gezogen, weswegen ich mich teilweise etwas überwinden musste weiterzulesen. Im Großen und Ganzen hat mich das Buch aber sehr gecatcht, da die Charaktere allesamt sehr durchdacht waren und viel Tiefe hatten. Das Buch wurde zum Ende sehr spannend, weswegen ich auf jeden Fall auch die weiteren Bände (gelesen) in meinem Regal stehen haben muss!

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  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 28.08.2023

Keine klassische Liebesgeschichte!

Cleopatra und Frankenstein
0

Bei Cleopatra und Frankenstein von Coco Mellors geht es um Cleo (Anfang 20) und Frank (Mitte 40). Die zwei lernen sich an Silvester kennen und verlieben sich. Man begleitet die beiden Protagonisten, sowie ...

Bei Cleopatra und Frankenstein von Coco Mellors geht es um Cleo (Anfang 20) und Frank (Mitte 40). Die zwei lernen sich an Silvester kennen und verlieben sich. Man begleitet die beiden Protagonisten, sowie auch deren Freunde und Bekannte auf ihrem Lebensweg.
Es geht hier definitiv nicht um eine klassische Liebesgeschichte. Viele Charaktere mit ihren ganz eigenen Problemen werden thematisiert. Es wird dargestellt und erzählt, wie sie damit zu kämpfen haben. Gut gefallen hat mir, dass jeder Charakter sein eigenes Kapitel hat, in dem er oder sie im Mittelpunkt steht. Dadurch konnte man deren Gefühle sowie Emotionen gut verstehen und sich hineinversetzen.
Die Autorin hat einen ganz tollen metaphorischen Schreibstil und man kann das Buch schnell durchlesen. Auch das Cover finde ich wirklich gut gelungen.
Dadurch, dass das Buch durch den Buchrücken ganz anders (viel verschönter) dargestellt wurde, als es im Endeffekt war, konnte ich mich mit den Charakteren und auch mit deren Handlungen nicht so recht identifizieren. Es wurden Themen behandelt mit denen ich definitiv nicht gerechnet habe.
Das liegt jedoch auch immer im Auge des Betrachters. Es ist definitiv eine Geschichte auf die man sich einlassen muss und die nicht für jedermann gemacht ist.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 21.07.2025

Vielschichtig aber schwer greifbar

Hero
1

Ich hatte an dieses Buch bestimmte Erwartungen, da mich der Klappentext zur Selbstfindung sehr angesprochen hat. Ich habe mit einer zusammenhängenden, vielleicht sogar berührenden Geschichte über Selbstfindung, ...

Ich hatte an dieses Buch bestimmte Erwartungen, da mich der Klappentext zur Selbstfindung sehr angesprochen hat. Ich habe mit einer zusammenhängenden, vielleicht sogar berührenden Geschichte über Selbstfindung, Beziehungen und persönliches Wachstum gerechnet. Bekommen habe ich jedoch etwas anderes.

Schon zu Beginn fiel es mir schwer, in den Text hineinzufinden. Der Schreibstil war ungewohnt. Zwar gewöhnt man sich mit der Zeit daran, aber wirklich „in der Geschichte“ war ich nie. Emotional hat mich die Erzählweise leider eher auf Abstand gehalten.

Was sich durch das gesamte Buch zieht, sind häufige, teils sehr abrupte Themenwechsel. Für mich ergab sich daraus kein roter Faden. Viele Szenen oder Abschnitte wirkten wie lose Fragmente, die wenig miteinander verbunden sind. Das machte es für mich schwer, der Geschichte zu folgen oder eine tiefere Bedeutung hinter dem Ganzen zu erkennen.

Inhaltlich geht es zwar um Selbstreflexion und die Suche nach sich selbst, doch dieser Aspekt ging für mich unter – zu verworren waren die vielen kleinen Geschichten. Diese mögen für die Protagonistin Hero wichtig und prägend gewesen sein, aber für mich als Leserin waren sie mit der Zeit eher ermüdend. Es fühlte sich oft wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen an, ohne echten erzählerischen Fortschritt.

Gleichzeitig muss man anerkennen, dass das Buch auf literarischer Ebene ambitioniert ist. Die Sprache und Struktur heben sich deutlich von typischen Jugendromanen ab. Wer literarisch anspruchsvollere, experimentelle Texte schätzt, könnte darin eine Stärke sehen. Auch thematisch ist Hero relevant: Das Buch übt Kritik am Patriarchat und thematisiert gesellschaftliche Zwänge und weibliche Selbstermächtigung – allerdings eher subtil und fragmentarisch als klar und stringent.

Für Leser*innen, die fragmentarisches Erzählen und experimentelle Formen mögen, wird dieses Buch interessant sein. Ich persönlich konnte weder emotional noch inhaltlich eintauchen und hatte mir vom Klappentext etwas anderes versprochen.

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