Profilbild von Ketty

Ketty

Lesejury Star
offline

Ketty ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ketty über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2025

Streiten und Vertragen

Ich war das nicht!
0

Als Klara zum ersten Mal bei ihrem Freund Leo spielen darf ist sie neugierig und aufgeregt. Sie möchte gern mit Leo’s Legoelefant spielen, aber er erlaubt es ihr nicht. Als Leo kurz aus dem Zimmer geht ...

Als Klara zum ersten Mal bei ihrem Freund Leo spielen darf ist sie neugierig und aufgeregt. Sie möchte gern mit Leo’s Legoelefant spielen, aber er erlaubt es ihr nicht. Als Leo kurz aus dem Zimmer geht nimmt Klara sich einfach den Elefanten aus dem Regal. Dabei fällt er runter und geht kaputt. Leo ist wütend und traurig zugleich. Das findet Klara nicht gut und sie überlegt wie sie das wieder gut machen kann.
Mir hat gut gefallen, dass es hier um eine alltägliche Situation geht, die sicher jedes Kind schon mal so oder so ähnlich erlebt hat. Denn das ein Kind seinen Willen durchsetzen möchte, seine Bedürfnisse über die des Anderen stellt und so Grenzen überschreitet kommt in der Entwicklung ständig vor. Wichtig ist es, dass der Fehler eingestanden wird und dafür gerade gestanden wird. Auch wenn Klara erst lügt, weil sie Angst hat, gibt sie es später zu, entschuldigt sich und überlegt sich, wie sie es wieder gutmachen kann. Leo’s Verhalten ist auch nicht perfekt. Er hat seine Gefühle nicht im Griff und verletzt Klara.
Meiner Meinung nach hat diese Geschichte sehr viel Potenzial, um über die verschiedenen Situationen und Reaktionen aller Personen (auch der Mutter) mit dem Kind zu sprechen und das Verhalten zu analysieren. Man kann in der Theorie viel daraus lernen.
Die Bilder sind schön gezeichnet und die einzelnen Situationen gut und vor allem groß eingefangen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2025

Wenn Träume wahr werden

Dreams Lie Beneath
0

Im Reich Azenor werden einmal im Monat die Albträume der Bewohner Wirklichkeit. In dieser Neumondnacht ist es die Aufgabe von Clementine und ihrem Vater diese Albträume zu bekämpfen und die Stadtbewohner ...

Im Reich Azenor werden einmal im Monat die Albträume der Bewohner Wirklichkeit. In dieser Neumondnacht ist es die Aufgabe von Clementine und ihrem Vater diese Albträume zu bekämpfen und die Stadtbewohner zu beschützen. Doch als sie eines Tages von den Magierbrüdern Phelan und Lennox herausgefordert werden und den Kampf verlieren, müssen sie die Stadt und ihr Zuhause aufgeben. Clementine schwört Rache und greift dabei zu drastischen Mitteln.
Die Welt die Rebecca Ross hier erschaffen hat ist wirklich einnehmend und gut gelungen. Die Aufzeichnung und Bekämpfung der Albträume fand ich sehr interessant und ich war von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil ist verständlich, so dass es dem Leser leicht gemacht wird sich in Clementine und ihre Umgebung hineinzuversetzen.
Die Geschichte nahm immer wieder ein paar Wendungen und überraschte mich des Öfteren. Nur die tiefen Liebesgefühle kamen für mich nicht zu 100 % rüber.
Dennoch eine sehr lesenswerte Fantasygeschichte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2025

Zu viel Zufall

Versprich mir, dass du tanzt
0

Adams letzter Wunsch war es, dass seine Frau Lily ihren ehemals besten Freund Josh aufsucht und sich mit ihm ausspricht. Nachdem sie dazu bereit ist, macht sie sich auf den Weg um Josh zu finden, aber ...

Adams letzter Wunsch war es, dass seine Frau Lily ihren ehemals besten Freund Josh aufsucht und sich mit ihm ausspricht. Nachdem sie dazu bereit ist, macht sie sich auf den Weg um Josh zu finden, aber das insgeheim ersehnte Aufeinandertreffen nach all den Jahren verläuft ganz anders als sie es sich erhofft hat.
Dani Atkins hat hier wieder eine emotionale Geschichte über Verluste und Neuanfänge geschrieben. Der Schreibstil ist dennoch angenehm und obwohl sehr ehrlich, nicht zu melancholisch. Die vielen Rückblicke aus Lilys Perspektive sorgen dafür, dass man Adam auch, obwohl er bereits verstorben ist, noch gut kennenlernt. Ebenso auch Lily und Josh in der Vergangenheit. Alle sind sehr gefühlvolle Menschen und jeder auf seine Weise liebenswert.
Ich muss schon sagen, diese Geschichte baut sehr auf Zufällen und Schicksal auf. Das war meist ok, aber manchmal war es mir dann auch einfach zu viel. Es vergeht mir zu viel Zeit, bis etwas passiert und zum Ende hin wurden die Ereignisse nur noch angerissen. Dort hätte ich mir dann ein bisschen mehr gewünscht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2025

Konnte mich nicht ganz überzeugen

Boys of Tommen 5: Taming 7
0

Endlich die lang ersehnte Geschichte von Gibsie und Claire. Sind die beiden wirklich solche Sonnenscheine oder verbirgt sich dahinter doch eine andere Seite?
Bereits in Binding und Keeping 13 fand ich ...

Endlich die lang ersehnte Geschichte von Gibsie und Claire. Sind die beiden wirklich solche Sonnenscheine oder verbirgt sich dahinter doch eine andere Seite?
Bereits in Binding und Keeping 13 fand ich Gibsie besonders interessant und so witzig. Auf den ersten Blick meint man er ist wirklich so ein kleiner unbeholfener Spaßvogel, aber das meiste ist nur Fassade. Ich habe mich unglaublich auf seine Geschichte gefreut und natürlich gehofft, dass er und Claire zueinander finden.
Ich fand es toll, dass man auch weiterhin von den anderen aus der Freundesgruppe gelesen hat und nicht so viel Zeit vergangen ist. Allerdings muss ich sagen, dass ich teilweise andere Vorstellungen von Gibsie hatte. In Band 1 und 2 kam er mir eher wie ein typischer Draufgänger vor. Immer Mädels am Start und sehr erfahren. Ich weiß nicht ob ich das falsch verstanden habe oder es einfach nie richtig deutlich geäußert wurde. Außerdem dachte ich die Gefühle zwischen Gibsie und Claire sind zwar für die anderen bekannt, aber nicht, dass sie das so offen untereinander kommuniziert haben. Sie sagen andauernd, dass sie sich lieben und dennoch passiert nicht mehr. Ich hatte vorher auch eher den Eindruck, dass sie privat nicht sooo viel Zeit miteinander verbringen und etwas unbeholfen und schüchtern sind, aber gut.
Ich war zunächst etwas enttäuscht, dass die beiden nur ein Buch bekommen und nicht wie die anderen zwei. Teilweise war mir dann das ewige hin und her zu langatmig. Es ist eigentlich nicht wirklich was passiert. Die beiden kamen lange Zeit keinen Schritt weiter und ich habe keine Entwicklung in der Beziehung gesehen. Lediglich am Schluss ist Schwung in die Geschichte gekommen. Hier hätte ich mir dann einige Szenen ausführlicher gewünscht und auch die Gedankengänge wären wichtig gewesen. Interessant wäre auch noch das Leben nach der Enthüllung für mich und wie sich die Charaktere dadurch entwickeln, aber vielleicht liest man dazu noch was in einem anderen Buch.
Lizzie kam mir in Johnnys und Shannons Bücher auch anders vor. Dass sie so permanent gegen Gibsie schießt war mir gar nicht so bewusst. Ich hätte auch gern noch Caiomhes Brief gelesen um es besser zu verstehen, aber vielleicht ist dies Teil von Lizzies Geschichte.
Der Schreibstil ist gewohnt einfach und locker. Meiner Meinung nach waren manche Szenen aber wirklich schlecht übersetzt.
Ich bin gespannt wie es mit den Tommen Boys und Girls weitergehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2025

Mordermittlung mal anders

Not Quite Dead Yet
0

Als Jet an Halloween nach Hause kommt, wird sie zu Hause überfallen und brutal niedergeschlagen. Sie überlebt zwar diesen Abend, aber hat nicht länger als eine Woche bis die Verletzung sie tötetn wird. ...

Als Jet an Halloween nach Hause kommt, wird sie zu Hause überfallen und brutal niedergeschlagen. Sie überlebt zwar diesen Abend, aber hat nicht länger als eine Woche bis die Verletzung sie tötetn wird. Obwohl Jet es bisher nie eilig hatte irgendwelche Aufgaben zu erledigen setzt sie nun alles daran, den Täter innerhalb der ihr verbleibenden Zeit zu finden und ihren eigenen Mord aufzuklären. Ihr Freund Billy steht ihr in dieser Zeit zur Seite und gemeinsam finden sie so einiges raus, aber die Zeit drängt.
Das Buch startet gleich, ohne viel Vorwissen, am Tatabend, also an Halloween. Das hat mir schon mal gut gefallen und man konnte sich eigentlich unvoreingenommen auf Tätersuche begeben. Natürlich hatte man so auch keine Anhaltspunkte über die Personen in Jets Leben oder deren Vorgeschichte und eventuelle Motive.
Zunächst konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, dass man seinen eigenen Mord aufklären kann. Denn wenn man bereits tot ist, was bei einem Mord ja nun mal so ist, kann man schlecht Beweise sammeln. Aber gut, Jet überlebt den Anschlag vorerst, nur um dann gesagt zu bekommen, dass eine Blutung sie dann doch noch in absehbarer Zeit umbringen wird. Das war wirklich bitter und irgendwie auch ironisch, aber auch eine echte Chance.
Die ganze Thematik war schon spannend, auch wenn einiges ein bisschen unrealistisch und auch viel Glück im Spiel war. Ich kenne ein paar Personen mit viel leichteren Kopfverletzungen oder Blutverlust und die wären alle sicherlich nicht einfach aufgestanden und so durch die Gegend gelaufen oder Auto gefahren.
Der Schreibstil ist eher nüchtern, was aber sehr gut zu Jet und ihrer Geschichte passt. Die einzelnen Charaktere sind individuell und man erfährt nur einen kleinen Teil aus deren Leben und deren Eigenschaften. Dadurch war mir jetzt keiner besonders sympathisch, außer Billy.
In dieser einen Woche passiert unglaublich viel und einiges konnte mich sogar überraschen. Bis es am Ende zum großen Showdown kommt, konnte ich mich auf keinen Täter festlegen.
Ein gutes Buch, bei dem man aber über die eine oder andere Ungereimtheit hinwegsehen muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere