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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2025

Eine interessante und berührende deutsch-japanische Familiengeschichte

Onigiri
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Im Buch „Onigiri“ wird die Geschichte von Aki, Tochter einer japanischen Mutter und eines deutschen Vaters und ihrer Mutter Keiko erzählt. Nachdem Keikos Mutter hochbetagt stirbt, reist Aki mit Keiko noch ...

Im Buch „Onigiri“ wird die Geschichte von Aki, Tochter einer japanischen Mutter und eines deutschen Vaters und ihrer Mutter Keiko erzählt. Nachdem Keikos Mutter hochbetagt stirbt, reist Aki mit Keiko noch einmal nach Japan, um sich auf die Spuren der Geschichte ihrer Familie zu begeben. Keiko ist inzwischen dement und lebt in einem Pflegeheim. Die Reise mit ihr ist für Aki eine Herausforderung, da sie ihrer Mutter die Welt jeden Tag neu erklären muss. Zur Überraschung Akis blüht ihre Mutter, die jahrzehntelang unter einer lähmenden Müdigkeit litt, in Japan jedoch auf und Aki darf sie noch einmal von ihrer lebendigen Seite erleben.

Der Roman hat mir gut gefallen. Er ist eine berührende deutsch-japanische Familiengeschichte und zeigt uns die Unterschiede zwischen der deutschen und der japanischen Kultur. Es werden auch generationenübergreifende Konflikte und Unterschiede dargestellt, die zwischen Aki, Keiko und deren Mutter sowie Akis deutschen Großeltern existieren. Der Schreibstil ist flüssig, die Charaktere wirken aber leider oft etwas distanziert, so dass man nicht so tief in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten eintauchen kann, wie ich mir das bei diesem Roman gewünscht hätte. Da die Zeitsprünge und Perspektivwechsel, die durchaus spannend sind und etwas lebendiges an sich haben, aber oft überraschend kommen, muss man auch wachsam und aufmerksam sein, um diese richtig einzuordnen. Dies macht den Roman anspruchsvoll und herausfordernd zu lesen. Ich finde den Roman sehr berührend und emotional anspruchsvoll. Er regt zum Nachdenken an und ist auf Grund der Themen wie Demenz und kultureller Unterschiede etc. keine leichte Sommerlektüre.

Fazit: Eine interessante deutsch-japanische Familiengeschichte, die sensibel, ruhig und einfühlsam erzählt ist.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Eindringlicher, spannender und berührender Roman

Das Geschenk des Meeres
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Das Buch „Das Geschenk des Meeres“ handelt von den Protagonisten Dorothy und Joseph. Im Winter 1900 wurde im schottischen Küstenort Skerry ein kleiner, halb ertrunkener Junge angeschwemmt, den Joseph am ...

Das Buch „Das Geschenk des Meeres“ handelt von den Protagonisten Dorothy und Joseph. Im Winter 1900 wurde im schottischen Küstenort Skerry ein kleiner, halb ertrunkener Junge angeschwemmt, den Joseph am Strand findet und der Dorothys Sohn, der viele Jahre zuvor auf mysteriöse Art und Weise verschwunden ist, im damaligen Alter und auch Aussehen gleicht. Nachdem er im Pfarrhaus aufgepäppelt wird, kümmert sich Dorothy, die als Lehrerin einst aus Edinburgh nach Skerry kam und dort unterrichtet, um ihn. Dadurch dass der Fischer Joseph den Jungen am Strand findet, brechen sowohl bei Dorothy als auch bei vielen anderen Dorfbewohnern alte Wunden auf und Geheimnisse kommen ans Licht, die manche Dorfbewohner lieber vergraben gesehen hätten. Denn noch immer ist nicht klar: Was ist seinerzeit mit Dorothys Sohn Moses passiert und warum gleicht der angeschwemmte Junge ihm so sehr?

Mir persönlich hat der Roman gut gefallen. Die Geschichte wird von Beginn an spannend, eindringlich und düster erzählt. Das Buch wird abwechselnd aus der Perspektive von Dorothy, Joseph und anderen Dorfbewohnern erzählt, was sehr interessant ist. Man erhält dadurch einen tiefen Einblick in die Gefühle und Gedanken der Menschen aus dem Ort Skerry. Der Roman wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, die damalige und jetzige Zeit wechseln sich ab, was äußerst spannend ist. Der Schreibstil ist flüssig, eindringlich sowie teilweise poetisch und die Geschichte wird so packend erzählt, dass man den Roman kaum aus der Hand legen mag. Die Geheimnisse und die Essenz des Romans kommen durch die abwechselnden Erzählperspektiven und -zeiten nach und nach wie Puzzleteile ans Licht und formen die durchweg tragische Geschichte zu einem Ganzen.

Der Roman bildet auch ein authentisches Dorfportrait in Schottland um 1900 ab, mit den damals üblichen Geschlechterrollen und der Kargheit sowie Härte des Lebens am Meer. Sehr gefallen hat mir, dass der Aberglauben und die Mythen insbesondere über das Meer, an die die Menschen zur damaligen Zeit geglaubt haben, immer wieder in den Roman eingewoben worden sind. Das Setting an der schottischen Küste im Winter ist wunderbar atmosphärisch dargestellt. Man kann beim Lesen die salzhaltige Luft förmlich riechen und das Meeresrauschen hören.

Fazit: Ein schöner, eindringlich erzählter, zumeist düsterer und tragischer aber auch sehr bewegender Roman über Schicksalsschläge, verpasste Chancen, Geheimnisse und eine schottische Dorfgemeinschaft, in der nichts ist, wie es scheint. Perfekt für Menschen, die solche berührenden Romane und das unberechenbare Meer lieben.

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Nette, berührende Sommerlektüre mit Cornwall Feeling

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Das Buch „A Taste of Cornwall – Eine Prise Liebe“ ist der Auftakt der neuen Cornwall-Reihe der Autorin Katharina Herzog. Im Mittelpunkt des Romans steht Sophie, Tochter eines verstorbenen Starkochs, die ...

Das Buch „A Taste of Cornwall – Eine Prise Liebe“ ist der Auftakt der neuen Cornwall-Reihe der Autorin Katharina Herzog. Im Mittelpunkt des Romans steht Sophie, Tochter eines verstorbenen Starkochs, die als Restaurantkritikerin von einer eigenen Sendung träumt. Nachdem sie das neueste Restaurant des Models Annabelle zerreißt und dafür einen Shitstorm erntet, wird sie von ihrem Chef vor die Wahl gestellt: Entweder sie bringt den heruntergekommenen Pub „Smuggler´s Inn“ im malerischen Küstenort Port Haven in Cornwall auf Vordermann und beweist damit, dass Ihre Behauptung, sie könne an jedem Ort der Welt ein Spitzenrestaurant eröffnen, wahr ist, oder sie wird gefeuert. Gebeutelt von ihrer Scheidung und anderen Schicksalsschlägen nimmt Sophie die Herausforderung an, ihren Ruf wiederherzustellen und reist mit ihrer Mutter Tanya und ihrer pubertierenden Tochter Riley nach Cornwall. Wird es Sophie gelingen, sich trotz aller Widrigkeiten zu beweisen und welche Rolle spielen dabei die Erinnerungen an ihren verstorbener Vater, die Bewohner von Port Haven, der eigenwillige aber gut aussehende Koch Lennox und die auf Rache sinnende Annabelle? Wir dürfen sehr gespannt sein.

Der Roman hat mir insgesamt gut gefallen. Sophie ist eine Frau, die schon einige Schicksalsschläge erlebt hat und es daher nicht leicht im Leben hat. Allerdings macht sie sich und anderen, bspw. ihrer Tochter Riley, dem Model Annabelle und ihrem Küchenteam durch ihr mangelndes Einfühlungsvermögen das Leben zunächst unnötig schwer. Ich finde daher ihre Verwandlung im Laufe der Geschichte und wie sie mit Hilfe ihrer Mutter Tanya ihr Verhalten reflektiert und aufgeräumter sowie kluger wird, wirklich sehr gelungen. Auch die Geschichte an sich ist interessant, humorvoll und flüssig geschrieben, sodass sie sich angenehm lesen lässt. Die Geschichte beinhaltet viele emotionale sowie herzberührende Momente und stimmt manchmal auch nachdenklich darüber, was wirklich wichtig im Leben ist. Auch das sentimentale Ende hat mich berührt und macht Lust darauf, den nächsten Band zu lesen. Die Geschichte wird zumeist aus Sophies Perspektive in der dritten Person geschrieben, aber es gibt auch Kapitel aus Lennox, Rileys und Annabelles Sicht in der dritten Person, was ich sehr abwechslungsreich und interessant finde. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, meist liebenswert und mit ihren Ecken, Kanten und Problemen aus dem Leben gegriffen.

Das Setting an der Küste in Cornwall ist wunderschön und man kann sich in Gedanken nach Cornwall träumen und dort angenehme Lesestunden verbringen. Besonders berührt hat mich die Botschaft des Buchs, dass Heimat kein Ort sondern ein Gefühl ist. Ein Gefühl der Sicherheit, der Geborgenheit, des Aufgehobenseins und wo man so wie man ist, genug ist.

Fazit: Gelungener Auftakt der neuen Cornwall – Reihe. Ein netter Feelgood Roman für den Sommer – Interessant, emotional und warmherzig

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Zweite Chancen in der Liebe mit einem Hollywoodstar

Und plötzlich ist es wunderbar
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Im Buch „Und plötzlich ist es wunderbar“ wird die Geschichte von Edie und Elliot erzählt. Edie hatte sich von Elliot, dem gefeierten Hollywood-Schauspieler, getrennt, doch nun steht er Weihnachten wieder ...

Im Buch „Und plötzlich ist es wunderbar“ wird die Geschichte von Edie und Elliot erzählt. Edie hatte sich von Elliot, dem gefeierten Hollywood-Schauspieler, getrennt, doch nun steht er Weihnachten wieder vor ihr und gesteht ihr, dass er Edie nicht vergessen kann. Edie liebt Elliot immer noch, ist sich aber unsicher, ob eine Beziehung die räumliche Distanz zwischen Nottingham und Hollywood überleben wird. Im Buch dürfen wird Edie und Elliot bei ihrer turbulenten Lovestory begleiten. Wird die Beziehung der Beiden die räumlich Distanz aushalten, wie werden beide mit einer Beziehung vor den Augen der Öffentlichkeit und der Klatschpresse klarkommen und welche Rolle spielt Edies neuer Kollege Declan, der sehr charmant sein kann und immer zur Stelle ist, wenn Edie ihn braucht? Wir dürfen sehr gespannt sein und uns überraschen lassen.

Das Cover des Buchs ist wunderschön gestaltet und auch der Farbschnitt sowie das gesamte Farbkonzept der Außengestaltung finde ich sehr stimmig und harmonisch konzipiert. Die Geschichte ist locker und flüssig geschrieben, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Die Story ist interessant und verspricht ein amüsantes Lesevergnügen. Besonders gut gefallen hat mir persönlich die emotionale Tiefe des Romans, da uns Edie und Elliot an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben lassen. Die Geschichte ist interessant erzählt, zwischendrin allerdings für meinen Geschmack etwas langatmig. Die Charaktere insbesondere Edie und Elliot fand ich tiefgehend entwickelt und authentisch dargestellt. Beide waren mir sehr sympathisch. Sie wirken im Vergleich zum ersten Buch reflektiert, gereift und geben sich in der Beziehung wirklich größte Mühe. Das Setting in Nottingham und Hollywood hat mir sehr gut gefallen und auch die Rolle der Klatschpresse ist authentisch dargestellt. Insgesamt ist es ein netter Liebesroman, der sich gut lesen lässt.

Mein Fazit: Eine interessante, emotional tiefgehende und herzberührende Love Story für entspannte und angenehme Lesestunden unter der Sommersonne.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Kurzweilige Alien Sci-Fi Story mit Humor und Erotik

Aliens für Fortgeschrittene
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Dieses Buch ist die Fortsetzung des Romans Aliens für Anfänger. Nachdem Trish, die "Menschenfrau", von drei attraktiven aber unbeholfenen Aliens im Rahmen ihrer Universitätsstudien entführt wurde, nehmen ...

Dieses Buch ist die Fortsetzung des Romans Aliens für Anfänger. Nachdem Trish, die "Menschenfrau", von drei attraktiven aber unbeholfenen Aliens im Rahmen ihrer Universitätsstudien entführt wurde, nehmen die drei Aliens an der intergalaktischen Universität Unterricht in "Pflege von verletzlichen Weibchen" und "Nestbau für Anfänger". Außerdem ist da noch Professorin Katila von der intergalaktischen Universität, die ihre eigenen Ziele verfolgt. Die Aliens wollen Trish gegen ihren Willen zu ihrer Gefährtin machen. Kann Trish den attraktiven Aliens widerstehen oder wird sie sich verlieben?

Der Sci-Fi Roman gepaart mit Witz und Erotik ist lebendig und spannend geschrieben. Es gibt zahlreiche Wendungen und viel zu lachen, da die Aliens und Trish aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft oft andere Ansichten haben. Die Geschichte ist mit 156 Seiten leider schnell zu Ende gelesen. Der Roman ist unterhaltsam, ich persönlich hätte mir aber etwas mehr Tiefe in der Entwicklung und Erzählung gewünscht. Da es noch einen dritten Teil gibt, der bald erscheint, darf man gespannt sein, wie es mit Trish, Havel, Matar und Xil weitergeht.

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