Kampf um den Thron
Rabenthron"Da es sich indes nicht gehörte, Gäste an seiner Tafel zu erschlagen, tat er das Zweitbeste und ignorierte ihn einfach."
Obwohl eigentlich Fantay-Leserin, lasse ich mir keinen historischen Roman von Rebecca ...
"Da es sich indes nicht gehörte, Gäste an seiner Tafel zu erschlagen, tat er das Zweitbeste und ignorierte ihn einfach."
Obwohl eigentlich Fantay-Leserin, lasse ich mir keinen historischen Roman von Rebecca
Gablé entgehen. Hier lebt umd atmet Geschichte, als wäre man mittendrin.
"Rabenthron* ist ein Prequel zu den Helmsby-Romanen und kann auch völlig unabhängig gelesen werden. Die Handlung beginnt in England zu Beginn des 11. Jahrhunderts und erstreckt sich über fast 30 Jahre. England ist gebeutelt von Winingerüberfälllen und dem amdauernden Kampf um den Thron zwischen inländischen und ausländischen Bewerbern. Mittendrin AElfric of Helmsby und seine Familie, die den Interessen der machthungrigen König Emma äußert nahekommen..
Die große Kunst der Autorin besteht darin, historische und fiktive Personen zu einem atmosphärisch dichten Erzählteppich zu verweben. AElfric of Helmsby und sein Sohn Penda sind wie immer moralisch aufrechte und gutherzige Protagonisten, die man einfach liebhaben muss. Dieser Roman ist so konstruiert, dass auch die historisch verbürgten Personen einen großen Raum einnehmen. Dies führt leider dazu, dass äußert interessante Nebenfiguren wie z.B. AElfrics Freund Hakon deutlich zu kurz kommen.
Jedes Detail ist tiefgreifend recherchiert. Man erfährt nicht nur mehr über die englische Geschichte, sondern wird zudem wirklich bestens unterhalten.
Hervorzuheben ist auch die wunderbare Ausstattung des Buches mit Karte im Innenteil und dem herrlichen farbigen Buchschnitt. Es sieht daher fast selbst aus wie eine mittelalterliche Chronik.