Sehen so Sieger aus?
Schwestern des brennenden HimmelsNachdem der Krieg beendet war und Nazideutschland kapitulierte, eilten die Siegermächte nach Potsdam. Hier wollten sie über das Schicksal des Landes beraten. Während die Bevölkerung unter Hunger und Misshandlung ...
Nachdem der Krieg beendet war und Nazideutschland kapitulierte, eilten die Siegermächte nach Potsdam. Hier wollten sie über das Schicksal des Landes beraten. Während die Bevölkerung unter Hunger und Misshandlung durch die Soldaten litt, ließen es sich die Herren Churchill, Truman und Stalin gut gehen. Sie wurden bestens von den Damen des britischen ATS, der Frauenabteilung des britischen Heeres betreut. Zu ihnen gehörte Ann Miller, die sich von ihrem Aufenthalt in Potsdam viel mehr versprach, als die Erledigung ihres Jobs.
Mit dem Buch „Schwestern des brennenden Himmels“ ist der Autorin Hanna Caspian wieder etwas ganz Besonderes gelungen. Sie recherchierte genauestens über das Treffen der Sieger in Potsdam und formte daraus einen Roman, der spannend und zugleich lehrreicher als jeder Geschichtsunterricht ist. Sie beschreibt das Leben der Menschen, die in Kellern und Ruinen hausten so authentisch, dass ich mich in sie hineinversetzten konnte. Diese Angst vor Übergriffen durch Soldaten, das ging mir besonders nahe.
Neben den Fakten rund um das Potsdamer Treffen darf auch das Zwischenmenschliche nicht fehlen. Das wiederum ist so gut dosiert, dass es zu keinem Zeitpunkt den Ernst der Historie störte. Viele Fakten kannte ich noch nicht und bin immer wieder erstaunt, wie detailliert die Autorin nachforscht. Meinen Sternenregen gebe ich sehr gerne.