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Veröffentlicht am 11.11.2025

Reihenfolge einhalten

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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Das Cover mit den dunklen Wolken über einer Kirche ist sehr hübsch, hat nur leider gar nichts mit dem Buch zu tun.

Der eigenwillige Sonderling Johan entdeckt in einer Schlossruine die Leiche einer Journalistin. ...


Das Cover mit den dunklen Wolken über einer Kirche ist sehr hübsch, hat nur leider gar nichts mit dem Buch zu tun.

Der eigenwillige Sonderling Johan entdeckt in einer Schlossruine die Leiche einer Journalistin. Maya Topelius, die gerade bei ihren Eltern zu Besuch ist, und ihr Kollege Pär sollen vor Ort ermitteln. Sie entdecken Gemeinsamkeiten zu einem weiteren Mord, der sich in der Gegend ereignet hat und kommen rechtsextremen Strukturen auf die Spur.
Die Ermittlungen sind speziell für Maya sehr aufwühlend, da sie auch eine ehemalige Schulkameradin betreffen.

Wie ich der Danksagung entnehmen konnte, ist dieses Buch das letze einer Trilogie. Schon im Text wird oft auf vorangegangene Fälle verwiesen. Nun versteht die Leserin das Buch auch ohne die ersten beiden Teile, aber speziell beim Verständnis über die Verbindung der 4 Freundinnen, habe ich mir gewünscht, die Folgen 1 und 2 zu kennen.

Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Sandra Åslund schreibt mit einer flüssigen Leichtigkeit, ohne oberflächlich zu werden. Die handelnden Personen werden charakterlich gut beschrieben. Neben Maya spielt auch ihre Freundin Clara eine Rolle, die anderen beiden Freundinnen sind sicher in den anderen Bänden näher beschrieben. Allein ihr Kollege Pär bleibt etwas farblos.
Es wird ein guter Spannungsbogen aufgebaut und auch nach den Festnahmen erfährt die Leserin noch Details zu dem Fall und den handelnden Personen.

Von mir eine eindeutige Leseempfehlung, aber besser mit „Im Herzen so kalt“ beginnen.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Pageturner

Kälter
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Luzy Morgenroth führt ein beschauliches Leben als Inselpolizistin auf Amrum. Ihr Partner ist ihr bester Freund. Als nicht nur dieser durch ein Killerkommando getötet wird, kehrt sie in ihr altes Leben ...

Luzy Morgenroth führt ein beschauliches Leben als Inselpolizistin auf Amrum. Ihr Partner ist ihr bester Freund. Als nicht nur dieser durch ein Killerkommando getötet wird, kehrt sie in ihr altes Leben zurück. Sie war eine Top Personenschützerin, die als Gruppenleiterin ihre Mitarbeiter bei einem Einsatz in Israel verloren hat. Verantwortlich für beide Einsätze war Babel, den Luzy nun jagt.

Ja, das ist hin und wieder ein ganz schönes Gemetzel. Aber wie sonst soll der Autor die außergewöhnlichen Fähigkeiten seiner Protagonistin beschreiben.
Wir tauchen ein in die Welt der Geheimdienste, der gut ausgebildeten Sherpas, die viel mehr als Personenschützer sind, und in die Zeit der Wende. Wer sie in Berlin erlebt hat, wird viel wiedererkennen. Nicht nur hier hat der Autor sehr akribisch recherchiert.
Ich habe einen spannenden Thriller gelesen und war gleichzeitig begeistert, wieviel Wissen und Geschichte in dem Buch steckt.
Wer allerdings Probleme mit vielen Personen, Diensten, detailreichen Abläufen und Gewalt hat, sollte von diesem Buch Abstand nehmen.

Die Heldinnen bei Andreas Pflüger sind immer sehr gut ausgebildete Frauen. Schön, dass wir der jungen Jenny Aaron (Endgültig, Niemals, Geblendet) begegnen, und dass Nina Winter (Wie sterben geht) sogar eine Rolle in Luzys Geschichte spielt.
Ich liebe Plügers Bücher, die rasant, wendungsreich, aber immer auch mit Humor und Liebe versehen sind und freue mich schon auf die nächste Heldin, die mich sicherlich auch begeistern wird.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Alles drin!

Lügennebel
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Während Hanna Ahlander eine luxuriöse Kurzreise über ihren Geburtstag mit ihrem reichen Freund Henry macht, vergnügt sich eine Studentenclique in einem Ferienhaus. Sie sind zum Skilaufen gekommen, verbringen ...


Während Hanna Ahlander eine luxuriöse Kurzreise über ihren Geburtstag mit ihrem reichen Freund Henry macht, vergnügt sich eine Studentenclique in einem Ferienhaus. Sie sind zum Skilaufen gekommen, verbringen die gemeinsame Zeit aber auch mit Trinkspielen und Drogen. Am Ende liegt eine Studentin leicht bekleidet tot im Schnee.
Hanna bricht ihren Urlaub ab, um mit Daniel und Anton zusammen zu ermitteln. Die Studenten beschuldigen sich gegenseitig, aber auch der Hausmeister und der aufbrausende Nachbar geraten in Verdacht.

Ich liebe diese Reihe von Viveca Sten, und auch der 4. Teil hat mich nicht enttäuscht. Die Personen sind gut gezeichnet, die Abläufe nachvollziehbar aber auch überraschend und die Beschreibungen sehr realistisch. Besonders die Abfahrt durch die Westschlucht war so authentisch, dass ich vor Spannung und Kälte mitgezittert habe.
Die Geschichte hat viele Wendungen, sodass ich tatsächlich die ganze Zeit jemand anderen in Verdacht und erst nach Daniels Erkenntnis eine Ahnung vom Täter hatte.

Auch die private Entwicklung der Ermittler Hanna, Daniel und Anton wird nebenbei sehr schön erzählt, ohne dass sie das Geschehen bestimmt.

Ein rundherum gelungener Krimi mit deutlicher Leseempfehlung. Ich freue mich auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Wohlfühl-Geschenk

Goldrichtig
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Dieses Buch vereint die Texte der großartigen Nora Imlau mit den wunderschönen Illustrationen von Frau Annika.

Auf jeder Doppelseite gibt es eine Überschrift, einen Text und eine hervorgehobene wichtige ...


Dieses Buch vereint die Texte der großartigen Nora Imlau mit den wunderschönen Illustrationen von Frau Annika.

Auf jeder Doppelseite gibt es eine Überschrift, einen Text und eine hervorgehobene wichtige Erkenntnis oder Quintessenz.

Ein Lesebuch für Eltern, das umarmt, Wärme schenkt und durch das sie sich gesehen fühlen.
Nicht alles ist nur rosarot und positiv, wie es ja auch im wahren Leben nicht ist, wenn auch wunderschön verpackt. Aber auch dazu gibt es Erklärungen, die einen manche unschöne Situation überstehen lassen.

So sehr es ein Wohlfühlbuch ist, ist es am Ende doch nur ein Geschenkband, der an der Oberfläche kratzt. Deshalb wäre es sinnvoll, tiefer in die Materie einzutauchen. Nora Imlau hat viele hilfreiche Bücher geschrieben. „Meine Grenzen sind dein Halt“ ist dabei mein absoluter Favorit und wurde auch schon mehrfach von mir verschenkt.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Tiefgründig und emotional

Himmel ohne Ende
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Charlotte, die Charlie genannt werden möchte, wird 15 Jahre alt und ihre Welt verändert sich komplett. Ihr Vater verlässt die Familie und ihre beste Freundin wendet sich von ihr ab. Sie selbst ist ein ...

Charlotte, die Charlie genannt werden möchte, wird 15 Jahre alt und ihre Welt verändert sich komplett. Ihr Vater verlässt die Familie und ihre beste Freundin wendet sich von ihr ab. Sie selbst ist ein unsicherer Teenager, der sich über alles zu viele Gedanken macht. Da tritt Kornelius/Pommes in ihr Leben. Er hat selbst mit vielen Problemen zu kämpfen, wirkt aber nach Außen selbstsicher und zugänglich. Zwischen den beiden entsteht eine wunderbare, tiefe Freundschaft.

Wir begleiten Charlie ein Jahr lang durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Vor allem nehmen wir teil an ihren Gedanken, die sich viele Teenager in dieser Phase ihres Lebens machen. Ich habe gewankt zwischen Verständnis und Wiedererkennen. Und auch wenn Charlie sich sehr, sehr viele Gedanken macht, ist sie am Ende doch ein ganz normaler Mensch in der Entwicklung.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Es ist gut geschrieben, die Leserin war schnell mit Charlies Gedankenwelt vertraut. Nichts anderes habe ich allerdings auch von großartigen Poetry-Slammerin erwartet.

Mein Schlüsselsatz befindet sich auf Seite 302: „Du schaust so viel in den Spiegel, dass du vergisst, in die Welt zu schauen.“ Das sagt Pommes zu der sehr introvertierten Charlie. Und er hat recht damit. Natürlich muss und soll sich jeder auch mit sich selbst beschäftigen. Aber bei all dem Nachdenken darf die Welt nicht aus den Augen verloren werden.
Ich halte das Buch für eine großartige Schullektüre, spreche gleichzeitig eine Leseempfehlung für jedes Lesealter ab Pubertät aus.

Danke Julia Engelmann, gern mehr davon!

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