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Veröffentlicht am 25.07.2025

Toller Roman über die Macht von Freundschaft

Himmel ohne Ende
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Es ist die Geschichte von Charlie, eines 15 jährigen Mädchens, das geprägt ist von Selbstzweifeln. Charlie vermisst ihren Vater, der die Familie verlassen hat und kämpft mit dem Erwachsenwerden. Sie fühlt ...

Es ist die Geschichte von Charlie, eines 15 jährigen Mädchens, das geprägt ist von Selbstzweifeln. Charlie vermisst ihren Vater, der die Familie verlassen hat und kämpft mit dem Erwachsenwerden. Sie fühlt sich fehl am Platz, falsch wahrgenommen und wird in der Klasse eher gemieden. Als ihre Mutter ihr dann einen neuen Partner vorstellt, ist Charlies Unglück perfekt. Und dann kommt Pommes in die Klasse und wird ihr Sitznachbar. Er hat eine andere Sicht aufs Leben und doch genau die gleichen Fragen, wie Charlie. Er tut ihr gut und es entwickelt sich eine tolle Freundschaft.
Ich fand es besonders, Charlie auf ihrer Reise zu begleiten. Zart und einfühlsam greift Julia Engelmann die Stimmung einer Heranwachsenden auf und lässt dies zu einer emotionalen und bewegenden Reise werden. Ein tolles Buch, welches ich nicht aus der Hand legen konnte, weil es mich richtig in den Bann gezogen hat.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Eine Geschichte mit viel Gefühl

Wenn die Tage länger werden
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In diesem Jahr verbringt Lisa, die Mutter des 6-jährigen Paul 3 Wochen Sommerferien allein. Das erste Mal ohne Kind, denn Paul verreist mit seinem Vater. In dieser Zeit fällt ihr ihre alte Geige in die ...

In diesem Jahr verbringt Lisa, die Mutter des 6-jährigen Paul 3 Wochen Sommerferien allein. Das erste Mal ohne Kind, denn Paul verreist mit seinem Vater. In dieser Zeit fällt ihr ihre alte Geige in die Hände, die jedoch kleinerer Reparaturen bedarf. So trifft sie auf den alten Geigenbauer mit seiner Tochter Ute. Die Geige birgt ein altes Geheimnis, dem Lisa nun näher auf den Grund gehen möchte. Somit verbringt sie unerwartet viel Zeit bei ihrer Mutter und auch bei Ute und blickt zurück auf ihr Leben, ihre Rolle und ihre Vergangenheit.

Die Geschichte erinnert an zarte, leicht melancholische Sommertage. Lisas Gedanken zur Rolle von Mutter und Vater haben mir sehr gefallen, wenngleich ich denke, dass sich da momentan einiges wandelt ☺️ zudem kommen Themen wie Mutter-Tochter-Beziehung, aber auch die Schuld, die sich aus den Taten im Nationalsozialsmus ergeben haben. Dabei wirkt es keinesfalls überladen, sondern die Themen greifen ineinander sind geschickt verwoben. Dabei ist es richtig toll geschrieben, einfühlsam, sanft, nachdenklich. Leise Töne und ein Hauch. In Einsamkeit durchziehen das Buch, gleichzeitig aber auch Kraft und Stärke.
Ein Buch, dass ich gern weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Tolles Buch über einen interessanten Lebensabschnitt

Ja, nein, vielleicht
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Eine Frau, in der Mitte ihres Lebens. Die Kinder sind aus dem Haus. Das kleine Haus auf dem Land und ihre Wohnung in der Stadt hat sie für sich und auch ihren Alltag, den sie nun wieder selbst bestimmen ...

Eine Frau, in der Mitte ihres Lebens. Die Kinder sind aus dem Haus. Das kleine Haus auf dem Land und ihre Wohnung in der Stadt hat sie für sich und auch ihren Alltag, den sie nun wieder selbst bestimmen kann. Bis ihre Schwester gern die Stadtwohnung für eine nicht genaue Zeit nutzen möchte und zudem ein Mann aus der Vergangenheit das Leben zunächst wieder durcheinander rüttelt. Probleme mit den Zähnen zeigen der Protagonistin ihre eigene Endlichkeit auf. Und dann heiratet ihre beste Freundin noch einmal. Die gemeinsame Vergangenheit als alleinerziehende Mütter sieht sie bereits vergessen. Doch dann fragt sich unsere Protagonistin, was sie eigentlich selbst möchte.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen, auch wenn ich noch ein wenig jünger scheine als die Protagonistin. Unweigerlich stellt sich aber jedem die Frage, wie man älter wird, wie man sich verändert oder was ist, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Jahrelang definier man sich als „Mutter“, aber was kommt dann? Eigene Bedürfnisse zu erkennen, schien der Protagonistin sehr schwer zu fallen. In ihrer Familie schien es kein „Nein“ gegeben zu haben. Doch nach und nach findet sie zu sich und entwickelt ein eigenes Ich. Ich habe sie dabei sehr gern begleitet. Ein tolles Buch über einen Lebensabschnitt mit vielen Veränderungen.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Tiefgründig und bewegend

Hallo, du Schöne
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William wuchs traumatisiert und ohne Liebe auf, denn wenige Tage nach seiner Geburt starb seine große Schwester und die Eltern haben sich nie von diesem Schock erholt. Im festen Glauben daran, dass es ...

William wuchs traumatisiert und ohne Liebe auf, denn wenige Tage nach seiner Geburt starb seine große Schwester und die Eltern haben sich nie von diesem Schock erholt. Im festen Glauben daran, dass es lieber ihn statt sie hätte treffen sollen, verbrachte er daher jede freie Minute auf dem Basketballplatz. Hier wusste er, was er zu tun hatte und was er kann.
Ganz anders ging es dagegen in der Familie zu. 4 Schwestern, eine leicht dominante Mutter und ein etwas verträumter Vater sind tief und innig verbunden und teilen alles. Doch die Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Älteste, Julia, hat jeden Schritt ihres Lebens konkret geplant und überlässt nichts dem Zufall und Sylvie findet ihre Liebe in Büchern. Die jüngeren Zwillinge sind der soziale und emotionale Kit der Familie.
So treffen Julia und William aufeinander und heiraten und William findet endlich eine Mum und einen Dad. Doch dann treffen gleich mehrere Ereignisse die Familie hart und sie droht zu zerfallen.
Das Buch greift Themen auf wie Verlust, Trauma, Familie und psychische Belastungen. Es sind schwere Themen, die im Buch jedoch einen geeigneten Raum einnehmen. Als Leser sieht man den Blick von außen und kann sich, dank der wechselnden Perspektiven, einen Teil denken und sich so in die einzelnen Personen gut hineinversetzen. Über dem Buch liegt eine leichte Schwermut, der Schreibstil ist feinfühlig und birgt große Gefühle begleitet von wirklich tollen Gedankengängen. Es ist keine leichte und lockere Lektüre, jedoch tiefgründig, respektvoll und sensibel greift die Story die Themen auf. Ein Blick zurück in das Amerika der frühen 80er Jahre und die Geschichte des Basketballs. Ich habe das Buch sehr gemocht und spreche gern eine Empfehlung für das Buch aus für alle, die tiefgründige Romane mögen.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Spannender Krimi mit Inselflair

Das Teufelshorn
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Isabel ist gebürtige Mallorquinerin und kehrt nach Jahren, die sie als Kommissarin auf dem Festland verbracht hat, zurück auf die Insel, um die familieneigenen Ferienhausvermittlung zu übernehmen. Im Dorf ...

Isabel ist gebürtige Mallorquinerin und kehrt nach Jahren, die sie als Kommissarin auf dem Festland verbracht hat, zurück auf die Insel, um die familieneigenen Ferienhausvermittlung zu übernehmen. Im Dorf bestens vernetzt, wird jedoch ihre Unterstützung bei der Aufklärung der Entführung eines kleinen Mädchens genötigt. Als kurz darauf noch ein Mord geschieht, ist sie schneller wieder ermittelnd tätig als ihr lieb ist. Das wiederum ist nicht jedem recht, allem voran dem örtlichen Kommissar.
Dieser Krimi hat mich begeistert. Ich habe mich regelrecht nach Mallorca versetzt gefühlt. Die Autorin schafft es, die mallorquinische Mentalität zu transportieren. Isabel ist eine mir sehr sympathische Kommissarin. Das Inselleben und privates fließt ein, anfangs hatte ich die Befürchtung, dass der Krimi in das Cosy Genre abdriftet. Aber ich wurde schnell eines Besseren belehrt. Der Fall ist spannend, nachvollziehbar konstruiert und dennoch überraschend und nicht trivial. Es hat mir viel Spaß gemacht, in das Inselleben einzutauschen und die Ermittlungen zu verfolgen und freue mich schon auf einen weiteren Teil.

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