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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2026

Eine einfühlsame Fantasygeschichte über Mut und Zusammenhalt

Storm Singer. Die schwebende Stadt
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Dieses Buch hat mich vor allem durch seine lebendige Erzählweise und die emotionalen Momente überzeugt. Im Mittelpunkt steht die junge Nargis, die in einer von Trockenheit und Wassermangel geprägten Welt ...

Dieses Buch hat mich vor allem durch seine lebendige Erzählweise und die emotionalen Momente überzeugt. Im Mittelpunkt steht die junge Nargis, die in einer von Trockenheit und Wassermangel geprägten Welt lebt und über eine besondere Fähigkeit verfügt: Mit ihrem Gesang kann sie die Elementargeister rufen. Diese Gabe ist jedoch nicht nur hilfreich, sondern bringt auch viele Schwierigkeiten mit sich. Nargis wird von den Menschen ihres Dorfes mit Misstrauen betrachtet und muss lernen, mit Kräften umzugehen, die sich nicht immer kontrollieren lassen.

Die Handlung entwickelt sich zu einem spannenden Abenteuer, das weit über Magie hinausgeht. Als Nargis einem geheimnisvollen geflügelten Jungen begegnet, gerät vieles ins Wanken, was sie bisher für wahr gehalten hat. Vorurteile, Schuldzuweisungen und Ängste werden hinterfragt, während sich nach und nach größere Zusammenhänge offenbaren. Besonders gelungen ist, wie persönliche Erlebnisse der Figuren mit den Konflikten dieser fantastischen Welt verbunden werden.

Der Schreibstil ist anschaulich und flüssig, sodass man gut in die Geschichte hineinfindet. Die Mischung aus ruhigen, gefühlvollen Szenen und spannenden Ereignissen sorgt dafür, dass das Buch durchgehend fesselt. Nargis ist eine starke Hauptfigur, gerade weil sie Fehler macht, zweifelt und dennoch immer wieder über sich hinauswächst.

Insgesamt ist es eine fantasievolle, berührende Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen. Das Buch hat mir viel Freude beim Lesen bereitet und bleibt auch nach der letzten Seite noch im Gedächtnis.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Ein Bücherschatz voller Herz, Mut und Vielfalt

Maris Märchen
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„Maris Märchen“ von Shari und André Dietz ist ein außergewöhnliches Kinderbuch, das bekannte Geschichten neu erzählt und dabei zeigt, wie schön und bereichernd Vielfalt sein kann.

Hinter den humorvollen, ...

„Maris Märchen“ von Shari und André Dietz ist ein außergewöhnliches Kinderbuch, das bekannte Geschichten neu erzählt und dabei zeigt, wie schön und bereichernd Vielfalt sein kann.

Hinter den humorvollen, liebevoll erzählten Märchen steckt eine tiefere Botschaft: Jeder Mensch ist wertvoll – genau so, wie er ist.

Die Geschichten nehmen bekannte Märchenmotive auf, aber drehen sie auf eine ganz neue, inklusive Weise. Da gibt es Prinzessinnen, die anders sind, als man sie sich vorstellt, mutige Helden mit besonderen Fähigkeiten und Figuren, die lernen, dass Unterschiede keine Schwächen sind, sondern Stärken. Besonders schön fand ich, dass die Erzählungen niemals belehrend wirken. Sie laden Kinder zum Staunen, Lachen und Nachdenken ein – und Erwachsene gleich mit.

Sprachlich ist das Buch leicht und fröhlich geschrieben, mit vielen kleinen Momenten, die berühren. Die Dialoge sind lebendig, und die Fantasiefiguren wirken erstaunlich echt. Das Vorlesen macht großen Spaß, und man merkt, wie die Kinder beim Zuhören anfangen, über das Gehörte zu sprechen und Fragen zu stellen – über Freundschaft, Mut und das „Anderssein“.

Ein weiterer Pluspunkt sind die Illustrationen: farbenfroh, witzig und voller Bewegung. Sie ergänzen die Geschichten perfekt und machen das Buch auch optisch zu einem kleinen Schatz.

Mein Fazit:
„Maris Märchen“ ist ein modernes, warmherziges Buch, das zeigt, dass Inklusion kein schwieriges Thema ist, sondern eine Haltung, die man mit Freude leben kann. Es ist nicht nur zum Vorlesen geeignet, sondern auch zum gemeinsamen Entdecken, Diskutieren und Staunen. Ein Buch, das Mut macht, Toleranz weckt und die Welt ein bisschen heller erscheinen lässt.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Sehr berührend, ein Buch das unter die Haut geht

Eine Insel im Meer
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Der Autorin gelingt mit „Eine Insel im Meer“ ein tief bewegendes Buch über das Erwachsenwerden in einer Zeit des Verlustes und der Unsicherheit. Die Geschichte spielt im Jahr 1939/1940 und begleitet die ...

Der Autorin gelingt mit „Eine Insel im Meer“ ein tief bewegendes Buch über das Erwachsenwerden in einer Zeit des Verlustes und der Unsicherheit. Die Geschichte spielt im Jahr 1939/1940 und begleitet die beiden Schwestern Steffi und Nelli, die aus dem nationalsozialistischen Wien nach Schweden fliehen müssen. Während die Eltern zurückbleiben, finden sich die Mädchen auf einer kleinen Insel wieder – in einer neuen Sprache, einer fremden Kultur, bei unbekannten Menschen.

Besonders eindrucksvoll ist, wie die Perspektive von Steffi geschildert wird. Sie beschreibt keine großen historischen Ereignisse, sondern zeigt, was Flucht und Fremdsein im Alltag bedeuten: die Angst vor Briefen, die nicht ankommen, das Unverständnis gegenüber fremden Gewohnheiten, die Sehnsucht nach einer vertrauten Stimme. Die Autorin überlässt den Gefühlen der Figuren den Raum, den sie brauchen.

Steffi, die Ältere, trägt die Verantwortung, will stark sein – und bricht doch innerlich immer wieder an Heimweh und Schuldgefühlen. Nelli dagegen fügt sich leichter ein, was zwischen den Schwestern Spannungen entstehen lässt. Gerade diese leisen Konflikte machen das Buch glaubwürdig und nah.

Die Sprache ist schlicht, aber präzise. Jede Szene wirkt sorgfältig komponiert, kein Wort zu viel, kein Satz belehrend. Dadurch entfaltet sich die emotionale Wucht fast unmerklich – bis man merkt, wie sehr einem diese beiden Mädchen ans Herz gewachsen sind.

Das Buch erinnert daran, dass Menschlichkeit, gerade in dunklen Zeiten, oft in den kleinsten Gesten liegt.

Fazit:
Ein eindringlicher Jugendroman, der Geschichte erfahrbar macht, ohne sie zu erklären. Ein Buch über Mut, Fremdheit und die Suche nach einem Ort, an dem man bleiben darf – zeitlos, berührend und absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Magisch, spannend und voller Überraschungen – eine gelungene Fortsetzung

Aliya und der Silberexpress 2
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In „Aliya und der Silberexpress“ wird Aliya zusammen mit ihren Freunden in den geheimnisvollen Zug geschickt, um vor Dorian Darke in Sicherheit zu sein. Doch schon bald geschieht ein Mord, ihre Kräfte ...

In „Aliya und der Silberexpress“ wird Aliya zusammen mit ihren Freunden in den geheimnisvollen Zug geschickt, um vor Dorian Darke in Sicherheit zu sein. Doch schon bald geschieht ein Mord, ihre Kräfte spielen verrückt und sie muss sich fragen, wem sie noch vertrauen kann.

Die Autorin knüpft direkt an den ersten Band an und schafft es erneut, ihre Leserinnen und Leser sofort mitten ins Geschehen zu ziehen. Besonders beeindruckend finde ich, wie geschickt Laila Rifaat historische Elemente mit Fantasie und Spannung verbindet. Der Silberexpress selbst wird zu einer faszinierenden Bühne, die nicht nur durch die verschiedenen Zeitepochen begeistert, sondern auch eine dichte und teilweise unheimliche Atmosphäre aufbaut.

Aliya ist eine sehr greifbare Hauptfigur: Sie wächst an ihren Herausforderungen, zeigt Mut, aber auch Unsicherheit – genau das macht sie so nahbar. Gleichzeitig sorgen die Nebenfiguren für Dynamik, denn auch sie entwickeln eigene Stärken und Schwächen, die für Überraschungen sorgen.

Sehr gelungen finde ich außerdem, dass die Themen Freundschaft, Vertrauen und Selbstfindung unaufdringlich in die Handlung eingebettet sind. Gerade junge Leser können sich hier wiederfinden, ohne dass die Geschichte belehrend wirkt. Auch erwachsene Fantasy-Fans kommen auf ihre Kosten, weil Spannung, unerwartete Wendungen und die geheimnisvolle Jagd im Zug eine fast krimiartige Stimmung erzeugen.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, sodass man die Szenen sehr lebendig vor Augen hat. Besonders die Beschreibungen des Zuges und der Zeitreisen bleiben im Kopf. Auch das Cover überzeugt, es zieht sofort Blicke auf sich und spiegelt die Atmosphäre des Buches perfekt wider.

Alles in allem ist „Aliya und der Silberexpress“ eine packende und fantasievolle Fortsetzung, die Lust auf mehr macht. Wer den ersten Band mochte, sollte unbedingt weiterlesen – und wer spannende Geschichten über Zeitreisen liebt, wird auch hier bestens unterhalten.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Zwischen Pferdestall und Rampenlicht – eine gefühlvolle Sommergeschichte

Hearts & Horses – Reiten, Rockstar und das große Glück
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Mia hat in jungen Jahren schon viel erlebt: Der Tod ihrer Mutter und der Verlust ihres geliebten Pferdes Tiago haben Spuren hinterlassen. Als sie erfährt, dass Tiago in einem nahegelegenen Reitstall untergebracht ...

Mia hat in jungen Jahren schon viel erlebt: Der Tod ihrer Mutter und der Verlust ihres geliebten Pferdes Tiago haben Spuren hinterlassen. Als sie erfährt, dass Tiago in einem nahegelegenen Reitstall untergebracht ist, macht sie sich heimlich auf den Weg dorthin. Dort trifft sie Arvid, der sich auf dem Hof eine Auszeit nimmt – inkognito, denn er ist eigentlich ein berühmter junger Musiker.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Mias und Arvids Sicht erzählt, was beide Figuren greifbar macht. Mia ist entschlossen und verletzlich zugleich, Arvid schwankt zwischen dem Wunsch nach Normalität und der Angst, erkannt zu werden. Die Annäherung zwischen den beiden verläuft glaubwürdig und angenehm zurückhaltend – kein übertriebener Herzschmerz, sondern leise, ehrliche Gefühle.

Auch das Thema Pferde wird nicht verklärt dargestellt. Tiago ist nicht sofort das perfekte Wunderpferd, sondern ein Tier mit eigener Geschichte und Traumata. Das macht die Handlung realistisch und tiefgründig, gerade für junge Leserinnen, die Pferde wirklich kennen.

„Hearts & Horses“ ist ein tolles Jugendbuch über Verlust, Vertrauen und Neuanfänge. Ideal für Leserinnen ab ca. 10 Jahren, die nicht nur Pferdegeschichten mögen, sondern auch Charaktere, die wachsen und ihren Weg finden. Eine gelungene Mischung aus Emotion, Sommerstimmung und leiser Spannung.

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