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Veröffentlicht am 26.07.2025

Dystopischer (Liebes)roman, der den Hype wert ist

Shatter Me
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Juliettes Berührung ist der Tod. Ein kurzer Kontakt von ihr reicht aus, um das Innere eines Menschen unwiderruflich zu zerstören. Als Gefahr für die Gesellschaft wurde sie gefangen genommen, doch das Reestablishment, ...

Juliettes Berührung ist der Tod. Ein kurzer Kontakt von ihr reicht aus, um das Innere eines Menschen unwiderruflich zu zerstören. Als Gefahr für die Gesellschaft wurde sie gefangen genommen, doch das Reestablishment, die neue Regierung, erkennt ihr Potenzial. Als Waffe. Juliette erhält ihre Freiheit zurück - oder ist es nur ein weiter Käfig? Denn ihre Fähigkeit hat sie eines schwören lassen: sie wird nicht zu dem Monster werden, das alle in ihr sehen. Ob es ihr auch gelingen wird?

Meine Meinung:

Am Anfang dachte ich erst "Okay, was genau lese ich hier gerade?" und ich war wirklich maximal verwirrt. Ein großes Fragezeichen tauchte vor mir auf und verschwand auch erst einmal nicht. Die Welt, in der wir uns befinden, wird wenig bis gar nicht erklärt und ich musste mich zunächst ein wenig in die Geschichte fuchsen. Die ersten Kapitel von Shatter Me waren quasi das komplette Gegenteil von dem, was ich nach dem Klappentext erwartet hatte, aber der Schreibstil war so einnehmend, poetisch und anders, dass ich mich schnell in einem Lesefluss befunden habe.

Die Art und Weise Juliettes Gedanken und ihre Zerrissenheit mit durchgestrichenen Sätzen und Worten zum Ausdruck zu bringen, fand ich genial und gerade diese durchgestrichenen Sätze haben sie mir als dreidimensionalen Charakter näher gebracht.

Meine anfängliche Verwirrung legte sich mit der Zeit glücklicherweise und ich fand immer besser in die Welt von Shatter Me. Die Ausstrahlung ähnelt dabei stark den Dystopien von vor zehn, fünfzehn Jahren, die ich absolut geliebt habe (Tribute von Panem, Die Bestimmung, Maddie etc.) oder auch dem Klassiker 1984 von George Orwell. Düster, schaurig, geheimnisvoll und unfassbar fesselnd.

Die Charaktere, allen voran Juliette, sind sehr interessant und die Anziehung zwischen den Personen fand ich besonders spannend. Im Verlauf von Shatter Me gibt es zwei "Bezugspersonen" von Juliette, die sich teilweise sehr geheimnisvoll verhalten. Sie einzuschätzen war nicht leicht und ich glaube immer noch, dass mehr hinter den Fassaden steckt, als man zunächst vermutet. Diese Undurchschaubarkeit der Charaktere und ihrer Reaktionen war ziemlich spannend und sorgte für die ein oder andere unerwartete wie schockierende Wendung. In diesen Momenten konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen.

Juliette ist ein starker Charakter, wobei sich dies erst im Verlauf des Romans entwickelt. Sie war durch ihre Vertrauensprobleme und ihre Vergangenheit nicht der typische FMC, aber trotzdem mutig und selbstbewusst. Sie stellt Fragen und lässt nicht locker. Dass sie sich nicht so schnell abwimmeln lässt, hat mir besonders gut gefallen. Die MMC's sind grundverschieden und vielleicht hat gerade das meine Faszination für diese beiden Charaktere ausgemacht.

Was ich außerdem positiv hervorherben möchte, sind die kurzen Kapitel. Sie machen es einem besonders leicht der Geschichte zu folgen und es entstand kein Moment (abgesehen vom Beginn), der sich meiner Meinung nach gezogen hat.

Shatter Me hat mich gepackt und trotz des langsamen und verwirrenden Anfangs schnell überzeugen können. Den Hype kann ich nachvollziehen, wobei ich auch verstehe, wenn man Schwierigkeiten mit dem Schreibstil hat. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und kann sie Fans von Dystopien mit poetischem Schreibstil empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Königliches Drama und die ganz große Liebe?

Selection – Die Elite
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America ist eines von sechs Mädchen, das zur Elite Illeás gehört. Eine von ihnen soll bei dem sogenannten Casting von Prinz Maxon zur Frau ausgewählt werden. America ist hin und hergerissen zwischen ihren ...

America ist eines von sechs Mädchen, das zur Elite Illeás gehört. Eine von ihnen soll bei dem sogenannten Casting von Prinz Maxon zur Frau ausgewählt werden. America ist hin und hergerissen zwischen ihren Gefühlen für den Prinzen und ihrer Jugendliebe Aspen, der sich immer wieder in ihre Gedanken schleicht und dem sie als Palastwache immer wieder begegnet. Ein unvorhergesehenes Ereignis erschüttert sie zutiefst und stellt ihre Gefühle in Frage. Wen liebt sie wirklich? Aspen oder Maxon? Für wen wird sie sich entscheiden?

Meine Meinung:

Obwohl der erste Teil eine Weile zurückliegt, konnte ich gut in die Geschichte um America, Maxon und Aspen eintauchten und habe das Buch förmlich inhaliert. Der leichte, lockere Schreibstil führt einen gut durch die Kapitel. Die Kapitel selbst haben eine angenehme Länge, sodass man nicht die Lust verliert und Langeweile kommt dabei auch nicht auf. Bei dem Drama, das bei sechs Mädchen und einem Prinzen eben entsteht, war das auch nicht weiter verwunderlich.

Ja, die Geschichte ist vorhersehbar, manchmal sogar sehr klischeebelastet und eigentlich weiß man ja schon am Anfang ganz genau, wo man am Ende landen wird, warum also sollte man es überhaupt lesen? Die Wahrheit ist: es hat einfach Spaß gemacht. Mehr braucht es manchmal nicht. Von Anfang bis Ende hatte ich ein gutes Gefühl, konnte lachen, mitfiebern und mich über die Sturheit der Charaktere ärgern.

Trotz der scheinbaren Vorhersehbarkeit konnte Illeás Elite mich ein paar Mal überraschen und ließ mich auch mal laut nach Luft schnappen. So vorhersehbar die Geschichte (scheinbar) ist, so unvorhersehbar sind nämlich die Gefühle der Charaktere. Man weiß nie, wie sie als nächstes reagieren werden. Das war teilweise etwas anstrengend, größtenteils jedoch sehr erfrischend und unterhaltsam.

Das Liebesdreieck konnte ich, ehrlich gesagt, nicht nachfühlen, ich hatte einen klaren Favoriten. Dafür fand ich das Casting und alles drumherum, die Rebellen und die anderen Castingteilnehmerinnen, sehr viel spannender. Das Buch habe ich in Rekordgeschwindigkeit gelesen und hatte zum Glück auch direkt den nächsten Band bereitliegen. Das Ende macht nämlich definitiv Lust auf mehr.

Ein tolles Jugendbuch über Liebe, Freundschaft und Vertrauen mit königlichem Setting. Ein Buch zum Wohlfühlen, das ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Leichte, süße Rom-Com à la Netflix

It happened one Summer
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Piper Bellinger ist ein High-Society-Girl durch und durch. Ihr Gesicht ziert die ersten Seiten berühmter Magazine, sie verkehrt in den luxuriösesten Kreisen und an ihrer Seite befinden sich nur hoch angesehene ...

Piper Bellinger ist ein High-Society-Girl durch und durch. Ihr Gesicht ziert die ersten Seiten berühmter Magazine, sie verkehrt in den luxuriösesten Kreisen und an ihrer Seite befinden sich nur hoch angesehene Persönlichkeiten - von allem nur das Beste. Man könnte ihr Leben als perfekt bezeichnen, jedenfalls bis ein Fehler sie über Nacht ins Gefängnis verfrachtet. Ihr Stiefvater hat genug und schickt sie ins Exil - genauer: nach Westport, dem Heimatort ihres leiblichen Vaters, den sie nicht kennenlernen durfte.
Als sie dort ankommt macht sie sofort Eindruck auf Brendan - allerdings keinen besonders guten. Brendan hasst Veränderungen über alles und Piper ist so eine Veränderung, die er nicht vorhersehen konnte.
Sie und ihre Schwester Hannah, die ihr nach Westport als Unterstützung gefolgt ist, entscheiden sich schließlich dazu, die alte und heruntergekommene Bar ihres Vaters auf Vordermann zu bringen. Dabei begegnet Piper immer öfter dem grumpy Fischer Brendan, der, wenn sie ehrlich zu sich selbst ist, gar nicht mal so übel ist. Doch sie weiß auch, dass jemand wie er gefährlich für sie werden könnte. Besonders für ihr Herz.

Das sommerliche Cover hat mich neugierig gemacht und den Klappentext lesen lassen. Nachdem das Buch dort als Netflix-Rom-Com beworben wurde, musste es einfach mit.

It happened one Summer liest sich tatsächlich wie eine Netflix-Rom-Com, flüssig, schnell und ohne viel nachdenken zu müssen. Der Schreibstil hat mich früh begeistert, allerdings hat es seine Zeit gebraucht, bis sich ein richtiger Sog entwickelt hat. Dann hat sich das Geschriebene jedoch wie ein Film vor meinem inneren Auge abgespielt. Von Tessa Bailey war der Auftakt der Dilogie mein erster Roman und ich wurde definitiv nicht enttäuscht.

Westport ist eine gemütliche Kleinstadt, die zum Dableiben einlädt. Dort kennt man seine Nachbarn noch und hilft sich gegenseitig. Obwohl Piper zunächst nicht so ganz ins Bild passen will, findet sie schnell neue Freunde und spürt sogar eine sanfte Verbundenheit zu dem kleinen Küstenort.

Die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf, war manchmal sogar etwas zu schnell und wirkte dadurch gehetzt. Die Anziehung von Piper und Brendan war dadurch zunächst nicht greifbar, am Ende dann zum Glück umso stärker.

Pipers Charakterentwicklung ist wahnsinnig gut gemacht und man merkt richtig, wie sehr Westport sie verändert hat. Auch Brendan wächst durch die Begegnung mit Piper über sich hinaus und wird offener, manchmal sogar weniger grummelig. Auch Nebencharaktere wie Hannah oder Fox, Brendans bester Freund, lernt man zügig kennen und lieben und deswegen bin ich auch besonders auf den zweiten Teil gespannt.

Das Buch lässt einen mit einem leichten und glücklichen Gefühl zurück, perfekt geeignet für die warmen Sommermonate. Zugegeben: manchmal war die Handlung etwas vorhersehbar und klischeebelastet, große Geste am Ende inklusive, aber genau das machte es eben auch zu einer leichten Lektüre. Beim Lesen muss man sich nicht konzentrieren, sondern kann sich einfach zurücklehnen und genießen.

It happened one Summer war ein tolles Netflix-Rom-Com-Buch für Zwischendurch. Locker, humorvoll und einfach schön.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Backstage bei der Formel 1? Count me in!

Drive Me Wild
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Sie sind nur Freunde und doch knistert es zwischen ihnen gewaltig. Josie will sich nach einer Trennung erst einmal auf sich selbst und ihre Arbeit konzentrieren und für Theo gibt es sowieso nur die Formel ...

Sie sind nur Freunde und doch knistert es zwischen ihnen gewaltig. Josie will sich nach einer Trennung erst einmal auf sich selbst und ihre Arbeit konzentrieren und für Theo gibt es sowieso nur die Formel 1. Beziehungen? Nein, danke. Aber je länger sie Zeit miteinander verbringen, desto stärker wird das Gefühl, dass da mehr zwischen ihnen sein könnte als bloß Freundschaft.

Meine Gedanken:

Obwohl ich Teil 1 der Reihe bislang noch nicht gelesen habe, habe ich gut in die Geschichte gefunden und auch über die wichtigsten Charaktere einen guten Überblick erhalten. Durch einen leichten, humorvollen Schreibstil wird man quasi durch die Seiten gezogen und ich hatte dabei oft ein Grinsen im Gesicht.

Die Protagonisten machen es einem leicht, sie gern zu haben und mehr über sie erfahren zu wollen, bleiben aber trotzdem bis zum Schluss eine Spur distanziert. Keine Frage, ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen, es gab einige sehr witzige Momente und Dialoge, überraschend viel Spice, der aber im Vorwort auch angesprochen wurde, doch es hat mir auch an Tiefe gefehlt.

Meiner Meinung nach hätte man die Auswirkungen und Probleme dieser Friends-to-lovers-Romance viel deutlicher spüren müssen und auch die großen Konflikte, die sich wie ein roter Faden von Anfang an durchziehen, waren mir zu seicht. Andere Probleme wiederum tauchten wie aus dem Nichts auf, sodass man sich fragen musste, wo das auf einmal herkam. Diese Stellen fühlten sich ein wenig konstruiert an, haben meine Freude beim Lesen aber in keinster Weise geschmälert.

Auf den Blick hinter die Kulissen der Formel-1-Welt hatte ich mich schon gefreut, darüber hätte ich sehr gerne noch mehr gelesen, wer aber nur einen kleinen Abstecher in diese Welt machen möchte, kann Drive me wild sehr gut zwischendurch lesen.

Ein schönes Detail für mich waren die Charakterentwicklungen von Josie und Theo. Beide haben sich durch den jeweils anderen positiv weiterentwickelt und dem anderen Raum gegeben, den sie für sich brauchten.

Zusammengefasst eine unkomplizierte New-Adult-Story mit genau der richtigen Prise Humor, Romantik und Vorhersehbarkeit.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Solide Jugend-Dystopie, die neugierig macht

Gameshow – Der Preis der Gier
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Cass lebt in einer Welt, in der man durch die Gameshow alles gewinnen kann oder mit seinem Leben bezahlt. Als Cass plötzlich ganz unten in der Gesellschaft angekommen ist und dazu gezwungen ist, an den ...

Cass lebt in einer Welt, in der man durch die Gameshow alles gewinnen kann oder mit seinem Leben bezahlt. Als Cass plötzlich ganz unten in der Gesellschaft angekommen ist und dazu gezwungen ist, an den Spielen teilzunehmen, bekommt sie unerwartet Hilfe von dem mysteriösen Jax, dem besten Spieler bei den Games. Aber was steckt wirklich hinter der Gameshow?

Meine Gedanken:

Gameshow hat sich von Anfang an durch einen schnellen und flüssigen Schreibstil sehr gut lesen lassen. Die Welt rund um New London, Cass, ihre Familie und Freunde ist spannend aufgebaut und dennoch hätte ich mir an einigen Stellen vor allem in Bezug auf diese neue Weltordnung mehr Tiefe und Informationen gewünscht.

Die Gameshow ist dadurch für mich etwas schwammig geblieben und das Potential hätte mehr ausgeschöpft werden können. Für ein Jugendbuch war das Ausmaß und die Tiefe jedoch vollkommen in Ordnung und nachvollziehbar. Einige Szenen und die Atmosphäre haben mich dabei an Dystopie-Klassiker wie "Tribute von Panem", "Die Bestimmung" oder auch an den Sci-Fi-Film "In Time" erinnert, was ich sowohl cool als auch schade fand, weil dadurch eben nichts Neues und Einzigartiges geschehen ist.

Das Lesen hat mir trotzdem wahnsinnig viel Spaß gemacht und die Charaktere - Cass und Jax vor allem - und ihre Diskussionen und kleinen Streitereien waren lebendig und einfach toll zu lesen. Einige Nebenfiguren konnte man recht schnell ins Herz schließen. Andere wiederum haben misstrauisch gemacht und die Spannung hoch gehalten.

Die Spannung hat sich gut aufgebaut, zu den Spielen hätte ich gerne mehr gelesen. Der Fokus lag dann doch sehr auf der Beziehung der Protagonisten. Diese kam recht schnell, war aber auch okay, nur an Tiefe hat es auch hier ein wenig gemangelt.

Am größten war die Spannung durch die Erinnerungen von Cass und am Ende. Fieser Cliffhanger und einige offene Fragen sind geblieben, das macht nur noch mehr Lust auf die Fortsetzung. Gameshow ist eine spannende Dystopie über ein grausames Spiel, menschliche Abgründe und die Rebellion für eine bessere Welt.

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