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Veröffentlicht am 07.09.2025

I don't get the hype

Women
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In welcher Welt ist das ein Kultbuch?

Die Ich-Erzählerin berichtet von ihrer ersten lesbischen Affäre (heute würde man wohl Situationship sagen) mit einer fast 20 Jahre älteren, vergebenen Frau - Finn.

So ...

In welcher Welt ist das ein Kultbuch?

Die Ich-Erzählerin berichtet von ihrer ersten lesbischen Affäre (heute würde man wohl Situationship sagen) mit einer fast 20 Jahre älteren, vergebenen Frau - Finn.

So eine ähnliche Art der Beziehung (ob queer oder nicht) hatten wohl schon viele Menschen, deshalb war durchaus Identifikationspotenzial da, ich konnte mich mit dem Schreibstil der Autorin aber leider gar nicht anfreunden und inhaltlich blieb die Geschichte viel zu sehr an der Oberfläche.

In recht losen Episoden, bei denen oft die Chronologie der Ereignisse unklar ist, erzählt die Protagonistin von den super intensiven Begegnungen mit Finn, die schon obsessiv werden, sehr hohen Höhen und sehr tiefen Tiefen, die das Ganze so ungesund machen.

Ich weiß nicht, wie man Finn sympathisch finden kann, alles was sie sagt oder tut schreit Red Flag. Die Erzählerin ist zu dem Zeitpunkt mit 26/27 zwar auch nicht mehr ganz jung, dass eine Ende 40-jährige Frau sich so verhält ist aber maximal bedenklich. Sie lebt seit Jahren in einer festen Beziehung und lässt sich trotzdem mit der Erzählerin ein, lässt sie bei sich schlafen, sie gehen ständig in Bars, Cafés, besuchen sich bei der Arbeit - also im Prinzip eine Beziehung, ohne eine zu sein, während sie beide Frauen (die Erzählerin und ihre Freundin) verarscht, sich selbst aber als das Opfer der ganzen Sache sieht.

Der Erzählerin ist bewusst, dass das nicht gut enden kann, trotzdem schafft sie es nicht, sich aus der Abhängigkeit zu lösen (we've all been there). Und hier hätte Finn halt die Erwachsene (die sie ist) sein und einen klaren Schlussstrich ziehen müssen, statt die arme junge Frau permanent mit Mails und halbgaren Liebesbekundungen zu bombardieren.

Ich konnte die im Vorwort erwähnte Leidenschaft zwischen den beiden Frauen auch absolut nicht spüren, man erfährt auch viel zu wenig über ihre Charaktere, um sie als eigenständige Personen greifbar zu machen. Die Erzählerin existiert nur für Finn, und wenn diese nicht da ist, dröhnt sie sich mit diversen Substanzen zu.

Meiner Meinung nach weniger lesbian Awakening als Warnung, sich von solch emotional nicht verfügbaren Leuten fernzuhalten.

Dass dieses Buch unter lesbischen Frauen angeblich "heimlich" weitergegeben wird und alle es mit ihren (Ex-)Partnerinnen, Freundinnen, Affären etc. lesen, fällt mir schwer zu glauben. Ich konnte keine bahnbrechenden Erkenntnisse mitnehmen.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Langatmig und wenig Spannung

Die Chemie des Todes
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Dieses Buch ist ja quasi schon ein Klassiker Im Thriller-Genre. Nachdem ich viel Positives darüber gehört habe, bin ich nun endlich dazu gekommen, es auch zu lesen (war auch mein erstes von Beckett). Ich ...

Dieses Buch ist ja quasi schon ein Klassiker Im Thriller-Genre. Nachdem ich viel Positives darüber gehört habe, bin ich nun endlich dazu gekommen, es auch zu lesen (war auch mein erstes von Beckett). Ich muss ehrlich sagen, dass ich mehr erwartet habe. Vielleicht liegt es daran, dass es mittlerweile über 20 Jahre "alt" ist und der Inhalt damals noch schockierender war - ich fand die forensischen Beschreibungen eher standardmäßig und nicht besonders ekelerregend. Natürlich möchte man so etwas in der Realität nie sehen, aber für einen Thriller, der ja nunmal menschliche Abgründe behandelt, fand ich die Szenen nicht so schockierend. Generell war es mir dafür, dass im Titel sogar die "Chemie" des Todes genannt wird, viel zu wenig chemisch - Ich hätte aus rein wissenschaftlicher Perspektive gerne noch mehr über die Verwesungsstadien und wie man sie erkennt erfahren.

Den Spannungsaufbau fand ich auch mittelmäßig, teilweise richtig langatmig. So richtig mitgerissen wurde ich nicht und habe teilweise mehrere Seiten überblättert. Ich mag es auch nicht, wenn am Ende von Kapiteln Sätze stehen wie "Da wusste ich ja noch nicht, was auf mich zukommen würde" o. ä. In einem Thriller kann man ja davon ausgehen, dass es noch schlimmer kommt. Vielleicht lag es auch an der schlechten Übersetzung (es gab auch mehrere Rechtschreib- und Grammatikfehler).

Die Vorgeschichte des Protagonisten David wird immer mal wieder angedeutet, aber auch auf eine so langweilige Weise, dass ich nicht wirklich Mitgefühl entwickelt habe. Sowieso ist irgendwie kein Protagonist sympathisch, was auch daran liegt, dass alle nur sehr oberflächlich beschrieben werden. Am meisten hat mir noch Mackenzie gefallen (der Hauptermittler). Aus seiner Perspektive geschrieben wäre es wahrscheinlich spannender gewesen.

Zum Inhalt selbst will ich gar nicht viel sagen, das wurde schon oft genug gemacht. Die Auflösung fand ich okay, wenn auch irgendwie sehr plump und teils konstruiert. Im Epilog gab es noch einen kleinen Überraschungsmoment, das war es dann aber auch. Viele Stereotype, oberflächliche Charaktere und klischeehaftes Motiv.

Ich weiß nicht, ob ich noch weitere Bücher des Autors lesen werde, vielleicht gebe ich ihm mit etwas Abstand nochmal eine Chance.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Langweiliger Abschluss der Reihe

A Place to Shine
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Dieser Band vierte und letzte Band konnte mich irgendwie gar nicht abholen. Leider fand ich, dass diese Reihe von Buch zu Buch schlechter wurde. Die Story wirkte ein wenig wie lieblos hingeklatscht und ...

Dieser Band vierte und letzte Band konnte mich irgendwie gar nicht abholen. Leider fand ich, dass diese Reihe von Buch zu Buch schlechter wurde. Die Story wirkte ein wenig wie lieblos hingeklatscht und oft zu konstruiert, wie um die Serie endlich abschließen zu können.



Enthält Spoiler!





In Band 1 wirkte Poppy noch positiv und aufgeschlossen. Aber nach und nach fand ich sie immer unerträglicher, störrisch und egoistisch. Erst verlangt sie in Band 3 von Maggie und Flynn, dass die beiden sich voneinander fernhalten, weil sie denkt, Gefühle für Flynn zu haben. Am Ende tut sie dann ganz selbstlos, dass sie den beiden "erlaubt", zusammen zu sein.

In diesem Band ist sie (meiner Meinung nach) viel zu übertrieben sauer auf Trace und macht ständig Drama, wo gar keins ist. Die beiden haben vor fünf Jahren EINMAL auf einem Parkplatz geknutscht und offenbar waren auch Gefühle zwischen ihnen. Darüber hat Trace einen Song geschrieben, der ihm zum Durchbruch verholfen hat. Ja, er hätte sich bei ihr melden können - aber dass ein:e Sänger:in in den Songs romantische Gefühle verarbeitet, ist ja relativ weit verbreitet (sonst hätte Tailor Swift wohl keine Karriere). Dass sie ihm das nach FÜNF Jahren immer noch vorhält ist wirklich kindisch undihr gesamtes Verhalten sehr theatralisch.

Es gibt natürlich einige Twists und Missverständnisse, das gehört zu einem guten Romance-Buch dazu. Allerdings waren Poppys Gefühlsschwankungen nicht wirklich nachvollziehbar. Eigentlich hasst sie ihn, findet ihn aber hot - viel mehr erfahren wir über Trace auch nicht - und das scheint zu reichen. Außer, dass er ein mittelmäßiger Countrysänger ist, erfahren wir nicht viel über ihn.

Alles in allem haben für mich viele Sachen nicht zusammengepasst. Zum einen die angebliche Erkrankung der Mutter, die sich aber wundersamer Weise nie zeigt, sodass die Mutter den ganzen Tag die gesamte Farm bekochen kann. Dann hat Flynn angeblich so viel mit dem Studium zu tun, aber mal eben kurz zig Baumhäuser gebaut (wie man sich die vorstellen soll habe ich auch nach 4 Bänden nicht verstanden. Was sind das für Bäume, die gesamte Häuser mit Badezimmern, Toilette und Dusche halten, die an die Kanalisation sowie Elektrik angeschlossen sind?!). Außerdem unterschreibt Poppy eine Geheimhaltungserklärung erzählt aber trotzdem ungefähr jedem von dem Deal? (Außer wenigen Freunden, die sie offenbar so gut wie nie sieht).



Der Konflikt war dann völlig aus der Luft gegriffen und hat nur existiert, weil Poppy mal wieder total kindisch überreagiert hat. Ich persönlich konnte nicht nachvollziehen, warum sie sich so sehr an den Songs stört - hier hat einfach eine stimmige Erklärung gefehlt. Ihr Name wurde nirgendwo genannt. Ich fand es im Gegenteil gemein und unfair, dass sie Trace den Erfolgt nicht gönnen kann. Und darum konnte ich auch bis zuletzt nicht verstehen, was Trace an ihr findet, dass er angeblich seit fünf Jahren unsterblich in sie verliebt ist. Vor allem die Szenen, in denen sie ihm beim Aufschreiben der Songs hilft (weil sein Arm gebrochen ist) haben mich echt sauer gemacht, weil sie sich einfach über alle Sätze lustig macht. Dass sie Country eigentlich scheiße findet, ist ja aus den vorherigen Bänden auch zur Genüge bekannt.


Ich hätte es spannender gefunden, wenn sie und der Fitnesstrainer zusammengekommen wären - zwischen den beiden hat man wenigstens einen Funken gespürt und es wäre überraschend gewesen! So zog sich die Story dahin, der Ausgang war klar, aber der Weg dorthin leider etwas fad.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Spannung und Tiefe fehlen

Schneesturm
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Das Setting der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, eine verschneite, von der Außenwelt abgeschnittene Insel verspricht erstmal eine gute Kulisse für einen Thriller. Mit dem Schreibstil konnte ich mich ...

Das Setting der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, eine verschneite, von der Außenwelt abgeschnittene Insel verspricht erstmal eine gute Kulisse für einen Thriller. Mit dem Schreibstil konnte ich mich bis zum Ende aber leider nicht so anfreunden, dies kann aber natürlich auch an der Übersetzung liegen. Ich bin öfter über Formulierungen gestolpert, die irgendwie unpassend schienen (und einige Rechtschreib- und Grammatikfehler gab es leider auch). Ansonsten ließ sich das Buch aber recht leicht lesen.

Zur Story: Die 6 Haupt-Protagonist:innen kennen sich seit ihrer Kindheit, die Hälfte von ihnen (Cara, Daithi und Maura) lebt auf der Insel Inishmore. Cara seit 10 Jahren, sie ist nun die Insel-Polizistin, die anderen seit ihrer Kindheit, sie war aber als Kind jeden Sommer dort. Nachdem Cillian - Caras Mann und Vater ihrer zwei Kinder - vor 10 jahren bei einem Schiffsunfall tödlich verunglückt ist und die anderen 3 weggezogen sind, treffen sich nun alle in Cillians und Seamus (sein Bruder) Elternhaus wieder, um den 10. Todestag des ersteren zu begehen. Kurz nach ihrer Ankunft wird eine Leiche gefunden und es wird nach und nach deutlich, dass jede:r aus der Gruppe etwas zu verbergen hat ...

Die Figuren blieben mir leider allesamt während des ganzen Buches unsympathisch, sodass ich mit niemandem wirklich mitfühlen/mitfiebern konnte. Leider verrät das Cover schon, dass eine:r aus der Freundesgruppe der/die Mörder:in ist - das fand ich etwas schade, weil es Spannung rausnimmt.

Da aufgrund des Sturms niemand von der Insel kann, muss sich der/die Täter:in noch dort befinden und es startet quasi ein Wettlauf gegen die Zeit. Cara - als Polizistin - beginnt, zu "ermitteln". Und damit beginnen meine Probleme mit dem Buch: Cara läuft die ganze Zeit mehr oder weniger kopflos herum, befragt hier und da Nachbarn, wird Zeugin mehrerer Einbrüche, sichert aber keine Spuren, die Leiche wird nicht näher untersucht, sie lässt Freund:innen an Tatorte, erzählt vertrauliche Details weiter etc. ... alles Dinge, die selbst jede:r Hobbypolizist:in nicht tun würde. Die Handlung plätschert so voran, es passiert nichts wirklich Spannendes, sodass die Bezeichnung "Thriller" meiner Meinung nach unpassend ist.

Hinten im Buch ist eine Karte abgebildet, leider fehlt dort der wichtigste Ort - das Haus, in dem die Freunde sich die meiste Zeit befinden - sodass es schwer ist, die Wege wirklich nachvollziehen zu können. Dazu gibt es noch zahlreiche andere Ungereimtheiten (die ich aufgrund von Spoilern jetzt hier nicht näher ausführen möchte, kann man in der Leserunde nachlesen).

Gestört hat mich auch, dass einige Nebencharaktere (bspw. Caras Kinder, Patrick, die Filmcrew, der Rave?!) ausschließlich dazu da waren, abzulenken, und am Ende einfach gar nicht mehr vorkamen.

Die Auflösung kam mir dann auch zu konstruiert daher. Grundsätzlich mag ich es nicht so, wenn am Ende eines Buches retrospektiv von einem:r Protagonist:in erzählt wird, wie sich alles zugetragen haben muss und was er/sie alles herausgefunden hat. Das nimmt mir irgendwie den Spaß, weil es als Leser:in gar keine Chance gab, auf die meisten dieser Dinge auch zu kommen. Zudem gab es einen mMn sehr großen Logikfehler, auf dem die gesamte Auflösung aufgebaut wurde, was alles noch unrealistischer macht.


Die Geschichte hat Potenzial, das jedoch nicht vollständig ausgeschöpft wird. Es gibt interessante Ansätze, aber die Umsetzung und die Charakterentwicklung lassen zu wünschen übrig. Ein solider Thriller, der jedoch nicht die erwartete Spannung und Tiefe bietet.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Würde ich nicht "Thriller" nennen

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
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Im Großen und Ganzen habe ich das Buch ganz gerne gelesen. Ich mag den Schreibstil von Claire Douglas, auch, wenn nicht viel "rasantes" oder wirklich nervenaufreibendes passiert. Dennoch hätte man an einigen ...

Im Großen und Ganzen habe ich das Buch ganz gerne gelesen. Ich mag den Schreibstil von Claire Douglas, auch, wenn nicht viel "rasantes" oder wirklich nervenaufreibendes passiert. Dennoch hätte man an einigen Stellen kürzen können - und die Bezeichnung "Thriller" ist meiner Meinung nach nicht ganz passend, es ist eher ein spannender Roman, der aber mehr so dahinplätschert.

Vor allem wird im Klappentext schon viel zu viel verraten - es dauert aber 200 Seiten im Buch, bis der Mord endlich passiert, wodurch die Hinleitung nur so semi interessant ist, weil man ja schon weißt, was kommt. Die Kritik geht also an den Verlag: schreibt doch bitte nicht solche Spoiler aufs Buch!!

Inhaltlich war mir ein großer Teil des Plots, der am Ende eigentlich eine überraschende Wendung sein sollte, ab der ersten Anspielung klar. Ich wusste bei der ersten Nennung von Ruby und ihren "Problemen" irgendwie sofort, was los ist - und genauso hat es sich am Ende bewahrheitet.

Die Hauptprotagonistin Kirsty hat mich mit ihrer Art manchmal echt genervt, aber man muss die Figuren ja nicht immer sympathisch finden.

Im Verlauf der Handlung wurden ein paar falsche Fährten gestreut, die aber alle zu offensichtlich gewesen wären, sodass auch die schließliche Auflösung des Mordes nicht mehr wirklich spannend war.

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