Langweiliger Abschluss der Reihe
A Place to ShineDieser Band vierte und letzte Band konnte mich irgendwie gar nicht abholen. Leider fand ich, dass diese Reihe von Buch zu Buch schlechter wurde. Die Story wirkte ein wenig wie lieblos hingeklatscht und ...
Dieser Band vierte und letzte Band konnte mich irgendwie gar nicht abholen. Leider fand ich, dass diese Reihe von Buch zu Buch schlechter wurde. Die Story wirkte ein wenig wie lieblos hingeklatscht und oft zu konstruiert, wie um die Serie endlich abschließen zu können.
Enthält Spoiler!
In Band 1 wirkte Poppy noch positiv und aufgeschlossen. Aber nach und nach fand ich sie immer unerträglicher, störrisch und egoistisch. Erst verlangt sie in Band 3 von Maggie und Flynn, dass die beiden sich voneinander fernhalten, weil sie denkt, Gefühle für Flynn zu haben. Am Ende tut sie dann ganz selbstlos, dass sie den beiden "erlaubt", zusammen zu sein.
In diesem Band ist sie (meiner Meinung nach) viel zu übertrieben sauer auf Trace und macht ständig Drama, wo gar keins ist. Die beiden haben vor fünf Jahren EINMAL auf einem Parkplatz geknutscht und offenbar waren auch Gefühle zwischen ihnen. Darüber hat Trace einen Song geschrieben, der ihm zum Durchbruch verholfen hat. Ja, er hätte sich bei ihr melden können - aber dass ein:e Sänger:in in den Songs romantische Gefühle verarbeitet, ist ja relativ weit verbreitet (sonst hätte Tailor Swift wohl keine Karriere). Dass sie ihm das nach FÜNF Jahren immer noch vorhält ist wirklich kindisch undihr gesamtes Verhalten sehr theatralisch.
Es gibt natürlich einige Twists und Missverständnisse, das gehört zu einem guten Romance-Buch dazu. Allerdings waren Poppys Gefühlsschwankungen nicht wirklich nachvollziehbar. Eigentlich hasst sie ihn, findet ihn aber hot - viel mehr erfahren wir über Trace auch nicht - und das scheint zu reichen. Außer, dass er ein mittelmäßiger Countrysänger ist, erfahren wir nicht viel über ihn.
Alles in allem haben für mich viele Sachen nicht zusammengepasst. Zum einen die angebliche Erkrankung der Mutter, die sich aber wundersamer Weise nie zeigt, sodass die Mutter den ganzen Tag die gesamte Farm bekochen kann. Dann hat Flynn angeblich so viel mit dem Studium zu tun, aber mal eben kurz zig Baumhäuser gebaut (wie man sich die vorstellen soll habe ich auch nach 4 Bänden nicht verstanden. Was sind das für Bäume, die gesamte Häuser mit Badezimmern, Toilette und Dusche halten, die an die Kanalisation sowie Elektrik angeschlossen sind?!). Außerdem unterschreibt Poppy eine Geheimhaltungserklärung erzählt aber trotzdem ungefähr jedem von dem Deal? (Außer wenigen Freunden, die sie offenbar so gut wie nie sieht).
Der Konflikt war dann völlig aus der Luft gegriffen und hat nur existiert, weil Poppy mal wieder total kindisch überreagiert hat. Ich persönlich konnte nicht nachvollziehen, warum sie sich so sehr an den Songs stört - hier hat einfach eine stimmige Erklärung gefehlt. Ihr Name wurde nirgendwo genannt. Ich fand es im Gegenteil gemein und unfair, dass sie Trace den Erfolgt nicht gönnen kann. Und darum konnte ich auch bis zuletzt nicht verstehen, was Trace an ihr findet, dass er angeblich seit fünf Jahren unsterblich in sie verliebt ist. Vor allem die Szenen, in denen sie ihm beim Aufschreiben der Songs hilft (weil sein Arm gebrochen ist) haben mich echt sauer gemacht, weil sie sich einfach über alle Sätze lustig macht. Dass sie Country eigentlich scheiße findet, ist ja aus den vorherigen Bänden auch zur Genüge bekannt.
Ich hätte es spannender gefunden, wenn sie und der Fitnesstrainer zusammengekommen wären - zwischen den beiden hat man wenigstens einen Funken gespürt und es wäre überraschend gewesen! So zog sich die Story dahin, der Ausgang war klar, aber der Weg dorthin leider etwas fad.