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Veröffentlicht am 27.07.2025

Langweiliger Abschluss der Reihe

A Place to Shine
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Dieser Band vierte und letzte Band konnte mich irgendwie gar nicht abholen. Leider fand ich, dass diese Reihe von Buch zu Buch schlechter wurde. Die Story wirkte ein wenig wie lieblos hingeklatscht und ...

Dieser Band vierte und letzte Band konnte mich irgendwie gar nicht abholen. Leider fand ich, dass diese Reihe von Buch zu Buch schlechter wurde. Die Story wirkte ein wenig wie lieblos hingeklatscht und oft zu konstruiert, wie um die Serie endlich abschließen zu können.



Enthält Spoiler!





In Band 1 wirkte Poppy noch positiv und aufgeschlossen. Aber nach und nach fand ich sie immer unerträglicher, störrisch und egoistisch. Erst verlangt sie in Band 3 von Maggie und Flynn, dass die beiden sich voneinander fernhalten, weil sie denkt, Gefühle für Flynn zu haben. Am Ende tut sie dann ganz selbstlos, dass sie den beiden "erlaubt", zusammen zu sein.

In diesem Band ist sie (meiner Meinung nach) viel zu übertrieben sauer auf Trace und macht ständig Drama, wo gar keins ist. Die beiden haben vor fünf Jahren EINMAL auf einem Parkplatz geknutscht und offenbar waren auch Gefühle zwischen ihnen. Darüber hat Trace einen Song geschrieben, der ihm zum Durchbruch verholfen hat. Ja, er hätte sich bei ihr melden können - aber dass ein:e Sänger:in in den Songs romantische Gefühle verarbeitet, ist ja relativ weit verbreitet (sonst hätte Tailor Swift wohl keine Karriere). Dass sie ihm das nach FÜNF Jahren immer noch vorhält ist wirklich kindisch undihr gesamtes Verhalten sehr theatralisch.

Es gibt natürlich einige Twists und Missverständnisse, das gehört zu einem guten Romance-Buch dazu. Allerdings waren Poppys Gefühlsschwankungen nicht wirklich nachvollziehbar. Eigentlich hasst sie ihn, findet ihn aber hot - viel mehr erfahren wir über Trace auch nicht - und das scheint zu reichen. Außer, dass er ein mittelmäßiger Countrysänger ist, erfahren wir nicht viel über ihn.

Alles in allem haben für mich viele Sachen nicht zusammengepasst. Zum einen die angebliche Erkrankung der Mutter, die sich aber wundersamer Weise nie zeigt, sodass die Mutter den ganzen Tag die gesamte Farm bekochen kann. Dann hat Flynn angeblich so viel mit dem Studium zu tun, aber mal eben kurz zig Baumhäuser gebaut (wie man sich die vorstellen soll habe ich auch nach 4 Bänden nicht verstanden. Was sind das für Bäume, die gesamte Häuser mit Badezimmern, Toilette und Dusche halten, die an die Kanalisation sowie Elektrik angeschlossen sind?!). Außerdem unterschreibt Poppy eine Geheimhaltungserklärung erzählt aber trotzdem ungefähr jedem von dem Deal? (Außer wenigen Freunden, die sie offenbar so gut wie nie sieht).



Der Konflikt war dann völlig aus der Luft gegriffen und hat nur existiert, weil Poppy mal wieder total kindisch überreagiert hat. Ich persönlich konnte nicht nachvollziehen, warum sie sich so sehr an den Songs stört - hier hat einfach eine stimmige Erklärung gefehlt. Ihr Name wurde nirgendwo genannt. Ich fand es im Gegenteil gemein und unfair, dass sie Trace den Erfolgt nicht gönnen kann. Und darum konnte ich auch bis zuletzt nicht verstehen, was Trace an ihr findet, dass er angeblich seit fünf Jahren unsterblich in sie verliebt ist. Vor allem die Szenen, in denen sie ihm beim Aufschreiben der Songs hilft (weil sein Arm gebrochen ist) haben mich echt sauer gemacht, weil sie sich einfach über alle Sätze lustig macht. Dass sie Country eigentlich scheiße findet, ist ja aus den vorherigen Bänden auch zur Genüge bekannt.


Ich hätte es spannender gefunden, wenn sie und der Fitnesstrainer zusammengekommen wären - zwischen den beiden hat man wenigstens einen Funken gespürt und es wäre überraschend gewesen! So zog sich die Story dahin, der Ausgang war klar, aber der Weg dorthin leider etwas fad.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Spannung und Tiefe fehlen

Schneesturm
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Das Setting der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, eine verschneite, von der Außenwelt abgeschnittene Insel verspricht erstmal eine gute Kulisse für einen Thriller. Mit dem Schreibstil konnte ich mich ...

Das Setting der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, eine verschneite, von der Außenwelt abgeschnittene Insel verspricht erstmal eine gute Kulisse für einen Thriller. Mit dem Schreibstil konnte ich mich bis zum Ende aber leider nicht so anfreunden, dies kann aber natürlich auch an der Übersetzung liegen. Ich bin öfter über Formulierungen gestolpert, die irgendwie unpassend schienen (und einige Rechtschreib- und Grammatikfehler gab es leider auch). Ansonsten ließ sich das Buch aber recht leicht lesen.

Zur Story: Die 6 Haupt-Protagonist:innen kennen sich seit ihrer Kindheit, die Hälfte von ihnen (Cara, Daithi und Maura) lebt auf der Insel Inishmore. Cara seit 10 Jahren, sie ist nun die Insel-Polizistin, die anderen seit ihrer Kindheit, sie war aber als Kind jeden Sommer dort. Nachdem Cillian - Caras Mann und Vater ihrer zwei Kinder - vor 10 jahren bei einem Schiffsunfall tödlich verunglückt ist und die anderen 3 weggezogen sind, treffen sich nun alle in Cillians und Seamus (sein Bruder) Elternhaus wieder, um den 10. Todestag des ersteren zu begehen. Kurz nach ihrer Ankunft wird eine Leiche gefunden und es wird nach und nach deutlich, dass jede:r aus der Gruppe etwas zu verbergen hat ...

Die Figuren blieben mir leider allesamt während des ganzen Buches unsympathisch, sodass ich mit niemandem wirklich mitfühlen/mitfiebern konnte. Leider verrät das Cover schon, dass eine:r aus der Freundesgruppe der/die Mörder:in ist - das fand ich etwas schade, weil es Spannung rausnimmt.

Da aufgrund des Sturms niemand von der Insel kann, muss sich der/die Täter:in noch dort befinden und es startet quasi ein Wettlauf gegen die Zeit. Cara - als Polizistin - beginnt, zu "ermitteln". Und damit beginnen meine Probleme mit dem Buch: Cara läuft die ganze Zeit mehr oder weniger kopflos herum, befragt hier und da Nachbarn, wird Zeugin mehrerer Einbrüche, sichert aber keine Spuren, die Leiche wird nicht näher untersucht, sie lässt Freund:innen an Tatorte, erzählt vertrauliche Details weiter etc. ... alles Dinge, die selbst jede:r Hobbypolizist:in nicht tun würde. Die Handlung plätschert so voran, es passiert nichts wirklich Spannendes, sodass die Bezeichnung "Thriller" meiner Meinung nach unpassend ist.

Hinten im Buch ist eine Karte abgebildet, leider fehlt dort der wichtigste Ort - das Haus, in dem die Freunde sich die meiste Zeit befinden - sodass es schwer ist, die Wege wirklich nachvollziehen zu können. Dazu gibt es noch zahlreiche andere Ungereimtheiten (die ich aufgrund von Spoilern jetzt hier nicht näher ausführen möchte, kann man in der Leserunde nachlesen).

Gestört hat mich auch, dass einige Nebencharaktere (bspw. Caras Kinder, Patrick, die Filmcrew, der Rave?!) ausschließlich dazu da waren, abzulenken, und am Ende einfach gar nicht mehr vorkamen.

Die Auflösung kam mir dann auch zu konstruiert daher. Grundsätzlich mag ich es nicht so, wenn am Ende eines Buches retrospektiv von einem:r Protagonist:in erzählt wird, wie sich alles zugetragen haben muss und was er/sie alles herausgefunden hat. Das nimmt mir irgendwie den Spaß, weil es als Leser:in gar keine Chance gab, auf die meisten dieser Dinge auch zu kommen. Zudem gab es einen mMn sehr großen Logikfehler, auf dem die gesamte Auflösung aufgebaut wurde, was alles noch unrealistischer macht.


Die Geschichte hat Potenzial, das jedoch nicht vollständig ausgeschöpft wird. Es gibt interessante Ansätze, aber die Umsetzung und die Charakterentwicklung lassen zu wünschen übrig. Ein solider Thriller, der jedoch nicht die erwartete Spannung und Tiefe bietet.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Würde ich nicht "Thriller" nennen

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
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Im Großen und Ganzen habe ich das Buch ganz gerne gelesen. Ich mag den Schreibstil von Claire Douglas, auch, wenn nicht viel "rasantes" oder wirklich nervenaufreibendes passiert. Dennoch hätte man an einigen ...

Im Großen und Ganzen habe ich das Buch ganz gerne gelesen. Ich mag den Schreibstil von Claire Douglas, auch, wenn nicht viel "rasantes" oder wirklich nervenaufreibendes passiert. Dennoch hätte man an einigen Stellen kürzen können - und die Bezeichnung "Thriller" ist meiner Meinung nach nicht ganz passend, es ist eher ein spannender Roman, der aber mehr so dahinplätschert.

Vor allem wird im Klappentext schon viel zu viel verraten - es dauert aber 200 Seiten im Buch, bis der Mord endlich passiert, wodurch die Hinleitung nur so semi interessant ist, weil man ja schon weißt, was kommt. Die Kritik geht also an den Verlag: schreibt doch bitte nicht solche Spoiler aufs Buch!!

Inhaltlich war mir ein großer Teil des Plots, der am Ende eigentlich eine überraschende Wendung sein sollte, ab der ersten Anspielung klar. Ich wusste bei der ersten Nennung von Ruby und ihren "Problemen" irgendwie sofort, was los ist - und genauso hat es sich am Ende bewahrheitet.

Die Hauptprotagonistin Kirsty hat mich mit ihrer Art manchmal echt genervt, aber man muss die Figuren ja nicht immer sympathisch finden.

Im Verlauf der Handlung wurden ein paar falsche Fährten gestreut, die aber alle zu offensichtlich gewesen wären, sodass auch die schließliche Auflösung des Mordes nicht mehr wirklich spannend war.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Konnte mich nicht überzeugen

The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding
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Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll. Es ließ sich recht flüssig lesen, hatte aber einige Längen, durch die ich nur mühsam kam und so richtige Spannungsmomente gab es nicht. Autor ...

Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll. Es ließ sich recht flüssig lesen, hatte aber einige Längen, durch die ich nur mühsam kam und so richtige Spannungsmomente gab es nicht. Autor ist der Bruder von John Green, selbiger wird auf der Rückseite zitiert - schon mal ein komishcer Beigeschmack, denn der eigene Brüder würde sich wohl kaum negativ äußern unddas dann noch aufs Buch drucken lassen.

Die grundsätzliche Idee der Geschichte fand ich an sich ganz gut, quasi als Metapher für unsere heutige Zeit: die Macht und die positiven - aber auch gefährlichen - Möglichkeiten von Social Media und wie die Menschheit sich durch Verschwörungstheorien und Angstmache voneinander entfernt.

Die Art der Erzählung und die vielen verschiedenen Elemente haben für mich aber irgendwie kein stimmiges Bild ergeben. Vieles war wirr, wurde nur angerissen und ich hätte mir eine irgendwie sinnvollere Auflösung am Ende gewünscht. Dazu kamen so viele Aspekte, die nicht weiter behandelt oder geklärt wurden; wie sich selbstständig machende Roboterhände und was die "Carls" nun eigentlich bewirken sollten, was am Ende mit April passiert ist etc.. Es soll wohl eine Fortsetzung geben. Wenn alles mit einer Art Traum aufgelöst wird, bin ich echt raus.

Aber zum Inhalt: Die Protagonistin April entdeckt als erste eine riesige "Kriegerstatue" in New York (natürlich, denn alles passiert immer in New York), die - wie sich herausstellt - genauso in insgesamt 64 Städten weltweit aufgetaucht ist, sich nicht bewegen lässt und aus einem Material besteht, das auf der Erde nicht vorkommt und außerdem über dem Boden schwebt. Also muss sie außerirdischen Ursprungs sein. Sie stellt mit einem Freund das erste Video darüber online, was sie (wieso auch immer) unfassbar bewühmt macht. Die weiteren Ereignisse handeln von den Herausforderungen der plötzlichen Berühmtheit, ihren privaten Problemen und einem globalen Traum, in dem die Menscheit zusammen Rätsel lösen muss.

Als Parabel auf unsere Welt ein interessanter Ansatz: Wie schnell kann eine Einzelperson, die mediale Berühmtheit für eigentlich keine "Leistung" erhält, Projektionsfläche für alle möglichen Ideologien werden? Wie verändert sich ein Mensch durch diesen plötzlichen Erfolg? Und was bedeutet das alles für uns als Spezies Mensch?

Nachvollziehbar und begründet, warum sich alles so auf April fokussiert, war die Story aber nicht. Ohne diesem speziellen Autor etwas zu unterstellen, stößt es mir öfter negativ auf, dass Amerikaner offenbar häufig denken, der Nabel der Welt zu sein. Natürlich nehmen die Aliens hier zuerst Kontakt auf und alle anderen 63 Orte spielen keine Rolle.

Ein erstaunliches Ding? Ich weiß nicht. Es wirkt so, als wurde hier versucht, sehr viele Themen in ein Buch zu quetschen, sodass einfach keine stimmige Geschichte zustande kommt. Es passieren zu viele Dinge, die lose und fragmenthaft aneinandergereit erscheinen.

Wie gesagt, ein spannender Ansatz, aber mich konnte die Story selbst nicht packen.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Konnte mich nicht überzeugen

Meeresfriedhof
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Ich bin etwas schwer in das Buch reingekommen, weil sehr viele Personen vorkommen, die auch noch (fast) alle irgendwie verwandtschaftlich miteinander verbandelt sind oder für die Familie Falck arbeiten. ...

Ich bin etwas schwer in das Buch reingekommen, weil sehr viele Personen vorkommen, die auch noch (fast) alle irgendwie verwandtschaftlich miteinander verbandelt sind oder für die Familie Falck arbeiten. Ich musste ständig zum Stammbaum vorne zurückblättern, um zu schauen, wer die Personen jeweils sind. Der Schreibstil ist ansonsten recht flüssig, nur die Erzählweise oft zu langatmig.

Das Buch spielt außerdem in verschiedenen Zeitebenen bzw. gibt es immer wieder Rückblenden, die teils etwas schwer zu erkennen waren.

Es ist in personaler Erzählweise geschrieben, wechselt dabei aber zwischen den Protagonist:innen. Am häufigstem wird aus der Sicht von Sasha erzählt. Deren Großmutter und Oberhaupt der Falck-Familie, Vera, hat mit über 90 Jahren Selbstmord begangen.

Jetzt ist aber ihr Testament verschwunden und alle (vor allem Veras Sohn Olav) befürchten, dass sie dem verarmten (und verhassten) anderen Teil der Familie Immobilien (von enorm hohem Wert) vererbt. Durch einen Tipp kommt Sasha darauf, dass wahrscheinlich ein nie veröffentlichtes Manuskript ihrer Oma ihr „Testament“ ist.

Dieses Manuskript jedoch wurde in den 1970ern vom Staatsschutz eingezogen, weil es offenbar brisante Wahrheiten enthält – die dem widersprechen, was der Staat über die Geschehnisse im 2. Weltkrieg veröffentlich hat.

Ich fand irgendwie keine:n der Protagonist:innen sympathisch und alle bleiben das ganze Buch lang schwer greifbar. Olav faselt ständig davon, wie wichtig das Erbe ist, die Linie erhalten etc. und möchte unbedingt verhindern, dass jemand anders als er etwas vom Erbe bekommt. Seine Kinder scheint er nur zu mögen, wenn sie seiner Sache irgendwie dienlich sind.

Einzig interessant sind die Auszüge aus dem alten Manuskript, da hier das lang gehütete Familiengeheimnis langsam ans Licht kommt.

200 Seiten, einige Personen und Kriegshandlungen weniger, und die Geschichte wäre deutlich spannender gewesen.

Mir persönlich war es zu viel „Drumherum“, das die eigentliche Geschichte nicht vorangebracht, sondern nur verwirrt hat. Mehr als 2,5 Sterne kann ich darum leider nicht geben, auch wenn der Autor sich offensichtlich sehr viel Mühe mit der Konzeption des Buchs gegeben hat.

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