Das Gefühl von Familie
Wenn der Himmel das Meer berührt (Liebesroman)Josefine Weiss nimmt ihre Leser diesmal mit an die Nordsee nach Dansen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge, sodass man auch den Geschehnissen gut ...
Josefine Weiss nimmt ihre Leser diesmal mit an die Nordsee nach Dansen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge, sodass man auch den Geschehnissen gut folgen kann. Die Charaktere wirken sympathisch und authentisch, dass man als Leser gut mitfühlen kann. Das Cover ist in einem typischen Stil für die Autorin gestaltet und passt gut zur Geschichte.
Hauptprotagonisten sind Emma und Max.
Emma ist Sachbearbeiterin in der Notfallstelle des Jugendamtes Bremen Süd. Sie hat in der Kindheit ihren Schulfreund auf tragische Weise verloren und hat es sich seither zur Aufgabe gemacht, Kindern in familiär schwierigen Situationen zu helfen. Sie geht in ihrer Arbeit richtig auf und vergisst darüber manchmal ihr eigenes Leben.
Max lebt in Dansen und hatte mit seiner Schwester Kristin eine schwierige Kindheit. In Dansen ist er glücklich und betreibt einen Laden der Touristen und Einheimische gleichermaßen anzieht.
Emma wird zu Kristin und Alina Schneider gerufen, denn eine Nachbarin hat bemerkt, dass Alina anscheinend nicht gut bei ihrer Mutter aufgehoben ist. Erst versucht Kristin zu verhindern, dass sie ihr die Tochter wegnehmen, doch als Alina im Auto sitzt und Emma sie aufklärt welche Hilfen sie vom Jugendamt bekommen kann, macht sie deutlich, dass sie ihre Tochter nicht wieder zurückhaben möchte. Emma mag Alina und möchte sie nicht in ein Kinderheim bringen. Als sie herausfindet, dass mit Max Schneider ein naher Verwandter an der Nordsee lebt, will sie versuchen Alina dort unterzubringen. Max reagiert erst abweisend auf den Anruf, erklärt sich aber sofort bereit seine Nichte vorübergehend bei sich aufzunehmen. Emma bringt Alina selbst in das 90 Minuten entfernte Dansen und möchte sie eigentlich gar nicht verlassen. Auch wenn ihr das nicht erlaubt ist, beschließt sie vorerst vor Ort zu bleiben. Ihren Chef kann sie mit einer kleinen Notlüge dazu bringen, dass sie den Rest der Woche frei bekommt und so verbringt sie die Zeit mit Max und Alina. Beide schleichen sich immer mehr in ihr Herz, doch Max scheint etwas zu verbergen. Auch er kann nicht verbergen, dass er Emma eigentlich mag, doch er stößt sie immer wieder von sich. Könnte sein Geheimnis die Vormundschaft für seine Nichte in Gefahr bringen und kann Emma nach 5 Tagen wirklich von Dansen Abschied nehmen?
Josefine Weiss thematisiert in ihrem Roman so einige schwierige Themen, schafft es aber trotzdem eine lebensbejahende Geschichte daraus zu machen.