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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2025

erneut spannend

Seemannsgrab für Norderney
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Inzwischen ist es bereits das 12. Buch mit Anwalt Jan de Fries.

Eher zufällig wird er hier in einen Mordfall hineingezogen. Im Hafenbecken von Norderney wird eine männliche Leiche aus herausgezogen. ...

Inzwischen ist es bereits das 12. Buch mit Anwalt Jan de Fries.

Eher zufällig wird er hier in einen Mordfall hineingezogen. Im Hafenbecken von Norderney wird eine männliche Leiche aus herausgezogen. Unklar war anfänglich, ob es sich hier um einen Unfall mit tödlichem Ausgang oder Mord handelt. Doro Oldenburg, Hauptkommissarin und ihr Team beginnen mit den ersten Untersuchungen und Ermittlungen. Bei dem Toten wird zudem eine Visitenkarte von Jan gefunden. Jetzt ist klar, Jans Neugier ist geweckt.

Schnell wird Jan in die weiteren Ermittlungen integriert. Fast gleichzeitig wird ein zweites Opfer auf der Insel Norderney entdeckt. Diese Spuren führen die beiden zu einem Filmset, das ein historisches Drama dreht. Zufällig wird Jan als Komparse in die Dreharbeiten hineingezogen. Seine Schnüffelei bringt in jedoch in eine sehr brenzlige Situation.

Dirk Trosts Krimis sind sehr leicht zu lesen. Wie schon aus seinen früheren Krimis bekannt, baut sich eine Spannung auf, die sich fast durch das ganze Buch aufrechthält. Ich habe alle «Jan de Fries» gelesen, bei diesem fehlte mir ab und zu der richtige Kick. Gewisse Passagen waren etwas zu langatmig.

Das Cover sowie der Titel wie schon gewohnt passend gewählt. Dirk Trost ist ein Garant für ein paar spannende Krimistunden. Ich freue mich heute schon auf seinen 13. Fall.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Spionage-Thriller mit vielen Facetten

Kälter
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Luzy Morgenroth die Hauptprotagonistin führt jetzt ein beschauliches Polizisten-Leben auf Amrum. Das wir nicht immer so. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag tobt ein heftiger Sturm auf der Insel. Mit der ...

Luzy Morgenroth die Hauptprotagonistin führt jetzt ein beschauliches Polizisten-Leben auf Amrum. Das wir nicht immer so. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag tobt ein heftiger Sturm auf der Insel. Mit der letzten Fähre sollte auch der Bruder ihrer Freundin zurückkommen, doch dieser bleibt verschwunden. Eigentlich ist er ein erfahrener Seemann. Die Inselbewohner können sich nicht vorstellen, dass er über Bord ging. Am folgenden Morgen beginnt Luzy zusammen mit ihrem Polizisten Partner Jörgen die Suche nach Tamme. Nicht wissend, dass mit der gestrigen Fähre ein Killerkommando auf die Insel gekommen ist, das sich auf Luzy konzentriert. Schnell ist ihr klar, ihre Vergangenheit hat sie eingeholt. Dabei kommt tragischerweise auch Jörgen ums Leben. Auch Tamme wird wenig später tot aufgefunden, ermordet. Jetzt ist Luzy endgültig klar, «Babel» hat sie aufgespürt, denn sie findet entsprechende Hinweise. Bis anhin hat sie geglaubt, ihr grosser Erzfeind sei vor Jahren ums Leben gekommen. Dies ist der Grund, dass Luzy die Insel verlässt, und in ihr früheres Leben zurückkehrt. Es beginnt eine wahre Odysee quer durch die halbe Welt.

Andreas Pflüger hat in seinem mir bereits aus früheren Büchern bekannten Schreibstil ein äusserst actionreichen und teilweise Agententhriller geschrieben. Um wieder fit zu werden, kehrt Luzy zu ihren «alten» und «neuen» Kameraden nach Israel zurück. Von verschiedenen Seiten erfährt sie, wo «Weissclown» gesehen wurde, welche Anschläge auf sein Konto gehen etc. Ein eiskalter Killer, der für verschiedene Geheimdienste sehr heikle Aufträge ausführt. Auch er erfährt, dass sie zurückgekehrt ist. Eine wahre sehr intensive Hetzjagd beginnt, mit dem Motto, wer ist schneller, um den anderen zu töten. 2/3 des Buches bestimmen eher das alte Leben von Luzy, sehr rasant geschrieben. Dazwischen gespickt mit vielen Einschüben, die mich manchmal überforderten. Trotzdem möchte ich erwähnen, dass Pflüger eine sehr intensive Recherche über gewisse Ereignisse, wie Kalter Krieg, Geheimdienste sowie die Konflikte im Nahen Osten tätigte.

Mit der Figur Luzy Morgenroth hatte ich immer wieder etwas Mühe. Einerseits zeigt sie sich gegenüber Menschen, die ihr sehr sympathisch sind, eher fürsorglich. Wenig später je nach Situation eine absolute eiskalte Killerin und Kampfmaschine. Die sehr intensiv beschriebenen Tötungen einzelner Gegner gingen mir arg unter die Haut. Ich möchte Luzy nicht begegnen, wenn sie im Modus «Kampfmaschine» unterwegs ist. Die entsprechende Begleitmusik und Hinweise, ein typisches Markenzeichen des Autors. Darüber lässt sich streiten, für meinen Geschmack etwas zu viel. Zum Buchtitel «Kälter», gut gewählt, denn öfters lief es mir eiskalt den Rücken runter.

Fazit: Ein aussergewöhnlicher, anspruchsvoller und intensiver Spionagethriller mit vielen psychologischen Abgründe. Mich als Leser hat das Buch öfters an meine Grenzen gebracht.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

spannend und nervenaufreibender Thriller

Abgrundtiefer Hass
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Yanis ein kleiner Junge begleitet seine Mutter beim Einkauf. An und für sich ist er für sein Alter schon ziemlich selbständig und möchte dies auch beweisen. Sie vereinbaren, dass sie sich bei der Kasse ...

Yanis ein kleiner Junge begleitet seine Mutter beim Einkauf. An und für sich ist er für sein Alter schon ziemlich selbständig und möchte dies auch beweisen. Sie vereinbaren, dass sie sich bei der Kasse wieder treffen. Wenig später trifft seine Mutter bei der Kasse ein, doch von ihrem Sohn fehlt jede Spur. Wie länger sie wartet, desto unruhiger wird sie.

Zufällig trifft HK Mik Kohonen auf dem Parkplatz die suchende Mutter. Schnell ist er bereit, ihr bei der Suche zu helfen. Gottseidank trägt Yanis eine Uhr, die aufzeigt, wo er sich zur Zeit befindet. Was sie dabei beobachten, können sie sich überhaupt nicht vorstellen. Yanis befindet sich mehrere Kilometer vom Einkaufs-Shop entfernt irgendwo im tiefen Wald. Die grosse Frage, wie ist er dort hingekommen und was macht er dort?

Gleich zu Beginn der Geschichte kommt Spannung auf. In relativ kurzen Kapiteln lernen wir verschiedene sehr spezielle Personen kennen. Da fragt man sich, was hat das eine mit dem anderen zu tun? Und in all diesem Wirrwarr steht Mik Kohonen. Für ihn ist ganz klar, da steckt etwas sehr Böses dahinter, das schon vor langer Zeit seinen Lauf genommen hat. Die Geschichte ist in zwei grundsätzlichen Erzählstränge aufgebaut. Gekonnt verknüpft die Autorin diese zu einem Finale, der es in sich hat. Eine grosse Überraschung wird erst zum Schluss erklärt. Ihr Schreibstil ist einfach und klar.

Mik Kohonen hat sich inzwischen immer mehr von seinem Trauma erholt. Dabei unterstützte ihn die Polizeipsychologin Sofia Eriksson und half ihm, aus diesem Tief herauszutreten. Dabei sind sich die beiden immer nähergekommen, doch beide scheuen sich, ihre Gefühle zu offenbaren. Trotzdem ist Sofia eine sehr wertvolle Unterstützung bei der Klärung dieses Falles. Mit von der Partie ist auch Miks Partner Loris Anders, der sehr wertvolle Hinweise herausfindet.

Fazit: Ein äusserst brutaler und spannender Thriller, den ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

tiefgründiger Kriminalfall

Die Farbe des Schattens
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Der 2. Fall von Susanne Tägder fordert Hauptkommissar Groth gleich zu Beginn. Der 11-jährige Matti Beck wird vermisst. Zuletzt ist er von seinem Freund Axel auf dem Mönkeberg gesehen worden. Ab jetzt beginnt ...

Der 2. Fall von Susanne Tägder fordert Hauptkommissar Groth gleich zu Beginn. Der 11-jährige Matti Beck wird vermisst. Zuletzt ist er von seinem Freund Axel auf dem Mönkeberg gesehen worden. Ab jetzt beginnt ein wahres Puzzlespiel mit Befragungen eventueller Zeugen etc. Eine Mauer des Schweigens erwartet Groth und seine Kollegen. Spuren gibt es, doch sind es die richtigen?
Vor gut sechs Jahren hat man einen Jungen tot aufgefunden. Schnell ist klar, dass dieser sexuell missbraucht worden ist. Trotz intensiver Suche ist der Täter nicht gefunden worden. Nach einigen Tagen wird Matti in einem leerstehenden Mehrfamilienhaus im Keller tot aufgefunden. Anhand der Spuren, die die Spurensicherung aufdeckt, gibt es Gemeinsamkeiten. Der Mann, der Matti entdeckt hat, ist Alkoholiker. Bei den Verhören verstrickt er sich immer mehr. Schlussendlich sind der Staatsanwalt sowie einige Polizisten überzeugt, dass sie den richtigen Täter festgenommen haben. Einzig Groth und sein Kollege sind nicht überzeugt. Für sie gibt es immer noch einige Widersprüche.

Groth ist nach Akteneinsicht überzeugt, dass die beiden Fälle Gemeinsamkeiten aufweisen, nur welche?

Nach einigen Wochen kommt es zu einem wahren Durchbruch, als sich eine Zeugin meldet, die bis anhin geschwiegen hat. Groth und sein Kollege sind jetzt überzeugt, dem richtigen Täter auf der Spur zu sein.

Susanne Tägder hat einen ganz eigenwilligen Schreibstil, sehr detaillierte Beschreibungen der jeweiligen Situationen. Groth als ihr Hauptprotagonist hat eine schicksalshafte Vergangenheit zu verarbeiten. Schon in der Zeit, in der in Hamburg ermittelte, ist er mit seinen Erfolgen bekannt geworden. Inzwischen arbeitet er schon ein paar Monate in seinem Heimatort und es gefällt ihm soweit ganz gut. Sein Markenzeichen ist seine Verbissenheit, die nicht alle an ihm schätzen. Doch genau diese Eigenschaft führen zum Erfolg.

Das Cover eher düster, so wie ich mir diese Gegend vorstelle. Lieber Schweigen als zu viel preisgeben.
Ein fesselnder Kriminalroman mit viel Zeitgeschichte und Lokalkolorit. Zur Abwechslung gefällt mir diese Art Krimis, nicht allzu reisserisch und doch baut sich Spannung auf.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

für Nik Pohl eine spezielle Herausforderung

Die unversöhnliche Vergangenheit
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Eine Frau verschafft sich auf eine ungewöhnliche Art den Zugang ins Gebäude der Staatsanwaltschaft München. Mit vorgehaltener Pistole zwingt sie den Sicherheitsmann, sie in den Raum zu bringen, in der ...

Eine Frau verschafft sich auf eine ungewöhnliche Art den Zugang ins Gebäude der Staatsanwaltschaft München. Mit vorgehaltener Pistole zwingt sie den Sicherheitsmann, sie in den Raum zu bringen, in der die abgeschlossenen Akten lagern. Zur Unterstützung ihrer Forderung trägt sie in einer grossen Tasche eine aktivierte Bombe mit sich. Bevor die Behöre einschreiten kann, erschüttert eine gewaltige Explosion das Gebäude. Im Laufe der Ermittlungen sterben weitere Personen. Nik Pohl und seine Freunde sind überzeugt, dass die Mafia hinter der ganzen Sache steckt. Eine förmliche Schnitzjagt beginnt und jedes Mal kommt Nik etwas zu spät. Zudem wirft der ganze Fall immer mehr Fragenzeichen auf. Gelingt es ihm, die Täterschaft zu stoppen?

Nik Pohl beschreitet ist ein sehr eigenwilliger privater Ermittler, der sich an keine Regeln hält, sofern es ihm hilft. Seine Erkenntnisse teilt er laufend seinem ehemaligen Chef bei der Polizei. Die Spannung baut sich eher langsam auf, da niemand wirklich klar, um was es hier geht. Einziges Ziel ist, die Morde zu stoppen. Erst gegen den Schluss wird klar, um was es wirklich geht. Doch da ist es fast auch Nik Pohl zu spät.

Ich habe mich für ein paar Stunden mit diesem 7. Fall mit Nik Pohl gut unterhalten. So richtiggehend hat mich dieser Fall jedoch nicht.

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