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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2025

Unglaubwürdig

Die Sturmtochter
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Der Auftakt zu einer neuen Reihe rund um Frauen und Inseln in Britannien fängt mit zwei Handlungsebenen in der Vergangenheit und Gegenwart an. 1887 lebt Rosa in den Highlands, die ihren Vater heiß liebt ...

Der Auftakt zu einer neuen Reihe rund um Frauen und Inseln in Britannien fängt mit zwei Handlungsebenen in der Vergangenheit und Gegenwart an. 1887 lebt Rosa in den Highlands, die ihren Vater heiß liebt und gerne einen Mann heiraten möchte, der so viel erlebt, wie er. Isla ist Journalistin und möchte über eine ihr unbekannte Tante eine Reportage schreiben. Sie wird totgeschwiegen und soll in Australien leben. Als sie sich anschickt ihre Adresse herauszufinden, passieren merkwürdige Dinge. Sie nimmt es auf die leichte Schulter, aber jeder dieser Zufälle könnte sie töten, aber i letzten Moment rettet sie sich jeweils.

Die Geschichte ist dünn. Isla ist unglaublich leichtgläubig und naiv, so sehr, dass es schon an strubbeldumm grenzt. Ihr Vater ist auch merkwürdig, denn als ihre Bremsschläuche angeschnitten werden, bringt er das Auto auf den Schrottplatz statt zur Polizei und keiner findet das seltsam. Als Leserin finde ich das hochgradig irritierend, denn Figuren sollen schon mit Verstand ausgestattet sein. Isla setzt sich über alles hinweg und reist nach Schottland, wo sie sich ständig beobachtet fühlt. Weil sie sich aber immer noch so strubbelig verhält, kommt bei mir weder ein gruseliges noch ein gespanntes Lesegefühl auf. Es ist schlicht langweilig und äußerst unglaubwürdig erzählt. Schade!

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Überseichte Bettlektüre

Die Inselhochzeit der Träume
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Natalie bzw. Nina kommt ursprünglich aus Rügen, lebt aber seit Jahren in Schwerin als Hochzeitsplanerin. Ihre Chefin setzt sie sehr unter Druck und sie arbeitet mehr als sie bezahlt bekommt. Sie lässt ...

Natalie bzw. Nina kommt ursprünglich aus Rügen, lebt aber seit Jahren in Schwerin als Hochzeitsplanerin. Ihre Chefin setzt sie sehr unter Druck und sie arbeitet mehr als sie bezahlt bekommt. Sie lässt sich das gefallen, weil sie Partnerin werden möchte. Als eine Braut unbedingt auf Rügen in einem ganz bestimmten Gut feiern will, fährt Nina widerwillig nach Rügen, wo es ihr ausgesprochen gut gefällt. Aber die Braut samt Schwiegermamamonster und Chefin setzen sie gewaltig unter Druck. Eine Liebelei fängt an mit einem Rügener.

Es ist ein sehr belangloser Roman, ultraseicht mit vielen inhaltlichen Wiederholungen. Die lange To-do-Liste zieht sich über 1,5 e-bookseiten und wird ab der Mitte oft gezeigt, immer, wenn Nina einen Punkt erledigt hat, streicht sie den Satz durch. Aber liest man das als Leserin? Ist das in irgendeiner Form relevant? Nö, ne? Vor allem scheint es zum Ende hin als Zeilenfüller zu fungieren. Und die Liebesgeschichte kommt nicht wirklich in Gang. Also gut als Bettlektüre und wenn man sich mit Seichtem ablenken möchte oder einfach nicht auf ein intensives Leseerlebnis einlassen kann.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Wer ist die Zielgruppe? Die, die stete Wiederholungen mögen

Finsteres Grab in Port Miou 
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Ich bin zwiegespalten, ob dieser Krimi wirklich empfehlenswert ist. Die Handlung ist gut, die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, die Region der Calanques und die Gegend rund um das Cap Canaille wird ...

Ich bin zwiegespalten, ob dieser Krimi wirklich empfehlenswert ist. Die Handlung ist gut, die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, die Region der Calanques und die Gegend rund um das Cap Canaille wird gut beschrieben ebenso die Situation in den Banlieux von Marseille. Weitgehend ist auch der Schreibstil richtig gut. Aber zwischendrin wird er von angenehmem, locker-leichtem Anspruch im Verständnis zu, nun ja, sehr einfachem Verständnis umgeleitet. Erhebliche inhaltliche Redundanzen nervten mich enorm. Als ob die Zielgruppe nicht klar sei. Wen soll der Krimi ansprechen? Diejenigen, die sich durchaus über mehrere Seiten oder gar über die gesamte Handlung hinweg Einzelheiten merken können und gerne ohne Redundanzen lesen wollen oder diejenigen, die sich nur schlecht konzentrieren können und sich über wiederholte Wiederholungen freuen? Vielleicht sollten Redaktionen sich vorab Gedanken machen, wie man manche Titel markieren könnte. Ich gehöre zur ersten Gruppe und fand den Krimi an sich gut, aber die vielen Wiederholungen und die mitunter ziemlich einfache Sprache nervend. Comme ci, comme ca.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Hm, nö.

Academy of Blood and Fangs 2: Schattenkuss
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Die Geschichte geht nahtlos da weiter, wo Band 1 aufhörte. Die Überlebenden fliehen vom Schloss, dass die Vampire weitgehend übernommen haben. Phileas kriegt spitz, dass er auf dem Weg zum Vampirdasein ...

Die Geschichte geht nahtlos da weiter, wo Band 1 aufhörte. Die Überlebenden fliehen vom Schloss, dass die Vampire weitgehend übernommen haben. Phileas kriegt spitz, dass er auf dem Weg zum Vampirdasein ist und Reyva muss zum ersten Mal Menschenblut trinken, was sie nicht will. Ihre neue Daseinsform ist damit abgeschlossen. Warum mir dieser Band nicht gefällt: Die Schreibe ist zwar gut, aber man wird von einer weitschweifig erzählten Schlachtszene zur nächsten geführt mit wenig Ausnahmen. Das ist mir zu wenig drumherum und zu blutrünstig.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Fade, schade!

Was am Ufer lauert
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Gianna Pittis erster Fall überzeugte als Krimi und Roman. Dieser zweite Teil ist kein Krimi sondern eine verkorkste Familiengeschichte, die vor allem aus weitschweifigen Beschreibungen ihres Onkels besteht. ...

Gianna Pittis erster Fall überzeugte als Krimi und Roman. Dieser zweite Teil ist kein Krimi sondern eine verkorkste Familiengeschichte, die vor allem aus weitschweifigen Beschreibungen ihres Onkels besteht. Man wird in die Familienverhältnisse eingewiesen. Warum ihr Papa nach Mailand abdüste, um Starjournalist zu werden, warum seine Frau mittlerweile einen Neuen hat, was den soeben nach einem Jahr des Verschollenseins komischerweise erzürnt. Gianna findet eine Leiche, ruft aber nicht die Polizei. Englische Agenten schießen auf sie, aber - ach, was solls?

Es passiert schon was, aber dem wird nicht oder kaum nachgegangen. Stattdessen - weitschweifige Familienbeschreibungen. Weder eine gute Bettlektüre noch ein anregender oder gar spannender Roman. Fade.

Warum die Datei bei gerade mal 282 Seiten 8,5 MB aufweist, erklärt sich mir aucht nicht.

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