Ohnmacht der Bevölkerung
Zwischen den WeltenDie Journalistin Natalie Amiri stammt aus einer iranisch-deutschen Familie und ist oft in den Iran gereist. Sie beschreibt die politische Situation im Iran seit der Revolution bis heute, bzw. 2022. Ich ...
Die Journalistin Natalie Amiri stammt aus einer iranisch-deutschen Familie und ist oft in den Iran gereist. Sie beschreibt die politische Situation im Iran seit der Revolution bis heute, bzw. 2022. Ich empfand es beim Lesen total bedrückend, wie die Bürger unterdrückt wurden und werden. Wie ein Volk, welches auf Verbesserungen hoffte es noch schlimmer wurde.
So lange noch so viele Leute, wie die Revolutionsgarden hinter dem Regime stehen wird sich vermutlich und leider nicht viel für die Bevölkerung ändern.
Und es ist egal, wie es genannt wird. Wer die Macht haben und halten will, dem ist jedes Mittel Recht, auch eine Religion oder sonstige Ideologien.
Die Autorin beschreibt die Lage des Iran gut und anschaulich. Man fragt sich wie die Men-schen dort so lange unter solchen Bedingungen existieren können.
Die Weltpolitik sieht bedingt hin, oder weg, je nachdem wie nützlich ein bestimmtes Verhal-ten ist. Aber lt. der Autorin ist die Lockerung der Sanktionen nur dem Regime hilfreich.
Aber mir ging beim Lesen auch durch den Kopf, dass Meinungsfreiheit und Politik für die Bevölkerung so wichtig ist für ein gut funktionierendes Land mit lebenswerten Bedingungen. Und dass man in Deutschland nicht so tun sollte als ob wir Vorbild für alle sind, denn auch hier fängt es an, Meinungen werden abgestempelt und Ideologie möchte herrschen und dem Land geht es schlechter. Auch fand ich den offenen Brief eines iranischen Dichters aus 2020 sehr gut. Er hat der EU ein wenig den Spiegel vorgehalten. Doch ich bezweifele, dass er gegendert hat. Es hat mir gezeigt wie störend diese Lesform ist.
Ich persönlich wünsche den Iranern alles Gute und endlich eine Regierung die für die Bevöl-kerung da ist.
Dieses Buch ist sehr eindringlich geschrieben und lässt mich regelrecht wütend zurück, über das was Machthaber den Menschen antun.