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Veröffentlicht am 06.11.2025

Ohnmacht der Bevölkerung

Zwischen den Welten
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Die Journalistin Natalie Amiri stammt aus einer iranisch-deutschen Familie und ist oft in den Iran gereist. Sie beschreibt die politische Situation im Iran seit der Revolution bis heute, bzw. 2022. Ich ...

Die Journalistin Natalie Amiri stammt aus einer iranisch-deutschen Familie und ist oft in den Iran gereist. Sie beschreibt die politische Situation im Iran seit der Revolution bis heute, bzw. 2022. Ich empfand es beim Lesen total bedrückend, wie die Bürger unterdrückt wurden und werden. Wie ein Volk, welches auf Verbesserungen hoffte es noch schlimmer wurde.
So lange noch so viele Leute, wie die Revolutionsgarden hinter dem Regime stehen wird sich vermutlich und leider nicht viel für die Bevölkerung ändern.
Und es ist egal, wie es genannt wird. Wer die Macht haben und halten will, dem ist jedes Mittel Recht, auch eine Religion oder sonstige Ideologien.
Die Autorin beschreibt die Lage des Iran gut und anschaulich. Man fragt sich wie die Men-schen dort so lange unter solchen Bedingungen existieren können.
Die Weltpolitik sieht bedingt hin, oder weg, je nachdem wie nützlich ein bestimmtes Verhal-ten ist. Aber lt. der Autorin ist die Lockerung der Sanktionen nur dem Regime hilfreich.
Aber mir ging beim Lesen auch durch den Kopf, dass Meinungsfreiheit und Politik für die Bevölkerung so wichtig ist für ein gut funktionierendes Land mit lebenswerten Bedingungen. Und dass man in Deutschland nicht so tun sollte als ob wir Vorbild für alle sind, denn auch hier fängt es an, Meinungen werden abgestempelt und Ideologie möchte herrschen und dem Land geht es schlechter. Auch fand ich den offenen Brief eines iranischen Dichters aus 2020 sehr gut. Er hat der EU ein wenig den Spiegel vorgehalten. Doch ich bezweifele, dass er gegendert hat. Es hat mir gezeigt wie störend diese Lesform ist.
Ich persönlich wünsche den Iranern alles Gute und endlich eine Regierung die für die Bevöl-kerung da ist.
Dieses Buch ist sehr eindringlich geschrieben und lässt mich regelrecht wütend zurück, über das was Machthaber den Menschen antun.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Die Davidwache im Nachkriegsdeutschalnd

Die Frauen von der Davidwache
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Nach dem zweiten Weltkrieg liegt Hamburg größtenteils in Schutt und Asche und die Wohnverhältnisse sind sehr beengt. Leni lebt zusammen mit ihrer Mutter, Großmutter und Schwester und ihren Kindern in der ...

Nach dem zweiten Weltkrieg liegt Hamburg größtenteils in Schutt und Asche und die Wohnverhältnisse sind sehr beengt. Leni lebt zusammen mit ihrer Mutter, Großmutter und Schwester und ihren Kindern in der Wohnung der Großmutter. Die Polizei befindet sich 1945 im Aufbau, auch an der Reeperbahn und Leni ergattert in der Davidwache eine Arbeitsstelle als Bürokraft. Doch Leni möchte mehr und schafft es eine Ausbildung als Schutzpolizistin zu machen. Sie wird der Davidwache zugeteilt und erlebt während ihrer Arbeit so einiges. Ge-rade die Frauen sind vielen Gegebenheiten hilflos ausgeliefert.
Vom Schreibstil ließ sich der Roman für mich gut und leicht lesen. Die Lebensumstände im Nachkriegs-Hamburg konnte ich mir durch die Geschichte gut vorstellen.
Bis auf einen Zwischenfall scheint es für Leni aber durchaus gut zu laufen, vielleicht etwas zu glatt? Auch die Liebe klopft an, doch hinterlässt den Leser dann mit einem üblen Cliffhanger.
Lenis Art ist manchmal gewöhnungsbedürftig und diese könnte ihr auch mal mehr Schwie-rigkeiten einbringen.
Im Endeffekt hat mir der Roman gut gefallen, hat mir beim Lesen gut gefallen.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Schwesternausbildung in der Nachkriegszeit

Die Schwestern von St. Angelus - Der Beginn unserer Träume (Lovely Lane 1)
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Vier ganz verschiedene junge Frauen beginnen 1953 im Liverpooler St Angelus ihre Schwesternausbildung. Jede hat ihre eigene Geschichte, die den Roman neben den Erlebnissen in der Schwesternausbildung lesenswert ...

Vier ganz verschiedene junge Frauen beginnen 1953 im Liverpooler St Angelus ihre Schwesternausbildung. Jede hat ihre eigene Geschichte, die den Roman neben den Erlebnissen in der Schwesternausbildung lesenswert machen.
Die Geschichten um die Schwestern von St Angelus ähneln schon sehr der Reihe um die Nightingale Schwester. Doch gerade das wollte ich mal wieder lesen.
Bei einigen Protagonisten wird deren Vergangenheit mit geschildert und es geht nicht nur um die Lernschwestern, auch um weiteres Krankenhauspersonal.
Durch die guten Schilderungen konnte ich mir die Gegebenheiten zur damaligen Zeit recht gut vorstellen. Bis auf ein paar Längen eher zu Beginn des Buches, hat mir der Schreibstil gut gefallen und der gesamte Roman hat sich gut lesen lassen.
Der zweite Band ist auf meine Wunschliste gekommen.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Eine große Schauspielerin

Elizabeth Taylor (Ikonen ihrer Zeit 11)
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Wieder eine Romanbiographie, dieses Mal über Elizabeth Taylor. Ich mag diese Form von Biographien, die Hauptperson kommt durch die Romanform auch gut selber zu Wort und trotzdem kann man sich als Leser ...

Wieder eine Romanbiographie, dieses Mal über Elizabeth Taylor. Ich mag diese Form von Biographien, die Hauptperson kommt durch die Romanform auch gut selber zu Wort und trotzdem kann man sich als Leser ein eigenes Bild machen.
Der Roman beginnt mit Elizabeths Kindheit, die reglementiert verlief und ihre Mutter arbei-tete extrem darauf hin, dass Elizabeth Schauspielerin wird. Das war für sie sicherlich nicht einfach und der Wunsch nach Ausbruch aus dem Elternhaus trieb sie wohl in ihre erste Ehe.
Ihre vielen Ehen starteten alles mit viel Leidenschaft, die mal schnell verflog oder länger an-hielt. Generell konnte sie erst im Alter alleine sein und die Leidenschaft für einen Mann musste bei ihr immer in einer Ehe enden. Die letzten Ehen wurden im Roman weniger inten-siv behandelt. Die Schilderungen von den Filmsets fand ich interessant, die Umstände waren nicht immer wirklich angenehm. Der Schmerz von Elizabeth beim Tod von Mike Todd war greifbar.
Die Schilderungen von Elizabeth Freundschaft und Zusammensein mit Montgomerey Clift empfand ich als sehr intensiv und dieser tat mir durchaus leid.
Elizabeth Taylor war sicherlich eine Diva, aber eine mit einem großen Herz, die, wie jeder Mensch, mit ihren sog. Dämonen zu kämpfen hat.
Dieser biographische Roman hat mir gut gefallen, vom Schreibstil her hat er sich gut lesen lassen.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Was plant das Konsortium?

Der Konzern
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Band drei um Laura Jacobs. Allerdings konnte ich das Buch auch sehr gut ohne Vorkennt-nisse lesen.
Bereits in den voran gegangenen Romanen hat sich Laura mit dem sog. Konsortium kon-frontiert gesehen und ...

Band drei um Laura Jacobs. Allerdings konnte ich das Buch auch sehr gut ohne Vorkennt-nisse lesen.
Bereits in den voran gegangenen Romanen hat sich Laura mit dem sog. Konsortium kon-frontiert gesehen und hatte viel bewegen müssen um ihr Haus zu behalten und ihren Mann aus dem Gefängnis zu bekommen.
Nun kommt es zu Anschlägen auf die Bank für die sie arbeitet und die von einer großen französischen Bank übernommen werden soll. Die Hintergründe zeigen sich nach und nach und die erahnen lassen was teilweise hinter den Kulissen passiert, halt auch in der realen Welt.
Auch vor Morden schreckt dieses Konsortium nicht zurück und Laura geht für die Aufklä-rung ein gefährliches Spiel ein. Aber wenigstens mit Unterstützung vom BKA.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Aufteilung und Länge der Kapitel. Etwas irritiert hat mich das Verhältnis von Laura zur ihrem Ehemann, das kam mir eher distanziert vor.
Die geschilderten Personen haben jetzt nicht den besonderen Tiefgang, müssen sie mei-ner Meinung nach auch nicht haben, denn es geht um was anderes, die Vorgänge in der Finanz- Wirtschafts- und Politikwelt. Wo man manchmal ganz froh ist nicht alles mitzube-kommen.
Mir hat dieser Thriller gut gefallen, ich habe das Buch gerne und schnell gelesen und habe Lust mehr von Veit Etzold zu lesen.

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