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Veröffentlicht am 22.09.2025

Anders als erwartet

Der Jasmin-Thron (Die brennenden Reiche 1): Eine World-Fantasy-Award-Gewinner sapphische Romantasy und Booktok-Sensation!
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Moonchild7s avatar
Moonchild7vor 5 Monaten
Anmerkung vorweg: Da ich Schwierigkeiten hatte in dem Buch ganz zu versinken, habe ich die Rezension in zwei Abschnitte geteilt. Einmal eine objektive und eine ...

Moonchild7s avatar
Moonchild7vor 5 Monaten
Anmerkung vorweg: Da ich Schwierigkeiten hatte in dem Buch ganz zu versinken, habe ich die Rezension in zwei Abschnitte geteilt. Einmal eine objektive und eine subjektive Sicht.

Zu Beginn fiel mir der sehr flüssige Schreibstil auf. Man wird in die Welt hineingezogen und befindet sich inmitten einer düsteren Umgebung, in der es für die Charaktere schwerfällig ist überhaupt zu überleben. Das World Building wirkt authentisch und durchdacht. Hier wird sich der indischen Mythologie bedient und auf mich wirkte es zu vielem anderen wie ein frischer Wind in dem Genre. Als Leser muss man allerdings stets konzentriert lesen. Es ist definitiv keine Lektüre für zwischendurch. Auch empfiehlt es sich nicht meinen Fehler zu begehen und zwischendurch etwas anderes zu lesen. Es gibt zahlreiche Charaktere und dementsprechende Hierarchien. Dazu jede Menge politische Intrigen. Der Romance-Anteil bleibt gering, aber passend zum Vibe der Geschichte. Es wird schnell deutlich, dass der Autorin wichtiger ist ein politisches Ränkeschmieden darzustellen. Hinten gibt es ein Register aller Charaktere. Das ist definitiv hilfreich, da ich 42 an der Zahl erschließen konnte und ich bin mir zum Ende nicht ganz sicher, ob jede Figur erfasst wurde. Die Karten am Anfang des Buches sind ebenfalls detailliert und ein guter Navigator durch die Welt.Wer sowas gerne liest und dabei auch dicken Wälzern nicht abgeneigt ist, ist hier sicher gut bedient.

Ich persönlich kam anfangs gut in die Handlung hinein. Ich mochte den Schreibstil, Priya und Rukh hatten eine schöne Dynamik. Malinis' Perspektive machte es mir schwieriger, da sie weniger greifbar für mich war. Da fing dann auch schon bald die Problematik an zu wachsen. Es gab immer mehr Charaktere, ihre Perspektiven und die Verbindungen zueinander waren für mich nicht immer sofort zu verstehen. Irgendwann hatte ich mehr Fragezeichen über den Kopf als ein Gefühl wirklich in der Geschichte drin zu sein. Hierarchien mit zu vielen Charakteren sind für mich oft undurchsichtig und schwierig zu verstehen. Mit der Anzahl an Charakteren könnte man mehr als eine Schulklasse füllen. Dementsprechend fehlte in dem Buch für mich die charakterliche Tiefe. Vielleicht wäre es dann eindacher gewesen für mich. Wobei ich nicht sagen würde, dass sie Charaktere per se schlecht durchdacht sind. Der Stil sagte mir einfach nicht zu. Quantität an Figuren war noch nie unbedingt meins. Es gibt wenige Autor*innen, die es aus meiner Sicht schaffen auch einer Vielfalt von Charakteren Tiefe und Komplexität zu verleihen und dabei eine Leichtigkeit behalten. Allgemein würde ich aber sagen es liegt mir in der Masse nicht und die Konzentration geht abhanden. Wer mit diesen Punkten keine Probleme hat, wird hier aber sicher gut unterhalten. Ich musste mich oft zwingen weiterzulesen und habe zwischendurch andere Bücher gelesen. Sicher war das auch nicht hilfreich, um im Geschehen zu bleiben.

Fazit: Meins war es nicht, aber wer ausschweifendes Word Building, ausgeklügelte Hierarchien und eine Vielzahl an Charakteren mag, sollte es sich mal anschauen. Mir war das einfach zu viel auf einmal. Ich lerne gerne langsam weniger Figuren kennen, sonst verliere ich den Überblick. Zudem ist es keine Romantasy, obwohl damit geworben wird.

3 Sterne, da es sicher seine Leserschaft finden wird und Leute, die es lieben. Ein anderes Marketing wäre da sicher gut.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Magische Süßigkeiten

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Der Klappentext und die Leseprobe haben mich sofort angesprochen: Ein magischer Süßigkeiten-Laden, geführt von einem Fuchsgeist – das klang nach einer liebevollen, cozy Geschichte voller Charme.

Im ...

Der Klappentext und die Leseprobe haben mich sofort angesprochen: Ein magischer Süßigkeiten-Laden, geführt von einem Fuchsgeist – das klang nach einer liebevollen, cozy Geschichte voller Charme.

Im weiteren Verlauf verlor sich mein anfänglicher Enthusiasmus jedoch. Die Figuren – allen voran Kogetsu, der Fuchsgeist – bleiben recht oberflächlich. Jede weiteren Charaktere von Selbstzweifeln geplagt, landen beim Laden, erhalten eine magische Süßigkeit, die ihr Problem löst, und erkennen anschließend, dass die Kraft zur Veränderung schon in ihnen selbst lag. Eine schöne Idee, aber nach dem dritten Mal wirkt das Muster repetitiv und schlicht.

Der Roman liest sich dadurch eher wie sechs Variationen derselben Geschichte als wie ein facettenreiches Ganzes. Für Leser*innen, die etwas sehr Leichtes, Tröstendes und Hoffnungsvolles suchen, könnte das genau richtig sein – für mich war es jedoch zu einfach gestrickt. Ich hätte mir mehr psychologische Tiefe, philosophische Gedanken und weniger schlichte Lebensweisheiten gewünscht.

Der Schreibstil ist zwar angenehm und flüssig, dennoch hatte ich oft das Gefühl, eher eine Sammlung von Entwürfen als eine durchdrungene, persönliche Erzählung zu lesen. Vielleicht passe ich schlicht nicht in die Zielgruppe. Ich mag Bücher, die zum Nachdenken anregen, Strukturen hinterfragen oder auch einmal provozieren. Einen tiefsinnigeren Unterton hätte ich auch bei cozy Fantasy aus Japan erwartet – provokativ nicht unbedingt, aber zumindest ein bisschen mehr Tiefe.

So bleibt am Ende ein netter, leichter Roman, der in seinem Plot weit mehr verspricht, als er in der Ausführung einlöst. Schade – aus der Grundidee hätte man etwas wirklich Besonderes machen können.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Wie ein Schnellzug durch eine Traumwelt

Water Moon
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Cozy Fantasy aus Japan ist gerade ziemlich im Trend – und mit "Water Moon" ist nun auch ein längerer Roman ins Deutsche übersetzt worden. Schön fand ich, dass die Geschichte nicht episodenhaft erzählt ...

Cozy Fantasy aus Japan ist gerade ziemlich im Trend – und mit "Water Moon" ist nun auch ein längerer Roman ins Deutsche übersetzt worden. Schön fand ich, dass die Geschichte nicht episodenhaft erzählt wird, sondern man dieselben Figuren durchgehend begleitet. Ganz so cozy bleibt es allerdings nicht: Zwischendurch wird es auch mal düster oder sogar unheimlich. Besonders das kleine Pfandhaus, in dem man bereute Entscheidungen gegen Seelenfrieden eintauschen kann, hat mich sofort an mein liebstes KDrama Mystic Pop-Up Bar erinnert.



Was mir leider gefehlt hat, war die liebevolle Zeichnung der Charaktere. Kei und Hana waren praktisch sofort verliebt, während ich als Leserin noch in ihrer Kennenlernphase hing – da wurde der Schritt von Freundschaft zu Beziehung einfach übersprungen. Haruto, der erst recht spät auftaucht, wirkte auf mich noch am greifbarsten. Mit „Love at first sight“ tue ich mich generell schwer, deswegen wirkte die Entwicklung für mich ein bisschen karikaturhaft.



Die Welt selbst steckt voller spannender Ideen: Pfützen, durch die man in andere Sphären springt, Räume wie Züge, gefaltete Zeit … einiges davon fand ich richtig schön und originell. Aber kaum wurde etwas eingeführt, ging es auch schon weiter. Statt Raum zu geben, wurde Idee an Idee gereiht – fast wie eine Fahrt im Schnellzug durch ein Bilderkarussell. Auf Dauer war das für mich eher ermüdend.



In meiner Leserunde kam Water Moon übrigens sehr gut an, und ich verstehe auch, warum. Es ist kreativ, atmosphärisch und hat manchmal fast etwas Meditatives. Für mich hätte die Geschichte aber einfach mehr Ruhe gebraucht, um wirklich zu wirken. Als Anime-Film oder Serie könnte ich mir das Ganze sogar noch besser vorstellen, weil dort die einzelnen Szenen mehr Zeit bekämen. So bleibt für mich eine tolle Grundidee, die in ihrer Umsetzung zu hastig und überladen erzählt ist.



Fazit:

Innovativ und fantasievoll, aber auch chaotisch und manchmal anstrengend. Wer sich gern von einer sprunghaften Traumwelt treiben lässt, wird wahrscheinlich begeistert sein. Wer lieber tiefer in Charaktere und Ideen eintaucht, könnte sich wie ich ein bisschen gehetzt fühlen.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Verloren im Glanz der Träume

Glory of Broken Dreams (Devil's Dance 1)
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„Glory of Broken Dreams“ von Ruby Braun entführt in die geheimnisvolle Welt eines mystischen Hotels. Im Zentrum steht die Varietétänzerin Charly, die wir von ihrer Bewerbung bis zu ihren ersten ...

„Glory of Broken Dreams“ von Ruby Braun entführt in die geheimnisvolle Welt eines mystischen Hotels. Im Zentrum steht die Varietétänzerin Charly, die wir von ihrer Bewerbung bis zu ihren ersten Auftritten begleiten. Dabei begegnet sie dem Showboxer Willem, der eine düstere Vergangenheit mit sich trägt. Willem glaubt, niemanden an sich heranlassen zu dürfen, weil jede enge Beziehung für die andere Person ins Unglück zu führen scheint.

Während Charly versucht, ihre Karriere auf der Bühne voranzutreiben, kämpft Willem damit, die Spielschulden seiner Mutter zu begleichen. Ihre Wege verweben sich zunehmend mit rätselhaften Ereignissen und undurchsichtigen Begegnungen innerhalb des Hotels.


Zu Beginn besticht das Buch durch seinen schillernden 20s-Look – die Atmosphäre ist dicht, die Welt detailliert und bildhaft beschrieben. Es machte Spaß, in diesen glamourösen Kosmos einzutauchen und sich in den kleinen Beobachtungen zu verlieren. Ruby Braun hat zweifellos ein gutes Gespür für Szenerien und Stimmungen.

Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr Fragen warf sie für mich auf – aber nur wenige davon wurden beantwortet. Gegen Ende hatte ich das Gefühl, der rote Faden sei ein wenig verloren gegangen. Zwar ist das Buch der Auftakt einer Dilogie, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass einige Erzählstränge klarer oder zumindest gezielter entwickelt werden.

Der Stil bleibt zwar atmosphärisch, aber durch die Vielzahl an mysteriösen Elementen wirkt die Geschichte stellenweise unentschlossen – fast, als wüsste sie selbst nicht genau, wohin sie will. Überraschungen sind prinzipiell etwas Positives, doch in diesem Fall empfand ich sie eher als verwirrend. Immer wieder dachte ich, die Richtung der Geschichte verstanden zu haben, nur um dann durch neue Hinweise wieder ins Schwanken gebracht zu werden. Gleichzeitig waren andere Wendungen recht vorhersehbar.

Auch die Figuren, insbesondere Willem und Charly, blieben für mich auf Distanz. Sie wirken faszinierend, beinahe magnetisch, aber ihre inneren Entwicklungen bleiben schwer greifbar. Verletzlichkeit wird zwar angedeutet, aber selten spürbar gemacht. Besonders die emotionale Dynamik zwischen den beiden hätte mehr Tiefe und weniger Sprunghaftigkeit vertragen.


FAZIT: Ruby Braun schreibt bildhaft und mit einem ausgeprägten Gefühl für Atmosphäre. Ihre Idee verspricht viel, und ich bin gespannt, ob sich im zweiten Band die losen Fäden zusammenfügen. Der erste Band jedoch lässt mich mit einem seltsamen Mix aus Faszination, Langeweile und Verwirrung zurück.

Wie ein funkelndes Spiegelkabinett: wunderschön anzusehen – aber mit jedem Schritt verliert man ein Stück mehr die Orientierung. Vielleicht ist es gewollt und alles macht am Ende Sinn. Für diesen Band bleiben es so dennoch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Stay Lost in this Moment forever

Gestern waren wir unendlich
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Das Cover und der Buchschnitt sind wundervoll gestaltet. Das helle türkis harmoniert wundervoll mit dem pastelligen lila. Die Golden Gate Bridge, die man beim Erwerb beider Bücher im Farbschnitt ...

Das Cover und der Buchschnitt sind wundervoll gestaltet. Das helle türkis harmoniert wundervoll mit dem pastelligen lila. Die Golden Gate Bridge, die man beim Erwerb beider Bücher im Farbschnitt sehen kann, finde ich ebenfalls wundervoll. Ich liebe die Golden Gate Bridge. Umso trauriger ist es darum, dass ich es nicht komplettieren werde. Die Geschichte fand ich nur Durchschnitt und nur wegen der Optik werde ich mir den zweiten Band nicht zulegen.

Kommen wir zur Geschichte. Ich kam gut in die Handlung hinein und obwohl ich mit Urlaubsvorbereitungen beschäftigt war, war es unproblematisch der Geschichte zu folgen. Es eignet sich allgemein also gut als leichtere Kost für nebenbei. Der Schreibstil ist gut und flüssig. Zunächst gefiel mir, dass es die Personen recht realitätsnah beschrieben wurden. Allerdings hatte ich gehofft die Charaktere mit der Zeit mehr ins Herz zu schließen. Dies blieb irgendwie aus. Es gab zwar einige Rückblenden, die versuchten Henry, Louis und auch Nebencharaktere näher zu bringen, aber ich konnte nicht so darin eintauchen. Zeitschleifen sind der Inbegriff repetativer Geschehnisse. Hier war es mir aber zu viel und die Ereignisse innerhalb der Zeitschleifen immer uninnovativer. Mir fehlte die ganze Zeit das besondere Etwas. Am Ende fügte sich alles stimmig zusammen, aber es hinterließ keinen bleibenden Eindruck für mich.

Es hatte eine Prise Rendezvous mit Joe Black, einen Hauch Butterfly Effect und einen kleinen Teil Final Destination, ohne ins Horror-Genre zu gehen. Es blieb cozy, aber leider ein bisschen zu unaufgeregt.

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