Cover-Bild Morbus Inertia
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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Dystopische und utopische Literatur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 17.02.2025
  • ISBN: 9783769311181
Jennifer Fortein

Morbus Inertia

Krankheit der Ineffizienten
Wie viel Leid erträgst du, um von Ineffizienz geheilt zu werden?

Die effizienzgetriebene Gesellschaft der Zukunft hat eine neue Krankheit identifiziert: Morbus Inertia. Sie zeichnet sich durch Trägheit und Leistungsverlust aus, kann jedoch in Optimierungskliniken behandelt werden.

Caitlyn blieb bisher von der Krankheit verschont und konzentrierte sich auf ihre Arbeit und eine effiziente Lebensführung. Doch als sie plötzlich für eine Morbus-Inertia-Behandlung vorgesehen wird, gerät sie in einen qualerfüllten Kampf gegen ihre Ängste und für ihr Überleben.

Wie sieht eine Gesellschaft aus, in der Leistung der einzige Bewertungsmaßstab ist? Was wirkt gegen eine Krankheit, die sich durch Ineffizienz auszeichnet? Und welches Schicksal teilen jene Patienten, die nicht von Morbus Inertia geheilt werden können?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2025

"Das Wort "ineffizient" schießt durch meinen Kopf wie ein Stromschlag, der mich von dieser Krankheit zu heilen versucht."

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Einfach wow! Was ein Buch! Ich fliege selten so schnell durch eine Story wie durch diese. In "Morbus Inertia" erschafft Jennifer Fortein eine düstere und beklemmende Welt, in der nur Effizienz zählt. Diese ...

Einfach wow! Was ein Buch! Ich fliege selten so schnell durch eine Story wie durch diese. In "Morbus Inertia" erschafft Jennifer Fortein eine düstere und beklemmende Welt, in der nur Effizienz zählt. Diese beängstigende Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch, als Leser bekommt man nur wenig Verschnaufpausen davon.
Wir begleiten die Protagonistin Caitlyn, aus deren Perspektive wir die Story erleben. Keine Perspektivwechsel, keine Zeitsprünge oder Rückblicke, kein Schnick Schnack, das braucht es hier auch einfach nicht. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite ultraspannend, sodass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte. Ich war vorher etwas misstrauisch, wie so viel auf 300 Seiten passen soll. Aber weder das World Building noch die Ausgestaltung der Charaktere kommen zu kurz. Ich konnte mir das Setting gut vorstellen, phasenweise hatte ich schon selbst das Gefühl, ich hätte ein Kratzen im Hals. Die Figuren sind nahbar und authentisch, jeder einzelne Charakter verschieden.
Ich hätte noch ewig weiterlesen können, aber da war das Buch schon vorbei. Eine tolle Story, die viel zum Nachdenken anregt und nachhallt. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Starke Dystopie

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Ich bin ja Fan von Dystopien, lese diese auch regelmäßig, aber selten hatte ich beim Lesen so oft das Gefühl: „Uff… das ist ja gar nicht mal so weit weg von unserer Realität.“ Und genau das macht dieses ...

Ich bin ja Fan von Dystopien, lese diese auch regelmäßig, aber selten hatte ich beim Lesen so oft das Gefühl: „Uff… das ist ja gar nicht mal so weit weg von unserer Realität.“ Und genau das macht dieses Buch so verdammt gut.

In Forteins Zukunftsgesellschaft zählt nur noch Effizienz. Wer nicht funktioniert, wer langsamer wird, emotional, erschöpft oder einfach nur menschlich ist, bekommt eine Diagnose: Morbus Inertia. Klingt wie ein bisschen Antriebslosigkeit, ist in Wahrheit aber ein gesellschaftlich akzeptiertes Todesurteil. Denn „Kranke“ kommen in sogenannte Optimierungskliniken, wo sie „behandelt“ werden. Heißt konkret: angepasst, kontrolliert, gebrochen, aussortiert.

Wir begleiten Caitlyn, die eigentlich alles richtig macht. Sie lebt effizient, arbeitet diszipliniert, ist angepasst. Und trotzdem landet sie in der Klinik. Von einem Moment auf den anderen wird sie zur Patientin, ohne zu wissen warum. Und ab da beginnt eine Geschichte, die mich komplett in ihren Bann gezogen hat.

Denn was als „Therapie“ verkauft wird, ist in Wahrheit ein Kampf ums Überleben. Caitlyn merkt schnell, dass hier keine Hilfe auf sie wartet, sondern ein System, das Menschen aussortiert, die nicht mehr ins Leistungsprofil, vor allem der Großkonzerne, passen. Was das mit ihr macht, wie sie sich verändert, wie sie beginnt zu hinterfragen und zu kämpfen, das ist so spannend und glaubwürdig erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Jennifer Fortein schreibt dabei ohne großes Drama, aber mit klarem Stil und genau das macht die Geschichte so stark. Kein Bombast, sondern eine erschreckend plausible Zukunft, in der Menschlichkeit der Effizienz geopfert wird.

Für mich war das ein echtes Highlight. Smart, beklemmend, top geschrieben und nach meinem Geschmack, leider viel zu nah an unserer eigenen Gegenwart. Leseempfehlung!

9/10

Auf meinem Blog findet ihr eine ausführlichere Rezension: https://buchkomet.wordpress.com/2025/07/29/jennifer-forteins-morbus-iner...

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