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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2025

emotionale Spannung

My Haunted Heart – Ich sehe dich
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Dieses Buch hat mich direkt mit seiner Mischung aus Romantik und unterschwelliger Spannung gepackt. Flora, die in ihrem Blumenladen ein eher ruhiges Leben führt, begegnet immer wieder demselben Mann und ...

Dieses Buch hat mich direkt mit seiner Mischung aus Romantik und unterschwelliger Spannung gepackt. Flora, die in ihrem Blumenladen ein eher ruhiges Leben führt, begegnet immer wieder demselben Mann und mit jeder Begegnung spürt man, dass mehr dahintersteckt. Die Geschichte entfaltet sich langsam, was mir sehr gefallen hat, weil man die Figuren so gut kennenlernen kann und Zeit hat, ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen.
Besonders mochte ich, wie die Autorin eine leicht düstere, aber dennoch warme Atmosphäre schafft. Es geht nicht nur um eine Liebesgeschichte, sondern auch um Vergangenes, das sich in die Gegenwart drängt, und um Entscheidungen, die nicht leichtfallen. Die Figuren wirken echt, mit all ihren Ecken und Kanten, und gerade dadurch konnte ich mich gut in sie hineinversetzen.
Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, direkt neben den Figuren zu stehen und die Gespräche mitzuerleben. Manchmal wollte ich Flora am liebsten warnen oder ihr Mut zusprechen. Es ist eine Geschichte, die einen langsam in den Bann zieht und nicht mehr loslässt und bei der man am Ende fast ein bisschen wehmütig ist, sie aus der Hand legen zu müssen. Für mich ist das Buch definitiv ein Highlight und mehr Aufmerksamkeit wert!

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Hier ist niemand, wer er vorgibt zu sein

Bestie
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Bestie hat mich vollkommen überrascht, weil es modern, vielschichtig und echt wirkt. Die Geschichte handelt von zwei Frauen, Anouk und Delia, bei denen sich schnell eine Verbindung entwickelt. Aber nicht ...

Bestie hat mich vollkommen überrascht, weil es modern, vielschichtig und echt wirkt. Die Geschichte handelt von zwei Frauen, Anouk und Delia, bei denen sich schnell eine Verbindung entwickelt. Aber nicht auf plakative Weise, sondern so, dass man sich in ihrem Zwiespalt unterwegs ganz ruhig wiederfindet. Es geht ums Leben online, um die Angst nach außen perfekt zu wirken, bis einem selbst klar wird, dass man sich nicht mehr spiegelt.

Die Beziehung zwischen ihnen ist keine übertriebene Freundschaft, sondern etwas Zwischenhängiges, das sich wahrscheinlich einige von uns schon gedacht haben. Kennst du das Gefühl, dich anzupassen, neu zu erfinden, nur um dazuzugehören? Und was passiert, wenn Nähe entsteht, während beides aus der Balance gerät? Joana June fängt dieses Spannungsfeld mit viel Fingerspitzengefühl und ohne Fehltritte ein. Man spürt: Hier sind zwei Menschen auf der Suche, nach sich selbst, nach Verbindung, nach einem Weg, den Druck auszuhalten.

Was mich besonders angezogen hat, ist die Eingebundenheit ins Jetzt, ins Digitale, ohne übertrieben zu wirken. Delia wird zu Lilly, Anouk lässt sie in ihr Leben und doch ist das nur der Anfang. Dahinter steckt eine Geschichte über Selbstzweifel und Selbstfindung, leise, aber nicht leblos. Die Figuren sind real genug, dass sie Schatten haben, und weich genug, dass man ihnen die Entwicklung abnimmt. Aber vielleicht sind sie doch nicht ganz so real, wie sie vorgeben zu sein. Wer schafft es, sich selber gegenüber zu stehen ohne zusammenzubrechen?

Der Stil fühlt sich frisch und gleichzeitig sorgfältig an. Es klingt nach jemandem, der genau weiß, was online leben mit uns macht, ohne dass er darüber eine These formuliert. Sondern einfach sehen will, was dabei passiert.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Schön und gleichzeitig spannend

Große Träume auf kleinen Pfoten
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Ach, was habe ich gelacht, geseufzt und mir ein, zwei Tränchen verstohlen aus dem Augenwinkel gewischt. Und das alles nur, weil ich dachte, ich schlage mal eben ein nettes Buch für zwischendurch auf. Falsch ...

Ach, was habe ich gelacht, geseufzt und mir ein, zwei Tränchen verstohlen aus dem Augenwinkel gewischt. Und das alles nur, weil ich dachte, ich schlage mal eben ein nettes Buch für zwischendurch auf. Falsch gedacht. Dieses Buch ist wie eine Tüte Gummibärchen mit Herz, man fängt locker an und merkt zu spät, dass man schon mittendrin steckt und emotional komplett klebt.

Mina, die taffe Journalistin mit leichtem Fluchtreflex, und Christopher, der Mann, bei dem man sofort weiß, dass da mal was richtig wehgetan hat, die beiden begegnen sich nach Jahren wieder. Und zwar ausgerechnet im idyllischsten aller Orte: einem Tierheim in Cornwall. Klingt nach vielleicht ein bisschen RomCom-Klischee. Aber was dieses Buch daraus macht, ist pures Gefühlskino auf leisen, flauschigen Pfoten.

Und apropos Pfoten: Die wahren Heldinnen und Helden dieses Buches tragen Fell, haben kalte Schnauzen und große, treue Augen. Allen voran: Lilly, ein kleiner blinder Dackelwelpe, der mehr Charme in einem Wackelohr hat als so mancher Mensch in seinem ganzen Dasein. Ich meine, wer braucht noch Dialoge, wenn so ein kleines Hundebaby die Szenen mit bloßer Präsenz stiehlt?

Das Tierheim, das eigentlich wie ein kulissenhaftes Setting daherkommt, entwickelt sich schnell zum Herzstück der Geschichte. Hier wird nicht einfach nur gestreichelt und Gassi gegangen. Hier geht es um zweite Chancen, darum, gesehen zu werden, auch wenn man nicht perfekt ist, oder gerade deshalb. Und das betrifft eben nicht nur die Tiere. Ich hatte das Gefühl, die Fellnasen spiegeln all das, was auch in den Menschen brodelt: Unsicherheit, Hoffnung, der Wunsch nach Nähe. Nur dass die Hunde es ehrlicher zeigen.

Was mich an Molly Blums Stil begeistert hat, war diese Mischung aus Charme und Substanz. Sie schreibt mit einem Augenzwinkern, lässt die Charaktere fluchen, stolpern, knutschen und zweifeln, ganz ohne Kitschfilter. Es ist kein glattgebügelter Wohlfühlroman. Es ist einer, der bellt, sich ankuschelt und einem dann mitten ins Herz schlabbert.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Mehr als nur ein kurzes Jugendbuch

Von Null auf Held oder Wer ist eigentlich Amin?
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„Von Null auf Held oder Wer ist eigentlich Amin?“ ist ein Kinder- und Jugendbuch, das mich wirklich beeindruckt hat. Es eignet sich für Leserinnen und Leser ab etwa neun Jahren, spricht aber auch ältere ...

„Von Null auf Held oder Wer ist eigentlich Amin?“ ist ein Kinder- und Jugendbuch, das mich wirklich beeindruckt hat. Es eignet sich für Leserinnen und Leser ab etwa neun Jahren, spricht aber auch ältere Kinder und Erwachsene an. Die Geschichte ist spannend erzählt und gleichzeitig sehr tiefgründig.

Besonders bewegend fand ich die Themen Eifersucht, Neid und die Flucht aus dem eigenen Zuhause. Es geht um ein Leben, das man sich in einer neuen und unbekannten Welt völlig neu aufbauen muss. Die Autorin schafft es, diese ernsten Themen auf eine kindgerechte und trotzdem ehrliche Weise darzustellen. Die Geschichte wirkt nie überfordernd, aber auch nie oberflächlich.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Entwicklung der Hauptfigur Johnny. Er macht viele neue Erfahrungen und lernt, sich erst selbst ein Bild zu machen, bevor er sich eine Meinung bildet. Diese Veränderung wird sehr einfühlsam und nachvollziehbar beschrieben.

Auch das Ende des Buches hat mich überzeugt. Es passt sehr gut zur Geschichte und verbindet alle Fäden, die im Laufe der Handlung aufgegriffen wurden. Ich finde es außerdem gelungen, dass es ein offenes Ende ist und kein typisches abgeschlossenes Happy End. Das zeigt jungen Leserinnen und Lesern, dass das Leben auch nach einer positiven Wendung weitergeht und neue Herausforderungen bereithält. Gerade bei einem so wichtigen Thema wie Flucht und Integration finde ich das sehr realistisch und lehrreich.

Insgesamt ist es eine sehr gelungene Geschichte. Sie regt zum Nachdenken an, bleibt dabei aber stets verständlich und spannend. Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für das Thema interessieren oder einfach eine besondere Geschichte über Freundschaft, Mut und Veränderung lesen möchten.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Hier entfaltet sich die Gesamtheit

Die Elite von Ashriver - Bittersweet Revenge
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Mit Bittersweet Revenge erreicht die Ashriver-Reihe ihren Höhepunkt. Dieses Finale ist nicht nur der stärkste Band der Trilogie, sondern auch der mit der größten erzählerischen Wucht. Was in den ersten ...

Mit Bittersweet Revenge erreicht die Ashriver-Reihe ihren Höhepunkt. Dieses Finale ist nicht nur der stärkste Band der Trilogie, sondern auch der mit der größten erzählerischen Wucht. Was in den ersten beiden Teilen angelegt wurde, entfaltet sich hier vollständig: Jeder noch so kleine Gedanke wird zu Ende gedacht, jeder lose Faden aufgenommen und kunstvoll verknüpft. Am Ende entsteht ein beeindruckendes Gesamtbild. Düster, vielschichtig und emotional aufgeladen.
Die Stärke liegt nicht nur in der Handlung, sondern auch in der Struktur der Reihe selbst. Obwohl die drei Bände jeweils eigene Geschichten erzählen, offenbart sich hier die volle Wirkung der Gesamtheit. Von Band zu Band hat sich die Geschichte organisch weiterentwickelt, ist gewachsen, tiefer und intensiver geworden, bis sie sich schließlich im letzten Teil in all ihrer Komplexität und emotionalen Tiefe zeigt. Die Verbindungen zwischen den Figuren, die Entwicklungen, die Konflikte, alles wirkt stimmig, konsequent und durchdacht.
Der Schreibstil bleibt gewohnt klar, eindringlich und voller Atmosphäre. Ohne unnötige Ausschmückungen, einfach ein fantastisches Finale. Tempo, Spannung und Gefühl greifen perfekt ineinander. Die düstere Grundstimmung zieht sich wie ein roter Faden durch die Seiten, ohne erdrückend zu wirken. Im Gegenteil, sie verleiht der Geschichte eine starke Intensität.
Besonders bemerkenswert ist die Art, wie Emotionen behandelt werden. Rache, Verlust, Wut, Sehnsucht. All das wird nicht plakativ dargestellt, sondern feinfühlig und glaubwürdig in die Handlung eingewoben. Die Figuren bleiben authentisch, selbst in extremen Momenten, und genau das macht ihre Entwicklung so mitreißend.
Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, wird hier belohnt: Das ist der krönende Abschluss einer Reihe, die weit mehr ist als die Summe ihrer Teile. Ein Finale, das in Erinnerung bleibt. Kraftvoll, berührend und voller erzählerischer Klarheit. Diese Geschichte entfaltet sich wie ein Schatten, langsam und unausweichlich, bis hin zu einem bittersüßen Abschluss.

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