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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2025

Ein absolutes Muss

Der Da Vinci Code
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Dan Browns Weltbestseller „Sakrileg – The Da Vinci Code“ hat sich längst einen festen in den Bücherregalen diesen Welt gesichert. Nun gibt es die packende Geschichte auch als gekürzte und altersgerechte ...

Dan Browns Weltbestseller „Sakrileg – The Da Vinci Code“ hat sich längst einen festen in den Bücherregalen diesen Welt gesichert. Nun gibt es die packende Geschichte auch als gekürzte und altersgerechte Jugendausgabe für Leserinnen ab 14 Jahren. Ich war erst skeptische, aber das Buch hat mich dann doch sehr schnell umgestimmt.

Die Handlung überzeugt von Anfang an: Ein mysteriöser Mord im Louvre hält Paris in Atem und zieht den bekannten Symbolforscher Robert Langdon mitten in ein Netz aus geheimen Zeichen, verschlüsselten Botschaften und uralten Geheimnissen. Gemeinsam mit der klugen Sophie Neveu begibt er sich auf eine rasante Flucht durch die französische Hauptstadt – verfolgt nicht nur von der Polizei, sondern auch von einer einflussreichen Geheimorganisation. Die Spur führt tief in die Vergangenheit, zur Kirche, zur Kunstgeschichte und zum Mythos des Heiligen Grals.

Die Jugendversion bleibt dabei nah an der fesselnden Handlung des Originals, verzichtet jedoch auf übermäßig komplexe Hintergrundinformationen und Gewalt. So wird der Stoff für ein jüngeres Publikum lesbar gemacht, ohne an Spannung einzubüßen. Die klare, verständliche Sprache des Autors macht das Buch besonders zugänglich.

"The Da Vinci Code" bleibt trotz Kürzungen ein fesselnder Thriller, der die Leser
innen begeistern wird.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Mörderischer Schmuck

Gold aus der Wiener Werkstätte
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Mit „Gold aus der Wiener Werkstätte“ gelingt es Beate Maly erneut ihre Leser*innen tief in das Wien der Jahrhundertwende zu entführen. Auch mit ihrem neuen fesselnden historischen Kriminalroman, welcher ...

Mit „Gold aus der Wiener Werkstätte“ gelingt es Beate Maly erneut ihre Leser*innen tief in das Wien der Jahrhundertwende zu entführen. Auch mit ihrem neuen fesselnden historischen Kriminalroman, welcher elegant, düster und hochspannend zugleich ist überzeugt die Autorin.

Im Jahr 1906 wird in einem Hotelzimmer die Leiche einer jungen Prostituierten gefunden. Der auffällige Schmuck, den sie trägt, bringt Ermittler Max von Krause wieder mit der mutigen und klugen Lili Feigl zusammen, welche wir bereits im vorherigen Band kennenlernen durfte. Sie ist eine Frau mit Scharfsinn, Herz und eigenem Kopf. Die Spur führt zu der berühmten Wiener Werkstätte, wo Kunst, Design und Gesellschaft aufeinandertreffen und hinter der glitzernden Fassade dunkle Abgründe lauern.

Als Lili sich entschließt, auf eigene Faust nach dem Käufer des Schmucks zu suchen, gerät sie mitten in ein Netz aus Lügen, Macht und gefährlicher Gier. Während Max und Lili versuchen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, zieht sich die Schlinge enger und ein weiterer Mord kündigt sich an.

Beate Maly überzeugt auch in diesem Band mit einer meisterhaft komponierten Mischung aus historischer Genauigkeit, spannender Krimihandlung und vielschichtigen Figuren. Besonders hervorzuheben ist ihr Gespür für Atmosphäre: das mondäne Wien, die Welt der Künstler und der feine Riss, der sich durch alle gesellschaftlichen Schichten zieht, werden ebenso lebendig wie die persönlichen Konflikte der Hauptfiguren.

„Gold aus der Wiener Werkstätte“ ist ein stimmungsvoller, kluger und fesselnder Krimi, der Historie, Kunst und Verbrechen auf raffinierte Weise verbindet.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Ein neuer Fall

Grüne Mark und Weißer Tod
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Mit „Grüne Mark und Weißer Tod“ entführt uns die österreichische Autorin Gudrun Wieser wieder in einen spannenden, atmosphärischen Kriminalroman, der seine Leserinnen in die Süd-Steiermark entführt - genauer ...

Mit „Grüne Mark und Weißer Tod“ entführt uns die österreichische Autorin Gudrun Wieser wieder in einen spannenden, atmosphärischen Kriminalroman, der seine Leserinnen in die Süd-Steiermark entführt - genauer gesagt nach Graz im Jahre 1897 – ein Zeitalter zwischen Fortschritt und Aberglaube, gesellschaftlichem Wandel und düsteren Geheimnissen.

Im Zentrum stehen wieder der junge Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum und sein scharfsinniger Freund Dr. Titus Pyrner, die durch eine Reihe rätselhafter Morde mit seltsamen Botschaften und blauen Glasscherben in einen Strudel aus Intrigen, Schweigen und medizinischen Experimenten geraten. Die Spur führt sie in eine abgelegene Lungenheilanstalt im Wienerwald – ein Ort, an dem die Grenze zwischen Heilung und Grauen zu verschwimmen scheint. Unterstützt werden die beiden jeweils von Ihren lieben Frauen, was diesem Roman eine ganz andere Dynamik gibt, als noch im ersten Band.

Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen kriminalistischer Spannung und liebevoll recherchierter Kulisse. Die Autorin Gudrun Wieser versteht es ihre Heimat so lebendig zu gestalten, dass die Leser
innen sich in den engen Gassen bis zu gehobenen Salons wieder finden. Auch das Ermittlerduo überzeugt: klug, sympathisch und ergänzt durch ihre ebenso mutigen wie entschlossenen Partnerinnen Resi und Salome, die auf ihre eigene Art zur Aufklärung beitragen.

Mit einem Mix aus Spannung, feinem Humor und historischen Details entwickelt sich ein Krimi, der ebenso unterhält wie überrascht. Ich hoffe, dass ich noch weitere Abenteuer mit diesen charismatischen Figuren erleben darf.

„Grüne Mark und Weißer Tod“ ist ein packender historischer Krimi mit Tiefgang und Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Neuauflage

Lady Oscar: Die Rose von Versailles 02
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"Lady Oscar – Band 1 und 2" von Riyoko Ikeda ist ein opulentes Manga-Meisterwerk, das nicht nur Klassikerstatus genießt, sondern bis heute fasziniert. Erst vor Kurzem wurde die Animeadaption auf Netflix ...

"Lady Oscar – Band 1 und 2" von Riyoko Ikeda ist ein opulentes Manga-Meisterwerk, das nicht nur Klassikerstatus genießt, sondern bis heute fasziniert. Erst vor Kurzem wurde die Animeadaption auf Netflix veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die charismatische Oscar François de Jarjayes – als Tochter eines Generals wie ein Junge erzogen, übernimmt sie im Frankreich des 18. Jahrhunderts den Posten der Kommandantin der königlichen Garde. Zwischen höfischer Etikette, politischer Spannung und der wachsenden Nähe zur jungen Marie Antoinette entspinnt sich ein packendes Drama voller Eleganz, Stolz und leiser Sehnsucht.

Ikedas Zeichenstil ist klassisch, ausdrucksstark und voller Details – große Augen, fliegende Haare und dramatische Posen inklusive. Doch Lady Oscar ist weit mehr als ein nostalgisches Shōjo-Märchen: Die Autorin verbindet persönliche Schicksale mit revolutionärer Geschichte, spielt mit Geschlechterrollen und wirft einen überraschend kritischen Blick auf Macht, Privilegien und gesellschaftliche Zwänge.

Band 1 führt eindrucksvoll in das Setting ein, lässt Charaktere und Konflikte glanzvoll entstehen und versprüht dabei ein ganz eigenes, fast theatralisches Flair. Wer sich auf den besonderen Erzählton einlässt, wird mit einer ebenso tragischen wie schönen Geschichte belohnt.

Band 2 vertieft die bereits angedeuteten Konflikte und bringt mehr Gefühl, Spannung und Dramatik: Marie Antoinettes wachsende Schwärmerei für den Grafen von Fersen stellt nicht nur das höfische Gleichgewicht auf die Probe, sondern auch Oscars Loyalität – zur Königin, zum Hof, zu sich selbst. Dabei rücken auch die gesellschaftlichen Spannungen Frankreichs zunehmend ins Zentrum: der Kontrast zwischen verschwenderischem Adel und dem Elend des Volkes wird greifbarer. Oscar beginnt zu hinterfragen, auf wessen Seite sie wirklich steht.

"Lady Oscar" ist ein Manga-Klassiker voller Glanz und Gefühl mit Geschichte.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2025

Neuauflage

Lady Oscar: Die Rose von Versailles 01
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"Lady Oscar – Band 1 und 2" von Riyoko Ikeda ist ein opulentes Manga-Meisterwerk, das nicht nur Klassikerstatus genießt, sondern bis heute fasziniert. Erst vor Kurzem wurde die Animeadaption auf Netflix ...

"Lady Oscar – Band 1 und 2" von Riyoko Ikeda ist ein opulentes Manga-Meisterwerk, das nicht nur Klassikerstatus genießt, sondern bis heute fasziniert. Erst vor Kurzem wurde die Animeadaption auf Netflix veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die charismatische Oscar François de Jarjayes – als Tochter eines Generals wie ein Junge erzogen, übernimmt sie im Frankreich des 18. Jahrhunderts den Posten der Kommandantin der königlichen Garde. Zwischen höfischer Etikette, politischer Spannung und der wachsenden Nähe zur jungen Marie Antoinette entspinnt sich ein packendes Drama voller Eleganz, Stolz und leiser Sehnsucht.

Ikedas Zeichenstil ist klassisch, ausdrucksstark und voller Details – große Augen, fliegende Haare und dramatische Posen inklusive. Doch Lady Oscar ist weit mehr als ein nostalgisches Shōjo-Märchen: Die Autorin verbindet persönliche Schicksale mit revolutionärer Geschichte, spielt mit Geschlechterrollen und wirft einen überraschend kritischen Blick auf Macht, Privilegien und gesellschaftliche Zwänge.

Band 1 führt eindrucksvoll in das Setting ein, lässt Charaktere und Konflikte glanzvoll entstehen und versprüht dabei ein ganz eigenes, fast theatralisches Flair. Wer sich auf den besonderen Erzählton einlässt, wird mit einer ebenso tragischen wie schönen Geschichte belohnt.

Band 2 vertieft die bereits angedeuteten Konflikte und bringt mehr Gefühl, Spannung und Dramatik: Marie Antoinettes wachsende Schwärmerei für den Grafen von Fersen stellt nicht nur das höfische Gleichgewicht auf die Probe, sondern auch Oscars Loyalität – zur Königin, zum Hof, zu sich selbst. Dabei rücken auch die gesellschaftlichen Spannungen Frankreichs zunehmend ins Zentrum: der Kontrast zwischen verschwenderischem Adel und dem Elend des Volkes wird greifbarer. Oscar beginnt zu hinterfragen, auf wessen Seite sie wirklich steht.

"Lady Oscar" ist ein Manga-Klassiker voller Glanz und Gefühl mit Geschichte.

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