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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2025

Schöner und sehr lesenswerter Roman, der bestimmt viele Leser*innen bewegen wird

Zeit ihres Lebens
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Mit diesem Roman habe ich meinen üblichen Lesepfad, der gepflastert ist mit aufregender feministischer und zeitgenössischer Literatur, weit verlassen, ohne dass es mir vorher klar war.
Aber es hat sich ...

Mit diesem Roman habe ich meinen üblichen Lesepfad, der gepflastert ist mit aufregender feministischer und zeitgenössischer Literatur, weit verlassen, ohne dass es mir vorher klar war.
Aber es hat sich für mich definitiv sehr gelohnt, am Ende von „Zeit ihres Lebens“ bin ich fast widerwillig sehr bewegt und gerührt.

Dirk Gieselmann erzählt in seinem zweiten Roman nach „Der Inselmann“ eine Liebesgeschichte, die sich über eine ganze Lebensspanne erstreckt.
Sie beginnt 1983 mit der zufälligen Begegnung zwischen Frieda und Georg, dem ein Zauber innewohnt. Beide wissen sofort, dieses kurze Zusammentreffen war etwas ganz besonderes.

“Er wusste es mit einem Mal, so wie alles Wissen plötzlich da ist: Etwas begann hier, und etwas anderes hörte auf.”

Gieselmann nimmt sich für die tastende Annäherung der beiden viel Zeit und beschreibt zart und einfühlsam das Verliebtsein der beiden.

Nur: Georg ist verheiratet, hat einen Sohn und ist als Vertretter immer wieder nur kurz zu Besuch in der Stadt, in der Frieda wohnt.
Auf Initiative von Frieda beschließen die beiden, ihre Liebe nicht zu realisieren und ihre alten Leben weiterzuführen.
Sie treffen sich über viele Jahre immer wenn George in der Stadt ist und telefonieren in schwierigen Lebenszeiten miteinander.
Währenddessen lebt Georg sein Leben mit seiner Frau weiter, die er längst nicht mehr liebt. Es ist ein ziemlich gewöhnliches Leben, an dem die Jahre vorüberziehen.
Auch Frieda lebt als alleinstehende Lehrerin gut, wenn auch nicht aufregend, hat ein ruhiges durchschnittliches Leben.
Der Gedanken an ihre Treffen und ihre Liebesgeschichte trägt sie durch die Jahre und durch ihr Leben.

Genauso ruhig ist Gieselmanns Erzählstil, was den Roman für ich wie aus der Zeit gefallen wirken lässt. Seine Sprache ist sehr poetisch und gediegen und frei von modernen Anwandlungen. Ich würde nicht sagen, altmodisch sondern zeitlos.
Durchaus altmodisch möchte ich aber die Geschlechterrollen nennen, die ich in Gieselmanns Geschichte finde. Mir fällt es einfach unangenehm auf, wenn einem verheiratetem Mann Masturbation zugeschrieben wird, es aber bei der alleinstehenden Frau keine Erwähnung findet. Oder wenn die Kleidung und das Aussehen von Frieda wesentlich öfter beschrieben wird, als bei Georg. Und es ist auch sicher kein erzähltechnischer Zufall, dass es der Mann ist, der eigentlich Frau und Kind hat und trotzdem fremdgeht, und nicht die Frau.
Aber ich habe beim Lesen ziemlich schnell bemerkt, dass ich diese Kriterien hier nicht anwenden darf, wenn ich den Roman genießen möchte. Das möchte ich und ich folge Gieselmanns Einladung mich auf die Gedanken und Fragen zu fokussiert, die in seinem Roman im Vordergrund stehen.

Wie bewerte ich die Geschichte von Georg und Frieda? War ihre Liebe deswegen so groß, beständig und besonders, weil sie nie im Alltag bestehen musste?
Haben sie ihre Chance für ein außergewöhnlicheres Leben verpasst und sind im sumpfigen Mittelmaß versackt?
Hätten sie doch etwas wagen sollen?

Gerade zum Schluss hin entwickelt der Roman eine große Melancholie und Traurigkeit, die mich nicht kalt lässt und mein Fazit in Summe sehr positiv ausfallen lässt. Atmosphärisch hat mich der Roman ein bißchen an „Die Regenschirme von Cherbourg“ erinnert, vielleicht war es aber auch nur das Cover.

So fand ich letztendlich trotz meiner größeren, feministischen Kritikpunkte, dass „Zeit ihres Lebens“ ein sehr schöner und sehr lesenswerter Roman war, der bestimmt viele Leser*innen bewegen und berühren wird.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Das Ende des Phallozän ist nah?

Abschied vom Phallozän
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Phallozän? Ich habe bei dem Begriff gleich gewisse Assoziationen und bräuchte eigentlich keine Erläuterung, aber ich möchte schon genauer sein und würde hier gerne Klemms eigene kurze Erklärung einfügen:

Der ...

Phallozän? Ich habe bei dem Begriff gleich gewisse Assoziationen und bräuchte eigentlich keine Erläuterung, aber ich möchte schon genauer sein und würde hier gerne Klemms eigene kurze Erklärung einfügen:

Der Begriff „Phallozän“ wird in „…verschiedenen Sprachen für unterschiedliche destruktive Ausprägungen des Patriarchats benutzt; ich möchte mit ihm das Zeitalter eines völlig aus dem Ruder gelaufenen Patriarchats verbildlichen, das sich an die Schaltstelle aller Mächte katapultiert hat und von dort aus seine zerstörerische Kraft ausübt.“

Also falls du es noch nicht gemerkt hast, ist die Streitschrift von Gertraud Klemm feministischer Natur. Ich kenne und verfolge Gertraud Klemms Romane schon viele Jahre und sie waren für mich ein wichtiger Bestandteil meiner literarischen und feministischen Sozialisierung. Die letzten Wochen stand Klemm allerdings aus anderen Gründen im medialen Fokus, da einige ihrer Aussagen von manchen als transexklusiv und/oder transfeindlich angesehen wurden.

Ich würde ihre Streitschrift „Abschied vom Phallozän“ als einen ur-feministischen Text ansehen mit globalen und universellen Anspruch, der ganz viele Diskussionsräume öffnen will.
Dass ich bei manchen Punkten vielleicht eine andere Meinung habe, ändert für mich nichts an meiner grundsätzlichen Freude daran, dass Klemm den Mut hat, ihre visionären und feministischen Ideen in einer Streitschrift zu veröffentlichen und sich damit zu exponieren.

„„Abschied vom Phallozän“ ist ein Gedankenspiel über patriarchale Dekonstruktion, matriarchale Inspiration, humanistische Reife, über die Notwendigkeit der kolonialen Schubumkehr und über die Frage: Kann der Feminismus mehr als »smash patriarchy«? Wer wird die Welt retten, und wie?“

Ich persönlich denke, dass ich Klemms Ideen (leider?) nicht so schnell in Umsetzung erleben werden und das ein Ende des Phallozän noch lange nicht in Sicht ist und von der Mehrheit auch nicht gewünscht wird.
Aus ihrer Streitschrift nehme ich trotzdem gerne einigen Input mit, wie beispielsweise ihre Gedanken zum Thema der Kleinfamilie als Keimzelle der weiblichen Ausbeutung. Und als Atheistin kann ich die meisten ihrer Punkte zum Thema Religion mitgehen. Auch die Entwicklungen im Ökofeminismus finde ich interessant und global gesehen vielversprechend, auch wenn Klemm einräumt, dass es in der breit aufgefächerten Diskussion um diese Bewegung Moderniseriungsbedarf gibt.
Hier, genauso wie bei vielen anderen Punkten, betont Klemm ihr Bedauern über die zunehmende Zerfaserung und Zersetzung des zeitgenössischen Feminismus.


„Je tiefer ich in die ökofeministische Agenda und ihre greifbaren Erfolge eintauche, desto weltfremder und sinnloser erscheint mir der akademische Diskurs, den wir als Feminismus bezeichnen.“

Als Feminist
in habe ich die Streitschrift mit großem Interesse gelesen und mit meinen eigenen Gedanken abgeglichen. Klemm hat meinen Blick geweitet, indem sie auf bereits existierende Matriarchate weltweit schaut und deren gesellschaftliche Strukturen vorstellt.
Dass das genauso wie bei Klemms anderen Themen immer nur sehr verkürzt ausgefallen ist, fand ich etwas schade und ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass „Abschied vom Phallozän“ eine Streitschrift und kein ausführliches Sachbuch ist. Für eine weiterführende Lektüre findest du im Anhang Klemms verwendete und empfohlene Literaturliste.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Unterhaltsam und schmerzhaft zutreffend!

Das Geschenk
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Nach dem aufsehenerregenden Roman „Trophäe“ vom vergangenen Jahr war ich sehr auf Gaea Schoeters neuen Roman gespannt. Zum Glück musste ich nicht lange warten, denn mit „Das Geschenk“ hat die flämische ...

Nach dem aufsehenerregenden Roman „Trophäe“ vom vergangenen Jahr war ich sehr auf Gaea Schoeters neuen Roman gespannt. Zum Glück musste ich nicht lange warten, denn mit „Das Geschenk“ hat die flämische Autorin schnell nachgelegt.

Der kurze Roman hat mich überrascht, denn er ist so ganz anders als Schoeters’ vorheriger Roman, und er spielt in Deutschland. Diesmal hat sich Schoeters für eine sehr politische und gesellschaftskritische Parabel entschieden.

Die Ausgangslage klingt aber nach wie vor abenteuerlich: der Präsident von Botswana hat die Nase gestrichen voll von der europäischen, genauer gesagt, von der deutschen Superioritäteneinstellung. Er will sich von Nationen, die nicht mit den örtlichen Konsequenzen leben müssen, nicht mehr vorschreiben lassen, wie er in seinem Staat den Arten- und Umweltschutz handhaben soll.
Er schickt 20.000 Elefanten als Geschenk nach Deutschland.
Mit den Details, wie das praktisch bewerkstelligt wurde, hält sich Schoeters nicht auf. Wie gesagt, der Roman liest sich wie eine pointierte, satirische Parabel und nicht wie ein ausgeschmückter Belletristikroman.

Auch bei der Frage, was das Elefantengeschenk für gesellschaftliche und politische Folgen für Deutschland hat, kommt Schoeters schnell auf den Punkt.

Schon bald kippt die Stimmung von einer fast freudigen „Wir schaffen das“- Mentalität zu Unmut über die vermeintlichen Einschränkungen und Verteilungsungerechtigkeiten der Elefantenbelastung.
Es liegt mehr als auf der Hand, dass die Elefanten eine Analogie zu unserem Umgang mit Flüchtlingen und Migration sein könnte.

Es ist toll, wie Schoeters herausarbeitet, dass die Elefanten eine große Chance für nachhaltigen gesellschaftlichen Umbruch und Veränderungen bieten, von denen sowohl die Bevölkerung wirtschaftlich und ökologisch profitieren könnte, sofern sie bereit für ein paar Anpassungen wäre.

Allerdings bleiben das „könnte“ und „wäre“ im Konjunktiv, wie du dir bestimmt denken kannst…

Mir persönlich hätte wahrscheinlich eine subtilere Übermittlung der Botschaft ein bisschen besser gefallen. Schoeters macht ihre Punkte sehr deutlich und nutzt manchmal sogar noch zusätzliche Erklärungen, beispielsweise wenn sie ihre neu ernannte Ministerin für Elefantenangelegenheiten erklären lässt, warum Frauen erst in Krisensituationen für gewichtige Ämter in Betracht kommen. Trotzdem mag ich es sehr, dass Schoeter auch das Geschlechterthema mit einfließen lässt.

„Das Geschenk“ hatte auf mich nicht die gleiche Faszination wie „Trophäe“, den ich einfach erzähltechnisch spannender fand.
Aber als politische Parabel ist der Roman wirklich großartig, unterhaltsam und schmerzlich zutreffend!

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Kratzbürstiges Kammerspiel

Haralds Mama
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Ich kannte die schwedische Schriftstellerin Johanna Frid schon von ihrem Debütroman „Nora oder Brenn Oslo Brenn“, der beim Secession Verlag erschienen ist und gefühlt in Deutschland wenig Beachtung fand. ...

Ich kannte die schwedische Schriftstellerin Johanna Frid schon von ihrem Debütroman „Nora oder Brenn Oslo Brenn“, der beim Secession Verlag erschienen ist und gefühlt in Deutschland wenig Beachtung fand. Ihr zweiter Roman „Haralds Mama“ erscheint jetzt bei Eichborn Verlag und wird dadurch bestimmt mehr Sichtbarkeit erreichen.
Zweifellos hat Frid auch in „Haralds Mama“ wieder einen einzigartigen Stil, der ein bißchen gewöhnungsbedürftig ist und bestimmt nicht allen gefällt.
Frids Literatur ist alles andere als eingängig, gefällig oder anbiedernd.

Der Klappentext verspricht einen Generationenkonflikt zwischen zwei Frauen: Haralds Lebensgefährtin und Haralds Mama. Beide sitzen zwangsweise in einem Flughafen fest, warten auf Haralds und müssen gemeinsam Zeit verbringen. Das Setting hat schon etwas Kammerspielartiges. „Haralds Mama“ ist allerdings kein typischer Roman über einen Generationenkonflikt, der strukturelle Unterschiede zwischen den Generationen herausarbeitet. Frid bewegt sich auf individuellerer Ebene. Haralds Mama will Harald für sich alleine haben, will natürlich nur sein Bestes und das ist in ihren Augen nicht Haralds Freundin. Haralds Freundin ist die Ich-Erzählerin und sieht die Sache etwas anders. Sie hasst Haralds Mama.

„Ich hasse dich genauso, wie du mich hasst, lächelte ich.
Ich glaube kaum, dass das möglich ist, lächelte sie zurück.“


Schon in der Vergangenheit gab es zwischen den beiden Frauen eskalierende Konflikte, wie ich aus Rückblenden erfahre.
Und wer ist eigentlich Harald? Harald ist ein bißchen drogensüchtig und der Hund in der Geschichte, der einfach nur ein Frauchen braucht, das sich um ihn kümmert.
Die beiden Frauen streiten sich beim Warten darum, bei wem Harald jetzt nach seiner Entziehungskur wohnen wird und wer sich um ihn kümmert wird.

Was mir an Frids Romanen so gut gefällt, ist gar nicht so sehr die Handlung. Es passiert ja eigentlich auch nicht viel - sondern die Figuren. Allen voran natürlich die Erzählerin, die komplett mit ihren Issues beschäftigt ist und mentally ziemlich unhinged ist. Und außerdem selbst ein bißchen tablettensüchtig. Und auch Haralds Mama, Typ narzisstische Boomerin, hat Frid plastisch herausgearbeitet. Beide taugen definitiv nicht als Identifikationsfiguren, machen mir aber in ihrer Interaktion unglaublich viel Spaß.

Ich finde „Haralds Mama“ ist zudem sogar auch noch ziemlich witzig, allerdings ist Frids Humor übertrieben sarkastisch und zynisch und nicht zum Schenkelklopfen gedacht.


Ich finde schon, dass es sich auf jeden Fall lohnt, die schwedische Schriftstellerin und ihre intelligente und widerborstige Literatur zu entdecken!

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Lebenskrise auf See

Blaue Tage
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Ich hatte ein bißchen gezögert mir den zweiten Roman von Tatjana von der Beek zu holen. Mich hatte ihr Debütroman „Die Welt von den Fenstern“ jetzt nicht so wirklich begeistern, auch wenn ich das Thema ...

Ich hatte ein bißchen gezögert mir den zweiten Roman von Tatjana von der Beek zu holen. Mich hatte ihr Debütroman „Die Welt von den Fenstern“ jetzt nicht so wirklich begeistern, auch wenn ich das Thema interessant und ihren Stil sehr ansprechend fand.
Aber als ich den Titel und das Setting für „Blaue Tage“ sah, wollte ich den Roman unbedingt lesen, weil er perfekt in meine kleine Serie von Segelromanen passt. Nach „In blaukalter Tiefe“, „Blaues Wunder“ und „Ocean - Gefangen im Blau“ hat jetzt schon der vierte Roman das Blau des Meeres in seinem Titel.

Allerdings unterscheidet sich „Blaue Tage“ inhaltlich schon etwas von den anderen genannten Romanen. Zwar bedeutet auch hier der Aufbruch zu einer Segelreise für die Protagonist*innen Konfrontation und nachhaltige Veränderung, doch Tatjana von der Beek bereitet ihre Geschichte weniger actionlastig auf. Ihr Fokus liegt mehr auf der inneren Entwicklung ihrer Ich-Erzählerin Leo und den innerfamiliären Konflikten, die in der kleinen Urlaubsgruppe aufkommen. Zu der Gruppe gehören in diesem Fall neben Leo und ihrem Freund auch ihre Schwester Emma und deren Lebenspartner.
Vor allem zwischen den beiden Schwestern Leo und Emma zeigen sich schnell Spannungen, da beide mit ihren Partnern vorgeblich möglichst bald ihren Kinderwunsch realisieren wollen.
Auch ihr Vater ist mit von der Partie. Er hatte sich die letzten Jahre stark von seinen beiden erwachsenen Töchtern distanziert, was sie verletzt hat. Er hatte die beide zu der Fahrt mit dem Katamaran eingeladen. Schnell wird den beiden Schwestern klar, dass es einige Geheimnisse im Leben ihres Vaters gibt.
Schließlich stößt zu der Reisegruppe noch die Skipperin Alex, denn bei der Steuerung des Katamarans geht einiges schief und die professionelle Seglerin bietet ihre Hilfe an.
Natürlich bleiben auf dem engen Katamaran, wie es bei einem Segelroman so üblich ist, wenige Konflikte unter der Oberfläche, sondern drängen in der aufgeladenen Atmosphäre nach oben…

Mir gefällt gerade die Konstellation der beiden Schwestern. Auch Entwicklung der Erzählerin Leo erzählt von der Beek spannend und nachfühlbar. Es ist ein wunderbar sensibler Roman über eine späte Identitätsfindung und über das Ausbrechen aus sicher geglaubten Zukunftsplänen und spröde gewordenen Beziehungen. Dabei würde ich für mich den Roman als schönen Sommer- oder Urlaubslektüre einordnen- er hat mich gerade während meiner Urlaubstage an der Ostsee wunderbar unterhalten. Als solchen empfehle ich ihn dir gerne weiter.


Und warum „Blaue Tage“ auch ein wunderbarer sommerleichter Beitrag für den #pridemonth gewesen wäre, solltest du am besten selber herausfinden.

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