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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2025

Hohes Tempo, tolle Fantasy und aufgeladen mit Emotionen

House of Ash and Shadow - Die goldene Stadt 1
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Fallon wächst an dem Ort auf, an den alle Magielosen verbannt werden: vor den Toren der goldenen Stadt. Seit ihrer Geburt verflucht kann sie keine Berührungen ertragen, weder von Mensch noch Tier, ohne ...

Fallon wächst an dem Ort auf, an den alle Magielosen verbannt werden: vor den Toren der goldenen Stadt. Seit ihrer Geburt verflucht kann sie keine Berührungen ertragen, weder von Mensch noch Tier, ohne grenzenlose Schmerzen erleiden zu müssen. Als ihr Vater schwer erkrankt, schleicht sie sich in die goldene Stadt, um Hilfe für ihren Vater zu holen. Doch anders als erwartet, wird sie mitten in das Geschehen der mächtigsten Magischen der Stadt gezogen und muss sich Intrigen, Gefahren, ihrer Herkunft und vor allem vielen Emotionen stellen.

Aufgrund ihres Fluchs darf jeder Kontakt zu Fallon nur doch Stoffbahnen, Decken und Handschuhen geschehen. Doch trotz dieser Last und der dadurch erschwerten Kindheit, hat sie sich mit Hilfe ihres herzensguten Vaters und ihrer sehr einfühlsamen Freundin zu einer starken und guten Person entwickelt. Sie setzt sich für ihre Freunde und Familie ein und würde alles für sie tun, auch in die goldene Stadt einbrechen, um ihren Vater zu retten. Durch mehrere Verwicklungen lernt Fallon den grüblerischen und eher schwermütigen Ariyon kennen, später auch seinen lebensfrohen und freundlichen Bruder Ayden.

Ich finde es sehr gelungen, wie Leia Stone mit den einzelnen Charakteren spielt und sie vielschichtig beschreibt. Nach kürzester Zeit bemerkt man, dass jede Person mehr Tiefe und Geheimnisse besitzt, als sie auf den ersten Blick zeigen. Und die Dynamik zwischen allen kann zeitweise schon sehr turbulent sein.

Auch das Worldbuilding war für mich mal etwas anderes. Man erfährt alles aus Fallons Sicht, die auch völlig ohne Magie aufgewachsen ist und genauso wie der Leser alles erst über diese neue magische Welt lernen muss. Und gerade durch diese magische Ahnungslosigkeit haben sich einige Wendungen ergeben, die ich nicht erwartet hätte. (Eins meiner persönlichen Highlights sieht man übrigens bereits auf dem Cover…).

Neben der Fantasygeschichte werden für mich auch sehr wichtige Themen angeschnitten: Was macht uns aus? Werden wir über unsere Herkunft definiert oder können wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen? Und wie wichtig sind uns Familie und Freundschaft und wen zählen wir überhaupt dazu…

Für mich war es eines der besten Romantasybücher, die ich seit langem gelesen habe. Ich liebe Fallon und ihren Love Interest, aber genauso die vielen tollen Nebencharaktere. Das Buch hat ein hohes Tempo, man kommt teilweise kaum zu Atem, aber trotzdem ist gerade durch Fallons Fluch und ihr Umgang damit ganz viel Gefühl dabei. Ich bin wahnsinnig gespannt auf den nächsten Band und überlege wirklich, ob ich die Bücher nicht lieber gleich auf Englisch lesen sollte.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Unser Lieblingsgespenst ist wieder unterwegs

Huuu-Berta - Ein kleines Gespenst zum Geburtstag
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Eigentlich darf ich gar keine Rezension zu diesem Buch schreiben, da ich ein viel zu großer Fan von dem kleinen süßen Gespenst Huuu-Berta bin. Selten habe ich eine so sympathische Kinderbuchfigur kennen ...

Eigentlich darf ich gar keine Rezension zu diesem Buch schreiben, da ich ein viel zu großer Fan von dem kleinen süßen Gespenst Huuu-Berta bin. Selten habe ich eine so sympathische Kinderbuchfigur kennen gelernt, die Kindern wichtige Werte vermitteln, ohne dabei bevormundend oder nervig zu sein.

Im ersten Band von Huu-Berta macht das kleine Gespenst ihren ersten Ausflug in die Menschenwelt und lernt dort den Jungen Ben kennen, der sie am Schluss zu seinem Geburtstag einlädt. In diesem Kinderbuch nun geht Huuu-Berta mit ihrer kleinen und frechen Fledermaus-Freundin Flitzi zu besagtem Geburtstag und erlebt dort viele Abenteuer, findet ein kleines Geschwistergespenst (die werden in der Gespensterwelt einem nämlich zugeweht) und löst unter anderem das Rätsel um eine Schatzsuche. Auch wenn man den zweiten Band sicher unabhängig vom ersten lesen kann, würde ich trotzdem empfehlen beide zu lesen, da der erste Band ebenfalls sehr schön ist und die Entwicklung der einzelnen Figuren so deutlicher wird.

Huuu-Berta und ihre Freunde sind sehr herzlich und vermitteln gut, wie wichtig Freundschaft ist. Aber auch das Thema kleine Geschwister wird ausführlicher behandelt, da das kleine Gespenst auf Gespensterchen Huuu-Go aufpassen muss, der zwar zuckersüß ist, aber sich mit den Gefahren in der Menschenwelt noch nicht so auskennt und vielleicht auch etwas mehr Blödsinn im Kopf hat als Huuu-Berta. Der Geburtstag wird natürlich ebenfalls gefeiert, aber nicht unbedingt so, wie man es kennt. Normalerweise sind aber ja auch keine Gespenster und Fledermäuse dabei…

Mir gefallen die liebvollen Zeichnungen und die farbenfrohe Gestaltung des Buches sehr gut. Obwohl das Cover sehr pink aussieht, ist das Buch sowohl für Mädchen als auch Jungen geeignet. Genauso würde ich der Alterseinschätzung ab 5 Jahren zustimmen. Sicher können schon Kleinere etwas mit dem Buch anfangen, aber es gibt insgesamt mehr Text als Bilder und für manches müssen die Kinder bereits etwas älter sein, um den Witz dahinter zu verstehen und es richtig feiern zu können.

Am Ende gibt es noch Basteltipps und ein Kuchenrezept, sowie einen Vordruck für kleine Buttons, die man nach jedem Kapitel vorne einkleben kann (Tipp: Klettband nutzen, um sie wiederverwenden zu können).

Insgesamt bin ich wieder einmal völlig begeistert und das Gesamtpaket hat für mich alles, was ein gutes Kinderbuch braucht.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Die süßeste Spinne der Welt geht zum Arzt

Die kleine Spinne Widerlich - Besuch beim Doktor
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Die kleine Spinne muss zur U-Untersuchung und lernt dabei sowohl die Arztpraxis, als auch eine Apotheke und die Hilfe bei leichten Erkrankungen kennen, als sie sich mit ihrer Mutter zusammen um ihren Freund ...

Die kleine Spinne muss zur U-Untersuchung und lernt dabei sowohl die Arztpraxis, als auch eine Apotheke und die Hilfe bei leichten Erkrankungen kennen, als sie sich mit ihrer Mutter zusammen um ihren Freund Niesi kümmert.

Das Buch behandelt alles, was zum Thema Arztbesuch dazugehört. Auf eine einfache und für Kinder verständliche Art und Weise wird der Ablauf der U-Untersuchungen und die wichtigsten Instrumente vom Arzt erklärt. Neben der Vorsorge beschäftigt sich das Buch auch damit, was passiert, wenn man doch einmal krank wird. Besonders schön finde ich hier, vielleicht gerade durch meinen Beruf als Gesundheits- und Krankenpflegerin, dass der Schwerpunkt nicht bei der Medikamenteneinnahme liegt, sondern auch alte Hausmittel wie Tees oder eine warme Suppe genutzt werden. Natürlich soll keiner auf Medizin verzichten, der sie wirklich benötigt, aber viele unserer kleineren Erkrankungen kann man am besten durch Ruhe und Fürsorge kurieren. Das Buch zeigt da sehr schön: Manchmal ist etwas Aufmerksamkeit und Liebe die beste Medizin.

Die Bilder sind einfach nur bezaubernd, farbenfroh und von der Farbwahl neutral gehalten, sodass es sowohl für Mädchen als auch Jungen geeignet ist. Die kleine Spinne Widerlich ist wirklich sehr niedlich gestaltet. Mit ihren großen Kulleraugen dürfte sie meinetwegen gerne mit ihrer Familie bei uns zu Hause einziehen, gegen so zuckersüße Tierchen kann keiner etwas haben, im Gegensatz zu den Spinnen, die ich normalerweise bei uns zu Hause finde 😉

Insgesamt finde ich, dass es ein sehr schönes Buch zur Vorbereitung auf einen Arzttermin ist, sich aber auch als Gute-Nacht-Geschichte eignet. Am Ende kuscheln sich alle in ihr gemütliches Spinnennetz und freuen sich auf den nächsten Tag.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Liebeserklärung an seine Kinder und sich selbst

Bis zu den Sternen und wieder zurück ... - Liebeserklärung einer Drachenmama
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In dem Kinderbuch „Bis zu den Sternen und wieder zurück…“ von Anna Menon erzählt eine Drachenmama die Geschichte von ihrer Reise ins Weltall und wie ihre Kinder dabei immer ein Teil von ihr sind, auch ...

In dem Kinderbuch „Bis zu den Sternen und wieder zurück…“ von Anna Menon erzählt eine Drachenmama die Geschichte von ihrer Reise ins Weltall und wie ihre Kinder dabei immer ein Teil von ihr sind, auch wenn sie ihre Mama auf dieser Reise nicht begleiten können.

Ich hatte nach dem Klappentext kleine Abenteuergeschichten von einem Drachen erwartet, der Schätze für seine Kinder im Weltall gefunden und für sie mitgebracht hat. Auch wenn das natürlich Teil der Story ist, steht es nicht im Vordergrund. Vielmehr ist es eine Liebeserklärung an die eigenen Kinder, die in wunderschönen Reimen erzählt wird. Egal, welche Abenteuer und Wunder die Drachenmama auch erlebt, in Gedanken ist sie trotzdem bei ihren Kindern, vermisst sie und freut sich am Ende wieder bei ihnen zu sein.
Es ist aber auch eine Liebeserklärung an sich selbst, seine Träume zu leben und sich nicht für die eigenen Kinder völlig aufzugeben. Dieses Buch zeigt, dass man seine Kinder auch über alles lieben kann, wenn man die eigenen Ziele und Wünsche verfolgt.

Das Kinderbuch ist nicht einfach nur ein Buch in Reimform, sondern klingt fast wie Poesie und bezaubert mit bunten, fantasievollen Bildern. Das Buch spricht verschiedene Altersgruppen an, Kinder durch die abenteuerliche Reise der Drachenmama, während Erwachsene sich eher in den Gefühlen der Drachenmama wiederfinden werden.

Am Ende des Buches gibt es einen kleinen Bericht über die Entstehung des Buches, was ich sehr schön fand. Die Autorin ist selbst Astronautin und wollte für ihre Kinder ein Buch schreiben, um ihnen über die Zeit der Trennung zu helfen.

Einziger kleiner Kritikpunkt meines Sohnes war, dass er die Geschichte viel zu kurz fand und gerne mehr Abenteuer aus dem Weltall gehört hätte. Ansonsten können wir es nur weiterempfehlen

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Warum wir alle mehr Romance brauchen…

Not in My Book
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Rosie hat sich ihren Traum erfüllt und ist nach New York gezogen, um dort kreatives Schreiben zu studieren. Das Leben könnte dort so schön für sie sein, wenn es nicht ihren Kommilitonen Aiden geben würde. ...

Rosie hat sich ihren Traum erfüllt und ist nach New York gezogen, um dort kreatives Schreiben zu studieren. Das Leben könnte dort so schön für sie sein, wenn es nicht ihren Kommilitonen Aiden geben würde. Als der Dozenten nach einem erneuerten Streit zwischen Rosie und Aiden der Kragen platzt, werden die beiden dazu gezwungen gemeinsam ein Buch zu schreiben…

Gegensätze ziehen sich eindeutig an. Zwischen Rosie und Aiden besteht von Anfang an eine Spannung, die sich zumindest anfangs vor allem in sehr unterhaltsamen Wortgefechten entlädt. Rosie ist romantisch, gutgläubig und lebensfroh und hofft bei allem und jedem auf ein Happy End. Aiden dagegen besticht vor allem durch seine mürrische Art und seine sarkastischen Kommentare.

Ja, es ist alles ein wenig klischeehaft und man kann sich das Ende dieser Romance sicher schon denken. Trotzdem hat die Autorin es auf eine interessante Art gelöst und für mich auch meistens die Beziehung der beiden glaubhaft weiterentwickelt. Witzig fand ich vor allem, dass man bei dem Schaffensprozess einer Romance dabei sein kann und auch gleich erfährt, warum wir alle mehr Bücher mit Happy-End lesen sollten und trotzdem ein etwas kritischer und selbstironischer Blick auf dieses Genre nicht fehlt.

Die Liebesgeschichte braucht anfangs etwas Anlaufzeit, doch zum Ende hin gibt es einige spicy Szenen, die man bei dem für mich eher harmlosen und sanften Cover vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte. (Das Cover sieht im Original übrigens noch viel schöner aus als auf den Fotos)

Mir hat der Roman sehr gut gefallen und mich wirklich direkt in eine kuschelige Herbst- bzw. Weihnachtsstimmung versetzt. Es gab jede Menge romantische Szenen und gerade die Beschreibungen von New York in der Weihnachtszeit liebe ich einfach. Ja, es ist kitschig, aber auf eine angenehme Art, sodass es ein gutes und warmes Gefühl bei einem hinterlässt. Dazu tragen sicher auch die wirklich sympathischen Freunde und die sehr herzliche Familie von Rosie bei.

Natürlich gibt es ein paar Abstriche und ab und zu hab ich nur den Kopf geschüttelt, weil Rosie und Aiden sich selbst sehr oft im Weg standen. Trotzdem hat es mich sehr gut unterhalten, einiges an Humor gezeigt und mich richtiggehend positiv auf die kommenden kälteren Jahreszeiten eingestellt. Alles kann romantisch sein, fragt Rosie nach

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