Hohes Tempo, tolle Fantasy und aufgeladen mit Emotionen
House of Ash and Shadow - Die goldene Stadt 1Fallon wächst an dem Ort auf, an den alle Magielosen verbannt werden: vor den Toren der goldenen Stadt. Seit ihrer Geburt verflucht kann sie keine Berührungen ertragen, weder von Mensch noch Tier, ohne ...
Fallon wächst an dem Ort auf, an den alle Magielosen verbannt werden: vor den Toren der goldenen Stadt. Seit ihrer Geburt verflucht kann sie keine Berührungen ertragen, weder von Mensch noch Tier, ohne grenzenlose Schmerzen erleiden zu müssen. Als ihr Vater schwer erkrankt, schleicht sie sich in die goldene Stadt, um Hilfe für ihren Vater zu holen. Doch anders als erwartet, wird sie mitten in das Geschehen der mächtigsten Magischen der Stadt gezogen und muss sich Intrigen, Gefahren, ihrer Herkunft und vor allem vielen Emotionen stellen.
Aufgrund ihres Fluchs darf jeder Kontakt zu Fallon nur doch Stoffbahnen, Decken und Handschuhen geschehen. Doch trotz dieser Last und der dadurch erschwerten Kindheit, hat sie sich mit Hilfe ihres herzensguten Vaters und ihrer sehr einfühlsamen Freundin zu einer starken und guten Person entwickelt. Sie setzt sich für ihre Freunde und Familie ein und würde alles für sie tun, auch in die goldene Stadt einbrechen, um ihren Vater zu retten. Durch mehrere Verwicklungen lernt Fallon den grüblerischen und eher schwermütigen Ariyon kennen, später auch seinen lebensfrohen und freundlichen Bruder Ayden.
Ich finde es sehr gelungen, wie Leia Stone mit den einzelnen Charakteren spielt und sie vielschichtig beschreibt. Nach kürzester Zeit bemerkt man, dass jede Person mehr Tiefe und Geheimnisse besitzt, als sie auf den ersten Blick zeigen. Und die Dynamik zwischen allen kann zeitweise schon sehr turbulent sein.
Auch das Worldbuilding war für mich mal etwas anderes. Man erfährt alles aus Fallons Sicht, die auch völlig ohne Magie aufgewachsen ist und genauso wie der Leser alles erst über diese neue magische Welt lernen muss. Und gerade durch diese magische Ahnungslosigkeit haben sich einige Wendungen ergeben, die ich nicht erwartet hätte. (Eins meiner persönlichen Highlights sieht man übrigens bereits auf dem Cover…).
Neben der Fantasygeschichte werden für mich auch sehr wichtige Themen angeschnitten: Was macht uns aus? Werden wir über unsere Herkunft definiert oder können wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen? Und wie wichtig sind uns Familie und Freundschaft und wen zählen wir überhaupt dazu…
Für mich war es eines der besten Romantasybücher, die ich seit langem gelesen habe. Ich liebe Fallon und ihren Love Interest, aber genauso die vielen tollen Nebencharaktere. Das Buch hat ein hohes Tempo, man kommt teilweise kaum zu Atem, aber trotzdem ist gerade durch Fallons Fluch und ihr Umgang damit ganz viel Gefühl dabei. Ich bin wahnsinnig gespannt auf den nächsten Band und überlege wirklich, ob ich die Bücher nicht lieber gleich auf Englisch lesen sollte.