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Veröffentlicht am 23.12.2016

Die Insel der tausen Quellen

Die Insel der tausend Quellen
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Das Buch handelt vom Alltag auf Jamaika in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Konflikte zwischen Plantagenbesitzern und Sklaven bestimmen das Leben der jungen Nora, die nach ihrer Heirat aus England ...

Das Buch handelt vom Alltag auf Jamaika in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Konflikte zwischen Plantagenbesitzern und Sklaven bestimmen das Leben der jungen Nora, die nach ihrer Heirat aus England in dieses für sie paradiesische Land umzieht. Aber dann brechen Ereignisse über sie herein, die ihr nur das nackte Leben lassen...

Spannender historischer Roman. Der Kampf nach Unabhängigkeit der Sklaven und der jungen Frau werden parallel erzählt. Das Happy-End wirkte für mich allerdings etwas aufgesetzt und übertrieben, daher keine 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.07.2025

Vergessene Kinderschicksale

Der Sommer am Ende der Welt
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Eva Völler klärt in diesem Roman über das Schicksal der sogenannten Verschickungskinder in der Nachkriegszeit auf. Sie stellt dem Buch eine Triggerwarnung voran, da sie die Zustände sehr detailliert schildert. ...

Eva Völler klärt in diesem Roman über das Schicksal der sogenannten Verschickungskinder in der Nachkriegszeit auf. Sie stellt dem Buch eine Triggerwarnung voran, da sie die Zustände sehr detailliert schildert.

Chronisch kranke Kinder wurden alleine in Kur geschickt - egal wie alt sie waren. Die Zustände in den Kinderheimen, wie im Roman auf Borkum, waren aber alles andere als kindgerecht - sie ähnelten eher einer Kaserne. Von den Krankenkassen wurde die Unterbringung der Kinder gut bezahlt, aber von dem Geld landete nicht viel bei den Kindern.

Der Roman schildert die Recherchen der Journalistin Hanna, deren Mutter auch eine solche Kur auf Borkum gemacht hat. Wie bei vielen zeitgeschichtlichen Romanen gibt es zwei Zeitebenen: Hanna und ihre Tochter verbringen das Ende der Sommerferien auf Borkum und in Rückblicken erfahren wir mehr über die Kinder im Jahr 1963. Beide Zeitebenen sind meiner Meinung nach etwas überladen. In den Sechzigern wird nicht nur von den Zuständen im Kinderheim berichtet, sondern es gibt noch einen Kinderarzt, der die Leiterin des Kurheims noch aus der NS-Zeit kennt. Beide haben einiges zu verbergen und scheuen dabei vor nichts zurück.
Dass sowohl Hanna als auch ihre Tochter auf Borkum recht schnell ihrer großen Liebe begegnen und gleichzeitig an ihrer Mutter-Tochter-Beziehung arbeiten, ist zwar eine nette Auflockerung des ernsten Themas, wirkt an einigen Stellen aber etwas konstruiert.
Eva Völler gelingt es allerdings, alle Fäden am Ende zusammenzuführen und die Spannung die ganze Zeit hoch zu halten. Der dialog-geprägte Schreibstil ist sehr fesselnd.
Ich vergebe insgesamt 3.5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.09.2022

Biografieroman

Dian Fossey - Die Forscherin
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Susanna Leonard schildert das Leben von Dian Fossey auf drei Zeitebenen: frühe Kindheit - junge Frau - kurz vor dem Tod. Die Wechsel zwischen diesen Zeitebenen erscheinen zu Beginn abrupt, mehr und mehr ...

Susanna Leonard schildert das Leben von Dian Fossey auf drei Zeitebenen: frühe Kindheit - junge Frau - kurz vor dem Tod. Die Wechsel zwischen diesen Zeitebenen erscheinen zu Beginn abrupt, mehr und mehr erkennt man aber den roten Faden, der den Roman und auch das Leben der dargestellten Frau durchzieht.
Die Verletzungen, die sie als Kind erfahren hat münden in Enttäuschungen in der entscheidenden Phase als junge Frau und damit in selbst gewählte Einsamkeit gegen Ende des Lebens.
Die Autorin lässt dabei einiges offen, wohl auch weil die genauen Umstände nicht mehr zu ermitteln sind. Manchmal hätte ich mir da mehr fiktionalen Mut gewünscht, damit die Erzählung rund wird - vor allem am Ende.
Die auf dem Cover erwähnten Gorillas nehmen leider nur wenig Raum ein - die Forschung, die Fossey durchgeführt hat und vor allem die Ergebnisse ihrer Arbeit, werden nur nebenbei erwähnt.
Dian Fossey erscheint als eine Frau, die einen für ihre Zeit ungewöhnlichen Lebensweg eingeschlagen hat. Sie wird aber nicht unbedingt als stark und Vorbild dargestellt.

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Veröffentlicht am 29.07.2022

Charmante Ermittlerin in der deutschen Provinz der goldenen 1920er

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
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Das dunkel gehaltene Cover mit goldener Schrift zeigt eine junge Frau vor der Schalttafel eines Postamtes. Dies deutet schon an, wo wir die Hauptfigur Alma zunächst antreffen: bei der stressigen Aufgabe ...

Das dunkel gehaltene Cover mit goldener Schrift zeigt eine junge Frau vor der Schalttafel eines Postamtes. Dies deutet schon an, wo wir die Hauptfigur Alma zunächst antreffen: bei der stressigen Aufgabe der Telefonvermittlung in der kleinen Stadt Baden-Baden, die während der Kursaison Menschen aus ganz Europa anlockt.
Alma gerät in die Ermittlungen zu einem Mord an einer Frau mitten in der Stadt, da sie ungewollt einen Satz am Telefon mitgehört hat, den sie sofort auf diesen Kriminalfall bezieht.
Unterstützt von dem jungen Kriminalkommissaranwärter Schiller, ihrer quirligen Freundin Emmi und ihrem Cousin Walter ermittelt sie nicht immer ohne Gefahr auf eigene Faust.
Neben der spannenden Kriminalgeschichte gelingt es der Autorin Charlotte Blum auch, die Leserschaft in die damaligen Lebensverhältnisse der "einfachen" Menschen kurz nach dem ersten Weltkrieg zu entführen.
Ein kleiner Abstrich sind die dabei teilweise etwas einseitig dargestellten Personen in der zweiten Reihe (viele ältere Frauen sind Drachen, die Männer nachlässig bei der Körperpflege,---)
Leseempfehlung für alle Fans von historischen Krimis, vor allem wenn es durchaus auch leichte Seiten geben darf und klassische Ermittlungsarbeit gewünscht ist.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Wohlfühlkrimi mit Urlaubsfeeling

Kloster, Mord und Dolce Vita - Folge 01
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Eine Nonne und ein Kleinstadtpolizist ermitteln gemeinsam vor der traumhaften Kulisse der Toscana. Sehr überzeugend gelesen - einziger Abstrich ist eine teils altmodische Sprache.

Eine Nonne und ein Kleinstadtpolizist ermitteln gemeinsam vor der traumhaften Kulisse der Toscana. Sehr überzeugend gelesen - einziger Abstrich ist eine teils altmodische Sprache.

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