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Veröffentlicht am 08.08.2025

Interessante Story mit leichten Längen in der zweiten Hälfte

Stunde um Stunde
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Ryan und Elsie Delaney sind verzweifelt. Vor zwei Jahren verschwand ihre damals 5-jährige Tochter Tilly an einem See spurlos. Die Polizei geht davon aus, dass Tilly ertrunken ist und hat den Fall inzwischen ...

Ryan und Elsie Delaney sind verzweifelt. Vor zwei Jahren verschwand ihre damals 5-jährige Tochter Tilly an einem See spurlos. Die Polizei geht davon aus, dass Tilly ertrunken ist und hat den Fall inzwischen zu den Akten gelegt. Die Eltern sind sich jedoch sicher, dass ihre Tochter entführt wurde. Deshalb dringen sie in das forensische Labor der Strafverfolgungsbehörden von LA ein, nehmen drei Geiseln und fordern die Polizei auf, Tilly innerhalb von 24 Stunden zu finden. Gleichzeitig drohen Sie damit, in regelmäßigen Abständen Beweismittel für andere ungelöste Fälle zu vernichten.

Lynette Lamb hat gerade die Polizeiakademie erfolgreich abgeschlossen und wird an ihrem ersten Arbeitstag gefeuert, weil sich ein One-Night-Stand bei ihr zuhause über ihren Dienstlaptop Zugang zu internen Unterlagen des LAPD verschafft hatte. Dadurch flog Detective Charlie Hoskins nach 5 Jahren Undercover Arbeit in einer mörderischen Biker Gang auf, wurde schwer verletzt und wäre beinahe ertrunken. Sollten seine Beweismittel jetzt von den Delaneys vernichtet werden, verliert er alles, wofür er in den letzten 5 Jahren gearbeitet hat.

Lambs einzige Möglichkeit wieder in ihren Traumberuf einzusteigen ist, herauszufinden, was mit Tilly geschehen ist. Dafür tut sie sich mit Hoskins zusammen. Doch die Zeit drängt. Wird es ihnen gelingen, diesen Cold Case zu lösen, bevor alles außer Kontrolle gerät?

Von der australischen Autorin Candice Fox habe ich vor vielen Jahren ihre preisgekrönte Hades Trilogie gelesen und erst kürzlich einen Thriller über eine korrupte Feuerwehreinheit. Mit allen vier Büchern hat die Autorin bei mir gepunktet. Daher konnte ich auch nicht widerstehen, als ich „Stunde um Stunde“ vor ca. zwei Wochen für unschlagbare 0 Euro erwerben konnte. Das Buch besteht hauptsächlich aus zwei Handlungssträngen, die in der dritten Person aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten erzählt werden und einem, der nach der Einführung der Charaktere lediglich aus Dialogen besteht.

Den Schreibstil empfand ich als durchaus flüssig und die Wechsel zwischen den Szenarien in der ersten Hälfte immer perfekt gesetzt. Lediglich in der zweiten Hälfte verspürte ich einige Male leichte Längen und hätte mir das Ganze etwas gestraffter und temporeicher gewünscht. Allerdings gab es trotzdem immer wieder überraschende Wendungen, die mich verblüfften und über die empfundenen Längen hinwegtrösteten. Die Hauptfiguren Lamb und Hoskins mochte ich sehr und auch Hoskins Vorgesetzte Saskia war mir sehr sympathisch. In die Verzweiflung von Tillys Eltern konnte ich mich zwar auch ein bisschen hineinversetzen, allerdings heiligte hier für mich der Zweck die Mittel nicht.

Etwas schade fand ich, dass mir Mina nach der spektakulären Rettungsaktion am Anfang im weiteren Handlungsverlaufs nicht wirklich nähergebracht wurde. Der Handlungsstrang mit den Dialogen reichte mir dafür nicht aus und gefiel mir auch nicht besonders. Gut gefiel mir, dass es gleich zwei atemberaubende Showdowns gab und das Ende empfand ich als sehr gefällig. Trotz der angesprochenen Kritikpunkte hat mich insgesamt auch dieses Buch der Autorin wieder gut unterhalten, so, dass ich in nicht allzu ferner Zukunft auch noch ihre anderen Bücher lesen möchte, die bereits in deutscher Übersetzung erschienen sind.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Flüssiger Schreibstil, sympathische Hauptfiguren, aber vorhersehbar und Klischee behaftet

When the Moon touches my Soul
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Der Urbanfantasy bin ich seit etlichen Jahren sehr zugeneigt und - obwohl der Altersgruppe nicht mehr wirklich zugehörig - lese ich doch immer wieder gern Bücher, die für junge Erwachsene geschrieben wurden.

Daher ...

Der Urbanfantasy bin ich seit etlichen Jahren sehr zugeneigt und - obwohl der Altersgruppe nicht mehr wirklich zugehörig - lese ich doch immer wieder gern Bücher, die für junge Erwachsene geschrieben wurden.

Daher konnte ich auch nicht widerstehen, als dieses Buch im Rahmen der diesjährigen NetGalley Challenge als Rezensionsexemplar angeboten wurde. Es handelt sich hier um den Auftaktband einer Reihe, die bislang mit zwei Teilen angekündigt ist. Die Inhaltsangabe von When the Moon touches my Soul der mir komplett unbekannten Autorin Maria Winter reizte mich, auch wenn ich mich wieder mal ein bisschen darüber ärgerte, dass ein deutschsprachiges Buch einen englischen Titel trägt.

Skylar Davis arbeitet als Sicherheitschefin im Nachtclub Nightwing in Downtown Los Angeles. Dort ärgerte sie sich gerade noch darüber, dass der Besitzer und ihr direkter Vorgesetzter Arcan Rivera einen neuen Kollegen für das Sicherheitsteam eingestellt hat, ohne dies vorher mit ihr zu besprechen. Allerdings entpuppt sich Ryan Green schnell als äußerst zuverlässiger Mitarbeiter, lässt die junge Frau aber auch auf persönlicher Ebene nicht kalt.

Doch Ryan kam nicht ohne Grund nach L.A. und auch Skylar führt ein Doppelleben. Sie hat nicht nur eine menschliche Seite, sondern sie ist ein Werwolf. Als Solcher untersucht sie gerade die bestialischen Morde an jungen Frauen, als ihr ein Jäger begegnet, der sie töten will. Sie entkommt ihm nur knapp, erkennt ihn jedoch im letzten Moment und erfährt kurze Zeit später auch von seinem Motiv. Wird es ihr gelingen, die Morde aufzuklären, ohne dabei selbst ihr Leben zu lassen?

Dieses in der ersten Person aus wechselnden Perspektiven von Skylar und Ryan geschriebene Buch konnte ich durchaus leicht und flüssig lesen. Ich empfand die Handlung an sich jedoch streckenweise als ziemlich vorhersehbar und teilweise auch klischeehaft. Mag sein, dass Letzteres daran liegt, dass ich schon sehr viel ähnlichen Lesestoff mit Werwölfen und Vampiren in den Fingern hatte. Mir ging es aber auch mit der Entwicklung der Romanze zu schnell, die Bettszenen nervten mich ein bisschen und so wirklich abnehmen konnte ich Skylar die Rolle der taffen Sicherheitschefin nicht. Irgendwie musste sie in dieser Funktion für mein Empfinden ein bisschen zu oft gerettet werden.

Dennoch entwickelte ich während des Lesens Sympathien für die beiden Hauptfiguren und das sorgte dafür, dass ich das Buch recht schnell ausgelesen hatte und trotz der erwähnten Kritikpunkte keine großartigen Längen empfand. Das Ende war gefällig und offene Fragen blieben nicht. Insgesamt empfand ich für mich das Buch als nette Lektüre für zwischendurch. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass jüngere Leserinnen, die noch nicht so viel aus dem Genre gelesen haben wie ich, es ganz toll finden werden. Der zweite Teil ist für Anfang November angekündigt. Da ich die Inhaltsangabe schon gelesen habe und es in diesem hauptsächlich um andere, mir aber aus diesem Auftakt bereits bekannte Figuren gehen soll, werde ich diesen wahrscheinlich ebenfalls lesen.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Trotz eher langsam fortschreitender Handlung hat mich das Buch gefesselt

Dunkle Sühne
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Die 15-jährige und seit einiger Zeit immer rebellischer auftretende Madison wartet an ihrem (und meinem) Geburtstag, während der Feierlichkeiten zum amerikanischen Unabhängigkeitstag auf ihre beste Freundin ...

Die 15-jährige und seit einiger Zeit immer rebellischer auftretende Madison wartet an ihrem (und meinem) Geburtstag, während der Feierlichkeiten zum amerikanischen Unabhängigkeitstag auf ihre beste Freundin Cheyenne, mit der sie etwas Verbotenes geplant hatte.

Emmy ist Polizistin, die Tochter des Sheriffs und die beste Freundin von Madisons Stiefmutter Hannah. Gerade hatte sie noch versucht mit Madison über ihr Verhalten zu reden und wurde von dem Mädchen abgewiesen. Als Madison kurze Zeit später von selbst auf sie zukam, waren ihr die eigenen Befindlichkeiten erst einmal wichtiger.

Nun sind das Mädchen und ihre Freundin verschwunden. Die liegengebliebenen Fahrräder sowie eine Blutlache lassen befürchten, dass die Mädchen entführt wurden. Was hatten die beiden vor? Und wird es den Gesetzeshütern gelingen, sie zu finden und nach Hause zu bringen?

Karin Slaughter gehört seit vielen Jahren zu meinen Lieblings Autorinnen im Thriller Genre. Die meisten ihrer ins Deutsche übersetzten Bücher habe ich bereits gelesen und keines davon empfand ich als schlecht. Daher war auch die Lektüre dieses Auftakts zu ihrer neuen North Falls Reihe für mich ein Muss. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten. Den Schreibstil empfand ich als gewohnt flüssig, die Sprache einfach, aber bildhaft und die Charaktere sehr interessant.

Die Handlung empfand ich zwar als eher gemächlich fortschreitend, ich habe schon deutlich temporeichere Thriller der Autorin gelesen. Längen verspürte ich beim Lesen aber trotzdem nicht. Die abscheulichen Verbrechen erschütterten mich, die Atmosphäre der von Emmys Familie dominierten Kleinstadt wurde sehr gut eingefangen und die Polizistin sowie noch einige andere Charaktere waren mir sehr sympathisch. Ich fieberte mit bei der Suche nach den verschwundenen Mädchen, hoffte, dass der Täter dingfest gemacht werden kann und litt bei Rückschlägen sowie verschiedenen ganz persönlichen Verlusten mit den Figuren. Mir gefiel, dass es einige sehr überraschende Wendungen gab und, dass nebenbei auch etliche gesellschaftliche Probleme mit angesprochen wurden, die nicht immer unmittelbar mit dem Fall zu tun hatten. Die Familieninternas der Cliftons waren für mich ebenfalls sehr interessant.

Die Ermittlungen wirkten auf mich authentisch. Wer letztendlich dann tatsächlich für die Entführung der Mädchen verantwortlich war, überraschte mich zwar nicht gänzlich. Dass ich selbst vorher schon teilweise auf der richtigen Spur war, schadete meinem Leseerlebnis jedoch trotzdem nicht. Am Ende blieben zu den Verbrechen für mich erst einmal keine Fragen offen, wohl aber in Sachen Familienbeziehungen und beruflicher Werdegang. Daher bin ich jetzt auch schon sehr auf die Fortsetzung gespannt und hoffe, dass diese in deutscher Übersetzung nicht zu lange auf sich warten lässt. Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen und ich gebe ihm gern meine Leseempfehlung mit.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Nach einem etwas holprigen Start ein mich sehr fesselndes Leseerlebnis

Der dunkle Sommer
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Das Leben der deutschen Architektin Tilda hat sich drastisch verändert. Sie trauert und sehnt sich verzweifelt nach einem Neuanfang. Da erscheint ihr das Auffinden eines Zeitungsartikels im Arbeitszimmer ...

Das Leben der deutschen Architektin Tilda hat sich drastisch verändert. Sie trauert und sehnt sich verzweifelt nach einem Neuanfang. Da erscheint ihr das Auffinden eines Zeitungsartikels im Arbeitszimmer ihres verstorbenen Vaters italienischer Herkunft wie ein Fingerzeig. Auf Sardinien, in einem verlassenen Dorf namens Botigalli, werden Häuser für einen Euro angeboten, um die Region neu zu beleben. Als einzige Interessentin bewegt sie gerade die Aussicht, ganz allein in diesem Dorf zu sein, dazu, eines dieser Häuser zu kaufen. So stürzt sie sich in die Renovierung des Hauses und hofft dadurch zu heilen.

Allerdings geschehen schon kurz nach ihrer Ankunft unheimliche Dinge. So läutet am Sonntag plötzlich die Kirchenglocke und in ihrem Haus tauchen plötzlich Sachen auf, die vorher nicht dort waren. Als Tilda im Dorf auf Spurensuche geht, trifft sie auf den Journalisten Enzo. Von ihm erfährt sie, dass sie gar nicht die einzige Person ist, die im Dorf lebt und, dass in ihrem Haus vor vielen Jahren ein schreckliches Verbrechen geschah. Enzo versucht nun dieses aufzuklären, doch Silvio, der einzige sonst noch im Dorf lebende Zeitzeuge, schweigt dazu beharrlich.

Plötzlich steht Tildas jüngerer Bruder Nino vor ihrer Tür und sie lässt ihn, da er nirgendwo anders hinkann, zähneknirschend bei ihr wohnen. Obwohl er Erinnerungen mitbringt, die sie eigentlich vergessen wollte, kommen sich die Geschwister näher als jemals zuvor. Als Nino dann auf mysteriöse Weise verschwindet, sucht sie ihn verzweifelt und kommt dabei einer düsteren Wahrheit auf die Spur, die tief in ihrer eigenen Vergangenheit wurzelt…

Als ich dieses Buch bei NetGalley entdeckte, reizten mich der Klappentext und die Tatsache, dass der Thriller von einer Autorin geschrieben wurde, von der ich bisher noch nichts gelesen hatte. Den Schreibstil empfand ich zwar als flüssig. Allerdings war für mich der Einstieg in die Geschichte etwas holprig und ich wurde erst nach ungefähr einem Viertel vollständig in ihren Bann gezogen. Ab da empfand ich dann jedoch eine permanente, teils sogar gruselige Grundspannung und wollte das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Geschrieben ist es in der ersten Person aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten. Eine davon beginnt weit in der Vergangenheit. Im mysteriösen Prolog wusste ich noch nicht, welcher ICH-Erzähler da berichtet. Die nächsten Kapitel sind dann zwar schon mit den Namen der Protagonisten überschrieben, da diese jedoch situationsbedingt erzählen, ich erst nach und nach mehr über sie erfuhr und es auch keine Zeitangaben in den Kapitelüberschriften gibt, brauchte ich ein Weilchen, um mich zurechtzufinden.

Allerdings sehe ich das, im Nachgang betrachtet, als einen sehr cleveren Schachzug der Autorin. Denn nur so gelang es ihr, mich als durchaus aufmerksame Leserin im Prinzip von Anfang an auf richtig viele falsche Fährten zu schicken. So wurde ich im Laufe der Handlung immer wieder mit überraschenden Wendungen verblüfft und empfand diese dennoch als glaubhaft. Es gab zwar auch einiges, was ich durchaus auch vorhergesehen hatte. Im Endeffekt überwogen bei mir jedoch die Überraschungen.

Am Ende blieben für mich keine Fragen mehr offen und im Nachwort konnte ich dann sogar noch lesen, dass die Inspiration Vera Bucks zu diesem Roman sogar auf wahren Begebenheiten beruhte, die sie meiner Meinung nach hervorragend mit Fiktivem glaubhaft verband. Insgesamt hat mir dieser Thriller doch sehr gut gefallen und ich werde sicher noch weitere Werke der Autorin lesen. Das eBook des von ihr im vorigen Jahr erschienenen Thrillers „Das Baumhaus“ habe ich mir gerade spontan gekauft.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Solider Psychothriller mit nur wenigen Längen

Tochterliebe
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Die Studentin Cleo hat seit ihrer Teenagerzeit zu ihrer Mutter Katrina kein gutes Verhältnis mehr. Sie hält das Leben ihrer im Beruf erfolgreichen Mutter für perfekt durchgestylt und fühlt sich in deren ...

Die Studentin Cleo hat seit ihrer Teenagerzeit zu ihrer Mutter Katrina kein gutes Verhältnis mehr. Sie hält das Leben ihrer im Beruf erfolgreichen Mutter für perfekt durchgestylt und fühlt sich in deren Gegenwart minderwertig. Für Kat wiederum ist Cleo das Wichtigste in ihrem Leben, sie würde alles tun, um ihre Tochter zu beschützen, auch wenn der Zweck dabei die Mittel heiligt.

Seit Monaten haben die beiden keinen Kontakt mehr zueinander. Nun hat Kat es geschafft, dass Cleo für eine Aussprache zum Abendessen nach Hause kommen will. Doch als Cleo dort ankommt, fehlt von Kat jede Spur und im sonst so penibel ordentlichen Haus herrscht Chaos. Ein einzelner blutiger Schuh sowie eine Blutlache lassen das Schlimmste vermuten.

Obwohl die Polizei ermittelt, sucht Cleo auch selbst nach ihrer Mutter. Was sie dabei alles herausfindet, erschüttert sie zutiefst…

Leicht und flüssig konnte ich diesen Thriller lesen. Geschrieben ist er hauptsächlich in der ersten Person aus den Perspektiven von Cleo in der Gegenwart und Katrina in der Vergangenheit. Zwischenrein finden sich allerdings auch anonyme Textnachrichten, Aufzeichnungsprotokolle von Therapiesitzungen, Tagebucheinträge und Auszüge aus der Zivilklage gegen ein Pharmaunternehmen. Damit legte die Autorin eine ziemliche Anzahl verschiedener Spuren aus.

Die Wechsel zwischen den Handlungssträngen sorgten dafür, dass ich beim Lesen kaum Längen empfand, sich in mir aber eine permanente Grundspannung aufbaute. Nicht ganz so atemberaubend, wie ich es bei anderen Thrillern bereits erlebt habe, aber doch so, dass ich immer weiterlesen wollte und im letzten Drittel der Auflösung entgegenfieberte. Es dauerte bei mir auch ein bisschen, bis ich mit den beiden Hauptfiguren - Cleo und Kat - warm wurde, aber irgendwann hatten sie dann doch meine Sympathien und ich konnte beide irgendwie verstehen.

Wer letztendlich für das Verschwinden von Kat verantwortlich war, überraschte mich dann doch. Allerdings ahnte ich trotzdem schon eine ganze Weile vor der Auflösung, dass auch mit dieser Figur irgendetwas nicht stimmen kann. Das Ende empfand ich dann als versöhnlich. Insgesamt hat mich dieses Buch ganz gut unterhalten und einige menschliche Abgründe in die ich während des Lesens blickte, waren schon ziemlich düster. Ich kann mir auch gut vorstellen, weitere Thriller der Autorin zu lesen.

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