Ava zwischen zwei Welten
Das zweite LebenDie Autorin Nina Pilckmann erzählt in ihrem neuen Roman „Das zweite Leben“ eine Geschichte über eine mystische Stadt voller Seligkeit, ein grausames Geheimnis aus den Tagen in Auschwitz und über eine Liebe, ...
Die Autorin Nina Pilckmann erzählt in ihrem neuen Roman „Das zweite Leben“ eine Geschichte über eine mystische Stadt voller Seligkeit, ein grausames Geheimnis aus den Tagen in Auschwitz und über eine Liebe, die beide Welten verbindet.
Die junge Journalistin Ava, Tochter ehemaliger Widerständler gegen das Nazi-Regime, reist voller Zuversicht für ihren nächsten Artikel nach Venedig um über die italienische Resistenza und den Faschismus zu recherchieren. Ava ist auf der Suche nach der Wahrheit und möchte mit ihrem Beitrag über Deutschlands dunkelste Vergangenheit, aufklären.
Venedig 1968: Bei einer zufälligen Begegnung zwischen Ava und Toma, dem ein Zauber innewohnt, wissen beide sofort, dass dieses Zusammentreffen etwas ganz besonderes ist. Sie haben nur diesen einen Tag und doch versucht Toma, ihr die Schönheiten seines geliebten Venedigs, zu zeigen. Ihre intensiven Gespräche zeigen eindringlich, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind.
Ava und Toma bleiben in Verbindung und tauschen sich nicht nur in Briefen aus, den Ava zieht es auch immer wieder nach Venedig …
München 1968: Zurück in München begegnen sich Ava und Rachel, einer Überlebenden von Birkenau. Erst Rachels erschütternde Erzählungen über die Vorgänge in Birkenau, machen für Ava die Schrecken des Holocaust auf erschütternde Weise, greifbar.
Als Ava realisiert, dass es eine Verbindung zwischen Venedig und Birkenau gibt, stellt sie sich die Frage, welchen Weg sie wählen möchte: den der belastenden Aufklärung, oder den des eigenen Glücks ...
Fazit:
Der Roman „Das zweite Leben“ verbindet historische Fakten mit einer fiktiven Handlung und thematisiert dabei die Entwicklung der jungen Journalistin Ava. Eigentlich ein sehr schönes und interessantes Thema, wären da nicht die vielen detailreichen und ausschweifenden Beschreibungen Venedigs und die vielen philosophischen Dialoge zwischen Ava und Toma. Ava ist mit sich nicht im Reinen, denn sie hinterfragt selbst ihre eigene Rolle und dreht sich ständig im Kreis. Während mich Rachels erschütternde Erlebnisse und Geständnisse, sehr fesseln konnten.