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Veröffentlicht am 06.08.2025

„Herz gegen Schicksal – ein bittersüßer Abschluss voller Magie und Emotionen“

Legacy of Stars 2: Gefallene Finsternis
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Wenn ich an „Gefallene Finsternis“ denke, den zweiten Band der Legacy of Stars-Reihe, bleibt mir vor allem eines im Gedächtnis: ein Auf und Ab der Gefühle. Dana Müller-Braun hat es geschafft, mich erneut ...

Wenn ich an „Gefallene Finsternis“ denke, den zweiten Band der Legacy of Stars-Reihe, bleibt mir vor allem eines im Gedächtnis: ein Auf und Ab der Gefühle. Dana Müller-Braun hat es geschafft, mich erneut in eine Welt zu entführen, die von Magie, düsteren Visionen und tiefen Herzensentscheidungen lebt – und mich dabei nicht nur einmal innerlich hin- und hergerissen zurückgelassen.

Die Geschichte beginnt direkt dramatisch: Shedir sieht in einer Vision, wie Lior – der Blutprinz, der ihr gerade seine Liebe gestanden hat – seinen eigenen Bruder töten wird. Um das zu verhindern, trifft sie eine Entscheidung, die alles verändert: Sie lässt ihn gefangen nehmen. Schon an diesem Punkt wusste ich, dass es emotional kein leichter Ritt werden würde. Der Konflikt zwischen Vertrauen und Verrat zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman – und das auf eine Weise, die mir oft das Herz schwer gemacht hat.

Shedir, die Protagonistin, war für mich dieses Mal eine echte Herausforderung. Ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen und habe mich oft gefragt, ob sie sich selbst eigentlich noch vertraut. Gleichzeitig fand ich es spannend, wie menschlich und verletzlich sie dadurch gewirkt hat – auch wenn ich mir manchmal mehr Klarheit und Entwicklung gewünscht hätte.

Ganz anders ging es mir mit Lior. Ich habe ihn im ersten Band schon interessant gefunden, aber hier hat er sich regelrecht in mein Herz geschlichen. Seine Mischung aus Härte, Loyalität und stiller Verletzlichkeit hat mich tief berührt. Er ist der stille Held der Geschichte – und ich hätte ihm wirklich gewünscht, dass man ihm öfter glaubt und nicht ständig misstraut. Lunas hingegen hat für mich in diesem Band viel von seiner Faszination eingebüßt. Ich mochte ihn zu Beginn der Reihe sehr, doch seine Rolle hier blieb für mich blass und teilweise enttäuschend.

Die Handlung an sich ist rasant und steckt voller überraschender Wendungen – manchmal fast zu viele auf einmal. Ich musste beim Lesen wirklich konzentriert bleiben, um nicht den Überblick zu verlieren. Gerade in der zweiten Hälfte hatte ich das Gefühl, dass sich die Ereignisse überschlagen. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu schnell – ich hätte mir einen ausführlicheren Abschluss oder einen Epilog gewünscht, einfach um emotional richtig loslassen zu können.

Trotzdem: Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und mitgehofft. Die Magie, die Mondmächte, das uralte Erbe – all das hat der Geschichte eine ganz eigene, faszinierende Atmosphäre verliehen. Dana Müller-Brauns Schreibstil bleibt packend, bildhaft und voller Gefühl. Wer auf emotionale Romantasy mit royalen Intrigen, bittersüßer Liebe und einem Hauch dunkler Magie steht, wird in diesem Buch definitiv fündig.

Für mich war „Gefallene Finsternis“ kein perfekter, aber ein sehr emotionaler Abschluss dieser Reihe. Es war nicht immer einfach, nicht immer logisch – aber es hat mich berührt. Und am Ende zählt für mich genau das: dass ein Buch mir noch lange nach dem Zuschlagen im Kopf und im Herzen bleibt.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Gefallene Sterne, königliche Macht & ein Herz voller Zwiespalt

Legacy of Stars 1: Gezeichnetes Schicksal
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Schon die Idee mit Sternenmagie hat mich neugierig gemacht – und das Cover mit Krone, glitzerndem Farbschnitt und Karte im Inneren hat mich direkt verzaubert. Doch was mich wirklich gefesselt hat, war ...

Schon die Idee mit Sternenmagie hat mich neugierig gemacht – und das Cover mit Krone, glitzerndem Farbschnitt und Karte im Inneren hat mich direkt verzaubert. Doch was mich wirklich gefesselt hat, war die Geschichte von Shedir – einer jungen Frau, die mehr ist, als sie selbst ahnt.

Shedir besitzt die Gabe, Schicksale zu lesen und zu beeinflussen – und dabei entpuppt sie sich selbst als „gefällter Stern“, Teil einer royalen Magiedynastie, vor der sie sich bisher versteckt hat. Als sie dem Kronprinzen begegnet, dessen Tod unausweichlich scheint, wird ihr klar: Nur sie könnte ihn retten. Doch dafür braucht sie die Hilfe von Lior, dem mysteriösen Blutprinzen – jenem Bruder, der Schatten und Angst über alle Sternenträger gebracht hat.

Ich bin sofort in dieser Welt versunken: Shedirs Alltag in der Schenke, ihre Angst vor Entdeckung, das Netz aus Intrigen, Geheimnissen und politischen Machtspielen. Die Stimmung ist dicht, die Atmosphäre prickelnd – und die Anziehung zwischen Shedir und Lior elektrisierend. Aus Feinden werden widerwillige Verbündete, und bald spürt man, dass mehr zwischen ihnen stehen könnte: Vertrauen, vielleicht mehr, und jedenfalls eine Verheißung von Wandel.

Dana Müller‑Brauns Schreibstil ist leicht, atmosphärisch und emotional direkt. Die Ich-Perspektive mit innerer Stimme und bildhaften Schauplätzen lässt dich Teil dieser Welt werden. Und obwohl die Liebesgeschichte nicht frei von Klischees ist, funktioniert sie – sie brennt, sie reizt und sie trägt. Auch wenn manche Nebencharaktere und die vielen Ortswechsel zum Verwirren beitragen – dafür hat mich das Worldbuilding mit Sternenmagie und Machtspiel begeistern können.

Zu Beginn wirkte die Dreiecksdynamik zwischen Shedir, Lior und dem Kronprinzen noch etwas konfus, und ich musste mich erst an die vielen Perspektiven gewöhnen. Doch ab dem zweiten Drittel nahm die Handlung Fahrt auf: Verrat, brennende Enthüllungen, ein echter Cliffhanger – und das Ende ließ mich atemlos zurück.

Legacy of Stars – Gezeichnetes Schicksal ist ein gelungener Auftakt, der ein interessantes Magiesystem mit emotionaler Spannung und royaler Hochstimmung kombiniert. Fans von Romantasy mit Sternenmagie, verbotener Anziehung und royalem Hintergrund werden hier definitiv ihre Freude haben. Ich bin mehr als gespannt auf Band 2 und hoffe, dass die zweite Hälfte der Dilogie noch tiefer in diese faszinierende Welt eintaucht.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Eine Geschichte wie die Nacht selbst: düster, leise und voller Geheimnisse.

When the Moon touches my Soul
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Es gibt Bücher, die liest man – und es gibt Bücher, die spürt man. When the Moon Touches My Soul war für mich Letzteres. Von der ersten Seite an hat mich die Atmosphäre gefesselt: düstere Clubnächte in ...

Es gibt Bücher, die liest man – und es gibt Bücher, die spürt man. When the Moon Touches My Soul war für mich Letzteres. Von der ersten Seite an hat mich die Atmosphäre gefesselt: düstere Clubnächte in Los Angeles, Werwölfe, Vampire, dunkle Vergangenheit – und mittendrin eine Protagonistin, die so stark wie verletzlich ist.

Skylar hat mich als Figur sofort abgeholt. Sie ist keine Heldin, die alles unter Kontrolle hat, sondern jemand, der kämpft – mit der Verantwortung als Security-Chefin im berüchtigten Nightwing-Club, mit ihren Gefühlen und mit ihrer eigenen Vergangenheit. Ich mochte, wie tough sie nach außen wirkt, während sie innerlich oft mit sich selbst ringt. Besonders spannend wurde es, als Ryan auftaucht – geheimnisvoll, ruhig, ein Mensch unter Werwölfen. Ihre Verbindung entwickelt sich langsam, fast zögerlich, und genau das fand ich so authentisch. Kein sofortiges Verfallen, sondern ein vorsichtiges Annähern, voller Zweifel und innerer Konflikte.

Die Geschichte selbst hat mich oft atemlos zurückgelassen. Es passieren brutale Morde, die Spannung steigt mit jeder Seite – und obwohl ich normalerweise keine Thriller-Elemente in Romantasy brauche, haben sie hier perfekt funktioniert. Die düstere Stimmung, die Geheimnisse, die Rivalität zwischen Werwölfen und Vampiren – all das hat mich in seinen Bann gezogen. Ich habe mitgefiebert, mitgerätselt und mich manchmal regelrecht in der Nacht dieser Welt verloren.

Was mir besonders gefallen hat, war die emotionale Tiefe. Die Geschichte ist keine klassische Lovestory mit Kitschmomenten, sondern eher eine stille, vorsichtige Annäherung zweier verletzter Seelen. Skylar und Ryan begegnen sich auf Augenhöhe – und genau das macht ihre Beziehung so besonders. Keine toxische Dynamik, kein unnötiges Drama, sondern leise Intimität inmitten von Chaos und Dunkelheit.

Klar, ein paar Dinge hätten noch etwas mehr Raum verdient – zum Beispiel die Nebenfiguren oder die politischen Strukturen der übernatürlichen Welt. Aber das hat für mich dem Leseerlebnis keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Ich sehe dieses Buch als Auftakt, der Lust auf mehr macht. Und ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Bedingungslose Loyalität in einer Welt voller Blut und Schatten

Immortal with your kiss
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Ich muss ehrlich sagen: Der Einstieg in Immortal with Your Kiss fiel mir nicht ganz leicht. Die Erzählweise ist ungewöhnlich – stellenweise poetisch, dann wieder direkt und roh, mit wechselnden Perspektiven ...

Ich muss ehrlich sagen: Der Einstieg in Immortal with Your Kiss fiel mir nicht ganz leicht. Die Erzählweise ist ungewöhnlich – stellenweise poetisch, dann wieder direkt und roh, mit wechselnden Perspektiven und einer dichten Atmosphäre. Ich brauchte ein paar Kapitel, um wirklich anzukommen. Aber als ich mich daran gewöhnt hatte, hat mich die Geschichte vollkommen gepackt – und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen: Ella, die von Vampirin Maria großgezogen wurde, und Maria selbst – mächtig, elegant und gefährlich, aber gleichzeitig zutiefst verbunden mit dem Mädchen, das sie einst gerettet hat. Ihre Beziehung ist intensiv, liebevoll, aber auch tragisch, denn als Ella entführt wird, ist Maria gezwungen, mit ihren ärgsten Feinden – den Blutjägern – zusammenzuarbeiten.

Ella hingegen begegnet während ihrer Gefangenschaft einem Vampir, der ihr geistig wie emotional gefährlich nahe kommt – und plötzlich steht alles infrage, was sie zu wissen glaubte.

Was mich wirklich beeindruckt hat, war, wie viel Gefühl in dieser düsteren Geschichte steckt. Zwischen Gewalt, Blut und dunkler Magie blitzt immer wieder eine fast zärtliche Verbindung auf – nicht nur zwischen Ella und Maria, sondern auch in den neuen, feindlich-schimmernden Beziehungen, die Ella auf ihrem Weg erlebt. Es geht um Kontrolle, um Macht, um Vertrauen – und um eine Liebe, die nicht eindeutig gut oder böse ist.

Ja, es gibt brutale Szenen. Und ja, manchmal musste ich tief durchatmen. Aber genau das macht die Geschichte so besonders: Sie ist nicht weichgespült, sondern mutig, intensiv und emotional ehrlich. Und vor allem: Sie bleibt im Kopf.

Immortal with Your Kiss ist keine seichte Romantasy – sondern eine Geschichte über bedingungslose Loyalität, dunkle Versuchung und das, was wir bereit sind zu opfern, wenn uns jemand wirklich etwas bedeutet. Ich habe das Buch am Ende mit einem Gefühl von Gänsehaut zugeschlagen – und weiß schon jetzt, dass ich die Fortsetzung lesen muss.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Herzklopfen auf dem Spielfeld – eine Sports-Romance mit Tiefgang

Playing the Field
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Manchmal stolpert man über ein Buch, das sich anfühlt wie eine Mischung aus einem perfekten Sonntagabend, einer Tasse Tee und dem leisen Herzklopfen vor einem ersten Kuss – genau so hat sich Playing the ...

Manchmal stolpert man über ein Buch, das sich anfühlt wie eine Mischung aus einem perfekten Sonntagabend, einer Tasse Tee und dem leisen Herzklopfen vor einem ersten Kuss – genau so hat sich Playing the Field für mich angefühlt. Ivy Bailey schafft es mit leichter Hand, eine Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig charmant, emotional und überraschend tiefgründig ist.

Im Mittelpunkt steht Sadie McGrath – leidenschaftliche Fußballspielerin, Kapitänin der Frauenmannschaft an der Durham University und jemand, der ganz genau weiß, was sie will: gewinnen. Doch als ihr plötzlich die Aufgabe übertragen wird, Arlo Hudson, den neuen US-amerikanischen Stürmer des Männerteams, zu trainieren, gerät ihr strukturierter Alltag aus dem Gleichgewicht. Arlo ist nicht nur talentiert, sondern auch ein wenig arrogant – und zwischen den beiden knistert es vom ersten Moment an, obwohl (oder gerade weil) sie sich ständig aneinander reiben.

Was mich sofort für das Buch eingenommen hat, war Sadie selbst. Sie ist ehrgeizig, verletzlich, witzig und trägt eine Last mit sich, die sie kaum jemandem zeigt – ihr Vater leidet an Demenz, und das hat nicht nur ihre Kindheit geprägt, sondern beeinflusst auch jetzt noch jede Entscheidung, die sie trifft. Dieser Teil der Geschichte hat mich besonders berührt, weil er so ehrlich und unaufdringlich erzählt wird. Baileys Art, dieses ernste Thema in eine leichte, romantische Handlung einzubetten, ist feinfühlig und respektvoll.

Die Dynamik zwischen Sadie und Arlo ist das Herzstück des Romans – enemies to lovers, wie man es sich wünscht: voller Schlagabtausch, funkelndem Wortwitz und echter Entwicklung. Ihre Beziehung baut sich glaubwürdig auf, auch wenn sie manchmal ein wenig zu schnell voranschreitet. Aber das stört kaum, weil die Chemie stimmt und die Dialoge lebendig und authentisch sind.

Was Playing the Field außerdem besonders macht, ist die gelungene Mischung aus Sport, queerer Repräsentation (Sadie ist bisexuell) und Themen wie mentaler Gesundheit und Freundschaft. Es geht nicht nur um Liebe, sondern auch darum, sich selbst treu zu bleiben, für die eigenen Träume zu kämpfen und sich trotz Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen. Ivy Bailey hat einen wunderbar zugänglichen Schreibstil, der mitreißt, ohne kitschig zu sein – locker, modern und emotional auf den Punkt.

Natürlich gibt es auch ein paar kleinere Schwächen: Manche Konflikte wirken recht schnell aufgelöst, und an wenigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht – vor allem bei Arlos Hintergrund. Doch das tut dem Lesevergnügen kaum Abbruch, denn das Buch bleibt durchgehend unterhaltsam, berührend und einfach sehr sympathisch.

Insgesamt ist Playing the Field ein Wohlfühlbuch mit Herz und Haltung. Wer Sportromanzen mag, eine starke weibliche Hauptfigur sucht und Lust auf eine queere Liebesgeschichte mit echten Gefühlen hat, wird hier fündig. Für mich war es eine gelungene Überraschung – warmherzig, klug und mit genau dem richtigen Maß an Drama, Romantik und Hoffnung.

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