Ein magischer Alltag zwischen Immobilien und Zauberei
Magie und LiebeEinstieg
Tagsüber zeigt Elionore Brevent ihren Kunden schicke Häuser, doch in der Nacht widmet sich die Maklerin lieber magischen Dingen denn Elionore ist eine Hexe.
Damit beginnt ein urbanes Fantasy-Abenteuer, ...
Einstieg
Tagsüber zeigt Elionore Brevent ihren Kunden schicke Häuser, doch in der Nacht widmet sich die Maklerin lieber magischen Dingen denn Elionore ist eine Hexe.
Damit beginnt ein urbanes Fantasy-Abenteuer, das zunächst viel Charme, Humor und originelle Ideen verspricht. Die Geschichte entführt uns in eine Welt, in der übernatürliche Wesen wie Vampire, Gestaltwandler, Hexen und Elfen ganz selbstverständlich zum Alltag gehören.
Elionores Doppelleben zwischen Wohnungsbesichtigungen und Zaubersprüchen wird interessant aufgebaut und gibt der Geschichte einen frischen, modernen Anstrich. Wir werden nicht direkt in eine komplexe Fantasywelt geworfen, sondern Stück für Stück mitgenommen, sei es durch Einblicke in ihren Alltag, kleine Erklärungen zur Magie oder Informationen über ihre Familie und Vergangenheit.
Erzählt mit Charme, fast wie ein magisches Tagebuch
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, und besonders gelungen fand ich die direkte Ansprache an die Leser*innen. Elionore erzählt uns nicht nur, was sie erlebt, sondern spricht uns auch zwischendurch, höflich an, fast so, als würde sie ein Tagebuch führen oder einen magischen Ratgeber schreiben. Diese Erzählweise verleiht dem Buch eine besondere Atmosphäre, die mich schnell für sich gewonnen hat.
Leichter Humor und gelungenes Worldbuilding
Der Humor ist angenehm dosiert, pointiert und nie zu albern. Besonders gelungen fand ich die Gruppendynamik zwischen den verschiedenen übernatürlichen Rassen, sei es Feindschaft, Freundschaft, Zusammenarbeit oder erste romantische Entwicklungen.
Das Worldbuilding und die Magie werden im ersten Band in angenehmem Tempo eingeführt, gerade so viel, dass man der Geschichte problemlos folgen kann, ohne von Informationen überladen zu werden, aber mit genug offenen Fragen, um Lust auf die Fortsetzung zu machen.
Plötzlicher Bruch im letzten Drittel
Leider konnte das Buch diesen positiven Eindruck nicht bis zum Ende halten. Im letzten Drittel nahm die Geschichte eine abrupte Wendung, die sich für mich nicht mehr stimmig anfühlte. Die Dialoge wirkten auf einmal unnatürlich, die Handlungen der Figuren schwer nachvollziehbar, es fühlte sich fast an, als würde ich ein anderes Buch lesen.
Auch inhaltlich wurden Entwicklungen vorweggenommen, die ich eher in späteren Bänden erwartet hätte. Das nahm der Geschichte einiges an Spannung und zerstörte das langsame, liebevoll aufgebaute Fundament.
Fazit
Eine Hexe zum Verlieben startet mit viel Potenzial: eine charmante Protagonistin, ein liebevoll aufgebautes urbanes Fantasy-Setting und ein angenehmes Erzähltempo. Doch leider bricht die Handlung im letzten Drittel stark ein, sodass ich insgesamt nur drei Sterne vergeben kann.
Empfehlung: Wer Geschichten mit Magie, Gestaltwandlern, unterschwelliger Romantik und einem humorvollen Erzählton mag, sollte sich den ersten Band trotzdem anschauen. Wenn ihr jedoch großen Wert auf eine konsequent durchdachte Handlung legt, könnte euch der abrupte Richtungswechsel gegen Ende stören.