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Veröffentlicht am 31.07.2025

Ein magischer Alltag zwischen Immobilien und Zauberei

Magie und Liebe
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Einstieg

Tagsüber zeigt Elionore Brevent ihren Kunden schicke Häuser, doch in der Nacht widmet sich die Maklerin lieber magischen Dingen denn Elionore ist eine Hexe.
Damit beginnt ein urbanes Fantasy-Abenteuer, ...

Einstieg

Tagsüber zeigt Elionore Brevent ihren Kunden schicke Häuser, doch in der Nacht widmet sich die Maklerin lieber magischen Dingen denn Elionore ist eine Hexe.
Damit beginnt ein urbanes Fantasy-Abenteuer, das zunächst viel Charme, Humor und originelle Ideen verspricht. Die Geschichte entführt uns in eine Welt, in der übernatürliche Wesen wie Vampire, Gestaltwandler, Hexen und Elfen ganz selbstverständlich zum Alltag gehören.

Elionores Doppelleben zwischen Wohnungsbesichtigungen und Zaubersprüchen wird interessant aufgebaut und gibt der Geschichte einen frischen, modernen Anstrich. Wir werden nicht direkt in eine komplexe Fantasywelt geworfen, sondern Stück für Stück mitgenommen, sei es durch Einblicke in ihren Alltag, kleine Erklärungen zur Magie oder Informationen über ihre Familie und Vergangenheit.

Erzählt mit Charme, fast wie ein magisches Tagebuch

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, und besonders gelungen fand ich die direkte Ansprache an die Leser*innen. Elionore erzählt uns nicht nur, was sie erlebt, sondern spricht uns auch zwischendurch, höflich an, fast so, als würde sie ein Tagebuch führen oder einen magischen Ratgeber schreiben. Diese Erzählweise verleiht dem Buch eine besondere Atmosphäre, die mich schnell für sich gewonnen hat.

Leichter Humor und gelungenes Worldbuilding

Der Humor ist angenehm dosiert, pointiert und nie zu albern. Besonders gelungen fand ich die Gruppendynamik zwischen den verschiedenen übernatürlichen Rassen, sei es Feindschaft, Freundschaft, Zusammenarbeit oder erste romantische Entwicklungen.

Das Worldbuilding und die Magie werden im ersten Band in angenehmem Tempo eingeführt, gerade so viel, dass man der Geschichte problemlos folgen kann, ohne von Informationen überladen zu werden, aber mit genug offenen Fragen, um Lust auf die Fortsetzung zu machen.

Plötzlicher Bruch im letzten Drittel

Leider konnte das Buch diesen positiven Eindruck nicht bis zum Ende halten. Im letzten Drittel nahm die Geschichte eine abrupte Wendung, die sich für mich nicht mehr stimmig anfühlte. Die Dialoge wirkten auf einmal unnatürlich, die Handlungen der Figuren schwer nachvollziehbar, es fühlte sich fast an, als würde ich ein anderes Buch lesen.

Auch inhaltlich wurden Entwicklungen vorweggenommen, die ich eher in späteren Bänden erwartet hätte. Das nahm der Geschichte einiges an Spannung und zerstörte das langsame, liebevoll aufgebaute Fundament.

Fazit

Eine Hexe zum Verlieben startet mit viel Potenzial: eine charmante Protagonistin, ein liebevoll aufgebautes urbanes Fantasy-Setting und ein angenehmes Erzähltempo. Doch leider bricht die Handlung im letzten Drittel stark ein, sodass ich insgesamt nur drei Sterne vergeben kann.

Empfehlung: Wer Geschichten mit Magie, Gestaltwandlern, unterschwelliger Romantik und einem humorvollen Erzählton mag, sollte sich den ersten Band trotzdem anschauen. Wenn ihr jedoch großen Wert auf eine konsequent durchdachte Handlung legt, könnte euch der abrupte Richtungswechsel gegen Ende stören.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Düster, fesselnd, anders

Maggie Blue 1: Das Portal zur Düsterwelt
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Kurzmeinung: fesselt, bleibt aber stellenweise unausgereift. Die Atmosphäre ist stark, doch manche Fantasy-Elemente wirken überladen oder zu vage.

Als Erwachsene mit einem Faible für Fantasy konnte mich ...

Kurzmeinung: fesselt, bleibt aber stellenweise unausgereift. Die Atmosphäre ist stark, doch manche Fantasy-Elemente wirken überladen oder zu vage.

Als Erwachsene mit einem Faible für Fantasy konnte mich Maggie Blue: Das Portal zur Düsterwelt trotz seiner Einordnung als Kinderbuch wirklich fesseln. Es überrascht mit einer düsteren Atmosphäre, komplexen Themen und einer spannenden Prämisse, die sich von vielen anderen Kinderbüchern im Fantasy-Genre abhebt.

Wir begleiten die 12-jährige Maggie, die nicht nur mysteriöse Ereignisse beobachtet, sondern auch mit einem einäugigen Kater sprechen kann. Sie lebt bei ihrer Tante, da ihre Mutter mit Depressionen zu kämpfen hat, und muss sich zudem mit Mobbing auseinander setzen. Das Buch behandelt ernste Themen wie familiäre Probleme und den Wunsch nach Aufmerksamkeit, Freundschaft und Glück.

Ich habe das Hörbuch angehört und möchte dazu meine Eindrücke teilen. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die Stimme der Sprecherin. Sie klingt sehr reif und erwachsen, was für mich nicht ganz zur Atmosphäre der Geschichte gepasst hat. Gerade weil sich das Hörbuch auch an Kinder richtet, hätte ich mir eine etwas sanftere, jüngere Stimme gewünscht, eine, die vielleicht ein wenig verspielter klingt und so besser zu Maggie passt oder zumindest wie eine erwachsene Version von ihr wirken könnte. Zwar erzählt die Sprecherin als Erzählerin, aber ich denke, dass eine leichtere, Stimme die Geschichte noch zugänglicher und lebendiger gemacht hätte, gerade für jüngere Hörer*innen.

Trotz der leichten Sprache und den kurzen, angenehmen Kapiteln bleibt die Geschichte spannend. Die Beschreibung der „Düsterwelt“ sowie der Fantasy-Kreaturen ist mysteriös und atmosphärisch, hätte aber an vielen Stellen ausführlicher sein dürfen. Gerade bei den Wesen der Geschichte fiel es mir schwer, sie mir genau vorzustellen, was für jüngere Leser möglicherweise noch herausfordernder sein könnte.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Fülle an Ideen. Die Autorin hatte offensichtlich viele kreative Einfälle, doch nicht alle wurden konsequent ausgearbeitet. Einige Elemente wirkten dadurch eher wie eine Aneinanderreihung von coolen Einfällen, ohne dass sie ihre volle Wirkung entfalten konnten. Besonders in der ersten Hälfte hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, während die zweite Hälfte deutlich rasanter und fesselnder wurde.

Das Ende hinterlässt gemischte Gefühle, es ist zwar abgeschlossen, fühlt sich aber auch wie eine Einleitung für eine Fortsetzung an. Außerdem nimmt sich das Buch nach dem Höhepunkt noch Zeit für eine Art Nachbetrachtung der Geschehnisse, die für mich nicht ganz überzeugend war.

Ein Hinweis für Eltern: Das Buch enthält einige explizite Beschreibungen von Gewalt, Blut und Tod, die für empfindlichere Kinder vielleicht etwas zu heftig sein könnten. Auch das wiederholte Erwähnen des Rauchens durch Maggies Tante, fand ich problematisch, da es eher beiläufig als normal dargestellt wird.

Fazit:

Maggie Blue: Das Portal zur Düsterwelt bietet eine spannende, düstere Fantasy-Geschichte mit tiefgründigen Themen. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll, die Handlung fesselnd, auch wenn sie manchmal etwas überladen wirkt. Trotz kleinerer Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten, und besonders für ältere Kinder oder Jugendliche, die es gerne düster mögen, könnte es eine lohnenswerte Geschichte sein.

Insgesamt ist es ein schönes Hörbuch, aber die Wahl der Sprecherin war für mich persönlich nicht ganz stimmig.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Langsamer Start, aber ich will mehr davon

A Night of Promises and Blood
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Ich bin ohne große Erwartungen oder Vorabinformationen in A Night of Promises and Blood gestartet, einfach als Teil einer queeren Bücher, ohne Klappentext. Umso überraschender war es für mich, dass sich ...

Ich bin ohne große Erwartungen oder Vorabinformationen in A Night of Promises and Blood gestartet, einfach als Teil einer queeren Bücher, ohne Klappentext. Umso überraschender war es für mich, dass sich hinter dem Buch nicht einfach ein typisches New-Adult-Werk verbirgt, sondern tatsächlich Fantasy-Elemente eine Rolle spielen. Diese enthüllen sich erst nach und nach im Verlauf der Handlung und sorgen so für einige spannende Momente, die ich so nicht erwartet hatte. Das hat mir richtig gut gefallen.

Das Hörbuch hat mir insgesamt sehr gut gefallen, besonders durch die mehreren Sprecher, die sich stimmlich deutlich voneinander unterscheiden. Das bringt Abwechslung und macht es leichter, die verschiedenen Perspektiven auseinanderzuhalten. Marylu Poolman und Corinna Dorenkamp übernehmen die Stimmen der beiden Hauptprotagonistinnen, was sehr gut funktioniert, da ihre Klangfarben und Sprechstile sehr unterschiedlich sind und gut zu den jeweiligen Figuren passen. Lea Fleck kommt im ersten Band nur ganz kurz am Ende vor, übernimmt dann aber im zweiten Band eine deutlich größere Rolle. Was die Sprecherleistung angeht, hatte ich allerdings einen zwiespältigen Eindruck: In einigen Szenen wurde die Emotionalität unglaublich gut eingefangen, da war man richtig dabei und konnte mitfühlen. In anderen Momenten wiederum wirkte die Lesung fast schon künstlich oder mechanisch wie von einer KI vorgelesen, ohne echtes Gefühl oder Dynamik. Dieser Kontrast zwischen sehr gelungenen und eher monotonen Passagen war manchmal irritierend.

Im Zentrum steht eine queere Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, was ich als sehr erfrischend empfunden habe. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren war angenehm und authentisch, wenn auch noch recht zaghaft. Wer hier große Romantik oder Dramatik erwartet, wird eventuell enttäuscht sein, es geht eher um das erste Kennenlernen, vorsichtige Annäherungen und einen Einstieg in die Welt der Charaktere.

Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Dadurch bekommt man einen tieferen Einblick in die Gedankenwelt der Figuren und fühlt sich ihnen schnell näher. Trotzdem bleibt die Handlung im ersten Band recht ruhig. Es passiert nicht viel, und das Buch wirkt eher wie ein langes Intro in eine größere Geschichte. Für sich genommen fand ich den Band eher unspektakulär. Aber: Er macht definitiv neugierig auf mehr. Das Ende war spannend genug, dass ich direkt am nächsten Tag mit Band zwei weitergemacht habe.

Insgesamt vergebe ich drei Sterne, ein solider Auftakt mit atmosphärischer Erzählweise und interessanten Figuren, aber noch mit Luft nach oben in Bezug auf Handlung und Emotionstiefe. Ich bin gespannt, wie sich die Reihe weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Langsamer Start, aber ich will mehr davon

A Night of Promises and Blood
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Ich bin ohne große Erwartungen oder Vorabinformationen in A Night of Promises and Blood gestartet, einfach als Teil einer queeren Bücher, ohne Klappentext. Umso überraschender war es für mich, dass sich ...

Ich bin ohne große Erwartungen oder Vorabinformationen in A Night of Promises and Blood gestartet, einfach als Teil einer queeren Bücher, ohne Klappentext. Umso überraschender war es für mich, dass sich hinter dem Buch nicht einfach ein typisches New-Adult-Werk verbirgt, sondern tatsächlich Fantasy-Elemente eine Rolle spielen. Diese enthüllen sich erst nach und nach im Verlauf der Handlung und sorgen so für einige spannende Momente, die ich so nicht erwartet hatte. Das hat mir richtig gut gefallen.

Im Zentrum steht eine queere Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, was ich als sehr erfrischend empfunden habe. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren war angenehm und authentisch, wenn auch noch recht zaghaft. Wer hier große Romantik oder Dramatik erwartet, wird eventuell enttäuscht sein, es geht eher um das erste Kennenlernen, vorsichtige Annäherungen und einen Einstieg in die Welt der Charaktere.

Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Dadurch bekommt man einen tieferen Einblick in die Gedankenwelt der Figuren und fühlt sich ihnen schnell näher. Trotzdem bleibt die Handlung im ersten Band recht ruhig. Es passiert nicht viel, und das Buch wirkt eher wie ein langes Intro in eine größere Geschichte. Für sich genommen fand ich den Band eher unspektakulär. Aber: Er macht definitiv neugierig auf mehr. Das Ende war spannend genug, dass ich direkt am nächsten Tag mit Band zwei weitergemacht habe.

Insgesamt vergebe ich drei Sterne, ein solider Auftakt mit atmosphärischer Erzählweise und interessanten Figuren, aber noch mit Luft nach oben in Bezug auf Handlung und Emotionstiefe. Ich bin gespannt, wie sich die Reihe weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Visuell überzeugend, inhaltlich mit Fragezeichen

I think I turned my Childhood Friend into a Girl 01
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Erster Eindruck & Thema

Anfangs war ich neugierig, das Thema „ein Junge interessiert sich für Make-up“ fand ich originell und interessant. Allerdings hatte ich beim Lesen auch schnell einen unangenehmen ...

Erster Eindruck & Thema

Anfangs war ich neugierig, das Thema „ein Junge interessiert sich für Make-up“ fand ich originell und interessant. Allerdings hatte ich beim Lesen auch schnell einen unangenehmen Beigeschmack, weil die Story anfangs nicht ganz klar gemacht hat, worauf sie hinauswill. Ich hatte auch kurz das Gefühl, dass es eine leicht homophobe Richtung einschlagen könnte, gerade weil Hiura als Junge glaubt, nur dann Aufmerksamkeit zu bekommen , wenn er sich äußerlich zu einem "Mädchen" verändert.

Zeichnungen & Gestaltung

Die Zeichnungen haben mir sehr gut gefallen. Der Zeichenstil ist emotional, liebevoll und abwechslungsreich, große Szenen wechseln sich mit kleineren Panels ab, was das Lesen angenehm dynamisch macht. Besonders positiv aufgefallen sind mir die liebevoll gestalteten Steckbriefe der Charaktere. Einziger Wermutstropfen: Das Alter der Figuren fehlte dort, was ich erst selbst nachschlagen musste (zweites Oberschuljahr, also ca. 16/17 Jahre).

Charaktere & Darstellung

Hiura wirkte auf mich sehr klischeehaft. Seine geringe Körpergröße scheint bewusst gewählt, um ihn als „süß“ und „niedlich“ darzustellen. Das wirkt leider sehr gezwungen und bedient bekannte Manga-Stereotype. Auch die zwischenmenschliche Beziehung zu Kenshiro hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich eher fragwürdig fand: Warum muss sich Hiura äußerlich verändern, wenn er als Freund doch schon längst wichtig war?

Story & Entwicklung

Obwohl der Manga mit Selbstfindung und Geschlechterrollen zu spielen scheint, fand ich den Umgang damit eher oberflächlich. Statt einer differenzierten Auseinandersetzung mit Identität oder Freundschaft bleibt die Story auf einer Ebene hängen, bei der Veränderung gleichgesetzt wird mit „jemandem gefallen wollen“. Das Thema hätte so viel Tiefe bieten können, aber es wurde aus meiner Sicht nicht gut ausgearbeitet, besonders im Hinblick auf jüngere Leser*innen, die vielleicht genau mit solchen Fragen ringen.

Weitere Eindrücke

Einige stilistische oder sprachliche Entscheidungen haben mich ebenfalls irritiert. Zum Beispiel enthält die deutsche Ausgabe kleinere Rechtschreibfehler wie „Ich versuche es so gut wie möglich zu vermieden“, was beim Lesen ein bisschen stört. Auch die zensierte Schreibweise von „Di⚫neyland“ wirkte merkwürdig, vermutlich rechtlich motiviert, aber dennoch auffällig.

Die Bonusinhalte am Ende des Bandes haben mich persönlich nicht überzeugt. Sie wirkten eher wie angehängtes Extra-Material, das besser in die eigentliche Handlung integriert worden wäre.

Fazit

Ich tue mich ehrlich gesagt schwer mit der Bewertung, weil Manga-Geschichten oft über mehrere Bände hinweg ihre volle Tiefe entfalten. Dennoch konnte mich Band 1 inhaltlich nicht überzeugen. Die Thematik rund um Identität und Selbstfindung ist wichtig, wird hier aber meiner Meinung nach nicht sensibel oder konsequent genug behandelt. Die Botschaft, dass man sich stark verändern muss, um gemocht zu werden, halte ich für problematisch, gerade in einer Geschichte, die sich um Jugendliche dreht.

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