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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2025

unterhaltsam - mit Schwächen

Immortal with your kiss
2

"Immortal with your Kiss" ist der erste Band der 'Immortal-Vampir-Reihe' von Autorin Sara Hill. Es ist mein erstes Buch, das ich von der Autorin gelesen habe.
Zu Beginn des Buches hatte ich starke Schweirigkeiten ...

"Immortal with your Kiss" ist der erste Band der 'Immortal-Vampir-Reihe' von Autorin Sara Hill. Es ist mein erstes Buch, das ich von der Autorin gelesen habe.
Zu Beginn des Buches hatte ich starke Schweirigkeiten mit dem Schreibstil, er las sich für mich nicht flüssig, sondern eher hölzern. Es wirkte zwar sehr umgangssprachlich, aber passte vom Sprachbild her nicht zu einer jungen 20-jährigen (Ella). Auch die Dialoge wirkten etwas konstruiert und lasen sich insgesamt wenig flüssig. Im Verlauf habe ich mich dran gewöhnt und habe mich auch nicht mehr so sehr daran gestört, bzw. wurde es vom LEsegefühl auch deutlich flüssiger.
Dadurch habe ich dann auch besser zur eigentlichen Story gefunden. Die gebaute Welt mit Vampiren und Jängern hat mir gut gefallen, vor allem, weil es hier Vampire gibt, die wieder menschliche Eigenschaften annehmen können - unter bestimmten Voraussetzungen. Das ist eine bisher nicht sehr bekannte Erzählweise und hat mich positiv überrascht. Ich hätte mir hierzu mehr Details gewünscht, andererseits lag der Fokus des Buches nicht auf diesen Aspekten.
Ella und Maria sind die beiden Hauptcharaktere des Buches und aus ihrer Perspektive wird die Handlung abwechselnd erzählt, teils gabelt sich die Handlung in mehrere HAndlungslinien auf. Ellas Perspektive wird in der Ich-Perspektive erzählt, die von Maria aus einer personalen Erzählweisen. Dieser Umschwung war zunächst etwas veriwrrend im Lesefluss, unterscheidet beide Erzählweisen jedoch auch klar voneinander. Die Charakterisierung der beiden ist grundsätzlich ok, jedoch vor allem bei Maria wenig realistisch. Maria ist als Vampir seit Jahrhunderten auf der Welt und es ist anzunehmen, dass sie viel Lebenserfahrung und Personenkenntnis hat. Zu Beginn des Buches wird sie als sehr vorsichtig und sorgsam dargestellt. Dadurch habe ich dann im Verlauf nicht so recht fassen können, warum sie anscheinend Entscheidungen trifft ohne mögliche Konsequenzen zu bedenken oder sich vorab nicht versucht in die Gedankengänge anderer, ihr seit Jahrhunderten bekannter Personen einzudenken.
Das fand ich schade und hat die Story für mich damit ein wenig flach wirken lassen.
Alle weiteren Charaktere waren ausreichend aber wenig tiefgründig portraitiert, vor allem Adam fand ich sehr interessant und ich hätte gern mehr über ihn erfahren - kommt dann vielleicht im kommenden Buch der Reihe...
Insgesamt habe ich die Story gern gelesen, sie konnte mich trotz einiger Ungereimtheiten in der Charakterdarstellung und in der sprachlichen Gestaltung unterhalten.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

bedrückende Stimmung

Hero
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"HERO" von Katie Buckley wird als eine "moderne Liebesgeschichte: romantisch und authentisch, kämpferisch und hochemotional" beworben. Entsprechend waren meine Erwartungen an das Buch - und dann war es ...

"HERO" von Katie Buckley wird als eine "moderne Liebesgeschichte: romantisch und authentisch, kämpferisch und hochemotional" beworben. Entsprechend waren meine Erwartungen an das Buch - und dann war es doch anders, als gedacht. Dieses Buch ist grundlegend feministisch und zeichnet ein sehr kritisches Bild auf viele heteronormative Beziehungen, in denen Frauen sich den Männern anpassen, ihre eigenen Interessen hinten anstellen und sich verbiegen, um gemocht zu werden. Dieses Buch setzt sich ehr kritisch mit dieser Prämisse auseinander.
Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig, er ist kurzweilig und trägt gut durch die teils schwere Handlung. Die Darstellung der wörtlichen Rede war für mich zunächst nicht so gut ersichtlich und ich habe etwas Gewöhnungszeit benötigt. Es gibt innerhalb der Erzählung viele Themenwechsel, die nicht immer sofort erkenntlich sind, wodurch ich das ein oder andere Mal ins Stocken geraten bin - aber diese Sprünge helfen zugleich die Erzählung sehr lebendig und vielschichtig zu halten. Einige Kapitel sind mit abstrakteren Mythen/Geschichten abgeschlossen, die die grundlegende Stimmung des Buches gut auffangen können.
Insgesamt habe ich das Buch gern gelesen, es hinterlässt jedoch auch eine bedrückende Stimmung.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Strandgut

Strandgut
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Nachdem mich bereits "Offene See" und "Der perfekte Kreis" vom Autor Benjamin Myers begeistern konnten, war ich sehr auf sein neues Werk gespannt.
Der Schreibstil des Autors ist gleichzeitig poetisch und ...

Nachdem mich bereits "Offene See" und "Der perfekte Kreis" vom Autor Benjamin Myers begeistern konnten, war ich sehr auf sein neues Werk gespannt.
Der Schreibstil des Autors ist gleichzeitig poetisch und klar. Das Buch ist duchzogen von bildlichen und teils beinahe schon ausufernden Bescheibungen. Generell ist die Sprache poetisch, aber auch unaufgeregt. Das Buch ist ein eher ruhiges, die Handlung fließt vor sich hin, es gibt keine großen Ankündigungen und Trubel - wie bei den Büchern des autors üblich und bekannt. Große Spannungsgefälle gibt es nicht, für mich hatte die Handlung jedoch teilweise Längen, bei denen ich das Interesse am Fortgang der Geschichte verloren habe. Das kannte ich von den vorangehenden Büchern des Autors nicht. Bucky und Dinah sind zwei sehr gegensätzliche Charaktere, die jedoch im rechten Moment zueinander finden. Dabei habe ich zu beiden über den Fortgang der Handlung eine Distanz gespürt, die ich nicht recht überwinden konnte - dennoch hab ich ihre Entwicklung gern verfolgt und mich über Charakterentwicklungen gefreut. Insgesamt konnten mich Handlung und Charaktere also nicht so packen, wie ich es mir gewünscht habe. Was mir ebenfalls nicht so gut gefallen hat war die Beschreibung vom Suchtmittelkonsum und der teilweise ungewollte Entzug - für mich hat das für die Handlung keinerlei Mehrwert gegeben und war mir dann insgesamt zu redundant.
Sprachlich, in Übersetzung durch Werner Löcher-Lawrence, ein sehr gelungenes Buch, Handlung und Charaktere konnten mich jedoch nicht so sehr mitnehmen.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

atmosphärisch

Aufstehen
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Ich habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen - es liest sich wirklich sehr gut. Der Schreibstil ist größtenteils sehr flüssig zu lesen und der Autor schafft es eine ganz eigene Stimmung zu zeichnen. ...

Ich habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen - es liest sich wirklich sehr gut. Der Schreibstil ist größtenteils sehr flüssig zu lesen und der Autor schafft es eine ganz eigene Stimmung zu zeichnen. Für meinen Geschmack fangen nur etwas zu viele Sätze mit "Ich ..." an, das war mir absatzweise zu redundant. Die kurzen Kapitel sind insgesamt sehr angenehm und tragen zum flüssigen Leseerlebnis bei. Generell hat mich dieses Buch vor allem mit der Grundstimmung/ Atmosphäre, die es trägt, für sich begeistern können. Diese ist wirklich hervorragend ausgearbeitet, die gewählte Sprache bildet einen passigen Rahmen.

Inhaltlich habe ich nicht ganz gefunden, was ich mir anhand des Klappentextes erwartet habe. Ich hätte mir auch etwas mehr Tiefe in der Erzählung gewünscht, auch etwas mehr Einblick in die Gedankenwelt von Protagonist Nick, damit er greifbarer wird. Protagonist Nick konnte ich durch die gesamte Handlung hindurch nicht so richtig greifen. Er betäubt sich, scheint fasziniert aber zugleich abgeschreckt von den politischen Parolen, hat offensichtlich eine schwierige familiäre Situation. All das wird aber nicht wirklich tiefgehend thematisiert, sondern eher ein "Gefühl" dazu vermittelt. Das finde ich spannend zu lesen, wenngleich ich mit etwas mehr inhaltlicher Tiefe nicht unzufrieden gewesen wäre.

Insgesamt aber ein Buch, das ich gern gelesen habe!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

gemächlich

Pearly Everlasting
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"Pearly Everlasting" von Autorin Tammy Armstrong wurde von Peter Torberg ins Deutsche übersetzt.
Die grundlegende Idee des Buches gefällt mir gut - ein Mädchen, dass eine tiefe Verbindung zu einem Bären ...

"Pearly Everlasting" von Autorin Tammy Armstrong wurde von Peter Torberg ins Deutsche übersetzt.
Die grundlegende Idee des Buches gefällt mir gut - ein Mädchen, dass eine tiefe Verbindung zu einem Bären hat, diesen als ihren Bruder ansieht. Die Geschichte ist von einer wahren Begebenheit inspiriert, wie die Autorin im Nachwort verrät.
Armstrong schafft ein raues Setting, das ich mir Dank der eingehenden Beschreibungen gut vorstellen konnte. Der Umgang ist schroff, das Leben hart. Das Camp, in dem Pearly und Bruno groß werden scheint bedrückend, vom restlichen Leben, wie es im weiteren Verlauf beschrieben wird, isoliert. Weniger intensiv sind meinem Empfinden nach die Charakterdarstellungen. Protagonistin Pearly ist willensstark und durchsetzungsfähig, wirkte darüber hinaus jedoch häufig sehr oberflächlich charaktersisiert, so dass sie mir über die gesamte Handlung hinweg auf Distanz blieb - vielleicht ein Stilmittel, um diesen Wesenszug zu betonen...
Die Handlung war für mich etwas zu langsam voranschreitend, die Beschreibungen zu ausufernd, dafür sehr wortgewandt. Ich hatte nur selten den inneren Drive unbedingt weiter lesen zu wollen, um mehr zu erfahren. So richtig gepackt hat es mich nicht. Das ist schade, denn die Prämisse des Buches finde ich sehr spannend.

Die Gestaltung gefällt mir, wie so häufig beim Diogenes Verlag, sehr gut. Das gewählte Bild "Time For Breakfast" von Bob Coonts passt hervorragend zur Story und fügt sich in einen stimmigen Gesamteindruck ein.

Insgesamt ist "Pearly Everlasting" also ein Buch, dass mir in seiner Gemächlichkeit zwiegespaltene Gefühle hinterlässt. Sprache und Grundidee gefallen mir gut, die Charakterdarstellungen und Erzählgeschwindigkeit waren jedoch nicht so mein Fall.

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