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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

Kriminell spannend, kriminell gut!

Die Kriminalistinnen. Der stumme Zeuge
1

Im Juni 2025 hat Mathias Berg gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Die Kriminalistinnen, Der stumme Zeuge“ auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover leuchtet mich im Retro-Look an. Ich kann ...

Im Juni 2025 hat Mathias Berg gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Die Kriminalistinnen, Der stumme Zeuge“ auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover leuchtet mich im Retro-Look an. Ich kann nicht anders und greife zu.

Im Dezember 1970 war ich gerade fünf Monate alt und habe meinen Eltern den wohlverdienten Schlaf geraubt. Liese ist vier Jahre alt. Sie verschwindet spurlos von einem Kettenkarussell. Der Alptraum jedes Elternpaares. Hinweise sprechen für eine Entführung. Lucia Specht, die Kommissarin arbeitet unter Hochdruck um den Täter zu finden. Doch dann wird Lucia abgezogen und sie soll in einem ganz anderen Fall und in einem ganz anderen Bereich ermitteln. Die Ereignisse überschlagen sich und Lucia muss sich entscheiden.

Es hat nur ein paar Sätze gedauert und schon war ich tief in der Erzählung versunken. Über ca. 320 Seiten lese ich hochkonzentriert und in einem irren Tempo. Wie kommt das? Sollte ich nicht langsam lesen, damit ich alle Hinweise mitnehme? Ja, ich sollte…doch Mathias Berg hat seine Erzählung mit einem so hohen Spannungsbogen ausgestattet, das ich einfach nicht anders kann. Seine Kapitel starten mit dem aktuellen Datum. Zu Beginn ist es der 10. Dezember 1970. Am 24. Dezember 1970 ist der Fall sauber aufgelöst. Dann gibt es noch zu Beginn einen Prolog, der mich neugierig macht und einen Epilog aus dem Januar 1971, der zu einem perfektem Abschluss führt.

„Die Kriminalistinnen, Der stumme Zeuge“ ist einfach ein Hammer-Krimi. Dabei erlebe ich den Zeitgeist der 70-er Jahre noch einmal mit. Ich erinnere mich noch gut an Telefonzellen und meine Eltern steuern noch viele Einzelheiten bei. Es ist, als sei 1970 gerade erst vier Wochen her. Dieser Kriminalroman ist etwas Besonderes. Als Krimivielleser frage ich mich, wie ich an der Reihe bisher vorbeigehen konnte. Und während ich mich noch mit dieser Frage beschäftige, fragt mich mein Vater, ob er den Krimi denn jetzt auch endlich einmal lesen dürfte.

Alles in allem hat Mathias Berg mit „Die Kriminalistinnen, Der stumme Zeuge“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht der mehr als ungewöhnlich ist. Er kommt ohne Leiche aus. Es werden 2 Fälle gelöst. Der Zeitgeist der 70-er Jahre wird lebendig. Von mir kommt eine klare Leseempfehlung für alle Krimiliebhaber und der Autor bekommt 5 Lesesterne. Völlig verdient.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Unterhaltsam, Spannend, Lesenswert!

Der Wolfshund
1

Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat das Autorenduo Hesse/Wirth im Juni 2025 den niederrheinischen Regionalkrimi „Der Wolfshund“ herausgebracht. Da mich der Hund so sympathisch vom Cover anlächelt und ich ...

Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat das Autorenduo Hesse/Wirth im Juni 2025 den niederrheinischen Regionalkrimi „Der Wolfshund“ herausgebracht. Da mich der Hund so sympathisch vom Cover anlächelt und ich liebend gerne Regionalkrimis lese, habe ich ohne zu zögern zu gegriffen. Es ist der17. Band der Reihe mit der Hauptkommissarin Karin Krafft. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Von Thomas Hesse und Renate Wirth habe ich bereits „Turmfalke“ gelesen. Der Krimi war super und so mache ich mich voller Vorfreude an die neue Erzählung. Das Autorenduo macht mir den Einstieg leicht. Ein lockerer und leichter Schreibstil führt mich nach Wesel. Eine Ecke, in der ich Familie habe. Ich kenne mich ein wenig aus und fühle mich, als sei ich auf Verwandtenbesuch am Niederrhein.
In Krudenburg wird ein Mann ermordet in seinem Pool gefunden. Die Dorfbewohner sind sich einig, dass kann nur einer aus der Großfamilie sein, die so gar nicht in die Idylle passt. Die Hauptkommissarin Karin Krafft ist sich da nicht so sicher. Sie startet mit ihrem Team eine Ermittlung, die das gesamt Dorfleben umkrempelt und Geheimnisse an das Tageslicht bringt, von denen ich lieber gar nichts wissen möchte. Schnell wird mir klar, hier ist nichts mit einer ländlichen Idylle.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben hat mich dieser Regionalkrimi hervorragend unterhalten. Alle ca. 288 Seiten habe ich gerne gelesen. In diesem Krimi passt alles. Das Verhältnis von landschaftlichen Beschreibungen zum Kriminalfall ist ausgewogen. Die Personen sind entsprechend ihrer Rollen angelegt und gewinnen mit der Zeit an Persönlichkeit. Ein sauberer Spannungsbogen zieht sich durch das Buch. Der Kriminalfall ist spannend gestaltet und wird sauber aufgelöst. Dazu gibt es noch den Wolfshund Cosmo, der einfach zum Knuddeln ist. Was will ich mehr von einem Krimi?
Alles in allem haben Thomas Hesse und Renate Wirth einen einwandfreien Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Jedes Krimiherz wird ihn lieben und somit gibt es von mir die verdienten 5 Lesesterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Spannend, Unterhaltsam, Lecker!

Sachertorte mit Schuss
1

Von Ulrike Mooshammer habe ich bereits die beiden Regionalkrimis „Leichenschmaus mit Kaiserschmarrn“ und „Mordsschnitzel“ gelesen. Als ich „Sachertorte mit Schuss“ in die Hände bekommen habe, da konnte ...

Von Ulrike Mooshammer habe ich bereits die beiden Regionalkrimis „Leichenschmaus mit Kaiserschmarrn“ und „Mordsschnitzel“ gelesen. Als ich „Sachertorte mit Schuss“ in die Hände bekommen habe, da konnte ich gar nicht anders. Ich habe mich gleich drauf gestürzt. Es ist der dritte Teil mit der sympathischen Hobbyermittlerin und Hotelbesitzerin Valerie und ihrer Freundin Nora. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Das Cover passt gut in die Reihe und in die Geschichte.
Neugierig starte ich in die Erzählung. Im mondänen Bad Gastein läuft ein Tortenwettbewerb. Es dauert nicht lange und die Autorin präsentiert die erste Leiche. Ein Mann wird beim Essen einer Sachertorte erschossen. Süßer die Kugeln nicht klingen, denke ich, und dann verschwindet ein Teilnehmer spurlos. Valerie und Nora sind voll in ihrem Element. Sie beginnen zu ermitteln und geraten in eine tödliche Gefahr.
Der lockere und leichte Schreibstil der Autorin macht es mir leicht der Erzählung zu folgen. Von ersten bis zum letzten Buchstaben erlebe ich diesen Krimi als spannend. Nebenbei folge ich Valerie und Nora durch Bad Gastein und freue mich über die guten Vorortkenntnisse der Autorin. Einmal gestartet ist es schwierig, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Immer möchte ich wissen, wie es denn nun weitergeht und so habe ich „Sachertorte mit Schuss“ in nur zwei Abschnitten gelesen.
Sehr gerne lese ich Regionalkrimis aus dem emons:-Verlag. Dort sind viele gute, sehr gute und hervorragende Krimireihen zuhause. Dies ist auf jeden Fall die leckerste Krimireihe, die ich kenne. Die Autorin Ulrike Mooshammer zaubert aus den Zutaten Spannung, Lokalkolorit und Herz eine Erzählung, die jeder lesen sollte. In Bad Gastein ist der Regionalkrimi zuhause.
Von mir bekommt die Autorin fünf gezuckerte Lesesterne mit schusssicherer Weste und eine klare Leseempfehlung für alle, die gut gemachte Regionalkrimis lieben. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Abenteuer von Valerie und Nora und hoffe, ich muss nicht so lange warten.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Spannend, Mittelalterlich, Fesselnd!

Bärnauer Schatten
1

Von Yvette Eckstein habe ich bereits „Wen die Specht holt“ und „Der Tod spielt auf der Luisenburg“ gelesen. Beide Regionalkrimis haben mir viel Spaß gemacht und so habe ich mich auf „Bärnauer Schatten“ ...

Von Yvette Eckstein habe ich bereits „Wen die Specht holt“ und „Der Tod spielt auf der Luisenburg“ gelesen. Beide Regionalkrimis haben mir viel Spaß gemacht und so habe ich mich auf „Bärnauer Schatten“ gefreut, den die Autorin gemeinsam mit dem Verlag emons: im Juni 2025 herausgebracht hat. Es handelt sich um den 3. Teil mit dem Hauptkommissar Johann Kranzfelder und seiner Kollegin Klara Stern. Der Krimi kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Das Cover ist einfach toll und passt gut in das Genre und in die Reihe.
In Bärnau herrscht Ausnahmezustand. Das berühmte Mittelalterfest lässt Gaukler, Ritter, Edelfrauen und Halunken zusammenkommen. Alle haben gute Laune bis Renate Meindl gefunden wird. Und zwar tot. Die Meindl hatte nur wenig Freunde und gehörte zur „Knopf-Dynastie“. Die Liste der Verdächtigen ist länger, als Kranzie lieb ist und so gestalten sich die Ermittlungen als nicht ganz einfach.
Jedes Kapitel startet mit einem Spruch über den Knopf. Ich hatte keine Ahnung, dass es so viele Sprüche über Knöpfe gibt. Für Nordlichter, die im Dialekt nicht so beheimatet sind, erklärt die Autorin sie auch in Hochdeutsch. Vielen Dank, liebe Yvette. Ganz nebenbei lerne ich noch, dass der Gruß „Servus“ negativ behaftet ist. Lesen bildet.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich diesen Krimi sehr gerne gelesen. Er hat alles, was ein Regionalkrimi so haben sollte. Die ca. 236 Seiten haben mich hervorragend unterhalten. Zu jeder Zeit habe ich den Kriminalfall als spannend empfunden. Zu guter Letzt löst die Autorin sauber auf und meine Fragen sind beantwortet. Was bleibt ist die Frage, kommt da noch mehr, Yvette?
Alles in allem hat die Autorin Yvette Eckstein einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf Cosy Crime, ein ungewöhnliches Setting, einen spannenden Fall und viel Lokalkolorit hat, der ist hier genau richtig. Aus diesem Grund bekommt die Autorin von mir 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Spannend, Düster, Fesselnd!

Der Trailer
1

Am 4. Juli 2025 hat der Autor Linus Geschke den ersten Teil der Donkerbloem-Trilogie „Der Trailer“ gemeinsam mit dem Verlag Piper herausgebracht. Linus Geschke kenne ich bereits aus „Das Loft“, „Die Verborgenen“ ...

Am 4. Juli 2025 hat der Autor Linus Geschke den ersten Teil der Donkerbloem-Trilogie „Der Trailer“ gemeinsam mit dem Verlag Piper herausgebracht. Linus Geschke kenne ich bereits aus „Das Loft“, „Die Verborgenen“ und „Wenn sie lügt“. Da ich ein echter Geschke-Fan bin, habe ich mich sehr auf „Der Trailer“ gefreut. Der Titel ist dunkel und düster. Er zeigt ein Teil eines Trailers, der nur wenig beleuchtet ist. Auf mich wirkt es unheimlich, düster und geheimnisvoll. Den Titel und den Namen des Autors kann ich gut lesen.

Vor vielen Jahren verschwindet eine junge Studentin von einem Campingplatz in den Ardennen spurlos. 15 Jahre später nimmt die Kommissarin Frieda Stahnke den Fall wieder auf. Sie nimmt an einem True-Crime Podcast teil und richtet sich an die Öffentlichkeit. Was sie nicht ahnt ist, dass sie damit weitere Morde auslösen wird. Und dann ist da noch Wout. Ein verurteilter Stalker und Barbesitzer aus Köln. Er war zeitgleich mit Lisa im Camp Donkerbloem. Doch Stalker reden nicht mit der Polizei.

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich diese Erzählung für mega spannend befunden. Linus Geschke zieht mich mit aller Macht in seine Geschichte. Ich empfinde sie als düster, dunkel und unheimlich. Je mehr ich lese, desto neugieriger werde ich auf den Fortgang und so folge ich der Kommissarin Frieda Stahnke bei ihren Ermittlungen. Das Lesetempo ist hoch. Die Spannung auch. Linus Geschke versteht es meisterhaft mich an den richtigen Stellen mit unerwarteten Wendungen in eine neue Richtung zu lenken und so folge ich ihm durch sein Werk „Der Trailer“. Er überrascht mich mit dem Täter, denn lange habe ich gedacht, es sei ein ganz anderer. Und genau das ist es, was ein Werk von Geschke ausmacht. Wer es nicht zu Ende gelesen hat, der kann so viele Ideen haben, wie er möchte. Es kommt sicherlich ganz anders.

Alles in allem hat Linus Geschke mit „Der Trailer“ einen Thriller auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Jeder, der Spannungsliteratur liest und unerwartete Wendungen liebt, der wird dieses Werk ebenso spannend finden wie ich. Dazu kommt eine fesselnde und leicht zu lesende Erzählweise und das Lesevergnügen ist perfekt. Von mir bekommt der Autor verdiente 5 Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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