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Veröffentlicht am 08.10.2025

"Satire und soziale Kritik"

Yellowface
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Mir wurde dieses Buch eine Zeitlang auf gefühlt jeder Social-Media-Plattform und in jeder Buchhandlung vor die Nase gehalten.
Jeder hat von diesem Buch geschwärmt, selbst die Klatsch-Zeitschriften bei ...

Mir wurde dieses Buch eine Zeitlang auf gefühlt jeder Social-Media-Plattform und in jeder Buchhandlung vor die Nase gehalten.
Jeder hat von diesem Buch geschwärmt, selbst die Klatsch-Zeitschriften bei meinem Friseur hatten eine Leseempfehlung für „Yellowface“ drin.
Was soll da man machen, wenn nicht, kaufen und selbst lesen?

Ich muss sagen, dass ich etwas zwiegespalten bin, wie ich dieses Buch bewerten soll.
Auf der einen Seite bin ich etwas enttäuscht, weil ich wegen der ganzen durchweg positiven Stimmen ein „jahreshighlightverdächtiges“ Buch erwartet habe, aber in Wirklichkeit dieses Buch in keiner Sekunde wirklich fesselnd fand.
Zwar schreibt die Autorin einen fiktionalen Roman, bedient sich hierbei aber realen Problemen/Fehlern in der Buchbranche.
Bisher habe ich mich nie mit diesen Themen im Zusammenhang mit der Literaturbranche auseinandergesetzt, weil ich meine Bücher eher nach Klappentext und persönlichen Empfehlungen aussuche.
Beim Bücherkauf achte ich eigentlich nie auf den Namen der Autorin, ihr Autorenprofil oder ihre Herkunft.
Dieses Zusammenspiel von mir alltäglich-bekannten Problemen im Zusammenspiel mit einem ganz anderen Hintergrund (Branche) konnte das Buch mein Interesse wecken und aufrechterhalten.
Dabei hat die Autorin im ganzen Buch ihre Kritik an der Buchbranche deutlich gemacht.
Die Elemente/die Handlung rund um June, ihren Diebstahl und ihr Lügenkonstrukt, das mit jeder Seite verstrickter wird, hat mir gut gefallen.
Es gab nur viele Szenen, die mir zu langgezogen waren oder sich zu oft wiederholt haben.
Für mich hätte dieses Buch gerne ein paar Seiten kürzer sein können, dann hätte ich nicht so viele Verschnaufpausen beim Lesen gebraucht und dann hätte mich das Buch sicherlich mehr abgeholt.

Mit „Yellowface“ hat die Autorin einen Roman geschaffen, der die Themen Moral, Cancel Culture, kulturelle Aneignung und die Rolle von Social Media in der Buchbranche aufgreift.
Wer gerne gesellschaftskritische Romane oder Satire liest, ist hier bestens aufgehoben.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

"Oberflächlich"

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg
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Dieses Hörbuch habe ich nur anhand des Titels auserkoren, mein Hörbuch des Monats zu werden.
Ich merke nämlich immer wieder wie viel Wert ich auf die Meinung anderer gebe und wie sehr es mir am Arsch vorbeigehen ...

Dieses Hörbuch habe ich nur anhand des Titels auserkoren, mein Hörbuch des Monats zu werden.
Ich merke nämlich immer wieder wie viel Wert ich auf die Meinung anderer gebe und wie sehr es mir am Arsch vorbeigehen sollte.

Mich lässt das Hörbuch etwas im Zwiespalt zurück.
Die Autorin hat auf humorvoller Weise versucht einem näherzubringen kein „People Pleaser“ zu sein.
Hierbei gab es die unterschiedlichsten Beispiele aus verschiedensten Alltagssituationen.
Mir konnte dieses Buch leider nicht weiterhelfen, weil ich viele dieser Situationen nicht kenne und/oder es mir zu oberflächlich gedacht war.
Die Situationsbeispiele, die ich auch gut auf mich selbst beziehen konnten, waren vom Lösungsvorschlag sinngemäß so: „Sag stattdessen dies, sag stattdessen das und dann klappt das schon“.
Hierbei waren mir die formulierten „Antwortbeispiele“ manchmal auch zu hart oder unhöflich formuliert, aber hier findet jeder die für sich richtige Ausdrucksweise.
Der Ansatz und auch die Beispiele für eine Lösung haben nie die eigentliche Ursache des Problems angesprochen.
Vielleicht bin ich mit der falschen Erwartungshaltung an diesen Ratgeber herangegangen, aber ich hätte mit mehr Fokus auf die Ursachenbekämpfung gerechnet.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

"Geld allein macht nicht glücklich"

King of Greed
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Ich bin zwar kein großer Second Chance-Fan, aber das war nie ein Ausschlusskriterium für mich, besonders nicht, wenn Sie zu Reihen dazugehören.
Aber ein Roman über die Trennung eines Paars und ihr anschließendes ...

Ich bin zwar kein großer Second Chance-Fan, aber das war nie ein Ausschlusskriterium für mich, besonders nicht, wenn Sie zu Reihen dazugehören.
Aber ein Roman über die Trennung eines Paars und ihr anschließendes Comeback zu lesen, obwohl man der festen Überzeugung ist, dass die beiden nicht zusammenpassen, schockt nicht wirklich.

Als ich die ersten Kapitel des Buches gelesen habe, hat man Alessandras Unzufriedenheit mit ihrer Ehe auf jeder Seite gespürt.
Den Entschluss diese Ehe hinter sich zu lassen, ist ihr sichtlich schwergefallen, aber die Entscheidung dem eigenen Glück zu folgen, war die einzig logische Konsequenz.
Nach und nach beginnt sie ihr eigenes Leben zu leben, ihre lang zurückgestellten Träume zu realisieren und kommt immer mehr aus sich heraus.
Für mich hat es den Eindruck gemacht, sie würde in ihren neuen Leben aufblühen und ich dachte mir: Du hast alles richtig gemacht, weiter so!.

Und dann, aber auch erst dann, erkennt Dominic, was er an Alessandra hat und gibt alles um sie zurückzuerobern.
Es war wirklich süß, wie viel Mühe er sich gegeben hat, aber allein diese Momente, wenn er neue Charakterzüge oder Veränderungen an Alessandra erkennt …
Wie deprimierend ist es bitte, wenn der Exmann, mit dem man mehr als 10 Jahre zusammen war, deutlich macht wie unsichtbar seine Frau für ihn geworden ist.
Nicht nur diese, sondern auch andere kleinere Momente haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Dominic einfach nicht aus seiner Haut kann.
Er ist und bleibt der geldgeile Geschäftsmann, der er nun mal ist und ich bin der festen Überzeugung, dass er genau die gleichen Fehler in weiteren 10 Ehejahren wieder begehen wird.
Das ursprünglich Problem lässt sich ziemlich einfach auf fehlende Kommunikation reduzieren, aber wenn einer nur kommuniziert, ist es schwierig dieses Problem zu lösen …
Tut mir leid, dass so zu sagen, weil ich beide als Protagonisten wirklich sympathisch finde, aber als Paar funktionieren sie in meinen Augen einfach nicht.
Ich hätte mich gefreut, wenn beide im Guten auseinandergegangen wären und Partner finden, die zu ihnen passen und sie zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

"Interessanter Reisebericht"

Couchsurfing in China
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„Couchsurfing in China“ ist mein erstes Buch in dieser Richtung.
Ich habe mir vorgenommen immer mal wieder Bücher außerhalb meiner üblichen Genres zu lesen und da hat sich dieses Weihnachtsgeschenk natürlich ...

„Couchsurfing in China“ ist mein erstes Buch in dieser Richtung.
Ich habe mir vorgenommen immer mal wieder Bücher außerhalb meiner üblichen Genres zu lesen und da hat sich dieses Weihnachtsgeschenk natürlich bestens angeboten.
Zusätzlich reise ich gerne und da kann man mit einem Reisebericht sicherlich nichts falsch machen.

Stephan Orths Erzählungen aus seiner Rundreise in China haben mein bisheriges Bild von China noch bestätigt.
Ich könnte in einem solchen Überwachungsstaat nicht leben.
Einige Fakten, über die Herr Orth berichtet, waren mir durchaus bekannt, aber es gab genauso viele Dinge, die mir nicht bewusst waren (Kreditscoring anhand von Social-Media-Verhalten etc.).
Für mich ist das eine komplett andere Welt, wenn nicht sogar anderer Planet.

Allerdings finde ich es immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Wahrnehmung auch von Deutschland oder anderen europäischen Ländern, von Außenstehenden sind.
Im Prinzip das Gleiche wie mit meiner außenstehenden Meinung über China – nur andersherum.

Für mich war das Lesen dieses Romans eine schöne Abwechslung, aber nichts, bei dem ich das Bedürfnis nach Wiederholung verspüre.
Als Hörbuch kann ich mir die Reiseberichte besser vorstellen.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

"Adenas tragische Geschichte"

Powerful - Adenas Schicksal
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„Powerful“ ist eine schön geschriebene Novelle, die ich für mich als „Nice to Have“ eingeordnet habe.
Wieso nur „Nico to Have“?
Für mich konnte die Kurzgeschichte bisher nichts zur eigentlichen Haupt-Trilogie ...

„Powerful“ ist eine schön geschriebene Novelle, die ich für mich als „Nice to Have“ eingeordnet habe.
Wieso nur „Nico to Have“?
Für mich konnte die Kurzgeschichte bisher nichts zur eigentlichen Haupt-Trilogie beitragen.
Man lernt Adena, Paedyns beste Freundin, kennen, erfährt wie sich kennengelernt haben und was ihre Rolle im „Powerless-Universum“ ist.
Da der letzte Teil der Trilogie noch nicht erschienen ist, könnte ich mir nur vorstellen, dass Mak nochmal eine größere Rolle spielen wird und diese Informationen einem helfen werden den Gesamtüberblick zu behalten.
Aber das sind nur Mutmaßungen meinerseits.

Um beim Lesen dieses Kurzromans das möglichst beste Leseerlebnis zu bekommen, wird einiges an Vorwissen benötigt, da das Buch parallel zu den Geschehnissen im ersten Teil verläuft.
Man muss also mindestens den ersten Teil gelesen haben und im besten Fall die Geschehnisse noch möglichst präsent im Kopf haben, damit man nicht den Faden verliert.

Wenn man nicht mit der Erwartungshaltung einen spannungsgeladenen Fantasy-Kurzroman zu lesen, kommt man hier sicherlich auf seine Kosten.
Hier erwarten einen nur die Geschehnisse des ersten Teils und ein paar kleinere Details zur Haupthandlung aus Adenas Sicht.
Da man aus dem ersten Teil auch weiß, wie es Adena ergeht, ist auch das Romanende für keine Überraschung gut.
Also kurz gesagt: Ein „Nice to Have“ für alle Fans, die es nicht erwarten können, nach Ilya zurückzukommen.
Ob die Novelle entscheidende Informationen bereithält, die für den letzten Teil relevant sind, kann ich erst in einem Monat beurteilen.

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