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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

Potential war da

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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Das Buch wäre für mich ein absoluter Fall für fünf Sterne gewesen, wenn die letzten zehn Seiten nicht alles ruiniert hätten. Aber erst einmal von ganz vorne. Das Cover ist bezaubernd und passt perfekt ...

Das Buch wäre für mich ein absoluter Fall für fünf Sterne gewesen, wenn die letzten zehn Seiten nicht alles ruiniert hätten. Aber erst einmal von ganz vorne. Das Cover ist bezaubernd und passt perfekt zur Geschichte. Diese selbst startet rasant, indem man sofort in Scars Einbruch katapultiert wird und dann von einem spannenden Moment in den nächsten begleitet wird. Die verschiedensten Personen, unvorhersehbaren Wendungen und fesselnden Gespräche überzeugen vollkommen, auch wenn das Worldbuilding weiter ausgebaut werden könnte. Ren und Scar sind zwei absolut sympathische Protagonisten, deren Anziehung von Beginn an nicht zu verleugnen ist. Griffin und Vesper fand ich auch spitze und mit ihren so verschiedenen Charakterzügen sehr unterhaltsam. Einen ruhigen Moment gab es in diesem Roman eher weniger, aber das finde ich super, denn so fliegt man geradewegs durch die Seiten. Der Schreibstil hatte dafür genau das richtige Tempo zwischen ausführlichen Beschreibungen und atemberaubenden, schnellen Kampfszenen. Und dann kam das Ende. Als Leser sucht man doch immer wieder nach Hinweisen, doch so sehr ich auch darüber nachdenke, hätte ich das Ende niemals kommen sehen. Mir ist es lieber, wenn man immer wieder kleine Hinweise bekommt, die man sich selbst zusammenpuzzelt und überlegt, was daraus entstehen könnte, doch mit Scars sturem Schweigen über ihre Vergangenheit wirkte es, als würde da die ganze Zeit das wichtige Puzzleteil fehlen. So war es letztendlich auch und daher wirkt die Geschichte für mich nicht wirklich rund und der Cliffhanger am Ende eher nach Willkür. Schade, da ich mir doch das ein oder andere Szenario zu einem ebenso spannenden Ende hätte ausmalen können, zumal das Potential dafür definitiv gegeben war. So bleibt das Buch für mich leider mit einem enttäuschenden Ende in Erinnerung und ich muss gestehen, dass ich mir genau überlege, ob es mir das wert ist, einen Blick in die Fortsetzung zu werfen.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Antworten auf schwierige Fragen finden

QUID+ Aber warum?
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Das Buch klingt sehr vielversprechend, wenn man Kinder hat oder täglich mit diesen arbeitet. Kinder fragen einem doch gerne mal Löcher in den Bauch und bei manchen Fragen steht man zunächst sprachlos da, ...

Das Buch klingt sehr vielversprechend, wenn man Kinder hat oder täglich mit diesen arbeitet. Kinder fragen einem doch gerne mal Löcher in den Bauch und bei manchen Fragen steht man zunächst sprachlos da, weil man nicht weiß, wie man dies nun beantworten soll. Das Buch soll dabei eine Hilfe sein. Jede Frage wird durch eine kurze Geschichte aufgegriffen und zugleich darin beantwortet. Durch die verschiedensten Personen können sich dabei auch viele Kinder angesprochen fühlen und die Antworten finde ich bis auf diejenigen zum Thema Tod passend gewählt, da hier doch ein starker religiöser Bezug vorliegt. Gerne hätte ich mir noch mehr Bilder zu den Texten gewünscht, damit nicht nur die Erklärung im Vordergrund steht, sondern auch die Geschichte. Ob man jedes Thema in diesem Buch angehen muss, sollte zudem jeder für sich entscheiden. Einem Kind mit drei Jahren würde ich nur die Fragen zum Tod beantworten, wenn dazu auch Fragen aufkommen. Einige andere Geschichten zu Krieg oder Trennung der Eltern können Kinder auch traurig stimmen, daher sollte man sich zunächst selbst die Geschichte durchlesen und sich im Klaren darüber sein, ob man dies auch ohne Buch so beantwortet hätte. Den Hinweis im Anschluss an die Geschichten, dass Vergleiche und Metaphern bei schwierigen Fragen helfen können, finde ich gut gewählt, da dies Kindern oftmals leichter fällt, sich dann etwas bildlich vorzustellen. Grundsätzlich handelt es sich demnach um ein hilfreiches Buch mit größtenteils gelungen beantworteten Fragen, auch wenn bei so manchen Themen im Hinblick auf Religion oder auch Alter und Vergangenheit der Kinder Rücksicht zu nehmen ist.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Originell

Fae Isles − Der Henker der Königin
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Obwohl ich mit der Welt der Faes zuvor nicht sonderlich vertraut war und dem misstrauisch gegenüberstand, ob es wirklich meinen Geschmack treffen könnte, wurde ich vollkommen positiv überrascht. Das Cover ...

Obwohl ich mit der Welt der Faes zuvor nicht sonderlich vertraut war und dem misstrauisch gegenüberstand, ob es wirklich meinen Geschmack treffen könnte, wurde ich vollkommen positiv überrascht. Das Cover ist ein Traum, auch wenn es nicht zu den düsteren ersten Seiten passt, die sich ein wenig gezogen haben. Als die Geschichte dann jedoch Fahrt aufnimmt, Emelins Rolle in Creons Plan klar wird und immer mehr Geheimnisse aufgedeckt werden, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Besonders toll hat mir der stumme Creon mit seinen Tiefen gefallen, aber auch Emelin war eine sympathische Protagonistin. Am meisten hat mich jedoch die Idee mit den Farben beeindruckt. Dass die Magie aus Farben gewonnen wird, habe ich so noch nicht zuvor gelesen, und das hat die Geschichte dann doch sehr originell gemacht. Auch das Labyrinth war eine eindrucksvolle Idee, vor allem, als Emelin es sich dann zunutze machen konnte, dass sie sein Geheimnis aufgedeckt hatte. Die anderen Charaktere haben auch ihre erkennbare Rolle zu der Geschichte beigetragen, jedoch war mir am Ende etwas zu wenig Spannung gegeben. Das Buch hat sehr viel Potential und ich bin mir sicher, dass die Fortsetzung darauf aufbauen wird, aber dass im ersten Teil dann nur eine etwa dreiseitige Rettung, die auch noch vollkommen reibungslos abläuft, den Höhepunkt darstellt, hat mich dann doch ein wenig enttäuscht. Hier hätte ich mir definitiv eine spannendere Wendung gewünscht. Dennoch kann ich jedem das Buch an Herzen legen, der auf tolle Charaktere, eine gut entwickelte Welt, originelle Ideen und viele Gefühle steht, denn damit hat mich das Buch allemal gepackt und mich auf die Fortsetzung neugierig gemacht.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

An Spannung fehlte es nicht

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Das Cover selbst ist nicht so ganz mein Fall, was aber eher an den Farben als am Motiv liegt, denn letzteres passt super zum Verlauf der Geschichte. Auch mit dem Anfang der Geschichte hatte ich zunächst ...

Das Cover selbst ist nicht so ganz mein Fall, was aber eher an den Farben als am Motiv liegt, denn letzteres passt super zum Verlauf der Geschichte. Auch mit dem Anfang der Geschichte hatte ich zunächst deutlich zu kämpfen, vor allem, da mir der Wandel von der Schmiedin zur Königin ein wenig zu holprig ging. Darüber wurde anfangs nichts berichtet und dann erfährt man urplötzlich davon. Aemyra an sich ist eine starke Protagonistin, auch wenn ich sie nicht als die Führungsperson ansehe, die sie als Königin verkörpern sollte. Als der Machtkampf um den Thron dann jedoch losging, kam ich kaum mehr vom Buch weg. Mich faszinierte das Worldbuilding, die Drachen und vor allem die vielen Spannungsmomente, die nur selten ein wenig Ruhe haben einkehren lassen. Ich liebe es, ein Buch vor lauter Überraschungsmomenten nicht aus der Hand legen zu können, daher hätte das Buch sicherlich fünf Sterne bekommen, wenn es nicht an kleinen Details gefehlt hätte. Wie gesagt haben mir schon der Anfang und auch die geringe Entwicklung von Aemyra zu schaffen gemacht. Aber auch die anderen Charaktere konnten mich nicht immer vollkommen abholen. Überrascht hat mich dann jedoch noch das tiefgründigere Gespräch zwischen Aemyra und ihrem Vater gegen Ende des Buches, da es sein Handeln erklärte. Auch ihren Zwillingsbruder fand ich sehr sympathisch, jedoch fehlte es mir auf der anderen Seite der Krone an Tiefen. Fiorean war ein wandelnder Charakter, am Ende erfährt man auch, warum, obwohl ich dem noch nicht ganz glauben kann, aber vielleicht werde ich im zweiten Teil überrascht. Die Schlacht war beeindruckend geschrieben und das Tempo der Geschichte angenehm. Wie zu erwarten, konnte mich auch das Ende überraschen, wobei der Cliffhanger natürlich unheimlich geheim ist, zumal ich nach diesem ersten Teil gemerkt habe, dass man sich nicht zu sehr Hoffnungen machen sollte, dass liebgewonnene Charaktere überleben. An sich ist es eine gute Fantasygeschichte mit atemberaubenden Momenten und leider doch nicht ganz überzeugenden Charakteren, aber auf jeden Fall eine Empfehlung, wenn man auf Drachen steht, wobei ich mir vielleicht auch noch den ein oder anderen Auftritt mehr von Terrea im zweiten Teil wünschen würde.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Stark angefangen und stark nachgelassen

Blood of Hercules
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Das Cover als solches finde ich ganz schön, jedoch wäre ein etwas düsteres treffender gewesen, um der Geschichte gerecht zu werden. Denn diese fängt bereits am Anfang mit Alexis’ harter Vergangenheit an ...

Das Cover als solches finde ich ganz schön, jedoch wäre ein etwas düsteres treffender gewesen, um der Geschichte gerecht zu werden. Denn diese fängt bereits am Anfang mit Alexis’ harter Vergangenheit an und führt die teils brutale, düstere Stimmung bis zum Ende durch. Den Anfang fand ich ein bisschen langatmig, doch nachdem Alexis dann aus ihrer Prüfung gerissen wurde, ging es rasant vorwärts und über viele Seiten hinweg war ich mir sicher, dem Buch fünf Sterne geben zu können. Der Schreibstil ist anschaulich und angenehm, sodass man geradezu durch die Seiten fliegt, die Charaktere sind zutiefst verschieden und oftmals undurchschaubar, was für reichlich Spannung sorgt, sowie wird das Worldbuilding immer wieder eingeworfen, wodurch die Geschichte einfach ein Genuss war. Auch die immer wieder abwechselnden Kapitel aus den Perspektiven verschiedener Charaktere hat die Spannung in die Höhe getrieben und mich fleißig mit Alexis mitfiebern lassen, immerhin war ihr Leben zu keinem Zeitpunkt ein Zuckerschlecken. Ein wenig enttäuscht hat mich, dass Charlie nach den ersten hundert Seiten komplett verdrängt wurde, da er doch neben Nyx Alexis‘ einzige, wohltuende Beziehung war. Der kurze Auftritt am Ende wirkte daher nur wenig emotional und erzwungen. Von dem versprochenen Romantasy-Teil spürte ich zudem nur wenig in dem Auftakt der Trilogie, vor allem nachdem die Auflösung am Ende kam. Diese hat mich zwar überrascht, aber dann doch sehr unzufrieden gestimmt. Alexis ist keine Protagonistin, die sofort Kontra gibt, aber dass sie sich dann dermaßen herumschubsen lässt, hat mich enttäuscht. Hier hätte man eine schöne Charakterentwicklung einbauen können, doch so blieb Alexis ein wenig farblos. Auch das letzte Kapitel aus ihrer Sicht wirkt für mich daher wie ein leeres Versprechen, aber ich bin gespannt, was daraus im folgenden Teil gemacht wird. Grundsätzlich verzaubert das Buch mit einer tollen Grundidee, spannenden Wendepunkten und abwechslungsreichen Charakteren, aber das Ende war enttäuschend, vor allem wenn man die ganze Zeit auf eine sich wehrende Alexis wartet. Eines kann ich nach dem Buch aber mit Gewissheit sagen: ich wollte noch nie so sehr eine sprechende Schlange als Freundin. Nyx war das Beste am ganzen Buch.

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