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Veröffentlicht am 25.10.2025

Familiengeheimnisse

Die Sturmtochter
1

Ein stürmischer Himmel, eine gefährliche Brandung, ein schroffer Felsen und obendrauf thront ein stattliches Anwesen. Dramatischer könnte das Cover eines Buches nicht gehalten sein, wären da nicht oben ...

Ein stürmischer Himmel, eine gefährliche Brandung, ein schroffer Felsen und obendrauf thront ein stattliches Anwesen. Dramatischer könnte das Cover eines Buches nicht gehalten sein, wären da nicht oben auf dem Cover die in Weiß und in Rosa gehalten wilden Rosen zu sehen. Dramatisch scheint auch die Geschichte um die Familie Fraser zu schein: Eigentlich eine untadlige Familie, die zudem noch zu den Reichsten Schottlands gehört. Und doch scheinen sie ein Geheimnis zu verbergen, dass sich durch mehrere Generationen zieht. Isla Fraser hat gerade ihre Journalistenausbildung abgeschlossen. Eine Reportage über ihre Tante Shelly, die nach Australien ausgewandert ist, soll ihrer Karriere jetzt den nötigen Schub verleihen. Doch warum weiß niemand / oder will niemand aus ihrer Familie wissen, wo Shelly genau lebt? Und warum gerät Isla plötzlich in Situationen, die ihr das Gefühl vermitteln es trachte ihr jemand nach dem Leben? Hat ihre Familie etwas zu verbergen und was geschah mit ihrer Urahnin Rosa Fraser? Die Antworten auf alle Fragen scheinen in Schottland auf dem Familiensitz Taigh-Mor-Fraser verborgen zu sein.
Florence Winter ist eine deutsche Autorin mit Vorliebe für England und Schottland. Auf mehr als 400 Seiten entwickelt sie einen spannenden Roman, bei dem auch die Romantik nicht zu kurz kommt. Dabei schreibt sie so authentisch, dass es mich manches Mal schaudern lässt. Der Roman ist gut aufgebaut und regt zum Nachdenken an. Und so entwickelt sich ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel, das nur der lösen kann, der den entsprechenden Schlüssel in Händen hält. Der Roman spielt auf zwei Ebenden sowohl im 21. Jahrhundert als auch im 19. Jahrhundert, das verleiht ihm noch einen zusätzlichen Charme.

Die Charaktere in diesem Roman sind authentisch und in ihrer Konstellation zueinander gut entwickelt, sodass allein dadurch eine besondere Spannung entsteht. Interessant ist der Charakter von Rosas Vater: George Fraser, einem echten Menschenfänger, während Rosa zwischen Loyalität und dem eigenem Gewissen schwankt. Isla dagegen teils stark, teils beschützenswert kämpft nicht nur mit dem Ringen um die Wahrheit, sondern auch mit allen Widrigkeiten, die ihr durch ihre Nachforschungen entstehen. Die spannende Story, die unterschiedlichen Charaktere und die vielen unerwarteten Wendungen in dem Buch geben viel Raum für Spekulationen. Aber trotzdem einiges im ersten Moment vielleicht verwirrend erscheint, wird alles bis zum teilweise überraschenden Ende aufgeklärt. Intrigen, Vertuschung und fiese Machenschaften eingebettet in die raue Landschaft Schottlands und der äußeren Hybriden lassen den Leser einerseits nicht zu Atem kommen, aber genau wie die Rosen auf dem Cover der Dramatik die Härte nehmen, findet sich in diesem spannenden Roman auch etwas für das Herz. „Die Sturmtochter“ ist eine fesselnd geschriebene Geschichte für die ich gerne eine Leseempfehlung gebe.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Vorsprung durch Wissen!

Deutschland - Das Duden Kinderlexikon
1


Der Duden gilt als Innbegriff der Wissensvermittlung. Bei dem Duden Kinderlexikon Deutschland nehmen uns der Hund Schnüffel und Dudu der Roboter mit auf eine Wissensreise von A-Z quer durch Deutschland. ...


Der Duden gilt als Innbegriff der Wissensvermittlung. Bei dem Duden Kinderlexikon Deutschland nehmen uns der Hund Schnüffel und Dudu der Roboter mit auf eine Wissensreise von A-Z quer durch Deutschland. Aufgelegt wurde der Kinderduden im Cornelsen Verlag, der uns allen als Verlag für Schulbücher bekannt ist. Entsprechend fundiert sind auch die Texte. Nach dem Motto: Wer nicht fragt bleibt dumm wurde dieser Duden für Kinder geschrieben, denn es wird alles abdeckt, was Kinder zu Deutschland fragen können. Beim „Entdecken“ des Buches kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Das Schöne an dem Duden ist, dass er zwar alphabetisch sortiert, aber nicht nach Themen sortiert ist. Und so wird z.B. bei „C“ die Currywurst auf der gleichen Seite erklärt wie ein Computer, der Karneval trifft die Kartoffel oder Till Eulenspiegel die Thüringer Klöße! Es gibt immer wieder neue Themen, die interessieren und bei der Gelegenheit gleich mit entdeckt werden. Der Hund Schnüffel verstärkt dann noch bestimmte Begriffe, so wird z.B. allgemein der Strandkorb erklärt und es gibt zusätzlich ein Bild mit Schnüffel, der in dem größten Strandkorb der Welt sitzt, welcher auf der Insel Usedom steht. Die 16 Bundesländer werden alle einzeln mit Bildern und in einem Steckbrief erklärt. Zusätzlich hat sich der Roboter Dudu diese zum Thema gemacht und erklärt dazu Dinge, die begeistern. So weiß Dudu z.B., dass das Besondere an den Bremer Stadtmusikanten ist, dass sie erkannt haben, dass man nur gemeinsam stark ist.

Der Duden ist liebevoll illustriert, teilweise mit sehr guten Fotografien und teilweise mit kindgerechten Zeichnungen. Hinten im Duden ist eine herausnehmbare Deutschlandkarte in dem Format 38 cm x 48 cm mit kleineren Zeichnungen eingefügt, die ebenfalls die Besonderheiten der Bundesländer hervorheben. Das ist wunderbar gelungen. Alle Zeichnungen und Fotografien im Duden sind kindgerecht und von sehr guter Druckqualität.

Das Format des Dudens ist mit 21 cm x 25 cm groß, der Umschlag ist aus starkem Karton und die Seiten sind stabil für die Beanspruchung in dieser Altersgruppe. Insgesamt verfügt das Kinderlexikon über 176 Seiten, hinten ist ein Register über die erklärten Begriffe angefügt, in dem für den Begriff auch die entsprechende Seitenzahl angegeben ist. Das Lesealter ist ab 5 – 6 Jahren angegeben und nach oben offen. Selbst Erwachsene finden in diesem Duden noch Themen, die ihnen gar nicht so geläufig sind. Dieser Duden sollte in keinem Kinderzimmer fehlen, denn er gibt eine ausreichende Kurzerklärung zu allen Themen, die große und kleine Kinder interessieren können.

Mit dem Duden Kinderlexikon Deutschland ist dem Cornelsen Verlag wieder einmal ein schönes Kinderlexikon gelungen, was nicht nur zum spielerischen Lernen anregt, sondern bei den Kindern auch für kurzweilige Unterhaltung sorgt, gerade wenn man die Schönheiten aber auch alles Wissenswerte zu Deutschland erklären möchte.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Als Regenbogenfisch lebt´s sich gefährlich

Der Regenbogenfisch in Gefahr
1

Nachdem unser Regenbogenfisch all seinen Freunden eine glitzernde Schuppe geschenkt hat lebt er zufrieden mit ihnen und alle Lebewesen im Ozean. Doch diese Idylle ist bedroht als Fischerboote mit riesigen ...

Nachdem unser Regenbogenfisch all seinen Freunden eine glitzernde Schuppe geschenkt hat lebt er zufrieden mit ihnen und alle Lebewesen im Ozean. Doch diese Idylle ist bedroht als Fischerboote mit riesigen Schleppnetzen den Meeresboden abfischen. Und da unser Regenbogenfisch immer nur an das Gute glaubt, lässt er sich auch nicht von den anderen Fischen belehren, die vor der Gefahr warnen. Hier ist unser Fisch ein wenig zu gutgläubig und so landet er in einem Schleppnetz. Wer kann unseren Regenbogenfisch und all die anderen Fische in dem großen Schleppnetz jetzt noch retten?
Diesem wunderschönen Bilderbuch vom Regenbogenfisch merkt man, dass der Autor Marcus Pfister seit mehr als 30 Jahren den Regenbogenfisch immer wieder neue Abenteuer erleben lässt und wunderbar versteht, was in den Gedanken der Kinder dieses Alters vorgeht. Mit dem Besuch einer Kunstgewerbeschule und anschließender Ausbildung als Grafiker verleiht er seinen Büchern ganz tolle Illustrationen. Die Bilder sind herzallerliebst, die Farben nicht zu grell aber bunt wie es die Kinder mögen. Marcus Pfister kann durch seine Zeichnungen jede einzelne Emotion vom Regenbogenfisch und seinen Freunden so ausdrücken, dass man ihnen Freude oder auch Besorgnis sofort ansieht. Das Format ist mit 22cm x 29 cm genauso groß wie Kinder Vorlesegeschichten mögen.
Gut gefällt mir, dass die Kinder auf die Gefahren der Überfischung in den Weltmeeren hingewiesen werden. „Der Regenbogenfisch in Gefahr“ ist eine Geschichte über Freundschaft und den Zusammenhalt. Das ist es was Meerestiere anstreben und wäre das nicht auch erstrebenswert für uns Menschen? Und weil jedes Regenbogenfisch- Buch uns immer ein klein wenig zeigt wie es eigentlich funktionieren soll, lieben wir diese Bücher ja so sehr!

Das Lesealter wurde mit ab 4 Jahren angegeben. Ich habe es meiner Enkelin vorgelesen, die erst 3 Jahre alt ist und sie war sichtlich begeistert. Ich empfehle ein Lesealter von 3 bis 8 Jahren. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine volle Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Das freundlichste Einhorn der Welt

Ein Einhorn namens Oktober
1

Oktober, ist das nicht ein schöner Name für ein Einhorn? Insbesondere, wenn dieses so liebenswert und freundlich ist wie dieses Einhorn. Nur eines fehlt ihm noch und das sind die besonderen Zauberkräfte, ...

Oktober, ist das nicht ein schöner Name für ein Einhorn? Insbesondere, wenn dieses so liebenswert und freundlich ist wie dieses Einhorn. Nur eines fehlt ihm noch und das sind die besonderen Zauberkräfte, die jedes Einhorn zu seinem 1. Geburtstag bekommt. Wäre es nicht schön, so wie andere kleine Einhörner fliegen zu können, ein superflauschiges Fell zu besitzen, oder mit Zunge bis ans eigene Horn zu lecken. Jeder seiner Freunde hat oder kann etwas Besonderes, nur unserem kleinen Oktober sind alle Zauberkräfte verwehrt und das, obwohl er schon seinen ersten Geburtstag gefeiert hat. Was läuft da schief?
Diesem wunderschönen Bilderbuch vom Einhorn Oktober merkt man an, dass die Autorin Maria Höck vor dem Studium bereits als Buchhändlerin gearbeitet hat und wunderbar versteht, was in den Gedanken der Kinder dieses Alters vorgeht. Mit Juliana Kralik hat sie eine ganz tolle Illustratorin gefunden, die ihre Leidenschaft für Animation in den schönen Bildern dieses Buches ausdrückt. Die Bilder sind herzallerliebst, die Farben nicht zu grell aber bunt wie es die Kinder mögen. Juliana Kralik kann durch ihre Zeichnungen jede einzelne Emotion von Oktober und seinen Freunden so ausdrücken, dass man ihnen Freude oder auch Traurigkeit sofort ansieht.
Gut gefällt mir auch das Thema des Buches. Sollten wir nicht alle ein wenig freundlicher sein. Denn mit Freundlichkeit hilft man nicht nur anderen, sondern sorgt dafür, dass auch wir in unserem Bauch ein ganz vertrautes Gefühl wie warme Kürbissuppe im Oktober im Bauch haben.

Das Lesealter wurde mit ab 3 Jahren angegeben. Meine Enkel von 2 – 5 Jahren haben mit großen Ohren gelauscht und waren alle sichtlich begeistert.

Fazit: „Ein Einhorn namens Oktober“ ist ein wunderschönes Bilderbuch, für das es von mir in jeder Kategorie 5 Sterne gibt!

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Starke Frauen und ein mystischer Zauber

Die Kriegerin des Nordens
1


Wir befinden uns auf der Krimbischen Halbinsel hundert Jahre vor Christi. Mit einem heimtückischen Mordanschlag römischer Truppen auf die germanische Druidin des Pferdestamms beginnt dieser historische ...


Wir befinden uns auf der Krimbischen Halbinsel hundert Jahre vor Christi. Mit einem heimtückischen Mordanschlag römischer Truppen auf die germanische Druidin des Pferdestamms beginnt dieser historische Roman. Mittlerweile treiben einige Germanen friedliche Handelsgeschäfte mit den Römern. Die tiefen Rachegelüste einiger Stammesmitglieder sind jedoch auch Jahrzehnte nach dem Mord noch nicht versiegt. Erkenhild, die starke Kriegerin des Nordens, ist die Enkelin der ermordeten Druidin und genauso vom Hass gegenüber den Römern zerfressen, wie Busla die jetzige Druidin des Stammes. Doch für einen Krieg gegen die Römer bedarf es der Zustimmung des Heerkönigs Thorwaldshunt und den Zusammenschluss aller germanischer Stämme. Mit Hilfe einer List und des starken Zaubers eines mystischen Kessels will Erkenhild ihre Pläne durchsetzen. Doch dafür benötigt sie die Hilfe der dreisten Diebin Katek. Schafft es Erkenhild den Heerkönig und die anderen Stämme für einen Krieg gegen die Römer zu gewinnen, welche Rolle spielt dabei die Druidin Busla und was hat das alles mit der Tandlerin Katek zu tun?
Charlotte Fondraz schreibt lebendig, spannend und ausdrucksstark, so dass der Leser ihr gerne folgt. In „Die Kriegerin des Nordens“ verbindet sie geschickt diverse Lebensläufe mit den breit gefächerten Handlungssträngen. Der Leser ist von Anfang an mitten im Geschehen und dank Charlotte Fondraz gekonnten Schreibstils zieht sie ihn immer mehr in den Bann. Die Geschichte entwickelt sich zu einem spannenden historischen Roman mit einem Spritzer Fantasy, den man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Grundlage für diesen Roman bildet der im Jahr 1891 wieder entdeckte Kessel von Gundestrup, um den sich sagenumwobene Mythen spinnen. Charlotte Fondraz liebt es Motive alter Sagen mit historischen Fakten zu mischen. Das ist ihr hier sehr gut gelungen und so bildet „Die Kriegerin des Nordens“ eine perfekte Mischung aus realer Historie und spannender Fiktion.
Die Charaktere sind gut aufeinander abgestimmt. Im Mittelpunkt von der „Kriegerin des Nordens“ stehen sowohl Erkenhild eine Heerführerin des Pferdestamms und Vertraute der Druidin Busla, als auch im zweiten Handlungsstrang die Tandlerin und kecke Diebin Katek und ihre Gefährtin Friya, die sich nachdem sie aus ihrem Stamm ausgeschlossen wurde den Tandlern angeschlossen hat.
Erkenhild ist eine Kriegerin, wie wir sie uns vorstellen, sie ist groß, kräftig und dabei so listig, dass sie jeden Mann – auch wenn er stärker ist – besiegen kann. Allerdings ist sie auch unbeherrscht, manchmal fehlt es ihr an Empathie und sie ist, wenn sie von einer Sache überzeugt ist, total rücksichtslos und geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen.
Katek ist die deutlich sympathischere Protagonistin. Insbesondere in der Einheit mit Friya bilden sie ein unschlagbares Gespann. Sie sind es gewohnt jeden Tag für das Überleben zu kämpfen und insbesondere Katek, die dieses Leben seit Beginn an führt, hat sich darin zu einer wahren Meisterin entwickelt. Aber auch Friya nimmt eigene Entbehrungen und Gefahren auf sich und steht am Ende Katek in nichts nach. Die beiden sind mir zu wahren Freundinnen geworden.
Fazit: „Die Kriegerin des Nordens“ ist ein abwechslungsreicher, gut ausgefeilter historischer Abenteuerroman mit einem Spritzer Fantasy und bietet einige Überraschungen. Charlotte Fondraz gelingt es überzeugend, den Leser zu fesseln und auf eine emotionale Reise mitzunehmen. Die historistischen Details, gekonnt verpackt in einer fiktiven Geschichte, haben mich sehr gut unterhalten und mir einen schönen Einblick in das Leben dieser Epoche gewährt. Deswegen gebe ich für diesen Roman gerne eine Leseempfehlung.

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