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Veröffentlicht am 11.02.2026

Wahrheit oder Fiktion?

Böser, böser Wolf
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Katie ist Autorin und wurde entführt. Der Wolf hat sie geschnappt und verlangt, sie soll Märchen umschreiben. Sie hat die Wahl: jemand muss sterben und wenn sie das Märchen nicht umschreibt, wird sie es ...

Katie ist Autorin und wurde entführt. Der Wolf hat sie geschnappt und verlangt, sie soll Märchen umschreiben. Sie hat die Wahl: jemand muss sterben und wenn sie das Märchen nicht umschreibt, wird sie es selbst sein.
Detective Inspector Lyla Rondell wird angerufen, nachdem ein unbekannter Mann eine Frau in den Wald verschleppt hat und an der Stelle eine an sie adressierte Postkarte lag. Darin wird sie an ein Ereignis vor 25 Jahren erinnert.

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Allerdings ist die Schrift ziemlich klein und auch die kursiven Passagen des Täters erschwerten das Lesen. Aber es war von Anfang an spannend. Abwechselnd wurde aus der Sicht von Katie mit ihrem Entführer und aus Sicht von Lyla mit ihren Kollegen beschrieben. Beide waren mir sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Das Buch war unterteilt in 3 Abschnitte. Der erste dauert 200 Seiten, Teil 2 dann 110 Seiten und der letzte 35 Seiten.

Katie blieb nichts anderes übrig, als die Märchen umzuschreiben und dadurch für den Tod von unschuldigen Menschen verantwortlich zu sein. Nachdem sie mitbekommen hat, was bei einer Weigerung passiert, ist ihr Widerstand gebrochen. Sie versucht immerhin, der Polizei Hinweise zu liefern. Wird der Wolf sich an ihr Drehbuch halten und Lyla die Botschaften erkennen?

Die Hintergründe des Täters blieben unklar und es gab die ein oder andere mysteriöse Begebenheit. Abschnitt 1 endete seltsam und verwirrend. Teil 2 war auch bizarr und sonderbar, bis dann im letzten Passus alles zu einem Ende fand.

Das Buch ist kein klassischer Thriller, sondern eine Fantasiegeschichte mit Thrillerelementen. Bis zur Hälfte war es packend und fesselnd, dann wurde es unwirklich. Ich tue mich mit einer Bewertung schwer, denn das Buch war nicht das, was ich durch die Beschreibung erwartet habe, deshalb kann ich eigentlich nur 2 Sterne geben. Aber da es dann doch ein akzeptables Ende hatte, gebe ich noch einen halben Stern dazu - aber mehr als 2,5 kann ich nicht geben…

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Keltenkult in höchsten Kreisen.

Gnadenlos im Bayerwald
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Ein tschechischer Polizist hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die „kleinen Brüder“ zu vernichten. Diese Organisation hatte auch Zuspruch aus den höchsten Kreisen. Aber Ondrej hatte nicht mehr viel ...

Ein tschechischer Polizist hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die „kleinen Brüder“ zu vernichten. Diese Organisation hatte auch Zuspruch aus den höchsten Kreisen. Aber Ondrej hatte nicht mehr viel Zeit. Als er bei einer Razzia eine Drogentote fand, nutzte er die Gelegenheit: er präparierte sie und brachte sie über die Grenze, damit sie an einer Autobahnraststätte bei Deggendorf gefunden wurde.

Ich hatte leichte Probleme, dem Geschehen zu folgen. Es gab ein junges Mädchen in einem weißen Kleid, den tschechischen Polizisten, eine Organisation mit Menschenhandel, Geschwister mit krankem Vater, eine Gruppe Druiden die Rituale abhält, ein Kommissar in Deutschland mit einem Team aus verschiedenen Dienststellen, eine Unternehmerin in einer Festung, eine Staatsanwältin die sich einmischt, eine Wandergruppe und ein einsamer Eremit. Und alles läuft nebeneinander ohne einen Bezug zu haben. Ich musste gelegentlich Passagen mehrmals lesen, um sie zu verstehen.

Es war mein erstes Buch dieses Autors - vielleicht hätte es mir geholfen, wenn ich die vorigen Bände kennen würde? Nach etwa 150 Seiten wurde es besser und ich habe mich zurechtgefunden.

Die Polizei stand bei der jungen Frau vor einem Rätsel. Und als dann das Herz eines Mannes an einer keltischen Opferstelle gefunden wurde, sahen sie zwar einen Zusammenhang, aber keine Verbindung.

Nach und nach kam eine Geschichte ans Licht, die an Grausamkeit kaum zu überbieten war. Nach dem dritten Mord gab es eine Ahnung, um was es bei der ganzen Serie geht - aber bis zum Schluss blieb es vage. Erst auf den letzten Seiten wurde alles aufgelöst. Das Ende fand ich unglücklich. Manches passte nicht und es war auch unstimmig, dass der Kommissar ein eindeutiges Zeichen nicht bemerkt hatte. Ich gebe diesem Buch 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Seltsam und verwirrend.

Todesinsel Rügen
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Karsten Schwinka leidet unter Albträumen, durch einen vergangenen Fall verursacht.
Michael Neumann wurde vor Gericht verurteilt und musste den Polizeidienst quittieren - dadurch hasste er Schwinka aus ...

Karsten Schwinka leidet unter Albträumen, durch einen vergangenen Fall verursacht.
Michael Neumann wurde vor Gericht verurteilt und musste den Polizeidienst quittieren - dadurch hasste er Schwinka aus tiefstem Herzen.
Eine Urlauberin fand in den Dünen eine tote Frau, ein Stadtrat hat sich erhängt, eine eingeheiratete Hotelfrau fühlt sich vernachlässigt und ein Bauunternehmer wurde erschossen. Eine weitere Urlauberin wird ermordet, eine tote Frau im Auto und der Hafen-Guru hat eine Mätresse, die ihre Finger überall drin hat.

Es ist der 4. Band um den Kripomann Karsten Schwinka, aber mein erstes Werk von diesem Autor. Ich vermute, es wäre einfacher gewesen in die Geschichte reinzukommen, wenn ich die vorigen Bände gekannt hätte. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, aber ich konnte mir alles gut vorstellen.

Die Kommissare Schobel, Schwinka und Chupaski ermitteln im Fall der bestialisch ermordeten Urlauberin zusammen mit dem Staatsanwalt Dückert. Der richtet 3 SOKOs ein, weil ihm ein Zusammenhang zwischen der bestialisch Ermordeten, dem Schussopfer und der Frau im Auto unmöglich scheint. Nachdem ich mich an die vielen losen Fäden gewohnt hatte, kam ich auch einigermaßen in das Buch rein. Ich entwickelte Sympathien und Antipathien.

Die Fälle blieben bis zum Ende unklar und es gab zu viele Delikte, die alles unübersichtlich machten. Mich hat das Buch sehr verwirrt und manches konnte ich nicht nachvollziehen. Und dann ging es ganz schnell. Falsche Hinweise und Zufälle brachten die Ermittler dann auf die richtige Spur. Das Ende fand ich etwas abrupt und zu weit hergeholt, aber es passt zum Buch. Leider blieben auch noch Fragen offen. Ich gebe 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.08.2024

Wunderlich und nicht realistisch, aber amüsant.

Rostfrei
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Juliane Knop feiert ihren 97sten Geburtstag. Von ihrer Tochter bekommt sie einen Treppenlift - sie ist entrüstet, denn so alt und senil ist sie schließlich noch nicht. Sie ist seit 80 Jahren verheiratet ...

Juliane Knop feiert ihren 97sten Geburtstag. Von ihrer Tochter bekommt sie einen Treppenlift - sie ist entrüstet, denn so alt und senil ist sie schließlich noch nicht. Sie ist seit 80 Jahren verheiratet und mit dem Tag der Hochzeit hat sich Heiner geändert: er wurde zum Tyrann und hat Juliane regelmäßig verprügelt. Damit soll nun Schluss sein! Nach einer weiteren Prügelattacke, weil das Mittagessen nicht fertig war, fasst Juliane nachts den Entschluss, dem endlich ein Ende zu setzen und ihn zu verlassen. Im Zug nach Hamburg kommt sie mit einem jungen Mann ins Gespräch, der ihr helfen möchte…

Ich habe schon einige Werke dieser Autorin gelesen und dieses Mal war ich anfangs wieder begeistert. Mit viel Humor wird Juliane dargestellt. Eine rüstige Seniorin, die noch mit beiden Beinen im Leben steht. Sehr zum Leidwesen ihrer betagten Kinder und Enkel. Ans Ableben denkt sie noch lange nicht, denn schließlich will sie noch was erleben!

Vor jedem Kapitel wird individuelles Wissen vermittelt. Es hat nicht wirklich etwas mit dem Buch zu tun. Ich vermute, weil Juliane im Lexikon liest und sich dadurch Wissen aneignet.

Juliane war mir sympathisch, was ich vom Rest ihrer Familie nicht behaupten kann. Was sie bisher durchgemacht hat, reicht für mehrere Leben. Dass sie jetzt die Reißleine zieht, dafür zolle ich ihr Respekt! Auch wenn sie nicht weiß, wie es jetzt weitergehen soll, denn sie war immer abhängig von ihrem Ehemann…

Jason war mir ebenfalls sympathisch. Ein 31-jähriger Rechtsmediziner, dem die alte Frau leid tat. Gemeinsam hecken sie einen Plan aus, der Heiner schaden soll. Doch dann kommt es immer wieder anders als gedacht, aber es geht jedes Mal gerade noch gut.

Ich musste viel schmunzeln und auch wenn es mitunter sehr übertrieben war, habe ich mich gut unterhalten. Aber etwa bei der Hälfte des Buches wurde es immer grotesker und ich konnte nur noch den Kopf schütteln über so viel Unvermögen. Trotzdem wollte ich wissen, wie es denn ausgehen wird.

Das Ende war genau so sonderbar und ich habe das Buch kopfschüttelnd aus der Hand gelegt. Ich vergebe 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.09.2023

Rache verjährt nicht…

Nach der Zeit
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In der Heide werden unabhängig voneinander 2 tote Männer gefunden, alles deutet auf Suizid hin. Doch bei der Obduktion kommen Zweifel auf, außerdem waren sie früher befreundet gewesen. Die örtliche Polizei ...

In der Heide werden unabhängig voneinander 2 tote Männer gefunden, alles deutet auf Suizid hin. Doch bei der Obduktion kommen Zweifel auf, außerdem waren sie früher befreundet gewesen. Die örtliche Polizei bekommt Hilfe durch das Ermittlerduo de Bruyn und Will.

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles gut vorstellen. Jan war mir sofort sympathisch, was ich von Hanna nicht behaupten konnte.

Es war mein erstes Buch der Autorin und ich hatte keine Schwierigkeiten, weil ich das vorige Band nicht kenne. Allerdings wurde ich nicht richtig warm mit dem Buch. Auf der einen Seite Hanna, die mir zu sehr auf Jan fixiert war. Und auf der anderen Seite die örtliche Polizei, deren Mitglieder die bereits vorhandenen Ergebnisse ignorierten und dem Team Steine in den Weg legten. Nach dem dritten Todesfall hätten sie schon sensibler sein müssen, aber das wurde nach dem vierten Opfer noch schlimmer…

Die eigentliche Geschichte war spannend, trat dadurch aber in den Hintergrund. Nach verschiedenen Motiven kam am Schluss dann doch eine ungeheure Wahrheit ans Licht. Alles wurde aufgeklärt und zu dem Fall blieben keine Fragen offen. Trotzdem kann ich nicht mehr als 2,5 Sterne vergebn…

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