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Veröffentlicht am 14.01.2018

ein spannender, düsterer, mitreißender Thriller.

Hangman. Das Spiel des Mörders (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 2)
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Daniel Cole – Hangman

Eineinhalb Jahre ist es her, dass Emily Baxter und ihr damaliger Partner Wolf die Morde um den Ragdoll-Killer aufgeklärt haben. Lethaniel Masse sitzt hinter Gittern und nur die Angst, ...

Daniel Cole – Hangman

Eineinhalb Jahre ist es her, dass Emily Baxter und ihr damaliger Partner Wolf die Morde um den Ragdoll-Killer aufgeklärt haben. Lethaniel Masse sitzt hinter Gittern und nur die Angst, was damals wirklich geschah, bedroht Emilys Position, die mittlerweile zum Chief Inspector aufgestiegen ist.
Als eines Abends die Special Agents Curtis und Rouche in ihrem Büro erscheinen, wird sie um Mithilfe gebeten: in New York wurden mehrere Morde begangen, die an den Ragdoll-Fall erinnern und die Agenten von CIA und FBI wollen unbedingt Lethaniel Masse erneut verhören. Der Plan schlägt fehl, denn als Baxter mit Curtis und Rouche im Gefängnis ankommen, bricht wahrlich die Hölle los. Doch das ist nur der Anfang, denn schon bald bricht die Hölle los und es stapeln sich die Leichen nicht nur in New York...

„Hangman“ ist nach „Ragdoll“ mein zweiter Roman von Daniel Cole und bereits der Vorgänger konnte mich mit seiner düsteren, beklemmenden und vor allem spannenden Story fesseln.
Auch der neue Thriller steht dem in nichts nach, im Gegenteil, die Geschichte ist noch intensiver, grausamer und spannender, und mir war es überhaupt nicht möglich, dass Buch mit seinen knapp 500 Seiten überhaupt aus der Hand zu legen.
Der Roman spielt auf verschiedenen Zeitebenen, der Epilog beginnt im Januar 2016, doch die eigentliche Story beginnt fünf Wochen zuvor. Immer wieder wird die Sicht von 2014 eingespielt, die die wesentlichen Motive des Täters erzählen.
Überrascht hat mich, dass in diesem Band Wolf alias William Fawkes kaum Erwähnung findet, da er sich scheinbar auf der Flucht befindet. Ich fand es sehr schade, da ich gerade den verrückten und auch kaputten Wolf sehr gerne mochte, aber wahrscheinlich werden wir wieder im dritten Band mehr von ihm lesen können.
In diesem Band dreht sich alles um Emily Baxter, die mittlerweile noch unzugänglicher ist, da sie niemandem außer Edmunds, der mittlerweile ins Betrugsdezernat versetzt wurde, traut. Selbst ihrem festen Freund misstraut sie. Obwohl ich Emily im letzten Band sehr mochte, war sie diesmal überaus distanziert, trinkt zu viel, ist oft flapsig, nervtötend und überheblich. Trotzdem konnte mich ihr Charakter fesseln, denn sie ist gut in dem was sie tut und ihre Haltung passt einfach zu der desillusionierten Frau.
Damien Rouche arbeitet bei der CIA, von Anfang an merkt man, dass irgendwas an ihm merkwürdig ist. Trotzdem mochte ich den Ermittler, der so viele Ecken und Kanten hat, dabei aber ungeheuer intelligent wirkt und das gewisse „Etwas“ hat.
Special Agent Elliot Curtis ist das genaue Gegenteil, Senatorentochter, erwartet von sich selbst nur Bestleistung, ist ein Prinzipienreiter und folgt jedem Befehl blind. Ich konnte sie nicht richtig einschätzen, manchmal war sie absolut liebenswert, kurz darauf wieder eiskalt und distanziert.
Die Charaktere sind allesamt facettenreich, detailliert und lebendig beschrieben, dadurch wirken die Figuren glaubhaft.
Der Autor beweist ein besonderes Geschick seine Schauplätze besonders detailliert zu gestalten, teilweise auch so gruselig darzustellen, dass einem eine Gänsehaut über den Rücken jagt. Nicht nur einmal habe ich gedacht: „Was für ein Alptraum“, denn neben seinen Schauplatzbeschreibungen baut der Autor auch eine düstere, beklemmende, fast schon bedrohliche Atmosphäre auf.
Die temporeiche, überraschende und vor allem abwechslungsreiche Handlung sorgt dafür, dass der Leser gefesselt und neugierig bleibt.

Ich würde jederzeit wieder ein Daniel Cole Buch in die Hand nehmen, denn ich habe mich gut unterhalten gefühlt, das Buch war trotz seiner Seitenzahl kurzweilig und auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass Wolf wieder einen Fall übernimmt, waren Rouche, Edmunds und Curtis sowie Emily Baxter ein super Ersatz.

Das schwarze Cover mit dem roten Seil und der silbernen Schrift ist ein absoluter Hingucker und gefiel mir gut.

Fazit: ein spannender, düsterer, mitreißender Thriller. 5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.01.2018

Die Geschichte hat mich mitten ins Herz getroffen, weil sie mich so tief berühren konnte.

Cape Town Kisses
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Lotte Römer – Cape Town Kisses

Es ist für Angela ein tiefer Schlag, als sie erfährt, dass sie unheilbar krank ist. Das Glioblastom ist ernst zu nehmen und nun muss sich die liebende Mutter auf die Suche ...

Lotte Römer – Cape Town Kisses

Es ist für Angela ein tiefer Schlag, als sie erfährt, dass sie unheilbar krank ist. Das Glioblastom ist ernst zu nehmen und nun muss sich die liebende Mutter auf die Suche nach Jaspers Vater machen, um seine Zukunft zu sichern. Doch in Südafrika ist das schwieriger als erwartet, die Strapazen der Reise bringen sie an ihre Grenzen und als sie auch noch an einer Safari teilnehmen muss, um Mojo zu treffen, werden ihre Pläne über den Haufen geschmissen, denn der taucht einfach nicht auf. Stattdessen muss sie mit dem übellaunigen, aber gutaussehenden George vorlieb nehmen. Je länger die beiden unterwegs sind, desto näher kommen sie sich... doch George weiß weder etwas über ihre Krankheit noch über ihren Sohn.

Ich kenne alle Bücher von Lotte Römer und während die New-York-Lovestories Reihe locker leichte chick-lit Lovestorys sind, ist „Cape Town Kisses“ ein ganz anderes Kaliber.
Die Autorin hat es bereits auf den ersten Seiten geschafft, mich mit ihrem neuen Buch zu fesseln. Aus „nur noch ein paar Seiten vor dem Schlafen gehen“ wurde das komplette Buch und eine schlaflose Nacht, denn ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen.
Der gewohnt flüssige Schreibstil, die außerordentlichen Charakterbeschreibungen, eine dramatische wie herzliche Story, wunderbar anschauliche und bildhafte Beschreibungen der Handlungsorte und Schauplätze der Geschichte, all dies führte dazu, dass mich der Roman nicht los lassen wollte, und ich darf an dieser Stelle anmerken, dass ich mehrere Packungen Taschentücher verbraucht habe, weil die Geschichte so emotional, dramatisch, traurig, aufrührend, nervenaufreibend aber auch voller Hoffnungen und kleiner Freuden steckt.
Lotte Römer schafft es immer wieder ihre Figuren lebensnah, lebendig und facettenreich darzustellen, ihnen eine besondere emotionale Tiefe zu verpassen, sodass man beim Lesen das Gefühl hat, sie stehen direkt vor einem.
Angela ist eine herzliche und schwer kranke Frau, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Zukunft ihres Sohnes zu sichern. Ich mochte sie sehr und so traurig ich über den Verlauf der Geschichte war, konnte sie mich in jeder Facette ihres Seins absolut überzeugen.
Jasper, der Sohn, ist ein aufgeweckter Junge, der seine Mutter liebt, sich an Kleinigkeiten erfreut und somit schnell mein Herz erobern konnte.
Auch Angelas Bruder Carl, der ein unstetes Leben als Schausteller führt, konnte mich hier beeindrucken, denn er ist sofort bereit, alles aufzugeben, was ihm wichtig ist, um für seine Schwester da zu sein.
Doch am besten hat mir George gefallen, der in diesem Buch einen großen Wandel vollzieht, erst unnahbar, dann voller Emotionen, ein Mann auf den man sich verlassen kann und der etwas beeindruckendes geschafft hat.

Die Geschichte hat mich mitten ins Herz getroffen, ich denke, diese Story wird mir noch lange nach hängen weil sie mich so tief berühren konnte. Wer einen seichten Liebesroman erwartet, wird hier enttäuscht werden. Hier handelt es sich um tiefgehendes emotionales Buch, das durch die Lebensnähe beeindruckt.
Natürlich gibt es eine Lovestory, aber auch die Liebe einer Mutter zu ihrem Sohn, oder die Liebe und Verbundenheit zwischen Bruder und Schwester werden hier hervorgehoben.
Ich kann dieses Buch absolut empfehlen, das ein Buch über Hoffnungen, (zerplatzte) Träume und so viel Liebe ist, dass es den Leser berührt.
Meines Erachtens ist „Cape Town Kisses“ das beste und berührendste Buch von Lotte Römer, und ich liebe alle ihre Bücher.

Das Cover ist ein wunderschöner Blickfang, eine idyllische Szene die eine gewisse Verspieltheit, Leichtigkeit und Anmut ausdrückt.

Fazit: Die Geschichte hat mich mitten ins Herz getroffen, weil sie mich so tief berühren konnte. 5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.01.2018

unterhaltsamer, spannender und temporeicher erster Band, absolut empfehlenswert

Blutrote Küsse
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Jeaniene Frost – Cat und Bones, 1, Blutrote Küsse

Cat tötet und verfolgt aus Rache Vampire, da einer von ihnen ihrer Mutter Gewalt angetan hat. Sie lebt noch zuhause, will demnächst studieren und hält ...

Jeaniene Frost – Cat und Bones, 1, Blutrote Küsse

Cat tötet und verfolgt aus Rache Vampire, da einer von ihnen ihrer Mutter Gewalt angetan hat. Sie lebt noch zuhause, will demnächst studieren und hält sich mit diversen Jobs über Wasser, abends macht sie das, was sie gut kann... Vampire töten. Doch mit Bones hat sie nicht gerechnet, ein Meistervampir, der sie dazu überredet, ihn auf die Jagd zu begleiten. Kann Cat ihre Vorurteile gegenüber den Blutsaugern abbauen und tatsächlich mit ihm arbeiten, denn sie befürchtet, dass Bones eigene Ziele verfolgt.

„Blutrote Küsse“ habe ich vor mehreren Jahren schon einmal gelesen und hatte mir vorgenommen, die nachfolgenden Bände irgendwann mal komplett zu lesen, bin bisher aber einfach noch nicht dazu gekommen.
Gestern habe ich das Buch wieder hervorgeholt, und ich muss sagen, es gefiel mir sogar noch besser, als beim ersten mal.
Jeaniene Frost hat einen lockeren, flüssigen und vor allem temporeichen Schreibstil, der mich sofort fesseln konnte. Ich flog praktisch durch die Story, die in der ich-Perspektive aus der Sicht der Halbvampirin Cat geschrieben wurde. Die Autorin hat eine unverwechselbare Art, ihre Charaktere lebendig und facettenreich darzustellen, besonders gut gefiel mir, dass sie uns an Cats Gedanken teilhaben lies, und somit die manchmal düstere, temporeiche und beklemmende Stimmung durch die sarkastischen und humorvollen Gedanken von ihr, auflockerte.
Die Geschichte hält eine gute Portion Action, Crime, Humor aber auch sinnliche Elemente bereit. Die erotischen Szenen sind detailliert, wirken aber weder übertrieben noch vulgär.

Die Handlungsorte sind genauso anschaulich beschrieben wie die verschiedenen Charaktere.
Cat mochte ich von Anfang an, sie ist tough, ein wenig neben der Spur, aber sie hat das Herz am rechten Fleck. Mir gefällt sehr gut, dass sie sich nicht ganz so ernst nimmt, und ich mag ihre ironisch/sarkastische Art, die mich oft zum schmunzeln gebracht hat. Schlagfertig im doppelten Wortsinn ist sie ebenfalls.
Bones hat mir als Charakter ebenfalls gut gefallen, geheimnisvoll und mysteriös, er weiß was er will und er scheut nicht davor zurück, dass auch zu erreichen.
Zusammen ergeben die beiden ein unschlagbares Duo, deshalb hat mich das Ende ein klein wenig schockiert. Aber das heißt auch, dass ich unbedingt den nächsten Band lesen muss, um zu erfahren wie es weiter geht.

Für mich war das Buch Lesegenuss pur, kurzweilig, spannend, sinnlich und abenteuerlich. Ich werde die Autorin im Auge behalten, denn ich hab mich super unterhalten gefühlt.

Das in rot getauchte Cover ist ein hübscher Blickfang.

Fazit: unterhaltsamer, spannender und temporeicher erster Band, absolut empfehlenswert. 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.01.2018

Für mich ist die Geschichte von Tom und Ambra die beste der Dreien, und ich fand ich die Vorgänger schon super.

Alles oder nichts
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Simona Ahrnstedt – Alles Oder nichts

Tom Lexington ist nicht mehr der selbe, als er endlich aus seiner Gefangenschaft befreit wird. Geplagt von Flashbacks und bösen Erinnerungen, Panikattacken und Ängsten ...

Simona Ahrnstedt – Alles Oder nichts

Tom Lexington ist nicht mehr der selbe, als er endlich aus seiner Gefangenschaft befreit wird. Geplagt von Flashbacks und bösen Erinnerungen, Panikattacken und Ängsten zieht er sich in der Kälte Kiruna´s zurück, vor allem aber um seine Exfreundin Ellinor wieder zurück zu erobern, die ihm nicht zum ersten mal fremd gegangen ist und nun mit ihrem neuen Partner glücklich zu sein scheint.
Die Reporterin Ambra ist überhaupt nicht begeistert, als ihre Chefin ihr nur einen Tag vor Weihnachten einen neuen Auftrag zuweist, ausgerechnet in Kiruna, wo sie aufgewachsen ist und von der grausamen Pflegefamilie misshandelt wurde, sodass sie in späteren Jahren weg laufen konnte. Bei ihrem Besuch stolpert sie förmlich über zwei Dinge: ihre Pflegefamilie betreut zwei junge Mädchen und Tom, der ein chauvinistischer, ungehobelter aber ungeheuer gutaussehender merkwürdiger Typ ist, mit dem etwas nicht stimmt.
Aber Ambra hat sich zur Aufgabe gemacht, den Schwachen eine Stimme zu verleihen, und auch Tom hat so seine schwachen Momente.

Der dritte Band von Simona Ahrnstedt hat mir tatsächlich noch mal besser gefallen, als seine Vorgänger, obwohl die mich bereits in ihren Bann ziehen konnte.
Es war schön mal keine Millionäre, sondern Menschen des alltäglichen Lebens dabei zu begleiten, wie sie mit den Schicksalsschlägen umgehen müssen.
Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass die 700 Seiten in diesem Buch kaum auffallen, das Buch ist einfach ein Pageturner.
Eine überaus spannende, abwechslungsreiche, sinnliche aber vor allem emotionale Story, mit vielen Überraschungen und mehreren Handlungssträngen, hat mich sofort mitgerissen, sodass ich mich in der Welt von Ambra und Tom, die geprägt von Geheimnissen, Misshandlungen, Angst, Panikattacken, Verrat und anderen negativen Dingen, immer wieder aufgelockert mit humorvollen, schlagfertigen, aber auch mutigen Taten, fallen lassen konnte.
Die Charaktere sind allesamt detailliert und facettenreich beschrieben, besitzen eine glaubwürdige emotionale Tiefe und wirken dadurch authentisch.
Ambra war mir auf Anhieb sympathisch, auch wenn sie in einigen Momenten eher distanziert und vielleicht auch scharfzüngig rüber kommt, ist klar, dass sie einfach nur das beste aus ihrem Leben heraus holen möchte. Nicht zuletzt verlässt sie sich da auch auf ihre „Schwester“, die unterschiedlicher nicht sein könnte, denn sie ist ein gefeierter Star.
Ambra hat mich im Verlaufe des Buches sehr oft beeindrucken können und das machte ihre Figur noch interessanter.
Tom, den wir bereits aus den Vorgängerbänden kennen, und dessen angeblicher Tod mich tief getroffen hatte, war auch hier wieder eine absolut faszinierende Figur, die viele Gegensätze in sich vereint, so stark er auch ist, so zerbrechlich wirkt er bei seinen Panikattacken. Er weiß lange nicht was er will, oder er will es nicht wahr haben, aber seine Geschichte ist für mich die beste, und mitfühlendste Story von Simona Ahrnsted.
Natürlich gibt es ein Wiedersehen mit Isobel, Alexander, David und Natalia.
Die Autorin hat es geschafft sämtliche Emotionen gut einzufangen, was mir ebenfalls sehr gut gefällt.
Die Handlungsorte sind bildhaft beschrieben, sodass man sich noch besser in die Story fallen lassen kann.

Das Cover passt sehr gut zur Reihe, allerdings weiß ich nicht, was der Titel mit dem Inhalt des Buches zu tun hat.

Fazit: Für mich ist die Geschichte von Tom und Ambra die beste der Dreien, und ich fand ich die Vorgänger schon super. Highlight. 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.01.2018

fantastischer Abschluss der Bourbon-Saga, die man sich nicht besser hätte wünschen können

Bourbon Lies
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J. R. Ward – Bourbon Lies, 3

Auf Easterly ist das Chaos ausgebrochen: Edward sitzt im Gefängnis wegen des Mordes am Familienoberhaupt William Baldwine, Aurora liegt im Sterben, da der Krebs sie zu besiegen ...

J. R. Ward – Bourbon Lies, 3

Auf Easterly ist das Chaos ausgebrochen: Edward sitzt im Gefängnis wegen des Mordes am Familienoberhaupt William Baldwine, Aurora liegt im Sterben, da der Krebs sie zu besiegen scheint, Lane kämpft mit Jeff um den Erhalt der BBC, doch die Schulden häufen sich immer weiter, Lizzie ist gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe, Gin und Richard streiten sich heftiger als zuvor und Samuel T versucht Gin nicht zu hassen und Max will einfach nur schleunigst das Weite suchen...
Für jedes Geheimnis das aufgedeckt wird, gibt es ein weiteres das noch verborgen liegt und nichts ist wie es scheint... schafft Lane es die Firma und Lizzie zu halten, wird Edward zugeben, was er getan hat und wird Gin endlich erwachsen genug werden, um sich den wichtigen Dingen des Lebens anzunehmen?

„Bourbon Lies“ ist der Finalband der Reihe um die Familie Bradford Baldwine, die ihr Firmenimperium mit der Herstellung von Bourbon aufgebaut hat. Macht, Intrigen und Geld sind die Eckpfeiler der Geschichte, die von der Autorin spannend, temporeich, emotional aber auch sinnlich, fesselnd und mitreißend erzählt wird. Noch wichtiger als Geld und Macht sind die zwischenmenschlichen Beziehungen der verschiedenen Charaktere die voller Leid, Missgunst, Neid aber auch wahrer Freundschaft und vor allem Liebe in dieser Geschichte bestehen.
Die Figuren sind allesamt lebendig und facettenreich ausgearbeitet, werden mit jedem Band weiter entwickelt und so kommt es mir als Leser zu vor, als würde ich mitten in Easterly sitzen und das Schauspiel direkt aus der Nähe betrachten.
Es bedurfte wieder nur wenige Seiten und ich war so im Bann der Geschichte versunken, dass ich das Buch am liebsten gar nicht zur Seite gelegt hätte.
Lane ist der jüngste Sohn und nachdem er bereits im ersten Band um Lizzie gekämpft hat, kämpft er nun um das Familienimperium, denn sein Vater hat einigen Schaden angerichtet. Als Hauptfigur mag ich ihn gerne, er versucht alles zusammen zu halten, ist familiär, kämpft für das was ihm wichtig ist, aber er zeigt auch Schwäche, denn er weiß, woran er zu arbeiten hat.
Edward, der den Mord an dem Familienoberhaupt gesteht, war mir der faszinierendste Bruder der Geschwister. Sein Leid hat viel in mir bewegen können, seine Entführung, jetzt das Gefängnis, dazwischen die Alkoholkrankheit und wie verloren er gewirkt hat, da hat die Autorin eine wirklich Meisterarbeit geleistet, dass diese Figur so authentisch und gebrochen rüber kommt.
Gin hat in den letzten Bänden gezeigt, dass sie sehr egoistisch ist, doch hat mir die Wandlung die sie in diesem Band durchgemacht hat extrem gut gefallen. Ich bin ehrlich überrascht, dass sie mehr ist, als das verwöhnte Püppchen.
Ich bin froh, dass es in diesem Band ein paar Happy Ends gibt, das allerdings der eine oder andere für mich viel zu leicht davon gekommen ist, hat mir nicht so gut gefallen, aber im Großen und Ganzen sind alle Fragen geklärt.

Eine kurzweilige, spannende und mitreißende Story, die mich von der ersten bis zur letzten Seite wieder gut unterhalten konnte.
Insgesamt kann ich nur immer wieder über den lockeren Schreibstil und die herrlich sarkastischen Bemerkungen in diesem Buch mit der doch recht düsteren Grundstimmung staunen, denn obwohl vieles tragisch ist, nimmt sich die Autorin die Zeit, die Stimmung hin und wieder ein wenig aufzulockern.

Das Cover passt zur Reihe und ist wieder ein ansehnlicher Blickfang.

Fazit: fantastischer Abschluss der Bourbon-Saga, die man sich nicht besser hätte wünschen können. 5 Sterne.

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