Technik überlagert Gefühl.
Quintessenz von WagemutDie Schreibweise wirkt für mich, trotz der Ich-Perspektive eines Charakters, emotionslos und wie eines Erzählers mit einem gewissen Abstand zu den Personen. Ich konnte keine wirkliche Bindung zu den Protagonisten ...
Die Schreibweise wirkt für mich, trotz der Ich-Perspektive eines Charakters, emotionslos und wie eines Erzählers mit einem gewissen Abstand zu den Personen. Ich konnte keine wirkliche Bindung zu den Protagonisten aufbauen und habe Entscheidungen der Protas nicht nachvollziehen können. Einige Übergänge sind zu abrupt. Man springt ohne wirkliche Textformatierung oder sichtbaren Absatz, sowohl in der Zeit, als auch perspektivisch hin und her, was es schwer macht der Geschichte zu folgen und ich musste einige Stellen wiederholt lesen. Die Kapitel waren mir persönlich zu lang und hätten auch sichtbarer getrennt werden können. Gespräche gab es so gut wie keine, wenn dann mal Anführungszeichen kamen, waren es meist nur Gedanken.
Der Autor selber ist Erfinder und Automechaniker was sich in der seeeehr detailliert beschriebenen Autoreparaturen wiederspiegelt. Ich habe das seitenweise überflogen.
Was mir extrem negativ aufgestoßen ist, war der K.O.-Tropfenmissbrauch.
Die Botschaft der Hauptgeschichte kam trotzdem durch: Zwei Menschen müssen sich nicht unbedingt suchen, um sich zu finden, Menschen können gegenseitig das Beste aus sich herausholen, egal ob in einer freundschaftlichen oder romantischen Beziehung und dass aufgeben, keine Option ist.
Fazit: Die Hauptstory fand ich gut durchdacht, das technische Drumherum und der Schreibstil hat es für mich schwer gemacht, wirklich die Geschichte mitzufühlen. Es gab zu viele Handlungspunkte, die ich nicht nachvollziehen konnte.