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Veröffentlicht am 01.09.2025

Gelungener Start in eine neue Fantasy-Reihe

Wilderland – Der Wald
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Der 14jährige Calum, der ohne Eltern aufwächst, hat schon viel Ablehnung und Enttäuschung erlebt. Folglich misstraut er anderen Menschen und bleibt lieber für sich. Auch in der neuen Wohngruppe ist er ...

Der 14jährige Calum, der ohne Eltern aufwächst, hat schon viel Ablehnung und Enttäuschung erlebt. Folglich misstraut er anderen Menschen und bleibt lieber für sich. Auch in der neuen Wohngruppe ist er zunächst ein Außenseiter. Seine drei Mitbewohner scheinen ein Geheimnis zu haben, das sie mit dem Neuling nicht teilen wollen. Als sie durch Zufall Abhörwanzen und Kameras in ihrer Wohnung entdecken, merken Miro, Skye, Jasleen und Calum, dass sie doch mehr Gemeinsamkeiten haben, als sie dachten. Auf der Flucht vor ihren unbekannten Verfolgern wachsen die vier zusammen und lernen, sich aufeinander zu verlassen.

Satzbau und Sprache sind klar, angenehm und einfach zu lesen und passen zum angestrebten Lesealter. Auch die Einteilung in kurze Kapitel unterstützt die Lesbarkeit zusätzlich. Der Spannungsbogen wird durch das gesamte Buch gehalten. Man fliegt sozusagen durch die Seiten. Auch mich als Erwachsener hat die Geschichte gefesselt.

Im ersten Buch der Reihe geht es vor allem um die Einführung der vier Hauptcharaktere Calum, Miro, Jasleen und Skye. Das gelingt meiner Meinung nach sehr gut. Auch die Aufteilung in zwei Jungen und zwei Mädchen ist geschickt, so ist für jeden Geschmack, egal ob Junge oder Mädchen, ein Charakter dabei, mit dem man sich identifizieren kann. Im Cover sind Zeichnungen der vier Protagonisten zu sehen, so dass die junge Leserschaft auch noch eine visuelle Vorstellung erhält.

Schön ist zu beobachten, wie Calum sich im Laufe der Geschichte entwickelt und immer mehr Vertrauen zu sich und den anderen findet. Zentral sind die Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Akzeptanz des Andersseins. Das sind Themen, die Kinder in der Vorpubertät sehr interessiert.

Auch erwähnt werden muss das wunderschöne silberne Cover mit dem Farbschnitt, das ist wirklich sehr gelungen.

In den letzten Seiten war ich allerdings enttäuscht über das schnelle Ende. Ich hätte gerne gleich weitergelesen. Gut, dass Band 2 nicht so lange auf sich warten lässt.

Fazit: Das Buch ist ein sehr gelungener Start in die neue Fantasy-Reihe von Gina Mayer!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2025

Humorvoll, zynisch und mit tiefgang

A Serial Killer’s Guide to Marriage
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Hazel und Fox sind ein Traumpaar und gemeinsam das perfekte Serienkillerpärchen. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Bibi soll damit Schluss sein, denn der Schutz des Kindes geht vor. Doch beide haben ...

Hazel und Fox sind ein Traumpaar und gemeinsam das perfekte Serienkillerpärchen. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Bibi soll damit Schluss sein, denn der Schutz des Kindes geht vor. Doch beide haben nicht damit gerechnet, wie schwer ihnen die Abstinenz vom Töten fällt.

Dieses Buch ist im positiven Sinne anders als ich erwartet hatte. Ich rechnete mit einer leichten oberflächlich humorvollen Geschichte , doch neben all dem Witz bietet dieses Buch einen durchaus tiefen Einblick in die Psyche eines Serientäters. Der Lebensweg der beiden Killer wird gut beschrieben, so dass ich als Leser deren Motive und Taten gut verstehen kann.

Hauptsächlich sehen wir das Geschehen aus Sicht von Hazel, deren Druck zu Morden immer größer wird. Ihr Leben in der perfekten Vorstadtidylle beschreibt sie zunehmend mit beißendem Zynismus. Dass diese Situation irgendwann eskalieren muss, ist offensichtlich.

Die Handlung ist sehr spannend. Die inneren Monologe lassen uns an den Gedanken von Hazel und Fox teilhaben. Wie in einer normalen Ehe kommt es zu Missverständnissen durch fehlende Kommunikation. Einige Plot-Twists sind ebenfalls hervorragend eingebaut und die Kapitel enden meist mit einem Cliffhanger, so dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.

Der Schreibstil ist flüssig, eingängig und leicht zu lesen. Ich habe das Buch innerhalb von drei Tagen verschlungen.

Dieser Kriminalroman gehört zu den besten, die ich dieses Jahr bisher gelesen habe!

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Alles passiert aus einem Grund. Und meistens ist es Physik.

Immerland – Die Stadt der Ewigkeit
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Der fast 13-jährige Mika soll seine Sommerferien bei Oma verbringen. Seine Begeisterung hält sich in Grenzen, denn Oma nervt und ist peinlich, außerdem gibt kein Netz, um Zocken zu können, und das Essen ...

Der fast 13-jährige Mika soll seine Sommerferien bei Oma verbringen. Seine Begeisterung hält sich in Grenzen, denn Oma nervt und ist peinlich, außerdem gibt kein Netz, um Zocken zu können, und das Essen schmeckt auch nicht. Doch als Oma in einer stürmischen Nacht krank wird, versucht Mika sie mit dem Auto ins Krankenhaus zu fahren und landet dabei in einer fantastischen Stadt mit sprechenden Affen und den weltbesten Pfannkuchen. Dort findet er Freunde während sich seine Oma im Krankenhaus erholt. Doch was steckt hinter den Fassaden dieser ungewöhnlichen Stadt?

Schon das Buchcover mit seinen goldenen Verzierungen fällt auf und passt zum fantasie- und bildgewaltigen Inhalt des Buches. Es macht einen wertvollen, fast schon antiquarischen Eindruck.

Nach und nach erfährt der Leser vom Mobbing in der Schule, von den Problemen zuhause und dem fehlenden Selbstbewusstsein Mikas. Eingebunden ist das Ganze in eine faszinierende Welt mit eigenen Regeln, die so wunderbar beschrieben ist, dass ich sie während des Lesens in voller Pracht direkt vor mir sehen konnte. Mit viel Witz und Fantasie werden tiefgründige Themen wie beispielsweise die Frage nach einem unendlichen Leben, Zivilcourage und die Akzeptanz des Andersseins behandelt.

Ein faszinierendes Buch, das viel Diskussionsstoff liefert, aber auch einfach allein aufgrund des originellen Entwurfs einer parallelen Welt gelesen werden kann.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Anleitung zum Glücklichsein

Der Garten der kleinen Wunder
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Das liebevoll gestaltete Cover passt zu Victoria, genannt Troja, aus deren Sicht dieser Roman geschrieben ist. Troja gestaltet Buchcover und lebt zurückgezogen in einem farbenfrohen Haus mit einem verwunschenen ...

Das liebevoll gestaltete Cover passt zu Victoria, genannt Troja, aus deren Sicht dieser Roman geschrieben ist. Troja gestaltet Buchcover und lebt zurückgezogen in einem farbenfrohen Haus mit einem verwunschenen Garten und einem Chamäleon auf dem Dach.

Sie trifft auf ihre 14jährige Nachbarin Victoria, genannt Vica, die sie an ihr eigenes jugendliches Selbst erinnert. Sie erkennt, dass Vica ebenso wie sie introvertiert und hochsensibel und von vielen Anforderungen der Schule und des Alltags überfordert ist. Troja erzählt und reflektiert im Laufe des Buches ihre eignen Lebensgeschichte und ermutigt Vica immer mehr, sich selbst zu lieben und ihren eigenen Lebensweg zu gehen.

Im Garten der kleinen Wunder treffen unterschiedlichste Menschen zusammen und lernen sich entgegen aller Vorurteile kennen und akzeptieren. Es ist ein Buch über das Anderssein und dem Weg zu sich selbst.

Geschrieben ist dieser Roman mit einer großen Leichtigkeit. Es fühlt sich wie eine Anleitung zum Glücklichsein an: Akzeptanz und Selbstliebe stehen im Vordergrund und die Freude an den kleinen Dingen.

Die Naturverbundenheit der Autorin ist gut spürbar. Beim Lesen dieses Buches sitze ich ebenfalls im Garten, genieße die Sonne, das Rauschen der Bäume und das Summen der Bienen.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es jedem weiterempfehlen, der etwas Ruhe in seinen Alltag bringen möchte.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Spannung pur

Das heimliche Zimmer: Thriller
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Ein 16jähriger Schüler wird in einem stillgelegten Bahnhof grausam ermordet. Sein Freund kann sich an nichts erinnern und gerät ins Visier der Spezialermittlerin Laura Kern. Kurz nacheinander geschehen ...

Ein 16jähriger Schüler wird in einem stillgelegten Bahnhof grausam ermordet. Sein Freund kann sich an nichts erinnern und gerät ins Visier der Spezialermittlerin Laura Kern. Kurz nacheinander geschehen noch weitere Morde, alle im Umfeld der Schule des Jungen. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Spielen Drogen eine Rolle oder Rache?

Es ist das erste Buch mit der Ermittlerin Laura Kern, das ich von Catherine Shepherd gelesen haben und wir nicht das letzte sein, denn der Thriller macht definitiv Lust auf mehr. Die Geschichte hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Jedes Kapitel endet mit einem Teaser, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es ist spannende von der ersten bis zur letzten Seite.

Interessant ist auch, dass die Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden, so auch aus Sicht des Täters. Der Leser hat dadurch das Gefühl, etwas besser als die Polizei informiert zu sein. Das nützt aber nicht viel, denn die Lösung des Falls ist überraschend.

Absolute Leseempfehlung und es wir nicht mein letztes Buch der Autorin sein!

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