Platzhalter für Profilbild

leseeinhorn

Lesejury Star
offline

leseeinhorn ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit leseeinhorn über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

schöner, winterlicher Cosy-Crime

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
0

Das Buchcover ist eine perfekte Einstimmung auf den Krimi: ein herrschaftliches Anwesen eingehüllt in einer Winterlandschaft. Eigentlich ja ganz "nett", wäre da nicht die Tatsache, dass die Zugbrücke und ...

Das Buchcover ist eine perfekte Einstimmung auf den Krimi: ein herrschaftliches Anwesen eingehüllt in einer Winterlandschaft. Eigentlich ja ganz "nett", wäre da nicht die Tatsache, dass die Zugbrücke und damit die einzige Verbindung zur Außenwelt hochgefahren ist, ein brutaler Schneesturm tobt und die Gastgeberin Jane plötzlich tot ist. D.h. der Mörder muss in der Villa unter den restlichen Gästen sein. Eine schaurige Vorstellung für mich und ich möchte nicht mit Addie und ihrer Großmutter Rosemary tauschen. Letztere zählte zu den "geladenen" Gästen und hat ihre Enkelin als "Unterstützung" mitgenommen, denn die Einladung war keine gewöhnliche Einladung. Eine Tote wäre zu wenig und die beiden Damen haben dann alle Hände voll zu tun sich als Miss Marple zu verdingen und müssen aufpassen, dass sie die restlichen Gäste nicht auch noch gegen sich aufbringen und irgendwo ist ja auch ein Mörder unter den Gästen.
Mir hat der Krimi sehr gut gefallen: das winterliche Setting in Kombination mit dem herrschaftlichen Anwesen, den detaillierten Beschreibungen der Umgebung und der Spannung, die permanent hochgehalten wird. Dazu kommen die "Irrungen und Wirrungen" u.a. im Rahmen der Ermittlungen der zwei Hobby-Detektivinnen, der überschaubare Täterkreis und v.a. die Erkundung der nahezu herrschaftlichen Villa durch die beiden Frauen. Alles wurde zwar detailliert beschrieben, lies mir aber immer noch genügend Raum für eigene Spekulationen. Ich fühlte mich gut unterhalten und hoffe auf noch weitere Werke der Autorin.

Fazit: mörderische "Schnitzeljagd" durch ein herrschaftliches Anwesen auf einer mysteriösen Party

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2025

alt und kein bisschen müde

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich
0

So kennt man Renate Bergmann, die alle ihre vier Ehemänner schon unter die Erde gebracht hat und nun ihr Seniorenleben u.a. damit verbringt u.a. ihrem Neffen Steffen zur Seite zu stehen. Denn der arme ...

So kennt man Renate Bergmann, die alle ihre vier Ehemänner schon unter die Erde gebracht hat und nun ihr Seniorenleben u.a. damit verbringt u.a. ihrem Neffen Steffen zur Seite zu stehen. Denn der arme Junge wird nun zum Strohwitwer auf Zeit, weil seine Frau Ariane zu den Eltern fahren muss, weil sich ihre Mutter verletzt hat. Ganz klar, dass hier Renate aushelfen "muss" - ob Steffen Hilfe braucht oder nicht und schon packt sie ihre Sachen und macht sich auf den Weg zu ihm. Tja, und dann kommt ihr der Bürgermeister in Steffens Dorf noch "dumm daher" - und schwupps gibt es einen Haupt- und einen Zweit-Wohnsitz und Renates Bild findet sich nun auf den Wahlplakaten wieder.
Auch der vorliegende Band ist wieder gespickt mit humorvollen Einlagen und Aussprüchen von Renate Bergmann. Da bleibt phasenweise kein Auge trocken - mit ihrer Berliner Schnauze schafft sie sich in die Herzen der Leser zu spielen. Es ist einfach immer wieder spannend, weil ich mir als Leser die Frage stelle "was heckt sie denn als nächstes aus?". Der Autor schreibt die Geschichte in schöner Kapitellänge mit einer bunten Mischung aus Erzählung, Einwürfen von Renate und Co und eingestreuten Dialektausdrücken. Abgerundet wird das Buch von einem farbenfrohen Buchcover, das die Online-Omi "mittendrin" zeigt - im Wahlkampf auf Stimmenfang. Mit 82 muss man ja auch noch Ziele haben!

Fazit: humorvolle Fortsetzung der Reihe

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2025

sommerlich leicht wie eine Meeresbrise....

Mordseemusik
0

… so liest sich der Borkum-Krimi "Mordseemusik" von Emmi Johannsen. Es ist der sechste Band der Reihe vom Hobbyermittlerin Caro Falk und Jan Akkermann. Ich kannte die Reihe bisher nicht und konnte mich ...

… so liest sich der Borkum-Krimi "Mordseemusik" von Emmi Johannsen. Es ist der sechste Band der Reihe vom Hobbyermittlerin Caro Falk und Jan Akkermann. Ich kannte die Reihe bisher nicht und konnte mich trotzdem sehr gut und schnell in die Geschichte einfinden.
Optisch fällt zunächst das farblich stimmig gestaltete Buchcover mit Blick auf Meer und Strand sowie einer Möve, einer Gitarre und einem Musikpavillon auf, jedem Pavillon in dem der Schlagerstar Pablo Lavega bei einem Konzert zusammenbricht und vor Ort noch verstirbt. Eine junger Mann plötzlich tot? Die "Spürnase" Caro, die bei dem Auftritt im Chor live dabei ist, will der Sache nachgehen und fängt das ermitteln an. Sehr zum Leidwesen von Kommissar Bachmann. An ihrer Seite ist Jan, der in der Geschichte auch einen Anlauf nimmt um aus dem Ermittlerpaar Caro und Jan vielleicht ein Liebespaar Caro & Jan zu machen, aber aufgrund Caros "Aktion" wird das eine "Bruchlandung" - der arme Jan. Neben dem "Liebes-/Beziehungs-Hin- und Her" wird der Leser durch eine Vielzahl an Verdächtigen und Geschehnissen aus der Vergangenheit konfrontiert, so dass der "Saubermann" Pablo gar nicht der ist, der er nach außen bisher erschienen ist.
Die Autorin hat mich erfolgreich an der Nase herumgeführt und dann am Ende einen Täter zu präsentieren, den ich nicht im Visier hatte. Mit ihrem Schreibstil, der Mischung aus Spannung und Humor sowie der "möglichen Liebeskiste" von Caro und Jan hat sie eine schöne Mischung geschaffen um ein paar vergnügliche, kurzweilige Lesestunden auf Borkum zu haben. Die sich zusätzlich im Inneren es Buches abgedruckte Karte von Borkum mit den relevanten Schauplätzen fand ich eine sinnvolle Ergänzung.

Fazit: sommerlich leichte Unterhaltung mit Spannung und Wohlfühlgefühl

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 11.03.2025

Krimi mit Urlaubsfeeling in Frankreich

Geheimnisvolles La Rochelle
1

Jean-Claude Vinets Reihe um Commissaire Chevalier "entführt" im positiven Sinne den Leser an die Atlantikküste. Doch mit der Beschaulichkeit dort ist es schnell vorbei als eine Tote im Hafen auf einer ...

Jean-Claude Vinets Reihe um Commissaire Chevalier "entführt" im positiven Sinne den Leser an die Atlantikküste. Doch mit der Beschaulichkeit dort ist es schnell vorbei als eine Tote im Hafen auf einer der Boote gefunden wird und es ist nicht irgendeine Tote sondern eine der drei Erben einer namhaften Cognac-Dynastie. Daher passt das Buchcover m.E. sehr gut dazu: einerseits diese wunderschöne Strand-/Meer-Komposition mit Leuchtturm und andererseits die dunklen Wolken, die sich duster und bedrohlich wirkend am Horizont zeigen.

Chevalier und sein Team werden ganz schön gefordert und ermitteln mit Hochdruck, denn es bleibt nicht nur bei einer Leiche. Dass der Autor dann noch eine "alte Freundin" des Commissaires ins Spiel bringt, die seine Gefühle phasenweise gehörig auf die Probe stellt schafft Spannung auch im Job, da diese mit ihm zusammen ermitteln muss.
Die Geschichte ist durchdacht konzipiert. Dadurch, dass die Puzzleteile zur Lösung erst nach und nach sichtbar werden, bleibt die Spannung auf hohem Niveau und ich als Leser hatte Phasen, in denen ich was den Mörder und das Motiv betrifft völlig im Dunkeln tappte, danach eine Verdächtige ausmachen konnte um am Schluss vom Autor überrascht zu werden, weil es doch ein bisschen anders war. Toll, wenn es eben nicht vorhersehbar ist. Das Einzige was bisher für mich vorhersehbar ist: Vinet schafft es in der Schlussphase mich jedes Mal mit einem Täter zu überraschen. Daneben kommt auch das Private von Chevalier nicht zu kurz, u.a. sein Familienleben und der bevorstehende erneute Nachwuchs sowie die damit verbundenen Dinge. Im vorliegenden dritten Fall wird auch eine Verbindung seines Schwagers zum Cognac-Hersteller aufgebaut, in dem der Commissaire die Tote kurz vor ihrem Ableben auch noch auf einer Austernverkostung kurz kennenlernt.
Das Schöne an Vinets Büchern ist, dass ich als Leser neben der eigentlichen Unterhaltung in Form des Krimis und der wunderschönen Landschafts- und Situationsbeschreibungen auch noch was lernen kann - in diesem Fall über Cognac. Es war sehr interessant und bringt mir nochmal einen anderen Blickwinkel auf das Land und die Kultur sowie Kulinarik. Das französische Flair wird durch eingestreute Ausdrücke in der Landessprache unterstrichen, was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit: tolle Lesestunden mit einem spannenden dritten Fall mit ganz viel französischem Urlaubsfeeling

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 10.03.2025

gelungener Auftakt für die jungen Detektive in der Andersgasse 7

Andersgasse 7 1: Ein Fall für den fantastischen Flusenwutz
0

Diese Gasse v.a. dieses Haus mit der Nummer 7 hat es in sich: die Bewohner (einer exotischer als der andere) und mittendrin Karl und Elsa, die beiden jungen Freunde die gerne Detektiv spielen. Die zwei ...

Diese Gasse v.a. dieses Haus mit der Nummer 7 hat es in sich: die Bewohner (einer exotischer als der andere) und mittendrin Karl und Elsa, die beiden jungen Freunde die gerne Detektiv spielen. Die zwei werden ganz schön gefordert, denn eine ganz gefährliche Allwachspflanze bedroht das Haus und dann auch noch die Schule! Puh, das ist Spürsinn und Kreativität gefragt. Aber die beiden wären nicht so ein tolles Duo, wenn sie nicht schon eine Lösung hätten: der magische Flusenwutz muss her!

Uns hat die Geschichte super gut gefallen. Einer der Gründe ist die Kreativität der Autorin: die Geschichte inkl. der Besetzung, Namensgebungen und den Szenenbeschreibungen sind phänomenal! Wir haben das Buch fast verschlungen. Was sehr passend für die junge Leserschaft ist (natürlich neben der spannenden Geschichte): die Kapitellänge, die Schriftgröße inkl. der Zeilenabstände und die Wortwahl. Die Abbildungen zu Beginn der Kapitel oder in den Abschnitten schaffen zusätzlich noch für Abwechslung. Das Buchcover steht dem in nichts nach sondern illustriert total passend die Herausforderungen für Karl und Ella.

Fazit: wir sind total begeistert von Fall 1 und freuen uns schon auf den nächsten Fall

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere