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Veröffentlicht am 06.08.2025

Ein herrlich schräger, fantasievoller und warmherziger Auftakt

Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 1) - Plötzlich Werwolf
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Inhalt:
Fynn ist eigentlich ein ganz normaler Junge – mit Schule, Freunden und einem nervigen Bruder. Doch dann wird er von einem seltsamen Hund gebissen und plötzlich ist nichts mehr wie vorher, denn ...

Inhalt:
Fynn ist eigentlich ein ganz normaler Junge – mit Schule, Freunden und einem nervigen Bruder. Doch dann wird er von einem seltsamen Hund gebissen und plötzlich ist nichts mehr wie vorher, denn beim nächsten Vollmond wächst ihm eine Rute und er beginnt zu heulen. Fynn ist ein Werwolf und landet prompt auf einem Internat für Kreaturen der Nacht mitten in den nebligen Hochmooren Schottlands. Die Nightmore Academy ist alles andere als gewöhnlich: Der Burggraben ist von Krokodilen bewohnt, im Unterricht unterrichtet ein Seeungeheuer und die Direktorin ist eine echte Todesfee. Für Fynn steht fest, dass er hier auf keinen Fall bleiben will. Doch dann lernt er Sinista kennen, eine uralte Dämonin mit Rauswurferfahrung – und gemeinsam schmieden sie einen Plan, der alles verändern könnte…

Meinung:
Ich muss ehrlich sagen: Dieses Buch hat mich wirklich überrascht – und zwar positiv. Als ich „Plötzlich Werwolf“ in die Hand genommen habe, habe ich mit einer niedlichen, leicht schrägen Gruselgeschichte für Kinder gerechnet. Bekommen habe ich aber viel mehr: Humor, Herz, originelle Ideen und Charaktere, die man nicht so schnell vergisst. Vanessa Walder schafft es mit beeindruckender Leichtigkeit, eine Welt zu erschaffen, die einerseits unheimlich ist – mit Friedhof, Werwölfen, Untoten und Todesfeen – aber gleichzeitig nie wirklich bedrohlich wirkt. Stattdessen ist sie auf angenehm schräge Weise sympathisch, wie ein Halloweenkostüm, das eher zum Lachen als zum Fürchten einlädt. Fynn als Hauptfigur ist wunderbar nachvollziehbar: Ein Junge, der seine Welt plötzlich nicht mehr versteht und lernen muss, mit seiner neuen Realität umzugehen. Dass er sich ausgerechnet mit der tausende Jahre alten Dämonin Sinista anfreundet, ist nicht nur witzig, sondern auch ein schöner Hinweis darauf, dass Freundschaft manchmal da entsteht, wo man es am wenigsten erwartet. Besonders gelungen fand ich, wie humorvoll mit klassischen Monstermotiven gespielt wird: Da ist ein Zombie, der sich selbst nicht mehr erinnert, eine Selkie mit starkem Kopfball und eine Direktorin, die nachts noch als Todesfee jobbt – alles mit einem Augenzwinkern und ganz viel Fantasie erzählt. Der Stil ist locker, lebendig und sehr kindgerecht, ohne dabei banal zu wirken – eine echte Kunst. Es gibt viele kleine sprachliche Gags, die auch Erwachsene zum Schmunzeln bringen, und das Tempo ist genau richtig für junge Kinder. Die übersichtliche Gestaltung mit kurzen Kapiteln, großer Schrift und liebevollen Illustrationen unterstützt gezielt das erste selbstständige Lesen. Und trotzdem ist die Geschichte nicht oberflächlich, sondern transportiert neben all dem Witz auch eine tiefere Botschaft: Es ist okay, anders zu sein. Und manchmal ist man genau dort richtig, wo man sich am fremdesten fühlt.

Fazit:
Mit „Plötzlich Werwolf“ gelingt Vanessa Walder ein herrlich schräger, fantasievoller und warmherziger Einstieg in die neue Kinderbuchreihe „Nightmore – Das gruseligste Internat der Welt“, die witzig, spannend und herrlich durchgeknallt ist. Die Figuren sind einfallsreich, die Sprache altersgerecht und der Humor punktgenau. Ein Lesespaß für alle ab 7 Jahren – und alle, die ihr inneres Kind noch kennen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 06.08.2025

Eine zarte, berührende und tiefgründige Sommergeschichte über das Erwachsenwerden, die erste Liebe und den Abschied von der Kindheit

Der Sommer, als ich schön wurde
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Inhalt:
Seit sie denken kann, fährt Belly jeden Sommer mit ihrer Familie ins Strandhaus der Fishers – wo sie unvergessliche Wochen mit Susannah und deren Söhnen Jeremiah und Conrad verbringt. Doch dieser ...

Inhalt:
Seit sie denken kann, fährt Belly jeden Sommer mit ihrer Familie ins Strandhaus der Fishers – wo sie unvergessliche Wochen mit Susannah und deren Söhnen Jeremiah und Conrad verbringt. Doch dieser Sommer ist anders. Belly fühlt sich zum ersten Mal nicht mehr wie das kleine Mädchen von früher, sondern wie jemand, den man plötzlich bemerkt. Zwischen Lagerfeuern, Poolpartys und alten Erinnerungen spürt sie, wie sich nicht nur ihr Blick auf die Jungs verändert, sondern auch ihrer auf sie. Und während Gefühle aufbrechen und Geheimnisse ans Licht kommen, wird klar: Nichts bleibt für immer gleich – schon gar nicht in jenem Sommer, der alles verändert.

Meinung:
Manchmal stolpert man in eine Geschichte und merkt gar nicht, wie sehr sie einen berühren wird – bis man am Ende das Buch schließt und einfach nur dasitzt, ein bisschen wehmütig, ein bisschen verliebt, ganz sicher aber nicht mehr dieselbe Person wie vorher. Genau so ging es mir mit dem ersten Band der „Sommer“-Trilogie. Jenny Han schafft es mit bemerkenswerter Leichtigkeit, einen Sommer zum Leben zu erwecken, der so viel mehr ist als Sonne, Salzwasser und erste Küsse. Es ist ein Sommer des Übergangs – von Kindheit zu Jugend, von Freundschaft zu Liebe, von Gewohnheit zu Veränderung. Die Geschichte ist aus Bellys Sicht erzählt, und obwohl sie manchmal naiv wirkt, wirkt sie nie unauthentisch. Ganz im Gegenteil: Ihre inneren Konflikte kamen mir so vertraut vor, dass ich mich ihr auf eine Weise verbunden fühlte, wie ich es selten beim Lesen erlebe. Die Dynamik zwischen Conrad, Jeremiah und Belly ist intensiv, unausgesprochen und unglaublich gut getroffen. Gerade weil nicht alles ausgesprochen wird, hallen viele Szenen länger nach, als man erwartet. Ich konnte spüren, wie viel unter der Oberfläche brodelt – sowohl zwischen den Figuren als auch in ihrer jeweiligen Entwicklung. Auch die Rückblenden in frühere Sommer fand ich gelungen, denn sie füllen die emotionale Tiefe der Geschichte auf stille, aber kraftvolle Weise. Was mich besonders berührt hat, war die unterschwellige Traurigkeit, die wie ein Schatten über diesem Sommer liegt. Der Roman behandelt viel mehr als nur Teenie-Romantik. Es geht um Familie, Krankheit, Verlust und darum, wie man lernt, loszulassen – ohne den Halt ganz zu verlieren. Dieser bittersüße Ton macht das Buch für mich so besonders. Es ist keine typische, oberflächliche Sommerromanze, sondern ein stilles Coming-of-Age, das mitten ins Herz trifft.

Fazit:
„Der Sommer, als ich schön wurde“ von Jenny Han ist eine zarte, berührende und tiefgründige Sommergeschichte über das Erwachsenwerden, die erste Liebe und den Abschied von der Kindheit. Mit authentischen Charakteren, emotionalem Tiefgang und einer Atmosphäre, die nach Salz auf der Haut und Sonnenlicht auf dem Herzen schmeckt, hat mich dieses Buch vollkommen eingenommen. Für mich ein echtes Highlight, weshalb ich sehr gerne 5 von 5 Sternchen vergebe.

Veröffentlicht am 06.08.2025

Eine zarte, berührende und tiefgründige Sommergeschichte über das Erwachsenwerden, die erste Liebe und den Abschied von der Kindheit

Der Sommer, als ich schön wurde
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Inhalt:
Seit sie denken kann, fährt Belly jeden Sommer mit ihrer Familie ins Strandhaus der Fishers – wo sie unvergessliche Wochen mit Susannah und deren Söhnen Jeremiah und Conrad verbringt. Doch dieser ...

Inhalt:
Seit sie denken kann, fährt Belly jeden Sommer mit ihrer Familie ins Strandhaus der Fishers – wo sie unvergessliche Wochen mit Susannah und deren Söhnen Jeremiah und Conrad verbringt. Doch dieser Sommer ist anders. Belly fühlt sich zum ersten Mal nicht mehr wie das kleine Mädchen von früher, sondern wie jemand, den man plötzlich bemerkt. Zwischen Lagerfeuern, Poolpartys und alten Erinnerungen spürt sie, wie sich nicht nur ihr Blick auf die Jungs verändert, sondern auch ihrer auf sie. Und während Gefühle aufbrechen und Geheimnisse ans Licht kommen, wird klar: Nichts bleibt für immer gleich – schon gar nicht in jenem Sommer, der alles verändert.

Meinung:
Manchmal stolpert man in eine Geschichte und merkt gar nicht, wie sehr sie einen berühren wird – bis man am Ende das Buch schließt und einfach nur dasitzt, ein bisschen wehmütig, ein bisschen verliebt, ganz sicher aber nicht mehr dieselbe Person wie vorher. Genau so ging es mir mit dem ersten Band der „Sommer“-Trilogie. Jenny Han schafft es mit bemerkenswerter Leichtigkeit, einen Sommer zum Leben zu erwecken, der so viel mehr ist als Sonne, Salzwasser und erste Küsse. Es ist ein Sommer des Übergangs – von Kindheit zu Jugend, von Freundschaft zu Liebe, von Gewohnheit zu Veränderung. Die Geschichte ist aus Bellys Sicht erzählt, und obwohl sie manchmal naiv wirkt, wirkt sie nie unauthentisch. Ganz im Gegenteil: Ihre inneren Konflikte kamen mir so vertraut vor, dass ich mich ihr auf eine Weise verbunden fühlte, wie ich es selten beim Lesen erlebe. Die Dynamik zwischen Conrad, Jeremiah und Belly ist intensiv, unausgesprochen und unglaublich gut getroffen. Gerade weil nicht alles ausgesprochen wird, hallen viele Szenen länger nach, als man erwartet. Ich konnte spüren, wie viel unter der Oberfläche brodelt – sowohl zwischen den Figuren als auch in ihrer jeweiligen Entwicklung. Auch die Rückblenden in frühere Sommer fand ich gelungen, denn sie füllen die emotionale Tiefe der Geschichte auf stille, aber kraftvolle Weise. Was mich besonders berührt hat, war die unterschwellige Traurigkeit, die wie ein Schatten über diesem Sommer liegt. Der Roman behandelt viel mehr als nur Teenie-Romantik. Es geht um Familie, Krankheit, Verlust und darum, wie man lernt, loszulassen – ohne den Halt ganz zu verlieren. Dieser bittersüße Ton macht das Buch für mich so besonders. Es ist keine typische, oberflächliche Sommerromanze, sondern ein stilles Coming-of-Age, das mitten ins Herz trifft.

Fazit:
„Der Sommer, als ich schön wurde“ von Jenny Han ist eine zarte, berührende und tiefgründige Sommergeschichte über das Erwachsenwerden, die erste Liebe und den Abschied von der Kindheit. Mit authentischen Charakteren, emotionalem Tiefgang und einer Atmosphäre, die nach Salz auf der Haut und Sonnenlicht auf dem Herzen schmeckt, hat mich dieses Buch vollkommen eingenommen. Für mich ein echtes Highlight, weshalb ich sehr gerne 5 von 5 Sternchen vergebe.

Veröffentlicht am 06.08.2025

Eine wunderbar unerwartete RomCom mit cleverem Zeitreise-Twist, starken Charakteren und viel Herz

Love On Repeat
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Inhalt:
Lara steht kurz vor dem Ende ihres Sabbaticals, das sie sich nach dem Bionik-Studium gegönnt hat, um endlich ihren Traum zu verwirklichen: einen eigenen Thriller schreiben. Doch das Projekt läuft ...

Inhalt:
Lara steht kurz vor dem Ende ihres Sabbaticals, das sie sich nach dem Bionik-Studium gegönnt hat, um endlich ihren Traum zu verwirklichen: einen eigenen Thriller schreiben. Doch das Projekt läuft nicht wie geplant, die Ideen wollen nicht fließen, die Zeit wird knapp, und dann macht ihr auch noch ein mürrischer Fremder in der Bibliothek einen Strich durch die Rechnung, indem er ihr ein wichtiges Fachbuch wegschnappt. Als wäre das nicht schon genug, beginnt Lara plötzlich immer wieder dieselbe Woche von vorn zu erleben. Und ausgerechnet Leo, der Typ aus der Bibliothek, spielt dabei eine zentrale Rolle. Was will das Universum ihr sagen – und wie viele Montage braucht es, bis sie es versteht?

Meinung:
Ich wusste beim Lesen des Klappentextes nicht, dass mich eine Zeitschleifen-Geschichte erwartet – und das war im allerbesten Sinne ein Überraschungseffekt! Denn ich liebe Geschichten, die mit Zeit spielen, vor allem, wenn sie dabei auch noch so klug und emotional geschrieben sind wie Love On Repeat. Die Idee, eine Liebesgeschichte über sich ständig wiederholende Montage zu erzählen, hat mich von Anfang an begeistert – und das, obwohl man anfangs gar nicht weiß, wohin das Ganze führen soll. Genau dieses Gefühl des Unvorhersehbaren macht das Buch so spannend. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Zeitschleife nicht nur als Gimmick dient, sondern wirklich durchdacht ist – mit Konsequenzen für die Figuren, für ihre Entwicklung und für ihre Beziehungen. Lara versucht, logisch an das Phänomen heranzugehen (ganz Wissenschaftlerin), scheitert dabei aber herrlich menschlich an sich selbst. Ihre wiederkehrenden Versuche, das Richtige zu tun oder endlich den Durchbruch beim Schreiben oder bei Leo zu erreichen, sind mal urkomisch, mal traurig und oft auch einfach rührend. Ich habe mit ihr gelitten, gelacht und mitgefiebert – obwohl ich wusste, dass sie am nächsten Montag wahrscheinlich wieder ganz von vorne anfangen muss. Leo ist kein klassischer RomCom-Held, und das macht ihn umso spannender. Zwischen ihm und Lara entwickelt sich eine Beziehung, die bei jeder Wiederholung anders aussieht – und genau das macht sie so echt. Keine große Hollywood-Romantik, sondern kleine, echte Begegnungen, Versuche, Fehler, zweite Chancen. Dass die Geschichte dabei nie langweilig wird, sondern mit jeder Schleife neue Nuancen offenbart, ist eine große Stärke der Autorin. Der Humor ist punktgenau, die Nebenfiguren liebevoll gezeichnet, und über einige Formulierungen musste ich wirklich herzlich lachen. Gleichzeitig gibt es immer wieder kleine, stille Momente, die nachdenklich machen und lange im Kopf bleiben. Die Zeitschleife wird zu einem Raum der Reflexion: Was will ich wirklich? Was ist mir wichtig? Und wer bin ich eigentlich außerhalb aller Pläne?

Fazit:
„Love On Repeat: Du und andere unvorhergesehene Ereignisse“ von Angela Kirchner ist eine wunderbar unerwartete RomCom mit cleverem Zeitreise-Twist, starken Charakteren und viel Herz. Wer Zeitschleifen liebt und sich gleichzeitig eine Geschichte mit emotionaler Tiefe, Humor und einer glaubwürdigen Liebesentwicklung wünscht, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Dieses Buch überrascht, berührt und unterhält – und ist definitiv mehr als eine klassische Liebesgeschichte. Von mir gibt es 5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 06.08.2025

Ein gefühlvoller Auftakt, der mit herbstlicher Atmosphäre, authentischen Figuren und einer leisen, aber intensiven Liebesgeschichte begeistert

One song apart - London Hearts 1
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Inhalt:
Quinn ist ehrgeizig und voller Träume: Sie will Journalistin werden. Dafür zieht sie nach London, bekommt einen Ausbildungsplatz im renommierten Trinity Media House und landet in einer der charmantesten ...

Inhalt:
Quinn ist ehrgeizig und voller Träume: Sie will Journalistin werden. Dafür zieht sie nach London, bekommt einen Ausbildungsplatz im renommierten Trinity Media House und landet in einer der charmantesten WGs der Stadt. Doch ihr Start ist alles andere als ideal. Statt tiefgründigen Recherchen muss sie im Gossip-Ressort arbeiten – und gleich ihr erster Artikel über den angesagten Popstar Milo Bricks geht furchtbar schief. Um ihren Fehler wiedergutzumachen, muss Quinn sich ausgerechnet diesem charismatischen Musiker annähern. Zwischen Karrierestress, WG-Chaos und unerwarteten Gefühlen nimmt ihr Leben eine Wendung, die sie so nie geplant hätte.

Meinung:
Quinns und Milos Lovestory ist für mich mehr als nur ein Cozy-Romance-Roman – es ist ein warmes, herbstliches Wohlfühlpaket. Der Einstieg fiel mir leicht, was vor allem dem flüssigen, modernen Schreibstil und der bildhaften Sprache zu verdanken ist. Man spürt regelrecht die Londoner Luft, hört das Prasseln des Regens auf den Straßen und möchte sich sofort mit einer Tasse Tee auf das WG-Sofa kuscheln. Besonders gefallen hat mir Quinn als Protagonistin: Sie ist klug, ambitioniert, aber auch verletzlich – eine Figur, in der ich mich als angehende Journalistin direkt wiedergefunden habe. Ihre Ausbildung in der Medienbranche wird nicht beschönigt, sondern mit all ihren Stolpersteinen, Machtverhältnissen und ethischen Dilemmata realistisch dargestellt. Der Moment, in dem sie merkt, dass hinter der Glamour-Fassade des Journalismus harte Realität steckt – das war für mich sehr greifbar und authentisch. Auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Fake News war subtil, aber wichtig eingebettet in die Handlung. Und dann ist da natürlich Milo. Seine Herkunft aus Zadar war für mich ein kleines Highlight – ich war selbst erst vor zwei Wochen dort, und die kleine Verbindung zwischen Realität und Roman hat mein Herz ein bisschen hüpfen lassen. Milo ist angenehm ruhig, reflektiert und ganz und gar keine überzeichnete Starfigur. Trotzdem blieb er für mich bis etwa zur Mitte des Buchs eher schemenhaft, was sicher auch daran liegt, dass die Geschichte hauptsächlich aus Quinns Perspektive erzählt wird. Doch mit der Zeit entwickelt er Tiefe, Verletzlichkeit und Charme – und das Slowburn-Konzept der Liebesgeschichte funktioniert hier wunderbar. Was das Buch wirklich besonders macht, ist die WG: Pippa, Gemma und Neve – sie alle haben sofort einen Platz in meinem Herzen eingenommen. Dieses “Found Family”-Gefühl ist so stark, dass ich beim Lesen wirklich das Gefühl hatte, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Diese zwischenmenschliche Wärme, das gemeinsame Kochen, die kleinen Gespräche über Männer, Träume und Lebensentscheidungen – das war für mich das Herzstück des Romans. Klar, manches wirkt idealisiert – die Wohnung, die Freundschaft, auch der Verlauf der Beziehung zwischen Milo und Quinn an manchen Stellen. Und ja, ein paar Konflikte hätten mehr Raum zur Entfaltung verdient, bevor sie wieder aufgelöst wurden. Aber ganz ehrlich? In diesem Buch geht es ums Gefühl. Um Hoffnung, zweite Chancen, Ankommen – und darum, wie man sich selbst findet, auch wenn alles erst einmal schiefläuft.

Fazit:
„One Song Apart“ von Lorena Schäfer ist ein gefühlvoller Auftakt, der mit herbstlicher Atmosphäre, authentischen Figuren und einer leisen, aber intensiven Liebesgeschichte begeistert. Besonders die Dynamik der WG und das London-Setting sorgen für ein echtes Wohlfühlgefühl. Die Mischung aus Coming-of-Age, Karrierefragen und Romantik macht das Buch zu einem idealen Begleiter für gemütliche Lesestunden. Ein Herzensbuch für alle, die Cozy-Romance mit echten Emotionen lieben. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und deshalb auch 5 von 5 Sternchen.