Fiese Kinder(geister)
Meine Freundin Helen - Eine GeistergeschichteIrgendwie schön, auch mal schmale Bücher zu lesen. Und dann auch noch eine Gruselgeschichte. Und dann dieses nostalgische Cover. 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐅𝐫𝐞𝐮𝐧𝐝𝐢𝐧 𝐇𝐞𝐥𝐞𝐧 erfüllte so einige Kriterien, die mich von einem Kauf ...
Irgendwie schön, auch mal schmale Bücher zu lesen. Und dann auch noch eine Gruselgeschichte. Und dann dieses nostalgische Cover. 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐅𝐫𝐞𝐮𝐧𝐝𝐢𝐧 𝐇𝐞𝐥𝐞𝐧 erfüllte so einige Kriterien, die mich von einem Kauf überzeugt haben. Und perfekt in den Sommer passt die Geschichte auch noch.
Die Geschwister Molly und Michael ziehen mit ihren Eltern auf das Land. Mit dabei ist auch Stiefschwester Heather und die ist ein wahrer Satansbraten. Sie stiftet Unruhe wo sie nur kann, beschuldigt ihre neuen Geschwister und gibt sich selbst gern als Opfer aus.
Das neue Zuhause ist eine umgebaute Kirche und einen Friedhof gibt es gratis dazu. Für Molly ist das alles viel zu gruselig und es kommt noch schlimmer, als das versteckte Grab eines kleinen Mädchens auftaucht, welches Heather zu ihrer neuen Freundin auserkoren hat.
Doch Helen, so ihr Name, scheint mehr zu sein als nur ein Hirngespinst. Und so wird der ruhelose Geist Heather’s Komplizin im Kampf gegen die neue Familie.
Oh wow, es ist schon eine Weile her, dass mich eine Romanfigur so wütend gemacht hat wie Heather. So eine bösartige kleine Göre, Trauma hin oder her. Und dann auch noch die Eltern, die sich von ihr einwickeln lassen. So viel Ungerechtigkeit, ich konnte manchmal nur den Kopf schütteln.
Ansonsten bietet der Roman das perfekte Horror-Setting. Als wäre ein Friedhof im Garten nicht schon gruselig genug, gibt es auch noch einen unheimlichen See und die Ruine eines heruntergebrannten Hauses.
Das mit dem Gruselfaktor ist eine interessante Sache. Es hat durchaus etwas von einer Geistergeschichte für Kinder. Einen bläulich schimmernden Geist finde ich als Erwachsene eher nicht gruselig. Aber dann gibt es auch wieder Stellen, die ich für Kinder viel zu unheimlich finde.
Am Ende wird auch erwähnt, dass genau das auch immer ein Problem bei den Büchern der Autorin war.
Na jedenfalls ich hätte das Buch als Kind geliebt!
Manchmal hatte der Roman fast Stephen King Vibes, nur ohne richtige Schockmomente und das Ende passt dann auch wieder mehr in die Kinderbuch Sparte.
Ich würde auf jeden Fall gern noch mehr Bücher der Autorin lesen.