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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2025

Leichter Krimi mit Spannung

Morden auf Friesisch
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Für mich war „Mord auf Friesisch“ das erste Buch der Waterkant Reihe von Thomas Herzberg. Ebenso war es auch mein erstes Buch dieses Autors.
Der Kriminalfall und seine Morde haben einen guten Aufbau mit ...

Für mich war „Mord auf Friesisch“ das erste Buch der Waterkant Reihe von Thomas Herzberg. Ebenso war es auch mein erstes Buch dieses Autors.
Der Kriminalfall und seine Morde haben einen guten Aufbau mit einigen Wendungen. Die Figuren der Ermittler fand ich sehr plastisch beschrieben. Gerade Kruse wirkt schrullig, aber mit hellem Köpfchen und dem Herz am rechten Fleck. Die gegenseitigen Frotzeleien lesen sich humorvoll und sind teilweise wirklich sarkastisch. Irritiert hat mich lediglich, dass Michi und Ulf ihren Chef manchmal duzen und dann wieder nicht. Wenn schon, denn schon…
Das Tempo der Geschichte ist nicht extrem schnell. Man liest einfach so vor sich hin und fällt von einem Mord in den nächsten. Dabei bleibt die Spannung gut erhalten und der Leser erfährt wie Nebenbei etwas über grünen Fischfang, oder eben nicht so grünen.
Ich mochte das Buch, weil es ein leichter Krimi ist, der durch gute Regionalbeschreibungen und durchdachte Handlungen besticht. Direkt als Cosy Crime würde ich ihn nicht bezeichnen, da so manche Morddetails nicht unbedingt cosy sind.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Starke Frau mit Mut und Biss

In uns der Ozean
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Faszinierend wieviel Rachel Carson in ihrem Leben erreicht hat. Dabei beinhaltet es so viele Schicksalsschläge, dass andere Menschen wohl verzweifelt wären. Sie hat gekämpft, sich eingesetzt, nachgeforscht, ...

Faszinierend wieviel Rachel Carson in ihrem Leben erreicht hat. Dabei beinhaltet es so viele Schicksalsschläge, dass andere Menschen wohl verzweifelt wären. Sie hat gekämpft, sich eingesetzt, nachgeforscht, nicht aufgegeben. Eine beeindruckende Frau.
Das Buch „In uns der Ozean“ ist keine reine Biographie. Für ein paar Figuren oder Ereignisse hat sich die Autorin Theresia Graw die künstlerische Freiheit genommen, hinzuzufügen oder etwas abzuändern. Dies erwähnt sie aber auch im Nachwort. Für mich war es interessant zu lesen, welche Details erdacht waren.
Vielleicht ist gerade auch wegen dieser Änderungen und Zusätze dieses Buch so gut zu lesen, verständlich und mitreißend. Ebenso denke ich, dass die Erzählung in der Ich-Form die Person von Rachel Carson dem Leser viel näher bringt.
Die Themen sind heute noch aktuell. Teilweise spürt man beim Lesen die Verzweiflung von Rachel wenn sie Zusammenhänge erkennt und immer wieder gegen Mauern läuft. Aber aufgeben war (fast) nie eine Option für sie. Eine starke Frau und doch kommen immer wieder Selbstzweifel durch. Menschlich eben.
Ein Buch, das eigentlich auffordert nicht tatenlos zuzusehen, wenn man etwas für nicht richtig erkannt hat.

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Spannender und runder Abschluss einer Reihe

Finale Curioso
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Für mich ist es das erste Buch dieser Reihe, aber es ist der Abschluss, der 12. Band. Das „Finale Curioso“ ist sehr gut als selbständiges Buch zu lesen. Für mich war der eine oder andere Strang aber unwichtig, ...

Für mich ist es das erste Buch dieser Reihe, aber es ist der Abschluss, der 12. Band. Das „Finale Curioso“ ist sehr gut als selbständiges Buch zu lesen. Für mich war der eine oder andere Strang aber unwichtig, den hätte ich durchaus auch nicht lesen müssen um den Kriminalfall als Hauptgeschehen zu verstehen. Für den Abschluss der Reihe mögen diese Informationen durchaus Sinn ergeben, da hiermit alle bekannten Figuren ins weitere Leben entlassen werden können.
Der Fall an sich ist sehr spannend und auch verzwickt aufgebaut. Die Ermittlungen werden von Intrigen und Machtsteuerung zeitweise ausgebremst. Leider ist zu befürchten, dass dieses Szenario gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Aber am Ende wurde alles aufgeklärt. Die Figuren fand ich alltagstauglich, keine übertriebenen Charaktere, die unsympathischen Personen müssen natürlich auch sein.
Für mich hat Ralph Neubauer einen sehr gut lesbaren Schreibstil. Es geht flott voran, und trotz Nebenstränge finden sich im Hauptgeschehen keine wirklichen Längen ein.
Als Fazit war es für mich ein spannender, runder und auch kurzweiliger Krimi.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Weder Roman noch Ratgeber, eher stiller Gefährte

Die Suche nach Zuhause
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Ein Zwischending, oder was konkret? Gefühlt habe ich seitenweise verschiedenste Tagesabläufe von Marie Luise Ritter gelesen. Irgendwann kam dann eine Frage oder Erkenntnis, wie zum Beispiel, dass Sicherheit ...

Ein Zwischending, oder was konkret? Gefühlt habe ich seitenweise verschiedenste Tagesabläufe von Marie Luise Ritter gelesen. Irgendwann kam dann eine Frage oder Erkenntnis, wie zum Beispiel, dass Sicherheit im Inneren und Äußeren für ein Zuhause, oder die Sprache wichtig sind. Alles nachvollziehbare und logische Schlüsse soweit. Auch die Fragen die sie sich stellt, finde ich für „Die Suche nach Zuhause“ treffend. Dennoch fehlt mir etwas.
Es ist ihre Suche, daher natürlich auch ihre Gedanken, ihre Gefühle. Bis zu einem gewissen Grad kann sich jeder die Fragen für sich adaptieren und beantworten, oder zumindest hat jeder Leser hier Anregungen worüber er nachdenken könnte.
Das Buch ist, wie soll es anders sein, sehr stark autobiografisch und trägt starke Züge eines Berichtes. Wobei ich hier relativieren muss, denn so emotionslos wie ein Bericht ist das Buch bei Weitem nicht. Das und der leicht lesbare und lockere Schreibstil, sowie das gut gemachte Cover haben für mich die Bewertung um einen Stern nach oben gehoben.
Wer mit seinen eigenen Fragen in einer Dauerschleife hängt, findet hier vielleicht gute Ausgänge, Ansätze und Überlegungsmöglichkeiten, aber definitiv keine vorgefertigten Antworten.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Sich finden, luftig leicht beschrieben, keine Schwere

Der Wind und die Wellen und wir
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Ein überstürzter Aufbruch, ein Neuanfang, eine Reise nach Schweden und gleichzeitig zu sich selbst. Dies packt Emma Sternberg in ihrem Roman „Der Wind und die Wellen und wir“ gekonnt ein. Sie lässt den ...

Ein überstürzter Aufbruch, ein Neuanfang, eine Reise nach Schweden und gleichzeitig zu sich selbst. Dies packt Emma Sternberg in ihrem Roman „Der Wind und die Wellen und wir“ gekonnt ein. Sie lässt den Weg von Hanna luftig erscheinen, beschreibt aber auch ihre Gedanken und Gefühle. Trotzdem kommt keine Schwere auf.
Das Landleben in Schweden wird ebenso bildlich dargestellt, wie ihr altes Zuhause im Hotelbetrieb ihrer zukünftigen Schwiegereltern. Sehr gut aufgegriffen fand ich die bei Hanna aufkommenden Zweifel. Ihre körperlichen Beschwerden und wie sie erkannte, was diese ihr sagen wollten.
Hanna zeigt eine bemerkenswerte Stärke, die sich anfangs zwar als davonlaufen äußert, aber auch dies will durchgezogen sein. Zwischendurch wurde sie zwar etwas von den Renovierungsarbeiten ausgebremst, aber sogar die sind unterhaltsam.
Mir gefällt der Roman gerade jetzt zur Urlaubszeit recht gut. Er lässt irgendwie auch Sehnsucht nach diesem Mut, einfach alles hinter sich zu lassen, aufkommen.

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