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Veröffentlicht am 09.09.2025

Spannender Kampf um Englands Thron

Rabenthron
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Mit „Rabenthron“ ist der lang ersehnte neue historische Roman aus der Feder von Rebecca Gablé erschienen. Es handelt sich hierbei um ein Prequel zu den bereits erschienen Bänden „Das zweite Königreich“ ...

Mit „Rabenthron“ ist der lang ersehnte neue historische Roman aus der Feder von Rebecca Gablé erschienen. Es handelt sich hierbei um ein Prequel zu den bereits erschienen Bänden „Das zweite Königreich“ und „Hiobs Brüder“ und ist somit der 3. Band der Helmsby-Reihe.

Das Cover des Romans ist typisch Rebecca Gablé und man erkennt sofort den Zusammenhang zu den anderen bereits erschienen Büchern. Die gesamte Aufmachung des Buches ist sehr hochwertig – beginnend mit einem wunderschönen Farbschnitt, Lesebändchen, den Landkarten im Einband, aber auch den tollen Illustrationen zu Beginn der jeweiligen Abschnitte, die für mich einen Roman von Rebecca Gablé immer nochmal mehr besonders machen.
Das gleich zu Anfang aufgeführte Personenregister ist hilfreich, vor allem bei den vielen Namen, die mit E beginnen und einem zu Beginn doch etwas verwirren können.

Die Zeitspanne des vorliegenden Romans erstreckt sich von 1013 bis 1041 und spielt sowohl in England als auch in der Normandie.
Ælfric of Helmsby hat es unter seinem Onkel – dem Thane von Helmsby – nicht besonders leicht. Als er den dänischen Gefangenen Hakon an den Königshof bringen will, stößt er auf Widerstand. Doch zusammen mit seinem 6-jährigen Sohn Penda macht er sich klammheimlich auf den Weg, um Hakon bei König Ethelred abzuliefern.
Auf der gefahrvollen gemeinsamen Reise retten sie den wandernden Mönch Eilmer, der gar nicht daran denkt, sein Leben hinter trostlosen Klostermauern zu verbringen, sondern eher das Abenteuer sucht, vor Wegelagerern.
Schnell werden aus den drei unterschiedlichen Männern Freunde, die sich – angekommen am Hof des Königs – unversehens im inneren Beraterkreis von Königin Emma wiederfinden.
So ist es denn auch kein Wunder, dass die Freunde die Königin und ihre Kinder ins Exil in die Normandie begleiten. Doch der dänische König Knud, der den Thron Englands bald für sich beansprucht, hat Gefallen an der schönen und klugen Emma gefunden, sodass diese seine Zweitfrau wird und auch mit Knud weitere Kinder bekommt.
Nach dem Tod von König Knud, der dem Land eine kurze Verschnaufpause gegeben hat, entbrennt der Kampf um die Macht im Land erneut.

Rebecca Gablè gelingt es wie keiner Zweiten in diesem Genre die historischen Fakten sehr detailgetreu zu recherchieren, bestehende Lücken aufgrund fehlender Überlieferung mit plausiblen Erklärungen zu füllen und damit Geschichte auf spannende mitreißende Art lebendig zu machen.
Immer wieder ertappte ich mich beim Lesen dabei wie ich interessante Dinge nachgelesen und darüber gestaunt habe, dass diese Geschehnisse wirklich den Tatsachen entsprachen.
Dass England zur damaligen Zeit in einer recht kurzen Phase so viele Könige hatte und wieder verlor, wusste ich bisher nicht.

Die Lebensverhältnisse sowohl der Adligen als auch der einfachen Menschen auf dem Land kommen dabei immer sehr authentisch rüber. Man kann sich die Gegebenheiten bildlich vorstellen und taucht von der ersten Seite an in die Geschichte ein.

Königin Emma ist hier seitens der Autorin besonders in den Fokus gerückt worden, sodass man viele Ereignisse besonders aus der Sicht dieser sehr außergewöhnlichen Frau erlebt.

Ælfric of Helmsby ist ein typischer Protagonist à la Rebecca Gablé. Er ist willensstark, hilfsbereit und absolut königstreu. Sein inniges Verhältnis zu seinem Sohn, welches immer wieder durch sehr schöne Szenen beschrieben wird, hat mein Herz gewärmt. Da ist es kein Wunder, dass auch Penda im Laufe des Romans zu einem tollen jungen Mann heranwächst, der seinen Prinzipien stets treu bleibt.
Was mich an Ælfric jedoch im Laufe der Geschichte immer mehr gestört hat, war sein zu großer Hang zu vergeben und in jedem Menschen das Gute zu sehen. Egal, ob dieser Verrat begeht oder seine Familie bedroht – das war für mich zum Schluss hin einfach nicht mehr glaubwürdig.
Auch der Zufall kam ihm im Laufe der Handlung ein bisschen zu oft zu Hilfe.

Auch in den bisherigen Romanen von Rebecca Gablé spielt der Zufall oft eine Rolle, doch im vorliegenden Fall ist es mir besonders stark aufgefallen und war mir persönlich ein paar Mal zu viel und dadurch nicht mehr authentisch.

Rebecca Gablé hat mit „Rabenthron“ historische Persönlichkeiten zum Leben erweckt. Wie sie hier beschrieben werden, könnte man sie sich tatsächlich vorstellen.
Die fiktive Handlung und die Personen blieben hingegen dahinter leider sehr stark zurück, sodass ich oft gedacht habe, dass ich lieber ein bisschen mehr von den vielen sympathischen Charakteren und ihren Lebenserfahrungen mitbekommen hätte.
Jedoch muss man wohl festhalten, dass in den nur knapp 30 Jahren, in denen der Roman spielt, einfach extrem viel Historisches passiert ist – bei einem Buch von knapp 900 Seiten kann einfach nicht alles bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sein.

Besonders gefreut habe ich mich, dass man als Leser auch in diesem Roman wieder eine gewisse Zeit in der Normandie verbringt und Einblick in das Leben des jungen William, später bekannt als der Eroberer, erhält. Damit ist der Autorin in besonders spannender Weise gelungen, einen Übergang zu den weiteren Bänden dieser Reihe zu schaffen und man hat direkt Lust, diese noch einmal zur Hand zu nehmen.

Das Nachwort und die darin enthaltenen Erläuterungen zu Fakten und Fiktion waren sehr erhellend und ich habe so manches mal gestaunt, dass die ein oder andere Tatsache nicht der Fantasie der Autorin entsprungen, sondern historisch belegt ist.

Fazit:
Mit „Rabenthron“ machen Liebhaber des historischen Romans definitiv nichts falsch. Es war mir wieder eine große Freude, in die Vergangenheit einzutauchen und dabei einiges Neues zu lernen.
Ich freue mich schon jetzt auf weitere historische Romane der Autorin.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Cover
Veröffentlicht am 09.08.2025

Eine Reise in die Vergangenheit im exotischen Sri Lanka

Die Nelkentochter (Die Blumentöchter 3)
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Mit „Die Nelkentochter“ erscheint Band 3 der Blumentöchter-Reihe von Tessa Collins. Alle Bände sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Jedoch durchzieht die gesamte ...

Mit „Die Nelkentochter“ erscheint Band 3 der Blumentöchter-Reihe von Tessa Collins. Alle Bände sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Jedoch durchzieht die gesamte Reihe ein Familiengeheimnis, welches wohl erst im letzten Band enthüllt wird. Somit lohnt es sich alle Bände der Reihe zu lesen.
In diesem Band begleitet man Lali, die nach dem Tod ihrer Großmutter und wichtigen Bezugsperson Rose den Halt verliert. Sie ist sehr schüchtern und weiß nicht, in welche Richtung sich ihr Leben beruflich entwickeln soll. Auch in der Liebe ist sie mit ihren 25 Jahren noch völlig unerfahren.
Ihre Mutter hat die Familie bereits verlassen, als Lali noch klein war, was diese nie verstanden hat. Ihr Vater zeigt sich bedeckt und liefert keinerlei Erklärung. Als ein Gedichtband ihrer Mutter Isha auftaucht, welches Lali tief berührt, beschließt sie kurzerhand, sie auf Sri Lanka zu suchen.
Wie bereits in den Vorgängerbänden ist auch diese Geschichte wieder in zwei Erzählstränge unterteilt. So erfährt man neben der Suche von Lali nach ihren eigenen Wurzeln in der Gegenwart auch die sehr bedrückende Geschichte ihrer Großmutter Saliya, die im Bürgerkrieg in den 1980er Jahren auf Sri Lanka von Rebellen entführt wurde und nie mehr zu ihrer Familie zurückgekehrt ist.
Der Autorin gelingt es durch ihre angenehme bildliche Schreibweise eine sehr glaubhafte Kulisse entstehen zu lassen.
So konnte ich nicht nur in die völlig fremde Landschaft und Kultur von Sri Lanka eintauchen, sondern habe auch die brutale Zeit des Bürgerkrieges und die schwierige Gefühlslage von Saliya nachempfinden können.
Ein bisschen schwierig und wenig nachvollziehbar empfand ich jedoch die Beweggründe für den Weggang von Isha von ihrer Familie. Dass man seine Tochter einfach so hinter sich lässt ohne sich je wieder zu melden und dann von jetzt auf gleich ein ganz inniges Verhältnis hat, ist für mich nur wenig authentisch.
Zwischenzeitlich hat sich für mich die Geschichte leider auch etwas gezogen und kam daher nicht ganz an den Vorgängerband heran.
Somit war Band 3 dieser Reihe in meinen Augen wieder eine interessante Reise in eine andere Kultur und die Vergangenheit mit kleineren Schwächen und bekommt von mir 4 von 5 Sternen.
Ich freue mich jedoch jetzt schon auf Band 4 der Blumentöchter-Reihe!

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Ein alter Vertrag mit großen Folgen

Ein verhängnisvolles Testament
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„Ein verhängnisvolles Testamtent“ ist ein historischer Roman aus der Feder des bekannten Autorenduos Iny Klocke und Elmar Woholrath, welches unter dem Pseudonym Iny Lorentz schreibt.
Ende des 16. Jahrhunderts ...

„Ein verhängnisvolles Testamtent“ ist ein historischer Roman aus der Feder des bekannten Autorenduos Iny Klocke und Elmar Woholrath, welches unter dem Pseudonym Iny Lorentz schreibt.
Ende des 16. Jahrhunderts steht Elisabeth von Thannberg plötzlich vor dem Verlust ihres ganzen Besitzes. Sie ist unverhofft Witwe geworden und aufgrund eines alten Vertrages, aus dem hervorgeht, dass nur ein männlicher Erbe den Besitz in Anspruch nehmen kann, pocht der Kurfürst von Trier auf die Einhaltung der Vereinbarung. Doch es besteht noch Hoffnung, denn Elisabeth ist schwanger.
Auch ihre Cousine Anna von Rabenweiler versucht Elisabeth zu helfen und entdeckt in einem Kloster Aufzeichnungen, die neue Hoffnung aufkeimen lassen.
Können Elisabeth und Anna die Geier, die bereits um Thannberg kreisen, noch aufhalten?
Iny Lorentz hat einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil. Schnell ist man im damaligen Zeitgeschehen gefangen und kann sich die Gegebenheiten, vor allem den Stand der Frau zur damaligen Zeit sehr gut vorstellen.
Die Charaktere sind alle sehr eindimensional gezeichnet.
Es gibt die Guten – wie Anna, die eine sehr starke Persönlichkeit darstellt und für ihre eigenen Rechte kämpft. Dabei hat sie immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, die mir zwischenzeitlich jedoch etwas zu viel des Guten waren, aber auch immer wieder zum Schmunzeln anregten.
Auf der anderen Seite setzt das Autorenpaar auf die Bösen, wie die Kellheim-Brüder, die bereits vor dem Ableben des Burgherrn erscheinen, um den Besitzanspruch des Kurfürsten zu unterstreichen und dabei mit List und aller Macht versuchen, ihre eigenen Interessen voranzutreiben.
Eine besondere Charakterentwicklung kann man innerhalb der Geschichte nicht verfolgen, da die Rollen klar verteilt sind, was der Geschichte jedoch keinen Abbruch tut. Ich mag Geschichten, in der ich lieben und auch hassen kann.
Leider hat mir jedoch die Entwicklung von Elisabeth im letzten Drittel der Handlung überhaupt nicht gefallen. Diese war für mich zu abrupt und daher auch nicht wirklich authentisch.
Die Handlung war für mich interessant und hatte einen kontinuierlichen Spannungsbogen. Natürlich wollte man wissen, wie sich das Ganze entwickelt. Allerdings waren für mich viele Dinge auch vorhersehbar.
Alles in allem hat mir die Geschichte gefallen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
Von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Magische Feenwelt trifft auf Forschergeist Emily Wilde

Emily Wildes Enzyklopädie der Feen
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Feen habe ich mir immer als sanftmütige Wesen mit Flügelchen vorgestellt, die dem Menschen wohlgesinnt sind. Heather Fawcett überzeugte mich mit ihrem Fantasyroman „Emily Wildes´ Enzyklopädie der Feen“ ...

Feen habe ich mir immer als sanftmütige Wesen mit Flügelchen vorgestellt, die dem Menschen wohlgesinnt sind. Heather Fawcett überzeugte mich mit ihrem Fantasyroman „Emily Wildes´ Enzyklopädie der Feen“ doch eher vom Gegenteil.
In Band 1 der auf 3 Bände angelegten Fantasyreihe begibt sich die Cambridge-Professorin Emily Wilde in das abgelegene skandinavische Dorf Hrafnsvik. Die renommierte Forscherin ist bereits seit Jahren auf die Erforschung von Feen spezialisiert und möchte eine Enzyklopädie über die Feenkunde herausbringen. Begleitet von ihrem Hund Shadow macht sie sich wie gewohnt auf die Suche nach dem Kleinen Volk, doch sie hat nicht mit dem Auftauchen von Wendell Bambleby gerechnet – einem Kollegen und Rivalen aus Cambridge, der sich nicht nur in ihre Arbeit einmischt, sondern die Dorfbewohner mit seinem Charme um den Finger wickelt. Doch neben ihren Forschungen rund um das Feenvolk nutzt Emily die Zeit auch, um einem Geheimnis Bambleby nachzugehen, welchem sie schon länger auf der Spur ist. Kann sie dabei jedoch auch ihr Herz ausschalten?
Ich muss gestehen, dass ich an diesen Roman mit gänzlich anderen Erwartungen herangegangen bin. Ich habe eine cozy Fantasy erwartet mit süßen magischen Wesen und romantischen Lesestunden. Doch tatsächlich kam es anders. Die Feen in diesem Roman sind eher gruselig und bösartig. Als Mensch muss man vor ihnen ständig auf der Hut sein und hat nichts Gutes von ihnen zu erwarten. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Alles in allem habe ich für mich entschieden, dass ich diese Herangehensweise jedoch ganz erfrischend empfunden habe.
Man erlebt die Geschichte aus Sicht von Emilys´ Tagebucheinträgen. Somit im Rückblick zum tatsächlichen Geschehen und teilweise eher nüchtern, jedoch oft durchsetzt mit Emilys´ trockenem Humor.
Emily Wilde als Forscherin war ziemlich authentisch. Sie kann mit Menschen nicht wirklich was anfangen und ist lieber für sich. Emotionen kommen bei ihr eher weniger in Erscheinung. Daher war dieser Aspekt im Roman auch weniger gut ausgeprägt.
Bei Wendell Bambleby musste ich hingegen immer wieder schmunzeln. Man konnte sich ihn richtig gut vorstellen, wie sich im Spiegel betrachtet, ob sein Haar auch gut sitzt oder wie er erwartet, dass jemand anders seine Arbeit erledigt.
Die aufkommende Liebesgeschichte wurde eher nebensächlich erzählt. Hier kam für mich kaum Tiefgang rüber, was jedoch bei der Persönlichkeit der Protagonisten wohl auch eher unwahrscheinlich ist und auch nicht im Mittelpunkt stehen sollte.
Sehr gut beschrieben fand ich jedoch die unterschiedlichen Feenarten, die Geschichten, die sich um diese Völker ranken sowie die eiskalte Landschaft hoch im Norden. Die Traditionen und das Misstrauen der Dorfbewohner, welche man nicht mit Füßen treten sollte, waren auch sehr authentisch geschildert.
Somit war es für mich ein Roman, bei dem ich etwas länger gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden. Am Ende habe ich jedoch Gefallen an der Story gefunden und auch Lust die Fortsetzungen zu lesen und die weiteren Forschungen von Emily und Wendell zu verfolgen.
Daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Wohlfühlroman mit kleinen Ecken

Dünenküsse
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Mit „Dünenküsse“ ist bereits der 8. Roman aus der Feder von Silvia Konnerth erschienen.
Die Autorin entführt ihre Leserschaft auf die Insel Nordsand. Dort lebt die alleinerziehende Antonia mit ihrem 15-jährigen ...

Mit „Dünenküsse“ ist bereits der 8. Roman aus der Feder von Silvia Konnerth erschienen.
Die Autorin entführt ihre Leserschaft auf die Insel Nordsand. Dort lebt die alleinerziehende Antonia mit ihrem 15-jährigen Sohn Max und ihrem Vater auf einem alten Bauernhof am Deich. Der an Epilepsie erkrankte Max benötigt einen teuren Assistenzhund, doch rund um den Bauernhof häufen sich die finanziellen Sorgen. Der Vater des Jungen, Nick Miller, könnte in dieser Situation die Rettung sein, doch dieser weiß nicht mal, dass er einen Sohn mit Antonia hat.
Der Schreibstil von Silvia Konnerth ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich habe mich atmosphärisch hineingezogen gefühlt in den Wind in den Dünen der Nordsee.
Die Protagonisten waren mir meist sehr sympathisch, hier allen voran Tristan, der beste Freund von Antonia. Er hat schon immer eine feste Rolle in ihrem Leben und fungiert für Max als Vaterrolle. Seine Handlungen und Gefühle konnte ich nachvollziehen. Allerdings war er mir viel zu zögerlich im Umgang mit seinen Gefühlen.
Antonia ist zwar eine starke Frau, die ihren Weg geht. Sie war mir jedoch fast im gesamten Buch eher unsympathisch. Ihre Zögerlichkeit im Aussprechen von Tatsachen hat mich teilweise sogar etwas genervt. Zum Ende hin hatte ich dann wieder mehr Sympathiepunkte für sie übrig, sodass ich mich letztlich mit ihrer Figur anfreunden konnte.
Niklas alias Nick Miller und seine Welt als Schlagerstar, gleichzeitig jedoch auch die Einsamkeit, die kein Geld der Welt beseitigen kann, fand ich sehr gut beschrieben.
Auch die Teenager in dieser Geschichte waren mit ihren Problemen und Gefühlen sehr authentisch geschildert.
Alles in allem war es für mich ein angenehmes Leseerlebnis. Die Romantik hat mir an einigen Stellen etwas gefehlt. Das Ende jedoch hat mir sehr gut gefallen.
Daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen und jetzt habe ich Lust auf Urlaub an der Nordsee!!!

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