Mit „Bonds of Hercules“ ist der zweite Band der Dark-Romantasy-Reihe „Villains of Lore“ erschienen.
Die Geschichte knüpft unmittelbar an Band 1 an. Alexis muss ihre neu entdeckten Kräfte schärfen und ...
Mit „Bonds of Hercules“ ist der zweite Band der Dark-Romantasy-Reihe „Villains of Lore“ erschienen.
Die Geschichte knüpft unmittelbar an Band 1 an. Alexis muss ihre neu entdeckten Kräfte schärfen und erkennen, wer sie wirklich ist. Doch der Bund mit ihren Ehemännern Kharon und Augustus, der ihr hinterhältig aufgezwungen wurde, besteht weiter fort.
Nicht nur diese beiden dunklen Götter begehren Alexis, sondern auch Patros und Achilles.
Doch über allem steht das Verschwinden von Medusa, die aus der Unterwelt befreit wurde. Zeus setzt alles daran, herauszufinden, welcher Chthonier an der Befreiung beteiligt war und spielt dabei ein unfaires Spiel.
Der Schreibstil der Autorin Jasmine Mas hat mir in diesem Band noch besser gefallen als im ersten.
Alexis steht weiterhin im Mittelpunkt und gewinnt immer mehr an Selbstbewusstsein. Auch ihre Weiblichkeit entdeckt sie in diesem Teil immer mehr.
Ihre Ehemänner hält sie zunächst auf Abstand, doch Stück für Stück merkt sie, wie sehr die beiden bemüht sind, ihre Verbindung zu stärken.
Was mir in diesem Band besonders gefallen und mich gleichzeitig überrascht hat, war die Entwicklung von Kharon und Augustus. Die Autorin gewährt der Leserschaft ungewöhnlich emotionale Einblicke in die Gefühlswelt ihrer Protagonisten, was diese nahbarer und ihr Verhalten verständlicher macht. Das fehlte mir in Band 1 bisher und ich freue mich, dass es nun nachgeholt und intensiviert wurde.
Was für mich ein kleines Manko war, ist, dass die Geschichte sich erneut um Wettkämpfe dreht – fast wie in Band 1. An manchen Stellen hat sich dies etwas gezogen.
Das Verschwinden von Medusa und die Suche nach den Verantwortlichen rückte dabei fast ein wenig in den Hintergrund.
Richtig gut gefallen haben mir wieder die tierischen Beschützer, allen voran Fluffy junior, der eine beeindruckende Entwicklung hinlegt, aber auch Nyx mit ihren sarkastischen Kommentaren. Sie hat mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht. Genauso wie Pocco, der kleine drollige Waschbär an Augustus´ Seite.
Insgesamt hat mir dieser Teil besser gefallen als der erste. Er ist wieder gespickt mit Kämpfen, dunklen Wesen, aber auch ganz viel Humor. Für mich eine sehr gute Mischung, die mich bis zum Schluss gut unterhalten hat.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.
„Ungezügelt“ ist der neue Roman von Susanne Fröhlich aus der Romanreihe rund um Andrea Schnidt und ihr Leben.
Andrea ist mittlerweile 60 Jahre alt und hat noch keine Lust auf Rente. Im Gegenteil – sie ...
„Ungezügelt“ ist der neue Roman von Susanne Fröhlich aus der Romanreihe rund um Andrea Schnidt und ihr Leben.
Andrea ist mittlerweile 60 Jahre alt und hat noch keine Lust auf Rente. Im Gegenteil – sie versucht einen Neustart als Autorin, doch das Schreiben der Geschichte verlangt ihr mehr ab als gedacht. Nicht nur, dass sie ihre Pläne zunächst verheimlicht, sorgt für einige Verwirrung. Auch das Schreiben von spicy Szenen hat sie eindeutig unterschätzt, bekommt hierbei aber ausreichend Input von ihren Freundinnen und macht sich selbst auf den Weg der Recherche.
Neben all ihren Plänen ist sie auch noch im Oma-Wettstreit um die Gunst ihrer Enkel und der eigenen Tochter und der geliebte Ex-Schwiegerpapa Rudi hat ebenfalls so einige Ideen im Gepäck, wie man das Älterwerden verhindern kann.
Ich kannte Andrea Schnidt und die entsprechenden Vorgängerromane nicht, bin aber trotzdem sehr gut durchgekommen.
Die Schreibweise von Susanne Fröhlich ist sehr locker-flockig. Andrea Schnidt erzählt ihr Leben, ihre Ideen und ihre Konflikte aus der Ich-Perspektive, was sie für die Leser*innen sehr nahbar macht. Dabei folgen selbstironische sehr lustige Szenen auch mal tiefgründigeren Themen wie Demenz oder das Älterwerden und der Verlust geliebter Menschen.
Diese Mischung aus Witz und Tiefgründigkeit hat mir sehr gefallen.
Zwischenzeitlich hat der Roman einige Längen und mir fehlte generell ein bisschen Spannung. Daher gibt es von mir 1 Stern Abzug.
Nichtsdestotrotz ist dieser Roman eine schöne Ablenkung vom Alltag und ich habe ihn sehr gern gelesen.
„Das vergessene Museum“ ist Band 1 der Reihe um die Siegelwahrer von London aus der Feder von Andreas Suchanek.
Liam ist Fahrradkurier in London und hatte es in seinem bisherigen Leben nicht so leicht. ...
„Das vergessene Museum“ ist Band 1 der Reihe um die Siegelwahrer von London aus der Feder von Andreas Suchanek.
Liam ist Fahrradkurier in London und hatte es in seinem bisherigen Leben nicht so leicht. Als er eines Tages ein Päckchen in eine abgeschiedene Villa liefert, wird er Zeuge eines brutalen Überfalls mit tödlichen Folgen. Ohne dass Liam merkt, wie ihm geschieht, wird er zum neuen Kurator und Siegelwahrer des Museums, welches sich in dem belieferten Gebäude befindet.
Die Aufgabe der Kuratoren in dem breit verzweigten Museumsnetzwerk ist das Bewachen magischer Artefakte, da diese in wissenden Händen gefährliche Kräfte entfesseln können. Doch schnell wird klar, dass sich Liam in seiner neuen Aufgabe in größter Gefahr befindet.
Das Cover sowie die Gestaltung der Innenklappen des Romans ist sehr passend zum Inhalt gewählt und macht direkt Lust, das Buch zu lesen und die magischen Eigenschaften der Artefakte zu entdecken.
Die Schreibweise des Autors nimmt einen von Beginn an in die Geschichte mit. Man hat die Protagonisten sowie die Atmosphäre direkt vor Augen und kann sich in die Figuren hineinversetzen.
Die Protagonisten wie Liam, aber auch sein Kumpel Harry waren sehr sympathisch.
Die Dialoge waren oft witzig und voller Ironie und dem Autor ist es gelungen, alltägliche Dinge wie den Zustand der Deutschen Bahn geschickt in die Geschichte einzubauen, sodass man einen noch größeren Bezug zu den Ereignissen bekommt.
Schwierigkeiten hatte ich ein wenig mit teilweise etwas konfusen Beschreibungen, die meine Konzentration gestört haben. Gerade zum Ende hin bin ich durch das sehr schnelle Voranschreiten der Ereignisse ziemlich durcheinander geraten.
Generell ist mir das Ende der Geschichte etwas zu offen gestaltet. Eigentlich wurden in diesem 1. Teil nur Fragen aufgeworfen, von denen keine einzige beantwortet wurde. Zumindest ein klein wenig mehr Information wünsche ich mir bei einer Reihe schon im 1. Band.
Nichtsdestotrotz hat mir die Story gut gefallen und ich bin gespannt, welche Geheimnisse im 2. Band aufgedeckt werden. Was Liams Vergangenheit mit all den Geschehnissen zu tun hat und ob Liam und seine Mitstreiter es schaffen, den Angriff auf die Museumswelt abzuwehren.
Von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung an alle Fantasy-Freunde!
Mit „Rabenthron“ ist der lang ersehnte neue historische Roman aus der Feder von Rebecca Gablé erschienen. Es handelt sich hierbei um ein Prequel zu den bereits erschienen Bänden „Das zweite Königreich“ ...
Mit „Rabenthron“ ist der lang ersehnte neue historische Roman aus der Feder von Rebecca Gablé erschienen. Es handelt sich hierbei um ein Prequel zu den bereits erschienen Bänden „Das zweite Königreich“ und „Hiobs Brüder“ und ist somit der 3. Band der Helmsby-Reihe.
Das Cover des Romans ist typisch Rebecca Gablé und man erkennt sofort den Zusammenhang zu den anderen bereits erschienen Büchern. Die gesamte Aufmachung des Buches ist sehr hochwertig – beginnend mit einem wunderschönen Farbschnitt, Lesebändchen, den Landkarten im Einband, aber auch den tollen Illustrationen zu Beginn der jeweiligen Abschnitte, die für mich einen Roman von Rebecca Gablé immer nochmal mehr besonders machen.
Das gleich zu Anfang aufgeführte Personenregister ist hilfreich, vor allem bei den vielen Namen, die mit E beginnen und einem zu Beginn doch etwas verwirren können.
Die Zeitspanne des vorliegenden Romans erstreckt sich von 1013 bis 1041 und spielt sowohl in England als auch in der Normandie.
Ælfric of Helmsby hat es unter seinem Onkel – dem Thane von Helmsby – nicht besonders leicht. Als er den dänischen Gefangenen Hakon an den Königshof bringen will, stößt er auf Widerstand. Doch zusammen mit seinem 6-jährigen Sohn Penda macht er sich klammheimlich auf den Weg, um Hakon bei König Ethelred abzuliefern.
Auf der gefahrvollen gemeinsamen Reise retten sie den wandernden Mönch Eilmer, der gar nicht daran denkt, sein Leben hinter trostlosen Klostermauern zu verbringen, sondern eher das Abenteuer sucht, vor Wegelagerern.
Schnell werden aus den drei unterschiedlichen Männern Freunde, die sich – angekommen am Hof des Königs – unversehens im inneren Beraterkreis von Königin Emma wiederfinden.
So ist es denn auch kein Wunder, dass die Freunde die Königin und ihre Kinder ins Exil in die Normandie begleiten. Doch der dänische König Knud, der den Thron Englands bald für sich beansprucht, hat Gefallen an der schönen und klugen Emma gefunden, sodass diese seine Zweitfrau wird und auch mit Knud weitere Kinder bekommt.
Nach dem Tod von König Knud, der dem Land eine kurze Verschnaufpause gegeben hat, entbrennt der Kampf um die Macht im Land erneut.
Rebecca Gablè gelingt es wie keiner Zweiten in diesem Genre die historischen Fakten sehr detailgetreu zu recherchieren, bestehende Lücken aufgrund fehlender Überlieferung mit plausiblen Erklärungen zu füllen und damit Geschichte auf spannende mitreißende Art lebendig zu machen.
Immer wieder ertappte ich mich beim Lesen dabei wie ich interessante Dinge nachgelesen und darüber gestaunt habe, dass diese Geschehnisse wirklich den Tatsachen entsprachen.
Dass England zur damaligen Zeit in einer recht kurzen Phase so viele Könige hatte und wieder verlor, wusste ich bisher nicht.
Die Lebensverhältnisse sowohl der Adligen als auch der einfachen Menschen auf dem Land kommen dabei immer sehr authentisch rüber. Man kann sich die Gegebenheiten bildlich vorstellen und taucht von der ersten Seite an in die Geschichte ein.
Königin Emma ist hier seitens der Autorin besonders in den Fokus gerückt worden, sodass man viele Ereignisse besonders aus der Sicht dieser sehr außergewöhnlichen Frau erlebt.
Ælfric of Helmsby ist ein typischer Protagonist à la Rebecca Gablé. Er ist willensstark, hilfsbereit und absolut königstreu. Sein inniges Verhältnis zu seinem Sohn, welches immer wieder durch sehr schöne Szenen beschrieben wird, hat mein Herz gewärmt. Da ist es kein Wunder, dass auch Penda im Laufe des Romans zu einem tollen jungen Mann heranwächst, der seinen Prinzipien stets treu bleibt.
Was mich an Ælfric jedoch im Laufe der Geschichte immer mehr gestört hat, war sein zu großer Hang zu vergeben und in jedem Menschen das Gute zu sehen. Egal, ob dieser Verrat begeht oder seine Familie bedroht – das war für mich zum Schluss hin einfach nicht mehr glaubwürdig.
Auch der Zufall kam ihm im Laufe der Handlung ein bisschen zu oft zu Hilfe.
Auch in den bisherigen Romanen von Rebecca Gablé spielt der Zufall oft eine Rolle, doch im vorliegenden Fall ist es mir besonders stark aufgefallen und war mir persönlich ein paar Mal zu viel und dadurch nicht mehr authentisch.
Rebecca Gablé hat mit „Rabenthron“ historische Persönlichkeiten zum Leben erweckt. Wie sie hier beschrieben werden, könnte man sie sich tatsächlich vorstellen.
Die fiktive Handlung und die Personen blieben hingegen dahinter leider sehr stark zurück, sodass ich oft gedacht habe, dass ich lieber ein bisschen mehr von den vielen sympathischen Charakteren und ihren Lebenserfahrungen mitbekommen hätte.
Jedoch muss man wohl festhalten, dass in den nur knapp 30 Jahren, in denen der Roman spielt, einfach extrem viel Historisches passiert ist – bei einem Buch von knapp 900 Seiten kann einfach nicht alles bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sein.
Besonders gefreut habe ich mich, dass man als Leser auch in diesem Roman wieder eine gewisse Zeit in der Normandie verbringt und Einblick in das Leben des jungen William, später bekannt als der Eroberer, erhält. Damit ist der Autorin in besonders spannender Weise gelungen, einen Übergang zu den weiteren Bänden dieser Reihe zu schaffen und man hat direkt Lust, diese noch einmal zur Hand zu nehmen.
Das Nachwort und die darin enthaltenen Erläuterungen zu Fakten und Fiktion waren sehr erhellend und ich habe so manches mal gestaunt, dass die ein oder andere Tatsache nicht der Fantasie der Autorin entsprungen, sondern historisch belegt ist.
Fazit:
Mit „Rabenthron“ machen Liebhaber des historischen Romans definitiv nichts falsch. Es war mir wieder eine große Freude, in die Vergangenheit einzutauchen und dabei einiges Neues zu lernen.
Ich freue mich schon jetzt auf weitere historische Romane der Autorin.
Mit „Die Nelkentochter“ erscheint Band 3 der Blumentöchter-Reihe von Tessa Collins. Alle Bände sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Jedoch durchzieht die gesamte ...
Mit „Die Nelkentochter“ erscheint Band 3 der Blumentöchter-Reihe von Tessa Collins. Alle Bände sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Jedoch durchzieht die gesamte Reihe ein Familiengeheimnis, welches wohl erst im letzten Band enthüllt wird. Somit lohnt es sich alle Bände der Reihe zu lesen.
In diesem Band begleitet man Lali, die nach dem Tod ihrer Großmutter und wichtigen Bezugsperson Rose den Halt verliert. Sie ist sehr schüchtern und weiß nicht, in welche Richtung sich ihr Leben beruflich entwickeln soll. Auch in der Liebe ist sie mit ihren 25 Jahren noch völlig unerfahren.
Ihre Mutter hat die Familie bereits verlassen, als Lali noch klein war, was diese nie verstanden hat. Ihr Vater zeigt sich bedeckt und liefert keinerlei Erklärung. Als ein Gedichtband ihrer Mutter Isha auftaucht, welches Lali tief berührt, beschließt sie kurzerhand, sie auf Sri Lanka zu suchen.
Wie bereits in den Vorgängerbänden ist auch diese Geschichte wieder in zwei Erzählstränge unterteilt. So erfährt man neben der Suche von Lali nach ihren eigenen Wurzeln in der Gegenwart auch die sehr bedrückende Geschichte ihrer Großmutter Saliya, die im Bürgerkrieg in den 1980er Jahren auf Sri Lanka von Rebellen entführt wurde und nie mehr zu ihrer Familie zurückgekehrt ist.
Der Autorin gelingt es durch ihre angenehme bildliche Schreibweise eine sehr glaubhafte Kulisse entstehen zu lassen.
So konnte ich nicht nur in die völlig fremde Landschaft und Kultur von Sri Lanka eintauchen, sondern habe auch die brutale Zeit des Bürgerkrieges und die schwierige Gefühlslage von Saliya nachempfinden können.
Ein bisschen schwierig und wenig nachvollziehbar empfand ich jedoch die Beweggründe für den Weggang von Isha von ihrer Familie. Dass man seine Tochter einfach so hinter sich lässt ohne sich je wieder zu melden und dann von jetzt auf gleich ein ganz inniges Verhältnis hat, ist für mich nur wenig authentisch.
Zwischenzeitlich hat sich für mich die Geschichte leider auch etwas gezogen und kam daher nicht ganz an den Vorgängerband heran.
Somit war Band 3 dieser Reihe in meinen Augen wieder eine interessante Reise in eine andere Kultur und die Vergangenheit mit kleineren Schwächen und bekommt von mir 4 von 5 Sternen.
Ich freue mich jedoch jetzt schon auf Band 4 der Blumentöchter-Reihe!