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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

Faszinierende und interessante Weiterführung der Artus-Sage

The Bright Sword
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„The Bright Sword“ ist eine phantastische Geschichte, die den Leser in die Welt von König Artus, seinen Rittern und dem mittelalterlichen Britannien eintauchen lässt. Im Mittelpunkt steht hier Collum, ...




„The Bright Sword“ ist eine phantastische Geschichte, die den Leser in die Welt von König Artus, seinen Rittern und dem mittelalterlichen Britannien eintauchen lässt. Im Mittelpunkt steht hier Collum, der ein Ritter der Tafelrunde werden will. In einer gestohlenen Rüstung macht er sich auf den Weg nach Camelot. Doch er kommt zu spät. Der König ist tot und Camelot liegt in Trümmern. Um das einst prächtige Camelot vor dem völligen Zerfall zu retten, schließt sich Collum nun den verbliebenen, weniger bekannten Rittern der Tafelrunde an und begibt sich mit ihnen auf sein größtes Abenteuer.

Großmann vereint hier sehr geschickt bekannte Elemente der Saga, wie das Schwert im Stein und die Dame im See sowie das Gegensätzliche zwischen den alten Göttern und dem Christentum mit neuen Erzählsträngen, die durch die Figur Collum verbunden werden. Collum ist dabei eine so liebenswerte Hauptfigur, die an den zu bestehenden Abenteuern wächst und stetig an Charakter gewinnt. Auch die anderen Protagonisten hst der Autor mit überzeugenden Hintergrundgeschichten ausgestattet. Sie sind allesamt interessant und tiefgründig charakterisiert und besitzen Schwächen, haben Humor und lassen Gefühle zu, was der Handlung Lebendigkeit verleiht. Aber auch das magische System, der Weltenaufbau und der Schreibstil sind Pluspunkte dieser Geschichte, die dafür sorgen, dass das Buch trotz des beträchtlichen Umfanges dann doch leider viel zu schnell gelesen ist.

Fazit: Dieses Buch ist aus meiner Sicht eine faszinierende und hervorragende Weiterführung der Artus-Sage und ihrer Tafelrunde. Wer sich je gefragt hat, wie ging es weiter mit Camelot und seinen Tafelrittern, der sollte mal einen Blick in dieses Buch werfen – ich kann es empfehlen.


Veröffentlicht am 10.08.2025

Atmosphärisch und emotional

Das Geschenk des Meeres
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Die Inhaltsangabe zum Buch beschreibt sehr gut, um was es hier geht ohne zu viel zu verraten.
Die Autorin hat eine Geschichte zu Papier gebracht, die eine große Bandbreite an Gefühlen umfasst. Das Handeln ...




Die Inhaltsangabe zum Buch beschreibt sehr gut, um was es hier geht ohne zu viel zu verraten.
Die Autorin hat eine Geschichte zu Papier gebracht, die eine große Bandbreite an Gefühlen umfasst. Das Handeln der Protagonisten in der Gegenwart wird durch Rückblenden verständlich und nachvollziehbar erzählt. Die Figuren sind sehr authentisch dargestellt und die Emotionen, die hier immer wieder unvermittelt aufkeimen, sind absolut begreiflich. So beschreibt die Autorin sehr überzeugend z. B. Dorothys Gefühlswelt, die stetig zwischen Schwermut, Traurigkeit und dem Wunsch eine gute Mutter zu sein hin und her pendelt.

Lässt man sich auf diesen düsteren Roman ein, hat man hier die unterschiedlichsten Charakterstudien, die alle geprägt sind vom mühevollen Leben in einem abgelegenen schottischen Dorf im Jahre 1900 mit all seinem Aberglauben und dem schwierigen Weg Dorothys den eigenen Platz in dieser in sich geschlossenen Gemeinschaft zu finden. Schreib- und Erzählstil sind dabei leicht und aussagekräftig, denn die vielfältigen Gefühle und die Atmosphäre bekommen dadurch noch einmal mehr Gewicht.

Fazit: Tief berührende Geschichte, die ans Herz geht – empfehlenswert.


Veröffentlicht am 19.06.2025

Fesselnder Hörgenuss

Erlöser (Ein Harry-Hole-Krimi 6)
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Im sechsten Fall gilt es für Harry Hole und sein Team einen gesichtslosen Killer, der während des Balkankrieges den Spitznamen „Erlöser“ bekam, dingfest zu machen. Obwohl sie ihm dank modernster Technik ...



Im sechsten Fall gilt es für Harry Hole und sein Team einen gesichtslosen Killer, der während des Balkankrieges den Spitznamen „Erlöser“ bekam, dingfest zu machen. Obwohl sie ihm dank modernster Technik alsbald auf die Spur kommen, bleibt er aber verschwunden.

Alles könnte so gut laufen, schließlich ist Harry ja mit seiner noch frischen Liebe Rakel und dessen Sohn glücklich und auch im Team ist Ruhe eingekehrt, da steht schon das nächste Unheil in Person Gunnar Hagen in der Tür. Dieser stellt erst einmal klar wer der Chef ist und bringt so die Harmonie der Gruppe gehörig durcheinander. Und wäre das nicht schon belastend genug ist auch Rakel mit Sohn plötzlich verschwunden. Es läuft mal wieder nichts rund und Harry muss neben den beruflichen auch noch die privaten Probleme in den Griff bekommen.

Auch im neuen Harry-Hole bleibt Jo Nesbo seinem guten Erzählstil treu. Was wie immer gemächlich beginnt nimmt ab der Hälfte Fahrt auf. Dank gekonnter Winkelzüge schafft er es immer wieder für Spannung zu sorgen und den Hörer eins ums andere Mal in die Irre zu führen.

Mich konnte auch der 6. Fall für Harry Hole wieder gut unterhalten deshalb empfehle ich ihn gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.


Veröffentlicht am 19.06.2025

Kunst+Geschichte+Politik=packender Krimi

Die Victoria Verschwörung
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Dr. Lennard Lomberg ermittelt hier schon in seinem dritten Fall. Bildeten im ersten Band die Raubzüge im besetzen Frankreich den Aufhänger, war es im zweiten Band die widerrechtliche Aneignung eines ...




Dr. Lennard Lomberg ermittelt hier schon in seinem dritten Fall. Bildeten im ersten Band die Raubzüge im besetzen Frankreich den Aufhänger, war es im zweiten Band die widerrechtliche Aneignung eines Kunstwerkes aus Spanien zur Zeit der Franco-Diktatur. Diesmal wird Lennard Lombergs Wissen als Kunstsachverständiger in Sachen Beutekunst in London benötigt. Hier soll er nachweisen, ob es sich bei dem Gemälde „Victoria 1845“ um das Original oder eine Fälschung handelt.

Innerhalb dreier Handlungsebenen, der deutschen Besatzungszeit in Paris, den 1950er Jahren, als Queen Elizabeth Deutschland besuchte und dem Jahr 2016, lässt der Autor seine Geschichte lebendig werden. Lennard Lomberg kann für alle drei Zeitebenen Zusammenhänge zum Gemälde finden und stellt Querverbindungen auf, die so einiges zu Tage fördern. Wieder als aktive Unterstützungen bei seinen Recherchen dabei sind auch diesmal seine Tochter Julie, die Kriminalrätin Sina Röhm und sein Freund Sir Peter Barrington, was somit den Bogen zu den Vorgängerbänden spannt, die man aber deshalb nicht zwingend gelesen haben muss. Ob Lennard Lomberg das Rätsel um das Gemälde lüften kann und wenn ja wie und was er herausfindet, das wird hier packend und mit vielen interessanten geschichtlichen und kunsthistorischen Hintergrundinformationen erzählt.

Leser, die mal einen eher untypischen Krimi, da an Stelle der Leichen hier die Kunst im Fokus steht, entdecken wollen, sind hier genau richtig.


Veröffentlicht am 19.06.2025

Drachen-Fantasy mit interessantem Plot

Die Sprache der Drachen
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Die Inhaltsangabe zum Buch beschreibt sehr gut, um was es hier geht ohne zu viel zu verraten.

Die Geschichte ist eine aus meiner Sicht gelungene Mischung aus Fantasy = Drachen, Wissenschaft = Linguistik ...



Die Inhaltsangabe zum Buch beschreibt sehr gut, um was es hier geht ohne zu viel zu verraten.

Die Geschichte ist eine aus meiner Sicht gelungene Mischung aus Fantasy = Drachen, Wissenschaft = Linguistik und ein wenig Historie, beachtet man, an welch geschichtsträchtigem Ort Viviens Abenteuer angesiedelt ist. In Bletchley Park wurde im 2. Weltkrieg Verschlüsseltes aus Deutschland dechiffriert, und ist somit ein wirklich interessantes Setting, das einen gekonnten Handlungsbogen zwischen Realem und Fiktivem spannt und für mich diese Geschichte gleich noch ein wenig interessanter machte.

Das Worldbuildung mit seinen unterschiedlichen Klassen, der korrupten Regierung, den politischen Intrigen und den Beziehungen zwischen Menschen und Drachen mit ihren verschiedenen Sprachen, die entschlüsselt werden sollen, geben hier einen fesselnden Rahmen. Die Hauptfigur Vivien, mit all ihrem Willen das Richtige zu tun, aber auch mit all ihren Zweifeln eventuell doch falsch zu handeln, macht sie glaubwürdig und lässt sie im weiteren Verlauf an ihrem Handeln erstarken. Auch die anderen auftretenden Figuren sind nicht frei von Fehlern, und wirken deshalb ebenfalls glaubwürdig in ihrem jeweiligen Part.

Auch wenn der Mittelteil ein paar Längen hat, war dieser erste Teil ein lebhaft erzählter und leicht zu lesender Serienbeginn, der neben all den fantastischen Aspekten auch eine sich anbahnende, aber nicht vordergründige Romanze beinhaltet und letztlich in ein temporeiches (Cliffhanger-)Finale mündet.

Fazit: „Die Sprache der Drachen“ ist ein unterhaltsames Buch mit einem ungewöhnlichen Plot, der junge und junggebliebene Leser und Leserinnen gleichermaßen in seinen Bann ziehen wird.