Profilbild von Jasebou

Jasebou

Lesejury Star
offline

Jasebou ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jasebou über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

Temporeich, düster und voller falscher Fährten

Not Quite Dead Yet
0

„Not Quite Dead Yet“ hat mich von der ersten Seite gepackt und nicht mehr losgelassen. Der Kniff, dass Jet nur noch 7 Tage zu leben hat, gibt der Geschichte ein gnadenlos schnelles Tempo – hier gibt es ...

„Not Quite Dead Yet“ hat mich von der ersten Seite gepackt und nicht mehr losgelassen. Der Kniff, dass Jet nur noch 7 Tage zu leben hat, gibt der Geschichte ein gnadenlos schnelles Tempo – hier gibt es keinen Platz für unnötiges „Bla bla“. Jede Szene zählt, jede Enthüllung treibt den Countdown voran und der Zeitdruck ist beim Lesen regelrecht spürbar.

Die Figuren sind herrlich vielschichtig – undurchsichtig genug, dass man wirklich jeden irgendwann verdächtigt. Jets Familie? Zum Großteil unsympathisch und kaum einzuschätzen. Freunde, Bekannte, Nebenfiguren – alle scheinen Geheimnisse zu haben und Holly Jackson versteht es meisterhaft, Zweifel zu säen.

Jet selbst ist keine typische Sympathieträgerin – und genau das mochte ich so an ihr. Ihr schwarzer Humor, ihre bissigen Kommentare und ihre schonungslose Ehrlichkeit haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Gleichzeitig ist es berührend zu sehen, wie sie in dieser kurzen Zeit aufblüht, echte Bindungen erlebt und das Leben auf eine Weise kennenlernt, die ihr vorher fremd war.

Und dann ist da Billie – das Herzstück der Geschichte. Die stillen, warmen Momente zwischen ihm und Jet waren für mich genauso fesselnd wie die spannungsgeladenen Szenen. Billie bringt Ruhe in Jets Chaos, während sie ihn gleichzeitig aus seiner Komfortzone zieht. Diese Dynamik hat mich oft sehr berührt.

Der Plot ist voll von Wendungen, Enthüllungen und verwobenen Geheimnissen. Auch wenn ich gegen Ende den richtigen Riecher hatte und die richtige Person sogar vor Jet verdächtigte, hat das der Spannung keinen Abbruch getan. Im Gegenteil - es war faszinierend, mitzuerleben, wie sich die Puzzleteile zusammenfügten, ohne dass alles sofort durchschaubar wurde. Das Ende war dabei absolut passend zum gesamten Fall – ein echter Full-Circle-Moment, der die Geschichte auf eine stimmige und befriedigende Weise abschließt.

Fazit: Rasantes Tempo, brillantes Figurenensemble, düsterer Humor und ein Plot, der einen bis zur letzten Seite fesselt. Dazu kommt Holly Jacksons einzigartiger, packender Schreibstil und ihr unglaubliches Talent, Thriller zu erschaffen, die einen komplett in den Bann ziehen. Genau deshalb gehört sie für mich zu den wenigen Auto-Buy-Autorinnen – ich kaufe jedes ihrer Bücher blind, ohne auch nur den Klappentext zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2025

Ein fesselndes Fantasy-Highlight!

Children of Blood and Bone
0

Children of Blood and Bone hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Spannung war von Beginn an hoch, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders beeindruckend ...

Children of Blood and Bone hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Spannung war von Beginn an hoch, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders beeindruckend war das Magiesystem, das mit seinem afrikanischen Hintergrund und der Mythologie eine erfrischend neue Perspektive in die Fantasywelt gebracht hat.

Der Einstieg in die Geschichte war genau nach meinem Geschmack – man wird direkt ins kalte Wasser geworfen, ohne lange Erklärungen. Dieser Stil hat die Dynamik und Intensität der Geschichte perfekt unterstrichen. Auch die Charakterentwicklung hat mir sehr gefallen, besonders bei Zélie und Amari. Während Zélie von Anfang an eine unglaublich mutige und willensstarke Protagonistin war, hat sich Amari über die Zeit zur wahren Kämpferin entwickelt. Ihre Wandlung war für mich das absolute Highlight des Buches!

Allerdings gab es ein paar Punkte, die mir nicht so zugesagt haben. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen – sie wirkte für mich eher gezwungen und nicht wirklich nachvollziehbar. Tzain fand ich als Bruder furchtbar, da er gesellschaftlich privilegiert war und dennoch Zélie für alles verantwortlich machte, was schiefging. Besonders enttäuscht hat mich die Charakterentwicklung von Inan, die kaum vorhanden war – er machte einen Schritt nach vorne und dann direkt wieder zwei zurück. Generell hätte ich auf die männlichen Charaktere verzichten können. Zélie und Amari waren die wahren Heldinnen der Geschichte und haben bewiesen, dass sie keine Männer brauchen, um ihren Weg zu gehen.

Besonders hervorzuheben ist das Ende: Der König war ein rücksichtsloser und perfekter Bösewicht, was ihn umso glaubwürdiger machte. Der Twist am Schluss war großartig und hat mich vollkommen überrascht. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Zélie und Amari, ihre Annäherung und das Überwinden ihrer Konflikte, war unglaublich emotional und stark. Schließlich hinterlässt das Buch eine kraftvolle Message über Hass und Angst, die tief unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt.

Fazit:
Children of Blood and Bone ist ein fesselndes Fantasy-Highlight mit einer einzigartigen Welt, einem starken Magiesystem und herausragenden Heldinnen. Die Charakterentwicklung von Zélie und Amari war besonders stark, während die Liebesgeschichte und einige der männlichen Charaktere mich nicht überzeugen konnten. Dennoch bleibt das Buch durch seine Spannung, seine emotionale Tiefe und seine gesellschaftlich relevante Botschaft absolut lesenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2024

Einfach nur wunderbar

Imogen, Obviously
0

Von Becky Albertalli habe ich bis jetzt alle Bücher gelesen und auch alle geliebt. Die Autorin schafft es einfach bis jetzt immer tolle Charaktere zu erschaffen, welche eine wunderbare Geschichte erzählen. ...

Von Becky Albertalli habe ich bis jetzt alle Bücher gelesen und auch alle geliebt. Die Autorin schafft es einfach bis jetzt immer tolle Charaktere zu erschaffen, welche eine wunderbare Geschichte erzählen. Ich habe mich dementsprechend schon seit Bekanntgabe des englischen ET auf eine mögliche Übersetzung von "Imogen, obviously" gefreut und umso mehr als der deutsche ET publik wurde.

In dem Buch geht es um Imogen, welche laut ihrer eigenen Aussage der größte Ally ist. Ihre besten Freundinnen und auch ihre Schwester sind geoutete queere Personen, dementsprechend weiß sie genau wie man sich als Hetero Cis Person benehmen und handeln sollte. Nachdem Lilly, eine von Imogens besten Freundinnen aufs College geht und Imogen sie besucht, erzählt Lilly ihr, dass sie ihrer neuen queeren Clique gesagt hat, dass sie früher eine Beziehung miteinander hatten. Das alles führt dazu das sich Imogen auf eine Reise begibt, in der sie sich selbst neu kennenlernt.

Ich habe mich innerhalb der ersten paar Seiten Hals über Kopf in Imogen verliebt. Die Autorin hat es direkt geschafft eine weibliche Protagonistin zu erschaffen, welche so sympathisch und liebenswert war, dass mir gar nichts anderes übrig blieb als Imogen ins Herz zu schließen. Die Gedankengänge von Imogen waren so ungefiltert, chaotisch und liebenswert, sodass ich direkt das Gefühl hatte sie wirklich zu kennen. Wie viele Gedanken sie sich macht über ihre Taten und Aussagen, die sie äußert, haben gezeigt, wie unsicher sie ist und was für eine wunderbare Person sie dazu auch ist.

Lilly fand ich war auch eine fantastische beste Freundin, ich habe relativ schnell gemerkt, dass Lilly Imogen wirklich kennt. Ihre People Pleaser Art, immer einzustecken und sich nach den anderen zu richten. Lilly hat immer wieder angemerkt und versucht Imogen dazu zu bringen ihre Meinung zu äußern und nicht nur nachzugeben. Mit Gretchen hatte ich jedoch so meine Schwierigkeiten und ich glaube dies war auch beabsichtigt von Becky Albertalli. Gretchen hatte ihre lustigen Momente, aber dennoch kam immer ein spezieller Vibe mit, wenn Imogen über sie nachgedacht oder geredet hatte.

Auf jeden Fall ist anzumerken, dass es der Autorin auch in diesem Buch meisterhaft gelungen ist so wunderbare und tolle Charaktere zu erschaffen. Die Reise der Selbstfindung auf welcher Imogen sich befand war so zart und einfühlsam beschrieben, genauso wie ihre Schwierigkeiten und Gedanken. Ich fands super, dass das Drama, welches sich von Beginn an abzeichnete, gar nicht groß ausgeschlachtet wurde. Es wurde darüber geredet und danach war das ganze Thema auch gegessen. Genau das liebe ich an Geschichten, wenn Charaktere miteinander kommunizieren und auch verzeihen. Das Ganze gibt dem ganzen etwas so Realistisches mit.

Alles in allem kann ich sagen, dass es Becky Albertalli wieder geschafft hat mich zu verzaubern. Die Geschichte war unfassbar süß, witzig und ausgestattet mit Charakteren, welche einfach nur liebenswert waren. Ich kann das Buch wirklich nur jedem ans Herz legen.

Fazit:
Ein weiteres Buch von Becky Albertalli was mich überzeugt hat. Es gab viele großartige süße Momente in der Geschichte, wo ich einfach nur quietschen wollte vor Freude, genauso wie es auch ernste Themen gab. Alles einfühlsam und zart beschrieben von er Autorin. Absolut empfehlenswert und ich freu mich schon auf Nachschub.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2024

Ein starker Reihenauftakt

Trial of the Sun Queen
0

Der Klappentext klang ganz nach meinem Geschmack und hat mich neugierig gemacht. Lor klang nach einer starken Protagonistin, die um ihre Freiheit kämpfen muss und generell klang es nach einem düsteren ...

Der Klappentext klang ganz nach meinem Geschmack und hat mich neugierig gemacht. Lor klang nach einer starken Protagonistin, die um ihre Freiheit kämpfen muss und generell klang es nach einem düsteren Setting. Auch die Tropes haben mich angesprochen, u.a. Morally grey characters, slow burn und revenge. Ich kann euch sagen, mit meiner ersten Einschätzung lag ich auch absolut richtig.

Zuallererst muss ich den Schreibstil der Autorin loben, dieser hat es mir ermöglicht das sich das Buch leicht und flüssig lesen ließ und ich fand auch schnell in die Geschichte rein. Relativ schnell hatte ich das Gefühl das diese eine Mischung aus "die Tribute von Panem", "Selection" und "das Reich der sieben Höfe" ist. Es ist eine wilde Mischung, dennoch hat die Autorin es geschafft, sich von den Vibes zwar diesen beliebten Büchern anzunähern, jedoch eine Distanz zu halten, welche es mir ermöglicht hat keine Vergleiche zu ziehen. Meiner Meinung nach muss man das Rad nicht neu erfinden und Nisha J. Tuli hat es ausgesprochen gut gemeistert.

Das Buch war für mich ein aufregendes und fesselndes Abenteuer, das mich als Leser in eine Welt voller Magie und Intrigen entführt hat. Von Beginn an fand ich es spannend, wir befinden uns mit Lor im Gefängnis und können das Elend, welches sie da erlebt direkt mitbekommen. Wie sie leidet, welchen Schmerz und Horror sie da erfahren musste nur um zu überleben und ihre Familie zu beschützen, hat mich sehr mitgenommen.

Auch was im weiteren Verlauf passiert und auf was für einer gefährlichen Reise sie sich begibt, zeigt wie stark ihr Wille und ihr Charakter ist und genau das liebe ich. Ich bin ein großer Fan von starken Protagonistinnen und dies hat Lor immer wieder auf neue gezeigt. Sie merkt schnell, dass sie als Tribut noch härter kämpfen muss als ihre Konkurrentinnen, wie schon den Rest ihres Lebens. Während Lor die Prüfungen meistert, hatte ich die ganze Zeit schon das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Ich habe als Leserin angefangen alles und jedem zu Misstrauen und auch Lor fing langsam an, die Prüfungen als das zu erkennen, was sie sind: Eine Quälerei.

Die zweite Sichtweise, welche von Nadir stammt, verdeutlicht das er eine größere Roll einnehmen wird. In diesem Teil konnte ich als Leserin schon einen ersten Eindruck von ihm bekommen und was für eine Art Mann er ist. Trotz das er brutal und kühl wirkt, habe ich ihn sympathisch gefunden und ich freu mich auf weitere Hintergrundinformationen über ihn und wie er sich in die weitere Geschichte einfinden wird.

Das Ende empfand ich als unfassbar spannend. Der Nebel der Intrigen hat sich etwas gelüftet und ich konnte erkennen was für eine Rolle Lor hier einnimmt. Ich bin sehr gespannt, wie die Charaktere und die Handlung sich in den nächsten Bänden weiterentwickelt. Denn ich bin mir sicher, dass Band eins nur an der Oberfläche gekratzt hat und mich als Leser noch so einiges erwartet.

Fazit:
Für mich war es ein starker Reihenauftakt, welcher das Rad nicht neu erfindet aber dennoch sehr viel Spaß bereitet und spannend ist. Ich freu mich auf die Folgebände.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2024

Eine mitreißende Lektüre

The Soulmate Equation – Sie glaubt an die Macht der Zahlen, bis er ihr Ergebnis ist
0

Zu Christina Lauren habe ich letztes Jahr das erste Mal gegriffen, das Buch "The Unhoneymooners" konnte mich gut unterhalten und ich war direkt Fan von dem lockeren Schreibstil und dem Humor von dem Autorinnen ...

Zu Christina Lauren habe ich letztes Jahr das erste Mal gegriffen, das Buch "The Unhoneymooners" konnte mich gut unterhalten und ich war direkt Fan von dem lockeren Schreibstil und dem Humor von dem Autorinnen Duo. Aus diesen Gründen war ich sehr gespannt auf die neue Geschichte "The Soulmate Equation", ganz besonders da es hier um eine Frau geht, welche in der Wissenschaft arbeitet. Für mich ein Themenbereich, der mich persönlich tangiert und wo ich großes Interesse für hab.

Es geht um Jess, welche der Liebe nach der Geburt ihrer Tochter abgeschworen hat, deshalb überredet ihre beste Freundin sie dazu sich bei einer neuen Dating-Agentur anzumelden. GeneticAlly behauptet die genetisch passenden Partner zu finden, was Jess mit ihrer analytischen Ader skeptisch sieht. Besonders als dann bekannt wird, wer ihr Seelenverwandter sein soll: Dr. River Peña, einer der Mitgründer von GeneticAlly, glaubt Jess das das Experiment gescheitert ist.

Jess war für mich eine tolle Protagonistin, mit der ich mich direkt verbunden fühlte. Sie befindet sich während der Geschichte auf einem Selbstfindungspfad, den ich sehr gut nachvollziehen konnte. Zum einen muss sie stark sein, wegen ihrer Tochter und ihren Eltern, doch auf der anderen Seite ist sie auch eine sehr verletzliche Person. Diese Seite lernt jedoch nicht jeder kennen, doch River erkennt den wahren Kern von Jess. Deshalb mochte ich ihn auch so gerne. Er ist ein sehr ehrlicher Love Interest, der weiß wir man mit Jess kommunizieren muss und sich auch nicht von ihrer harten Schale abschrecken lässt.

Das ganze Genetik Thema fand ich unfassbar interessant, es nahm aber nicht überhand an, sodass der Fokus weiterhin auf der Liebesgeschichte liegt mit all den Emotionen. Die Geschichte fand ich sowohl humorvoll als auch herzergreifend. Die Autorinnen haben gekonnt die Höhen und Tiefen der Beziehung zwischen River und Jess einfangen können und haben mit ihrem Roman gezeigt, dass wahre Verbindungen oft jenseits von Algorithmen und Berechnungen gefunden werden.

Fazit:
Insgesamt ist "The Soulmate Equation" eine mitreißende Lektüre, die mein Herz erwärmt hat. Christina Lauren beweisen erneut ihr Talent für emotionale und humorvolle Geschichten und machen dieses Buch zu einem wunderbaren Leseerlebnis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere