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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

nichts ist wie es scheint, spannend gemacht

Todeskälte
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Sheriff James Cohen steht vor dem privaten Ruin. Sein demenzkranker Vater hat einen Brand im Pflegeheim zu verantworten. Nun hat dieser keinen Heimplatz mehr und wohnt bei James, was einer tickenden Zeitbombe ...

Sheriff James Cohen steht vor dem privaten Ruin. Sein demenzkranker Vater hat einen Brand im Pflegeheim zu verantworten. Nun hat dieser keinen Heimplatz mehr und wohnt bei James, was einer tickenden Zeitbombe gleichkommt, da der Vater keine Minute mehr alleingelassen werden kann. Dann sind da auch noch die Schadensersatzansprüche gegen seinen Vater, für die James aufkommen muss.
Doch das muss erst einmal zurückstehen. Wichtiger ist es, den entführten Lucas lebend aus den Händen des Serientäters zu befreien.
Nach etwa 1/3 des Buchs, bei dessen Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, warum hat der Autor gleich zu Anfang den Täter bekanntgegeben. Wo bleibt da die Spannung? Doch dann kommt die Kehrtwende. Nichts ist so wie von mir vermutet. Lucas ist ein Außenseiter in der Schule, gemobbt, nicht dazugehörend. Mir hat er echt leidgetan. Doch auch er hat seine dunklen Geheimnisse. So weitet sich dieser spannende Thriller von der Suche nach einem entführten Jugendlichen über die Suche nach weiteren Opfern des Serientäters aus. Ausweglosigkeit, Gut und Böse verflechten sich mit Überlebenswillen und Rache. Eine unwahrscheinlich spannende Mischung, die mich wunderbar unterhalten hat. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

interessante Charaktere bringen die Spannung

Schattengrünes Tal
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In Herzogbrunn, einem Dorf im Schwarzwald, führt Carl Scherf mehr schlecht als recht das Hotel „Zum alten Forsthaus“. Hätte er nicht Margret Runge, die er stilvoll Hausdame nennt, seine Tochter Lisa, die ...

In Herzogbrunn, einem Dorf im Schwarzwald, führt Carl Scherf mehr schlecht als recht das Hotel „Zum alten Forsthaus“. Hätte er nicht Margret Runge, die er stilvoll Hausdame nennt, seine Tochter Lisa, die ihm die Buchhaltung macht sowie seine treuen Stammkunden, hätte er schon längst schließen müssen. Zudem weist er alle Renovierungs- und Modernisierungsvorschläge seiner Tochter weit von sich. Alles im Hotel ist noch, wie vor Jahrzehnten, moderner Komfort Fehlanzeige.
Doch dann taucht plötzlich Daniela Arnold auf, besteht auf einem Zimmer im alten Forsthaus und mit ihr kommt Fahrt in die Geschichte. Nett und doch irgendwie auch aufdringlich wirkte sie auf mich. Nicht nur Lisa, auch ihre Freundin Johanna empfinden es so. Wo Hilfe nötig ist, Daniela ist schon da. Fast wie beim Märchen Hase und Igel. Mir stellte sich immer die Frage, was sie damit bezweckt. Zunehmend stellt Lisa auch Ungereimtheiten in Danielas Aussagen fest. Ich fand es sehr spannend entwickelt und habe mich sehr kurzweilig dabei unterhalten gefühlt. Denn nicht nur Daniela ist eine sehr interessante Figur, sondern auch Lisa, die immer zwischen ihren beruflichen Interessen und Aufstiegschancen in der örtlichen Touristeninformation und der Pflicht ihren Vater zu unterstützen abwägen muss. Zerteilen kann sie sich schließlich nicht. Dem Vater sieht ihre Hilfe als selbstverständlich an und nie erhält sie ein Dankeswort dafür von ihm. Er sieht ihren kleinen Bruder Felix als Hotelnachfolger. Dabei will Felix nichts weniger als Hotelier werden. Lisa hat mir oft leidgetan. Die Figuren im Roman, die Handlung, das hat in meinen Augen alles gepasst und darum gibt’s von mir 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

was für ein Verwirrspiel, toll gemacht

Himmelerdenblau
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Der 7. September 2003 bringt ein einschneidendes Ereignis in die Familie Novak. In dieser Nacht vor 20 Jahren verschwand ihre Tochter Julie. Bis heute gibt es keine Spur was in dieser Nacht passiert ist. ...

Der 7. September 2003 bringt ein einschneidendes Ereignis in die Familie Novak. In dieser Nacht vor 20 Jahren verschwand ihre Tochter Julie. Bis heute gibt es keine Spur was in dieser Nacht passiert ist. Die True-Crime-Podcaster Liv und Phil nehmen den Jahrestag von Julies Verschwinden zum Anlass, diesen Fall nochmals an die Öffentlichkeit zu bringen. Eine Entscheidung, die nicht nur die Follower-Zahlen weiter pushen soll, vielleicht ergeben sich ja auch neue Spuren und Ansätze für weitere Ermittlungen. Als erstes will Liv den Vater, Theo Novak, interviewen. Nicht so einfach, denn er leidet seit einiger Zeit an Demenz. In meinen Augen hat Romy Hausmann die kognitiven Einschränkungen von Prof. Dr. Theo Novak sehr gut zum Ausdruck gebracht. Fehlende Worte werden von ihm mit Dings ersetzt, Wortneufindungen fließen in seine Sätze und Gedanken ein. Vergangenes verbindet sich fließend mit der Gegenwart. Das wiederum drückt die Autorin dadurch aus, dass in einigen Abschnitten alles nur noch kleingeschrieben wird. Theo, der ehemalige Chef der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Charité, verliert immer mehr Teile seiner Persönlichkeit. Zu Liv scheint er Vertrauen gefasst zu haben. Nur ist es für Liv schwierig bei seinen krankheitsbedingten Aussetzern und wirklich fundierten Erinnerungen zu unterscheiden.
Aber es gibt noch weitere zwielichtige und Spannung bringende Figuren in diesen Thriller. Wie zum Beispiel den Ex-Freund von Julie, Daniel Wagner. Seine Verhaltensweisen haben mich auch zum Grübeln gebracht.
Auf jeden Fall kann ich eines sagen: mit zunehmenden Lesefortschritt hat es die Autorin geschafft mich immer mehr zu verwirren. Da habe ich mich, was den Kopf betrifft, fast wie Theo Novak gefühlt. Toll gemacht, so spannend und voller unerwarteter Überraschungen. Ein toller Thriller, der die 5 Lese-Sterne absolut verdient hat.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Netzwerk der Macht – super spannend

Das geheime Zeichen
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Evelyn Holm von der Freiburger Kripo ermittelt im Fall, bei dem der Mord an einer Frau aufgeklärt werden muss. Ihre Leiche war Jahrzehnte in einer Mauer im Keller einer Villa eingemauert und was Evelyn ...

Evelyn Holm von der Freiburger Kripo ermittelt im Fall, bei dem der Mord an einer Frau aufgeklärt werden muss. Ihre Leiche war Jahrzehnte in einer Mauer im Keller einer Villa eingemauert und was Evelyn entsetzt ist, dass die Tote eine Kette mit Anhänger trägt, deren Gravur ihr nur allzu bekannt vorkommt…
So gibt es in diesem Thriller zwei Zeitebenen, einmal die aktuelle Ermittlung und dann die Rückblenden auf das, was vor 30 Jahren geschah. Überlagert wird das Ganze von Evelyns Erinnerungen an die Zeit vor 30 Jahren und ihre ungeklärten Fragen, was ihr Vater damit zu tun hat. Denn in der Nacht als ihre Eltern starben, hatte der Täter genau solch ein Symbol eintätowiert wie an der Kette der Toten. Was Evelyn bei ihrer Recherche erfährt ist so unglaublich spannend von der Autorin geschildert, dass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.
Ein Netzwerk des Grauens, des Machtmissbrauchs und der Manipulation hat die Autorin hier im Buch beschrieben, das einfach unglaublich ist. Trotzdem hatte ich beim Lesen niemals das Gefühl, dass es so etwas nicht wirklich geben könnte. Einfach wunderbar gemacht.
Darum gibt’s von mir auch 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

kann ich zu 100% empfehlen

Wer ins Licht treten will
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Auch dieser 2. Band um die so engagierte wie empathische junge Dr. Renate Schwarz hat mich wieder wunderbar unterhalten.
Die Autorin zeigt in diesem Buch, wie die Frauen im Jahr 1959 noch immer unter ...

Auch dieser 2. Band um die so engagierte wie empathische junge Dr. Renate Schwarz hat mich wieder wunderbar unterhalten.
Die Autorin zeigt in diesem Buch, wie die Frauen im Jahr 1959 noch immer unter der Männerherrschaft in ihrem beruflichen als auch im häuslichen Bereich eingeschränkt und ungerecht behandelt werden. Das gelingt ihr in meinen Augen ganz wunderbar.
Zum Glück ist Renate nun in der psychiatrischen Frauenstation unter der Leitung von Oberarzt Dr. Walter ist sie für die Aufnahme neuer Patientinnen und deren Behandlung zuständig. Zum Glück vertritt Dr. Walter die Ansichten der modernen Psychiatrie und erkennt, ungeachtet des Geschlechts, Renates Leistungen an.
Aber auch privat gibt es einige Unwägbarkeiten zu bewältigen. Renates Verlobter, Matthias Studt, gefeierter Fußball-Star des HSV mit großen Plänen für die Fußball-WM, fällt in ein tiefes seelisches Loch, als nach einer Knieverletzung feststeht, dass er den Fußballsport nicht mehr ausüben kann. Denn außer Fußball hatte er keine weiteren Zukunftspläne. Wie es Renate gelingt, sicher auch aufgrund ihrer beruflichen Kompetenz und ein bisschen auch dem Glück geschuldet. Denn eine neu eingewiesene Patientin hat auf das Thema Umweltverschmutzung mit recht drastischen Mitteln aufmerksam macht. Ein Thema, das bisher niemand für wichtig erachtet hat und für das sich Matthias nun begeistert.
Der Besuch aus Amerika, insbesondere Tante Goldie, hat mich zum Schmunzeln gebracht. Diese Frau, fast möchte man Zicke sagen, scheint mir ihren Beruf als Schauspielerin, auch in der Familie einzubringen. Genau wie mir stellte sich Renate die Frage, was sie mit ihrer Kratzbürstigkeit und ihrer ewig niederschmetternden Kritik an den Familienmitgliedern erreichen will. Bei Renates Bemühungen dahinter zu kommen, merkte man beim Lesen das berufliche Fachwissen der Autorin sehr gut, ohne den Leser mit Fachbegriffen zu erschlagen.
In meinen Augen ist das eine gelungene Fortsetzung, die im Buch auch neue Themen wie Umweltschutz, Homosexualität, Gewalt in der Ehe und Chancengleichheit für Frauen aufzeigt. Das Ganze mit den liebevoll beschriebenen Figuren der Familien Schwarz und Studt verbunden, macht diesen Roman zum Lesevergnügen. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung.

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