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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2025

Intressant

The Last One - Schicksalsberührt (Band 1)
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Das Buch „The Last One – Schicksalsberührt“ von Rachel Howzell hat ein ansprechendes Cover, das mit dem Nachtfalter symbolisch die düstere und mysteriöse Atmosphäre der Geschichte einfängt. Die Protagonistin ...

Das Buch „The Last One – Schicksalsberührt“ von Rachel Howzell hat ein ansprechendes Cover, das mit dem Nachtfalter symbolisch die düstere und mysteriöse Atmosphäre der Geschichte einfängt. Die Protagonistin Kai erwacht unter dramatischen Umständen: ohne Erinnerungen, halb nackt und beraubt. Nach und nach kehren ihre Erinnerungen zurück, während sie sich auf eine Reise begibt, die sie mit Olivia und Jadon teilen wird – beiden Charakteren, die ihr in dieser ungewissen Zeit beistehen.

Der Anfang des Buches ist kraftvoll und packend, doch leider flacht die Spannung schnell ab. Die Handlung zieht sich und wirkt über längere Zeiträume hinweg ereignislos, was stellenweise den Lesefluss hemmt. Trotz dieser Längen gibt es einige unerwartete Wendungen, die dem Leser zeigen, dass die Geschichte noch Überraschungen bereithält. Insbesondere das Ende hat mich überrascht, weshalb ich nun gespannt auf die Fortsetzung warte.

Der Schreibstil von Howzell ist ansprechend, jedoch gelang es mir nicht, vollständig in die Geschichte einzutauchen, was dazu führte, dass ich nur langsam vorankam. Dennoch haben mir die Plottwists gefallen, und ich schätze die Entwicklung von Kai, die ihren Weg inmitten von Unsicherheiten und Herausforderungen findet. Alles in allem ist es ein vielversprechender Auftakt, der auf das, was noch kommen mag, neugierig macht.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Glaskunst

Das Geheimnis der Glasmacherin
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Das Buch „Das Geheimnis der Glasmacherin“ ist von Tracy Chevalier geschrieben. Es ist ein historisches Buch welches den Leser in die Glas Manufaktur und die Geschichte von Murano eintauchen lässt.
Ich ...

Das Buch „Das Geheimnis der Glasmacherin“ ist von Tracy Chevalier geschrieben. Es ist ein historisches Buch welches den Leser in die Glas Manufaktur und die Geschichte von Murano eintauchen lässt.
Ich finde, dass das Cover sehr schön gestaltet ist. Man bekommt gleich einen Einblick in die Stadt Murano.
Während des Buches gibt es mehrere Zeitsprünge, insgesamt umfassen die Zeitsprünge über 500 Jahre. Ich hatte zum Teil Schwierigkeiten mich in eine neue Zeit Episode einzulassen. Die Handlung des Buches übermittelt einen guter Eindruck in die Glasherstellung und die sozialen Veränderungen, die die Familie Rosso und ihre Umgebung beeinflussen.
Am Anfang des Buches wird die Glasmacher Rosso Familie vorgestellt. Als der Vater während der Arbeit plötzlich verstirbt müssen seine Söhne den Betrieb am laufen lassen. Leider klappt dieses nicht so wie es soll. Die Schwester Orsola der Glasmacher Brüder Rosso soll sich einen Rat von der Glasmacherin aus dem Dorf holen. Dort wird ihr gezeigt, wie sie Glasperlen herstellt kann um diese auch zu verkaufen. In schwierigen Phasen des Betriebes schafft sie es durch die Perlen ihre Familie zu ernähren.
Es ist sehr interessant, wie die Technologie der Zeit sich verändert und wie Krankheiten, Niederschläge, Krieg und ein Generationen Wechsel einen Betrieb verändern können.
Eine Leseempfehlung für Menschen die an der historischen Geschichte der Glasmacher und Venedig interessiert ist.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Schöne Sprache, schwieriger Weg

Die Enthusiasten
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Dieser Roman hat bei mir sehr gemischte Gefühle hinterlassen. Einerseits war ich positiv überrascht von der blumigen, farbenfrohen Sprache. Manche Beschreibungen lesen sich fast wie kleine Gemälde, und ...

Dieser Roman hat bei mir sehr gemischte Gefühle hinterlassen. Einerseits war ich positiv überrascht von der blumigen, farbenfrohen Sprache. Manche Beschreibungen lesen sich fast wie kleine Gemälde, und einzelne Formulierungen oder Wortneuschöpfungen haben mich wirklich begeistert. Sprachlich ist das Buch definitiv etwas Besonderes und hebt sich von vielem ab, was man sonst so liest.
Auch die Grundidee fand ich spannend: Drei Geschwister mit sehr unterschiedlichen Leidenschaften, erzählt aus der Sicht des jüngsten Sohnes, und die Suche nach einem verschollenen Buch eines verstorbenen Autors. Der Einstieg mit der Fahrt in ein kleines englisches Dorf wirkt ruhig und vielversprechend.
Gleichzeitig hatte ich aber immer wieder Probleme mit der Umsetzung. Das ständige Abschweifen in teils sehr überdrehte Fantasien war mir auf Dauer zu viel. Es gab schöne, interessante Passagen aber auch längere Strecken, die sich für mich gezogen haben und in denen ich mich regelrecht zum Weiterlesen motivieren musste.
Das Ende hat mich zunächst irritiert. Im Nachhinein konnte ich die Idee dahinter nachvollziehen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Intressant

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich
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Das Buch „Ihr habt es gut, ihr habt ja mich – Die Online-Omi lässt sich wählen“ stammt von Renate Bergmann. Es ist das erste Buch der Reihe, und ich bin ganz gut damit zurechtgekommen.

Die Geschichte ...

Das Buch „Ihr habt es gut, ihr habt ja mich – Die Online-Omi lässt sich wählen“ stammt von Renate Bergmann. Es ist das erste Buch der Reihe, und ich bin ganz gut damit zurechtgekommen.

Die Geschichte beginnt mit einem unglücklichen Sturz: Arianes Mutter fällt von einer Leiter und kann daraufhin nicht zur Arbeit kommen. Ariane muss deshalb nach Leipzig reisen, während Stefan mit den Kindern allein gelassen wird. Renate Bergmann gelingt es geschickt, die beiden zusammenzubringen, sodass Ariane sich um die Kinder und auch um Stefan kümmern kann. Sie reist von Berlin in das ruhige, beschauliche Spreeweide.

Ich würde jedem raten, dieses Buch nicht vor dem Schlafengehen zu lesen, denn Renates verschachtelte Sätze erfordern doch einige Gehirnzellen, um herauszufinden, was sie eigentlich zu Beginn eines Satzes gesagt hat.

Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten, auch wenn mir manches etwas zu langatmig war. Renate hat zu allem eine Meinung und neigt dazu, diese ausführlich darzustellen. Vermutlich ist gerade diese Detailverliebtheit das, was Renate Bergmann ausmacht. Leider war es mir manchmal ein bisschen zu viel des Guten.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Die letzte Reise

Onigiri
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Das Buch „Onigiri“ von Yuko Kuhn, gelesen von Inka Löwendorf, umfasst etwa 200 Seiten und ist damit ideal für ein Wochenende. Das dazugehörige Hörbuch hat eine Spieldauer von rund sechs Stunden.

Ich habe ...

Das Buch „Onigiri“ von Yuko Kuhn, gelesen von Inka Löwendorf, umfasst etwa 200 Seiten und ist damit ideal für ein Wochenende. Das dazugehörige Hörbuch hat eine Spieldauer von rund sechs Stunden.

Ich habe einen Teil des Buches gelesen und gleichzeitig das passende Hörbuch gehört. In „Onigiri“ treffen zwei ganz verschiedene Kulturen aufeinander und zeigen, wie sie das Leben der Protagonisten beeinflussen. Im Zentrum der Geschichte steht Aki, deren Mutter an Demenz leidet. Als Aki erfährt, dass ihre Großmutter verstorben ist, beschließt sie, ihre Mutter ein letztes Mal nach Japan zu bringen, um ihr die Möglichkeit zu geben, ihre frühere Heimat und ihre Familie ein letztes Mal zu erleben. Japan wird hier als Ort dargestellt, an dem alte Wunden aufbrechen und Familiengeheimnisse ans Licht kommen – ein Konzept, das sowohl spannend als auch emotional klingt.

Leider empfand ich das Buch eher als eine Sammlung von Momentaufnahmen, die nicht harmonisch miteinander verbunden waren. Die Erzählweise ist ruhig und distanziert, was zwar eine gewisse Atmosphäre schafft, jedoch auch dazu führt, dass die Handlung an vielen Stellen ins Stocken gerät. Die vielen Rückblenden und Zeitsprünge behindern den Lesefluss, sodass ich oft Schwierigkeiten hatte, den Gedankengängen zu folgen. Die kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven – teils in der Gegenwart, teils in der Vergangenheit – verleihen der Geschichte keine klare Struktur. Diese Unbeständigkeit und der Schreibstil führten dazu, dass es mir schwerfiel, den Geschehnissen zu folgen. Die Erzählung wirkte manchmal wirr und so, als ob sie aus vielen losen Fäden zusammengestellt wurde.

Trotz dieser kritischen Punkte hat mir der Roman insgesamt gut gefallen. Er präsentiert eine berührende deutsch-japanische Familiengeschichte und beleuchtet eindrucksvoll die Unterschiede zwischen der deutschen und der japanischen Kultur. Besonders interessant sind die generationenübergreifenden Konflikte, die zwischen Aki, ihrer Mutter Keiko und deren deutschen Großeltern bestehen. Die Passagen, in denen Akis Mutter behandelt wird, sind sehr eindrucksvoll; man spürt, wie sie aufblüht, als sie in ihre alte Heimat zurückkehrt und dort ihre Familie und alten Freunde wiedertrifft.

Das Buch hat definitiv viel Potenzial und enthält tiefgründige Themen. Dennoch konnte mich die Geschichte insgesamt nicht vollständig fesseln, was schade ist, da die Grundlagen für eine packende Erzählung vorhanden sind.

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